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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 23.06.2025, 16:47   #1
männlich TravisBeamer
 
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Standard Fragen an die Unendlichkeit

Wie weit ist die äußerste Sonne entfernt,
die letzte Galaxis? Und was kommt dahinter?
Wenn ein schwarzes Loch Lichtatome entkernt,
erfolgt in dem Schlund dann der ewige Winter?

Was ist, wenn der letzte Komet einst verglüht ist,
der letzte Planet von den Sternen verschlungen?
Wenn Zeit alle Teilchen in jedwedem Raum frisst,
und Jedes der Lieder des Alls ist verklungen?

Die Ewigkeit dauert vermutlich verdammt lang
viel länger als das uns das Hirn suggeriert,
Milliarden von Jahre sind dabei nur Anfang,
für immer nur Anfang, egal was passiert.
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Alt 23.06.2025, 18:30   #2
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von TravisBeamer Beitrag anzeigen
Die Ewigkeit dauert vermutlich verdammt lang
Echt?

Zitat:
Zitat von TravisBeamer Beitrag anzeigen
Milliarden von Jahre sind dabei nur Anfang, ...
Ernsthaft?

Also,ich finge bei Quintilliarden von Jahren an, um denjenigen, der sich diesen Wahnsinn ausgedacht hat, nicht zu verärgern. Ist immer noch pimpfig genug gegenüber einer schöpferischen Allmacht, aber immerhin besser, als mit einer lächerlichen Zeitrechnung anzufangen, die den T-Rex knapp von uns Menschen trennt. Ich finge gerne noch höher an, wenn ich wüsste, wie man es richtig ausdrück. Hatte keine Lust es zu recherchieren. Wozu auch?

Zitat:
Zitat von TravisBeamer Beitrag anzeigen
viel länger als das uns das Hirn suggeriert,
Wer ist "uns"? Mir hat mein Gehirn bis heute nichts über die Ewigkeit suggeriert. Ich habe über die Ewigkeit individuell nachgedacht, aber nicht in einem Kollektiv des "Uns". Was irgendwer dem "Uns" suggeriert", beweist nichts und taugt nicht einmal für den Eintrag in eine Akte.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
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Alt 23.06.2025, 18:57   #3
männlich TravisBeamer
 
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Beiträge: 962

Naja ich denke unsre Hirne sind nicht dafür gemacht, Ewigkeit zu begreifen.
Der Satz ''Die Ewigkeit dauert vermutlich verdammt lang'' ist das was wir glauben. Natürlich kann man darüber schmunzeln, es ist ja auch ein bisschen zum Schmunzeln, aber viel besser können wir sie nicht definieren. Was du mit deinem zweiten Einwand ausdrücken willst, wird mir nicht ganz klar. Könntest du das nochmals erläutern?

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 23.06.2025, 19:48   #4
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von TravisBeamer Beitrag anzeigen
Was du mit deinem zweiten Einwand ausdrücken willst, wird mir nicht ganz klar. Könntest du das nochmals erläutern?
Ich werde unleidlich, wenn ein Autor von "uns" und "wir" schreibt. Warum nicht "ich"? Ich lasse mich gerne auf die Denkweise und das Universum eines Autors ein, aber ich lasse mich nicht in ein unbestimmtes Kollektiv ziehen, mit dem ich nichts gemein habe.

Die Strophe sollte besser heißen:

Die Ewigkeit dauert vermutlich lang
viel länger als mir mein Hirn suggeriert,
Milliarden von Jahren sind dabei nur Anfang,
für immer nur Anfang, egal was passiert.

Diese Manie, für die Allgemeinheit zu sprechen, die vielleicht in ihrer Mehrheit anders denkt, ist gang und gäbe bei Hobby-Dichtern, die nicht den Mut haben, ihre Texte als ihre ureigenen Gedanken und Gefühle in der Ich-Form zu präsentieren. Sie meinen, mit der Masse, dem "uns" und "wir", sprechen zu müssen, obwohl sie gar nicht wissen, wie diese Masse denkt und fühlt.
__________________

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Alt 23.06.2025, 19:54   #5
männlich TravisBeamer
 
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Beiträge: 962

Naja mit ''wir'' ist der allgemeine Wissensstand gemeint. Ich glaube nicht, dass du die Ewigkeit wirklich begreifst. Wie auch? Du bist auch nur ein Mensch.
Egal wie viel Zeit vergeht, es ist doch immer nur der kleinstmögliche Bruchteil der Ewigkeit. Das ist mit ''Milliarden von Jahre ist dabei nur Anfang'' gemeint.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 25.06.2025, 17:58   #6
männlich Hans Plonka
 
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Beiträge: 1.072

Lb. TravisBeamer,

Wenn von Unendlichkeit und Ewigkeit gesprochen wird sollte dafür ein zumindest subjektiver Verständnis bestehen. Hier will ich Dir meines darstellen.
Ewigkeit besteht aus Zeit. Zeit aus der Folge von Zuständen und verläuft je nach subjektiver Sicht in unterschiedlichen Folgen und Geschwindigkeiten. Unendlichkeit begrenzt sich in der Menge des Möglichen. Vom Möglichen Erkennen wir nur einen sehr winzigen Teil.
Ich gehe davon aus das es die Ewigkeit und Unendlichkeit gibt und weil sie sich durch die Menge des Möglichen begrenzen, muss alles Mögliche muss auf Grund der ewigen Wiederkehr in den ewigen Kreisen in uns unvorstellbaren Raum und Zeitgrößen (Multiversen), die relativ sind, bestehen.

LG Hans
Hans Plonka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.06.2025, 18:21   #7
männlich TravisBeamer
 
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Beiträge: 962

Ja, das sehe ich vieles ähnlich. Aber gibt es wirklich Ewigkeit und Unendlichkeit?
Das übersteigt meine Kapazitäten. Die Zeit kann dann nicht linear sein mit Anfang und Ende. Weil wann fängt Ewigkeit an und wann hört sie auf? Gar nicht.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 25.06.2025, 19:35   #8
männlich Hans Plonka
 
Dabei seit: 03/2021
Ort: 59590 Geseke
Beiträge: 1.072

Lb. TravisBeamer,

die Zeit ist subjektives Erleben und relativ zu den anderen Dimensionen. Z.B. für uns erkennbar relativ zur Dimension der Geschwindigkeit und des Raumes.
In Unendlichkeit und Ewigkeit gibt es alles was möglich ist, also auch uns in jeder möglichen Variation.

LG Hans
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