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Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy.

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Alt 09.02.2019, 22:19   #1
männlich Laxness
 
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Standard David gegen Goliat

Aus den Reihen der Philister
tritt hervor aus Gat
ein Riese, sechs Ellen misst er
der Hühne Goliat.

Von glänzender Bronze bedeckt
steht er vor seinem Heer
geschultert das Schwert, Zähne gebleckt
bewehrt mit Schild und Speer.

Einer nur tritt ihm entgegen
wer mag das sein der Thor
der so mutig und verwegen
David erschallts im Chor.

Und wer in letzter Reihe steht
im Kampfe für sein Land
sieht einen der zum Riesen geht
und jenen dann im Sand.

So wird ein junger Hirtenknabe
der an sich geglaubt
der Held in unserer Sage
tausende Leben für ein Haupt.
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Alt 09.02.2019, 22:32   #2
weiblich Ilka-Maria
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Tja, nur bleibt in dieser mehr schlecht als recht gedichteten Ballade das ballistische Element außen vor, nämlich das Steinchen, das den Riesen an dem traf, das man in den modernen Wissenschafen als Hirn bezeichnet.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2019, 23:16   #3
männlich Vers-Auen
 
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Ort: Jenseits von Eden
Beiträge: 1.910

Standard Immer diese Satiriker:-)

Nicht jeder Dichter, der mit Worten um sich
schleudert, trifft auch das Herz des Lesers.

Erbärmlich jene Schreiber, die sich für die Größten halten!

LG
Vers-Auen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 02:10   #4
männlich Ex-Ralfchen
abgemeldet
 
Dabei seit: 10/2009
Alter: 75
Beiträge: 17.266

HALLO IHR LIEBEN -

dazu noch das bild von CARAVAGGIO....

DAVID UND GOLIATH QUELLO CHE E', SUCCESSO DAVVERO

https://up.picr.de/35035360hu.jpg

vlg
r
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Alt 10.02.2019, 15:47   #5
männlich Heinz
 
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Hallo Laxness,
irgendwie stehst Du mit dem "h" auf dem Kriegsfuß.
Goliath hat das h zu wenig, was der Hüne im gleichen Vers zu viel hat. Und den Thor, den nordischen Gott des Donners, solltest Du gegen einen Tor auswechseln.
Spaß gemacht hat mir der Reim in der ersten Strophe:
Aus den Reihen der Philister
tritt hervor aus Gat
ein Riese, sechs Ellen misst er
der Hüne Goliath.
Hättest Du so weiter gemacht, hätte es eine (humoreske) Ballade werden können.
Schmerzlich vermisse ich (wie Ilka-Maria) das tödliche Instrument des David.
Und Deine Bezeichnung "Sage" in der letzten Strophe ist irreführend. Eine Sage im Alten Testament ist ein bisschen daneben.
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 16:09   #6
männlich Laxness
 
Dabei seit: 05/2018
Alter: 45
Beiträge: 22

Danke lieber Heinz für deine konstruktiven Zeilen...ja die Rechtschreibung und ich werden wohl keine Freunde mehr wobei ich gegoogelt habe, dass man Goliath wohl mit und ohne "h" schreiben kann...es sollte ja keine Ballade sein und wer mich bezichtigt mich für einen großen Schreiber zu halten...ich bin alles nur bestimmt das nicht...das Bild von Ralfchen finde ich eigentlich recht passend dazu

Lg Laxness
Laxness ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 16:10   #7
männlich Laxness
 
Dabei seit: 05/2018
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Beiträge: 22

ach ja Stein und Schleuder wurden absichtlich weggelassen...künstlerische Freiheit
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Alt 10.02.2019, 16:33   #8
weiblich Ilka-Maria
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Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 27.141

Zitat:
Zitat von Laxness Beitrag anzeigen
ach ja Stein und Schleuder wurden absichtlich weggelassen...künstlerische Freiheit
Nee, Laxness, so einfach kommst du bei mir nicht durch . Du stellst den Riesen (der übrigens ursprünglich "nur" vier Ellen maß) als einen hirnlosen Trottel dar (Tor), der sich mit Bronzeharnisch und Zähneblecken Respekt verschafft, und der kleine David braucht nur einen Schritt vorzutreten und die Huldigung des Chors entgegenzunehmen: Schon ist das Problem aus der Welt, denn Goliath fällt beim Klang des Namens "David" einfach tot um. Das ist ein bisserl viel der künstlerischen Freiheit.

Wo ist die Story? Wo bleibt die Quintessenz dieser Sage, dass Größe allein noch keinen Sieger macht? Wo wird die Lehre gezogen, dass Mut, Stärke und Intelligenz (dumm war Goliath mit Sicherheit nicht) an Überheblichkeit scheitern können und man den Gegner niemals unterschätzen soll?
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 16:52   #9
männlich Laxness
 
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Beiträge: 22

Nein der Riese wurde in späteren Erzählungen mit über sechs Ellen angegeben...wären um die drei Meter...ein bisschen viel klar
stelle ich den Goliat als dumm dar...ich finde das eigentlich nicht...er tritt aggressiv und selbstbewusst vor, wohl wissend um seine Stärke...und ich denke das ein solcher Hüne schon einschüchtern sollte und warum dann nicht Jubelgeschrei, wenn ihm ein "normaler" Hirtenjunge paroli bietet...ich fand eben den wechsel der Perspektive ganz reizvoll...wie nimmt dies ein Krieger wahr, der 100 Meter oder mehr vom Geschehen steht...schleudert den Stein und trifft ihn an der Stirn...hätte man doch erwartet oder...und er siegt ja und rettet durch seinen Mut tausenden von Israeliten das Leben...die Philister fliehen nämlich nach Goliats tot...alles ohne großen Pathos geschrieben schon klar...ein einfaches kleines Gedichtchen...so würde ich es sehen
Laxness ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 16:53   #10
männlich Laxness
 
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ausserdem wird David als Tor bezeichnet...weil er sich dem Riesen alleine entgegenstellt
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Alt 10.02.2019, 16:54   #11
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Laxness Beitrag anzeigen
stelle ich den Goliat als dumm dar...ich finde das eigentlich nicht...
Aha. Und wer ist dann mit diesem T(h)or gemeint? Etwa doch der Donnergott?
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Alt 10.02.2019, 16:56   #12
männlich Laxness
 
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Das Ilka-Maria ist ein böser Rechtschreibfehler, den ich leider nicht ändern kann...weil nicht wissend wie
Laxness ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 17:03   #13
männlich Laxness
 
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Hey vielleicht nimmst du ja dein "mehr schlecht als recht" noch zurück und wandelst es in ein...nichts besonderes aber ok um
Laxness ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 17:12   #14
weiblich Ilka-Maria
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Beiträge: 27.141

Also gut, ich gebe mich geschlagen:

Goliath war drei Meter groß, dumm und intelligent zugleich und fiel bei Davids Anblick tot um. End of story.

Ich stelle mir gerade Putin vor, wie er mit der Steinschleuder in der Hand Trump erwartet, der mit einem Bajonett voranschreitet.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 17:26   #15
männlich Laxness
 
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Und so sehen wir betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen...
Laxness ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 22:53   #16
männlich Heinz
 
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Lieber Laxness,
Du hast, kaum wage ich es Dir zu sagen, den ursprünglichen Kasus knacksus nicht in der uralten Geschichte entdeckt bzw. heraus gefunden.
Betrachten wir die Sache mal ganz nüchtern: Geht es um die Schleuder? Geht es um die vier oder sechs Ellen Körpergröße?
Kern der Story ist, dass ein (scheinbar) Unterlegener - David ist um etliche Zentimeter kleiner, Goliath schwer bewaffnet. Goliath steht da als Vertreter einer Militärmacht, David (der später König wird und aus dessen Geschlecht der Messias kommen wird) ist mit der typischen Waffe eines Hirtenvolks ausgerüstet. Der hebräische/semitische David, siegt über den Philister Goliath, eines Vertreters eines nichtsemitischen Volkes. Die Legende (das wäre die passende Bezeichnung) lässt den scheinbar Chancenlosen (den Vertreter eines Volkes, das ein "Buch" besitzt und dem Monotheismus anhängt) siegen. Die Steinschleuder wird nicht so nebenbei erwähnt und das Schwert, mit dem David den Kopf des Goliath vom Rumpf trennt, ist das Schwert Goliaths (er stirbt sozusagen an seiner eigenen Waffe).
Mach es Dir bei dem Gedicht also nicht zu einfach!
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist gerade online   Mit Zitat antworten
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