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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 06.05.2026, 08:54   #1
männlich Naberius
 
Dabei seit: 12/2023
Ort: Zero
Beiträge: 46

Standard Der Himmel brennt für mich

Ich sitze im Lederchair,
weit überm Tränenmeer.
Lang ist das Leben her,
zerrüttet und manchmal schwer.

Zu meinen Füßen: tausend Ruinen.
Meine Welt, gezeichnet von tausenden Kriegen.

Ich falle in den Sessel, rutsche weit zurück,
viele tausend G – doch der Stuhl verrutscht kein Stück.
Weit über den Dächern genieße ich die Show.
Manchmal krieg ich Angst, und der Himmel färbt sich grau.

Manchmal bricht er auf, die Sterne bringen Glück,
manchmal fallen sie vom Himmel – ich werd innerlich verrückt.
Entzückt und enttäuscht vom folgenden Feuersturm,
halt ich dagegen, an der Spitze von meinem Turm.

Ich krall mich in die Lehne, rutsch ein Stück nach vorn,
danach schieße ich zurück – Vernichtungskraft enorm.
Ich stehe vor dem Abgrund, schieße Pfeile in die Luft,
auf jeden einzelnen Stern, der auf mich runterguckt.

Es gibt kein Unten und kein Oben, alles ist Perspektiv’.
Aus ihrer Sicht bin ich der, der Pfeile runterschießt.
Durch Jahre voller Frust bin ich mir dem bewusst,
es ist mir ein Genuss, wenn mal wer anders brennen muss.

Ich lache mich kaputt, alleine auf meinem Dach,
die Welt komplett kaputt und ich alleine in der Nacht.
Es ist mir scheißegal, so verbringe ich meine Zeit,
mein Köcher voller Pfeile – ich bin zu allerlei bereit.

Der Himmel voller Feuer ist für mich Morgenrot,
am Morgen dann der Nebel, nimmt mich in seinen Sog.
Langsam wird es Zeit für den ersten Kaffee nach der Nacht,
ich stehe auf vom Stuhl und gehe runter von dem Dach.

In meinem Bett werde ich wach, das Textblatt neben mir,
ich tippe es schnell ab – für die Nachwelt hinter mir.
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Stichworte
feuer, himmel, sterne

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