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| Humorvolles und Verborgenes Humorvolle oder rätselhafte Gedichte zum Schmunzeln oder Grübeln. |
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#1 |
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Im Glaube praktiziere ich ergeben
das heiligste der Feste. Aufgefahren zum Himmel ist der Heiland. Und in Scharen beginnen wir, in die Natur zu streben. Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben, wobei wir uns das Brot für Wein ersparen. Das Blute Christi wolln wir in uns wahren, wenn wir dann rituell-ekstatisch beben. Was kann man von nem Donnerstag erwarten? Nun, einen gibt es – und von dem ne Menge! Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, – da wird gesoffen, gibts Prügel und Gedränge, und das Juwel, die Krönung aller Arten, hat vollgekotzt die Hände am Gehänge. |
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#2 | |||
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ich versuche das mal mit Humor zu nehmen - aber das ist schon ziemlich "heftiger Tobak"
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zeile 12 hat einen Silbenüberhang durch das "gesoffen" und deshalb metrische Probleme. Mein Vorschlag wäre hier ja anstatt dessen "gezecht". Ja, was soll ich sagen? Meine weltlichen Festivitäten an der Po=Mündung hast Du hier nochmals potenziert ... Gute Nacht sagt EPI |
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#3 |
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Forumsleitung
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Richtig: Hier fehlt am Ende ein "n". Allerdings ist es kein Akkusativ, sondern ein Dativ (in dem Glauben). Die Wahl zwischen "Glaube" und "Glauben" hat man nur im Nominativ.
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#4 | |
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... es war zumindest nicht meine Absicht, der heiligen Wallfahrt der Vatertagsbesäufnisse Unrecht zu tun. Und auch die Religion hat diesbezüglich mehr mitgehangen, mitgefangen, als dass es darum ging, die abzuwerten. Auch wenn dort natürlich die Pointe sitzt.
Ich komme allerdings kaum drum herum, hier aktuell ein gewisses Muster in meiner Auseinandersetzung zu erkennen, dem ich mich noch entgegenstellen muss, wenn ich meiner Intention gerecht werden möchte. Guten Morgen erst einmal, im Glaube(n) ... ist tragisch, weil ich darüber nachgedacht und anstatt zu prüfen, falsch entschieden habe ... vielen Dank euch beiden für den Hinweis. Das heiligste Fest ... ist eine berechtigte Anmerkung. Ich dachte an "das heiligste" im überzogenen Sinn aus Sicht des Feiergängers. Wenn ich stattdessen vom heiligen Spektakel schreibe, ergibt das Bild aber auch aus Glaubenssicht an Substanz. Das Blute Christi ... danke für den Tipp! Ich weiß nicht, warum ich an dieser Formulierung festhing, aber an das schönere "Christi Blut", das sich die überflüssige Silbe erspart, kam mir nicht in den Sinn. Das "Gesoffen" gefiel mir eigentlich ziemlich gut, trotz Bruch in der Metrik. Vielleicht werde ich dem Sonett wirklich eher gerecht, indem ich die Zeile ins Schema bringe ... aber ehrlich gesagt, ich weiß noch nicht, was mir besser gefiele ... Im Glauben praktiziere ich ergeben das heilige Spektakel – aufgefahren zum Himmel ist der Heiland. Und in Scharen beginnen wir, in die Natur zu streben. Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben, wobei wir uns das Brot für Wein ersparen. Wir wollen Christi Blut in uns bewahren, wenn wir ekstatisch rituell erbeben. Was lässt sich von nem Donnerstag erwarten? Nun, einen gibt es – und von dem ne Menge! Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten, – da wird gesoffen, gibts Prügel und Gedränge, (/da wird gezecht, gibts Prügel und Gedränge,) und das Juwel, die Krönung aller Arten, hat vollgekotzt die Hände am Gehänge. Zitat:
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag ![]() Delf |
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#5 |
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... so ist das eindeutig passender und führt nicht zu Fehldeutungen. Gute Entscheidung!
... inhaltlich mir durchaus auch, aber metrisch ist es (für mich) keine Alternative. Naja, bei der Pomposa-Abtei gibt es von meiner Seite nix Neues - Du hast ja auch schon viel dazu gesagt, vielen Dank nochmal. Gestern bin ich stattdessen durch den Skagerrak geschwommen. Viele Grüße für einen schönen Sonntag EPI |
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#6 | |
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Hey Epi,
Zitat:
Schlussendlich probiere ich mich mit solchen Brüchen noch aus und versuche wärmer zu werden. Und wenn es dahin gehen sollte, dass ich sie regulär nutze, wird es noch genug Sonette geben, in denen ich sie einbauen kann. Nachdem ich mich damit ausrinandergesetzt habe, ob oder wie sie für mich hineinpassen. Ich hab den Schluss nochmal etwas überarbeitet, zum besseren hoffentlich. Im Glauben praktizieren wir ergeben das heilige Spektakel. Aufgefahren zum Vater ist der Heiland. Und in Scharen beginnen wir, in die Natur zu streben. Dort danken wir bei Wein und Brot dem Leben, wobei wir uns das Brot für Wein ersparen, um Christi Blut in unsrem Leib zu wahren. Wo wir ekstatisch rituell erbeben, pulsiert ein Zauber – Geist des Offenbarten, in der Melissen Klosterfrauenstrenge. Die Söhne Adams ziehn in Edens Garten. Da wird gezecht, gibts Prügel und Gedränge, und das Juwel, die Krönung aller Arten, hat vollgekotzt die Hände am Gehänge. (alternativ zur zwölften Zeile: für Schnaps und Streit und schmutzige Gesänge. alternativ zur vierzehnzen Zeile: erklingt im Chor der Vomitiergesänge.) Beste Grüße Delf |
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