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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 25.04.2024, 12:39   #1
männlich Hans Plonka
 
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Standard Wissenschaft und Öffentlichkeit

Wissenschaft und Öffentlichkeit

Durch die Medien erfahren wir, was wir wissen sollen und nur wenig davon, was wir wissen wollen. Das Internet ist frei. In letzter Zeit gab es da jedoch auch einige Zensuren. Wir können dort eine Menge pseudowissenschaftlichen Unsinn sehen und lesen. Genau so auch in Büchern und Zeitschriften. Es gibt davon jedoch auch einen Teil der wahr ist. Es sind Wahrheiten, die wir nicht wissen sollen. Diese Wahrheiten werden als unglaubwürdig bezeichnet. Dies geschieht durch Trolle, die sie lächerlich machen oder ähnliche fehlerhafte Informationen verbreiten um die Wahrheiten zu verwässern. Dies geschieht z. B. von der Industrie auf dem Energiesektor (freie Energie und „Anti-Gravitations“ Technologie usw.)
In meiner Realität erscheint mir die Ewigkeit und Unendlichkeit als logisch. Dazu denke ich, dass absolute Grenzen nur in der Menge des Möglichen gibt. Die Entdeckung von lebensfreundlichen Planeten war mir eine Bestätigung meiner geistigen Folgerungen. Zudem habe ich mit der fortschreitenden Technik schon lange erkannt, dass der Lebensraum für intelligente Wesen in geschützten großen Räumen im Erdinnern sein muss. Dies ist auch auf Himmelskörpern mit lebensfeindlichen Oberflächen möglich.
Die Wissenschaft beharrt nicht selten auf Lehrmeinungen, die sie ungern aufgibt. Wenn neue Entdeckungen nicht in das alte Bild passen, werden sie abgelehnt. Dazu kommt auch noch, dass die meiste Forschung Auftragsforschung ist, die das Interesse von Geldgebern verfolgt. Es wird dabei nach einem gewünschten Ergebnis gesucht und nicht zielführende Hilfen werden außer Acht gelassen manchmal sogar nicht erwünschte Ergebnisse verschwiegen (geheim gehalten). Besonders auch bei der Geschichtsschreibung werden überwiegend nur die Interesse der Mächtigen (Sieger) dargestellt, sodass wir davon ausgehen müssen, dass wir alle getäuscht werden. Diese Erkenntnis veranlasst auch dazu, die Meinungen der Mehrheiten besonders kritisch zu betrachten. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Meinung und auch die vermeintliche Erkenntnis der Mehrheiten meist falsch sind, weil sie von den Interessen der Mächtigen wirksam beeinflusst werden. Die Erkenntnissuche mit möglich und wahrscheinlich ist immer ein gutes Hilfsmittel zu Wahrheitsfindung.
Es gab und gibt jedoch Geheimgesellschaften und Geheimdienste, die im Laufe der Jahrhunderte vieles im verborgenen halten, wodurch sie Vorteile gegenüber allen anderen haben. Dazu gehört auch, dass sie darauf achten, dass diese Geheimnisse nicht öffentlich werden. Um den Wissensabstand zu wahren werden sie sicher bei Entdeckungen oder Erfindungen verhindern, dass sie öffentlich werden. Dies ist ihnen möglich, denn sie haben sehr viel Macht. So ist es auch wahrscheinlich, dass sich eine parallele Zivilisation gebildet hat. Wie weit diese der Öffentlichkeit voraus ist, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Es könnte im Laufe der Jahrhunderte jedoch zu einem großen Abstand gekommen sein. (Die Parallel-Zivilisation ist Wirklichkeit).
Es soll auch nichts geglaubt werden, was im Internet steht, jedoch sollte es kritisch nach Möglich und wahrscheinlich bedacht werden.
Das Thema Außerirdische wird oft lächerlich und unglaubwürdig gemacht oder als unmöglich dargestellt. Dies gibt einem kritischen Beobachter zu denken.
Wissen ist die auf eine Person bezogene höchstmögliche Sicherheit (Logik) von der Existenz von Sachverhalten, sodass die Überzeugung von dessen Wahrheit besteht. Die Möglichkeit von Unwahrheit kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Dies besagt, dass es sich bei Wissen auch nur um eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit handelt. Wissen ist subjektive Überzeugung, daher kommt es, dass Glauben nicht selten auch als Wissen (Glaubenswahrheit) angenommen und vermittelt wird.
Über Ufos habe ich viel Mögliches, Wahrscheinliches aber auch unsinniges gehört und gelesen. Keiner sollte irgendetwas davon glauben, sondern nach eigener Erkenntnis mithilfe von Möglich und Wahrscheinlich suchen.
Sicher ist, dass die Erde (und somit auch wir) auch durch Kräfte aus dem All beeinflusst wurden und werden. Möglich ist jedoch auch, dass die Menschheit auch Einflüssen von außerirdischen Intelligenzen ausgesetzt ist. Dies zu erkennen könnte sehr große seelische Schäden verursachen.
Die Verweigerung ungewöhnliches, verpöntes und fantastisches zu lesen oder zu sehen schränkt die Erkenntnismöglichkeiten ein. Zwar bin ich dagegen irgendetwas davon zu glauben, denn ich bin dagegen, dass es geglaubt wird. Doch sollte immer dabei kritisch gefragt werden, ob es möglich ist und wenn ja, dann wann, wie und wo es wahrscheinlich sein könnte. Für Erkenntnisgewinnung ist es nicht hilfreich etwas auszuschließen, weil es sich zurzeit nicht in unserer Realität befindet. Vergleiche mit der Märchenwelt oder Fantasien sind gut dazu geeignet etwas lächerlich zu machen und durcheinander zu bringen und so von ernsthaften Bemühungen abzulenken.
Zum Beispiel ist es doch sehr naiv zu denken, die Menschen werden dies und das nicht tun, wenn es ihnen möglich ist und sie einen persönlichen Vorteil (Interesse) davon haben. Besser ist es doch zu erwägen, was ist ihnen möglich und unter welchen Umständen werden sie es in welchem Ausmaß tun und wie wahrscheinlich ist es.
Durch die persönliche Wahrnehmung wird die Realität des einzelnen Wahrnehmenden gebildet. Ein großer Teil der Realität gehört auch einer Gruppenwahrnehmung an. Die Gruppenwahrnehmung hat einen übergeordneten Wahrheitsanspruch. Jede Wahrnehmung ist jedoch eine Realität und ein Teil der Wirklichkeit. Hierbei sollte auch Toleranz gewährt werden, sodass auch ungewöhnlich Realitäten respektiert werden, auch wenn sie nicht mit der eigenen vereinbar sind.
Aufnahmefähigkeit und Wissen ist nicht gleichbedeutend mit Intelligenz. Wissen und Erfolg setzt oft ein langes Streben und Mühe voraus und wer es erreicht hat, möchte auch als intelligent gelten, doch dies ist kein Beweis. Ein Unwissender und Erfolgloser kann genauso intelligent sein. In diesem Zusammenhang wird auch von Bauernschläue gesprochen. Es geht um die Fähigkeit, vergleichend zu denken und daraus Schlüsse zu ziehen. Für die Erkenntnisforschung ist es darüber hinaus erforderlich, frei ohne Bindung (Abhängigkeit) und offen zu denken. Offen zu denken bedeutet Möglichkeiten und Entwicklungsfolgen zu erkennen und in Betracht zu ziehen, die in der Jetztzeit bestehende Möglichkeiten übersteigen. Aus Erfahrung ist bekannt, dass sich die Kenntnis von Möglichkeiten für die menschliche Erkenntnis immer erweitert hat. Es besteht kein Grund anzunehmen, dass dies in absehbarer Zeit enden würde. Falls doch, ist es möglich, dass es andere Wesen gibt, welche noch mehr Möglichkeiten entdecken. Unendlichkeit und Ewigkeit sind auch ein Beweis dafür, dass es alles gibt, was möglich ist.
Wer Vergleichsmöglichkeiten nicht sucht und nicht erkennt, der hat das System der Erkenntnisforschung nicht verstanden. Er ist dann auch nicht dazu in der Lage, seinen Erkenntnis- und geistigen Realitätsbereich diesbezüglich zu erweitern. Gerade bei Kornkreisen gibt es eine Menge von Vergleichsmöglichkeiten. Z.B. mit anderen Kornkreisen, mit den bekannten Möglichkeiten der Erstellung, mit den bekannten technischen Möglichkeiten der Erstellung, mit dem Zeitaufwand der Erstellung, mit mathematischen und analogen Inhalten, mit den erforderlichen Fähigkeiten zur Erstellung, mit den uns bekannten Fähigkeiten zur Erstellung usw.
Möglichkeiten kann man sich nicht einräumen. Sie ergeben sich aus den Situationen, die durch eigene Handlungen oder Umweltgeschehen entstehen.
es gibt die sogenannten Geheimwissenschaften. Sie sind in dem Sinne geheim, weil sie wegen dem Mangel an freiem und offenem Denken nicht verstanden und deshalb abgelehnt werden, sodass die Erkenntnisse von vielen nicht als solche anerkannt werden oder erst gar nicht gesucht werden. Die Gründe sind Mangel an freiem und offenem Denken. Natürlich werden diese Wissenschaften auch von Geheimdiensten betrieben und deren Ergebnisse benutzt. Das System der Erkenntnisforschung sollte jeder für sich entdecken. Es ist nicht neu.
oft werden Geheimnisse mithilfe der Allgemeinheit erworben und ihr dann trotzdem vorenthalten oder es werden gewünschte Veröffentlichungen verhindert. Nicht auszudenken, welcher Schäden durch unnötige Forschungen entstehen, weil es die Ergebnisse im Geheimen schon lange gibt.
In diesem Zusammenhang können wir im Internet einiges über Breakaway Zivilisationen (verborgene und geheime parallele Zivilisationen) lesen und es beschleicht einen der Verdacht, dass es sich hierbei nicht nur um Fantasie handeln könnte. Mit der Kenntnis von der heutigen Technik scheint es nicht unwahrscheinlich, dass eine weiterentwickelte Zivilisationen ihren Lebensraum in künstlichen Räumen tief unter der Erdoberfläche oder in hermetisch verschlossenen beweglichen Räumen (Satelliten, Raumschiffen) vorzieht. Dass es ein oder mehrere geheime Weltraumprogramme gibt, wird kaum bestritten. Bezahlt wird es jedoch von der unwissenden Bevölkerung.
Mit der Bezeichnung Verschwörungstheorie wird sicher auch vieles (Wahres und unwahres) in einen Topf geworfen. Damit wird dann auch das Wahre lächerlich und unglaubhaft gemacht (vertuscht).
Besonders bei Breakaway-Zivilisationen und geheimen Weltraumprogrammen kann überlegt werden, wie groß waren und sind die Möglichkeiten hierzu und in welchem Umfang. Wenn es Möglichkeiten hierzu gab und gibt, muss nur noch gefragt werden, entspricht dies der Psyche der Menschen , welche Hinweise gibt es (Whistleblower) und welche auffälligen Verheimlichungen und Diskreditierungen. Keiner sollte etwas glauben, sondern nach Hinweisen, Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten suchen um so zu zwingenden Beweisen zu kommen.
Wir sollten von allem erst dann etwas für wahr halten, wenn wir anhand von Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit die Wahrheit erkannt haben. Wir sollten zweifeln und prüfen, ob es logische Hinweise gibt, ob es Widersprüche gibt, ob Widerstände dies verhindern, ob die menschliche Natur und Psyche dies fördert usw.. Dass es etwas in der Richtung Break-away und geheimer Weltraumforschung gibt, wird nicht bestritten. Vielleicht wird es im Internet und in Büchern in übertriebener Form für Leser interessant gemacht. Es muss alles infrage gestellt aber auch geprüft und bedacht werden.
Die Wahrheits- und Erkenntnissuche mithilfe von offenem Denken ist für den Menschen besonders bedeutungsvoll, wenn es um Geheimnisse und unerkannte Entwicklungen geht, die Einflüsse ausüben, die nicht selten auch eine Bedrohung sein können. Bei Unkenntnis sind Vorbereitungen unmöglich und Reaktionen schwierig. Natürlich sind auch die Erkenntnisse über den Weltraum für den Menschen nicht nur interessant, sondern auch wichtig, weil es von dort auch viele Einflüsse auf die Menschen gibt.
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Alt 25.04.2024, 14:20   #2
männlich dunkler Traum
 
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Standard Hallo HP

... du stellst hier alle Behauptungen auf, welche auch im Netz zu finden sind und kennzeichnest alle als Wahrheiten. Nirgendwo fand ich das Wort scheinbar, möglicherweise oder angeblich. Dies lässt erhebliche Zweifel an der Richtigkeit deiner Ausführungen zu.
Die Welt wird für uns, ob Verschwörung oder nicht, niemals voll erkennbar sein, weil unsere beschränkten Sinne es einfach nicht zulassen. Die Wissenschaft formuliert Thesen, welche solange gelten, bis sie widerlegt oder durch neue Thesen abgelöst werden.
Übrigens warte ich schon 3 Monate auf meine Reichsfluglizenz aus Agartha, kannst du da etwas für mich tun?

wsT
dT
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Alt 25.04.2024, 20:01   #3
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Zitat:
Durch die Medien erfahren wir, was wir wissen sollen und nur wenig davon, was wir wissen wollen. Das Internet ist frei. In letzter Zeit gab es da jedoch auch einige Zensuren. Wir können dort eine Menge pseudowissenschaftlichen Unsinn sehen und lesen. Genau so auch in Büchern und Zeitschriften. Es gibt davon jedoch auch einen Teil der wahr ist. Es sind Wahrheiten, die wir nicht wissen sollen. Diese Wahrheiten werden als unglaubwürdig bezeichnet. Dies geschieht durch Trolle, die sie lächerlich machen oder ähnliche fehlerhafte Informationen verbreiten um die Wahrheiten zu verwässern. Dies geschieht z. B. von der Industrie auf dem Energiesektor (freie Energie und „Anti-Gravitations“ Technologie usw.)
In meiner Realität erscheint mir die Ewigkeit und Unendlichkeit als logisch. Dazu denke ich, dass absolute Grenzen nur in der Menge des Möglichen gibt. Die Entdeckung von lebensfreundlichen Planeten war mir eine Bestätigung meiner geistigen Folgerungen. Zudem habe ich mit der fortschreitenden Technik schon lange erkannt, dass der Lebensraum für intelligente Wesen in geschützten großen Räumen im Erdinnern sein muss. Dies ist auch auf Himmelskörpern mit lebensfeindlichen Oberflächen möglich.
Ist das Satire?

Zitat:
Durch die Medien erfahren wir, was wir wissen sollen und nur wenig davon, was wir wissen wollen.
War schon immer so, auch in den Zeitaltern technologiefreier infomarmationsübertragung. Es war nur wenig paniktauglich, weil die Informationswege zu weit waren und die Informationsübertragung zu viel Zeit brauchte. Bis sie von A nach B gekommen war, war die "Krise", die "Katastrophe" und waren einige "Weltuntergänge" der Schnee von gestern, ihre Opfer längst begraben und dem Herrn oder einer guten Sache geweiht.

Zitat:
In letzter Zeit gab es da jedoch auch einige Zensuren.
Auch nichts Neues unter der Sonne. Im Gegenteil: Die Scheiterhaufen brannten früher höher. Heute bekommt man eine Shitstorm, stellt sich unter die Dusche, bis man wieder gut riecht, und heuert bei einem lukrativen Unternehmen an. Zu höherem Gehalt als jemals zuvor. Früher hieß es: "Name it, but blame it." Heute: "Blame ist, then name it"!" Marketing is all it takes ... wow!

Zitat:
Wir können dort eine Menge pseudowissenschaftlichen Unsinn sehen und lesen. Genau so auch in Büchern und Zeitschriften.
Da bist du offensichtlich in guter Gesellschaft. Oder woher bist du so kundig? Nenne doch mal ein paar Titel. Mir sind sie nämlich nicht bekannt. Wieso redest du von "Wir"? Was setzt du da voraus? In welchem Boot sitzt du, in das du "uns" ziehen willst? Rede mal besser von deinem Ich, bevor du hier verallgemeinerst. Du solltest schreiben: "Ich lese eine Menge pseudowissenschaftlichen Unsinn."

Zitat:
Es gibt davon jedoch auch einen Teil der wahr ist. Es sind Wahrheiten, die wir nicht wissen sollen. Diese Wahrheiten werden als unglaubwürdig bezeichnet.
Ach ja? Und wenn schon! Soll doch jeder selber rausfinden, was für ihn oder sie wahr ist. Lass den Leuten ihre Wirklichkeit, ihre Selbstfindung und ihren Glauben. Nach diesem Muster gingen die Menschen schon immer vor. Daran haben sich früher Missionare die Zähne ausgebissen, und auch, wenn es zwischendurch mal flüssiger mit dem Missionieren ging, macht sich jetzt wieder Skepsis breit. Jedenfalls zerfließen die alten Muster in zahlreiche Richtungen und herrschen für Unordnung in der Welt.

Wir leben in unruhigen Zeiten, vielleicht so stark, wie sie die Menschheit zuletzt (in Europa) im Übergang vom Spätmittelalter zur Neuzeit erlebt hat. Vielleicht auch noch in dem Umbruch, den die industrielle Industrie ihr zumutete. Jetzt erleben wir wieder einen derartig scharfen Umbruch durch Globalisierung und Digitaliserung. Natürlich ruft das Verschwörungstheoretiker auf den Plan, die den totalen Crash prophezeien. Aber auch diese Kassandrarufer werden nicht verhindern, dass ein Teil der Bevölkerung (in der Regel der schwächste Teil) durch die Maschen des sozialen Netzes ins Nichts fällt, während der reichste Teil wenig Federn lassen oder sogar gesundgestoßen aus der Krise steigen wird wie der Phönix aus einer mildgewärmten Asche.

Das war schon immer so. Nur in größeren Abständen.

Es hilft nichts. Wir können diese Walze nicht aufhalten. Der Fortschritt schreitet voran, deshalb heißt er so.

Zitat:
Es gibt davon jedoch auch einen Teil der wahr ist. Es sind Wahrheiten, die wir nicht wissen sollen. Diese Wahrheiten werden als unglaubwürdig bezeichnet.
Jawoll. Und was ist daran neu oder sonderlich bemerkenswert? Was ist so sonderlich, dass man neue Behauptungen/angebliche Erkenntnisse, Findungen, Entdeckungen usw. und ihre Auslegungen nicht mit Skepsis ansieht und um Beweise ersucht? Was ist Besonderes daran, dass Forscher mit ihren Ergebnissen solange zurückhaltend bleiben, bis sie einen einigermaßen akzeptablen Beweis haben (den absoluten Beweis gibt es nämlich bis heute nicht), dass sie aus ihren Forschungen die richtigen Schlüsse gezogen haben (siehe Koperniskus)?Wenig bekannt isr, dass einige Nobelpreise aufgrund von Täuschung verliehen wurden, aber trotz Entlarvung den Betrügern nie aberkannt wurden.

Es gibt kein absolutes Wissen. Es gibt keine Sicherheit darüber, was unsere Welt ist, woraus sie gebaut ist und woher sie kommt. Wir wissen nicht, woher wir kommen und weshalb wir hier auf diesem wahrscheinlich einmaligen Stückchen Erde wandeln. Wir wissen gar nichts. Und deshalb kann jeder Arsch mit Theorien kommen, auch mit Verschwörungstheorien ... Die eine ist so gut wie die andere. Raucht sie alle in der Pfeife! An unserem Leben hier auf Erden ändern sie nämlich nichts.

So did it go,
so will it go on.
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Alt 05.05.2024, 19:23   #4
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Lb. dunkler Traum, lb. Ilka-Maria,

natürlich ist mein Aufsatz vom mir auch kein absolutes Wissen. Es sollte jedoch zum nachdenken anregen und zumindest als Mögliches bedacht werden. Es ist doch keine Seltenheit, dass sich eine Verschwörungstheorie nach einiger Zeit bewahrheitet hat. Genauso jedoch hat sich manches Wissen auch als falsch herausgestellt. Mit "wir" meine ich alle die meine Aussagen als möglich in Erwägung ziehen. Querdenker ist heute leider schon fast ein Schimpfwort, was auch bedeutet, wir sollen einem vorgebebenen Denkkorridor folgen. Dies könnte auch zu Ausgrenzung Andersdenkender (Faschismus) führen, was wir auch leider in Beziehung Corona oder bei Kriegsparteinahmen erlebt haben und erleben.

LG Hans
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Alt 05.05.2024, 22:40   #5
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Es ist doch keine Seltenheit, dass sich eine Verschwörungstheorie nach einiger Zeit bewahrheitet hat. Genauso jedoch hat sich manches Wissen auch als falsch herausgestellt.
Offensichtlich weist du beiden Begriffen schwammige Definitionen zu. Die genauen Definitionen solltest du erst einmal klären, dann fiele dir vielleicht auf, dass es höchst gewagt, gar absurd ist, sie miteinander zu vergleichen, als seien sie Unterbegriffe einer zusammengehörenden Wortfamilie.

Ein Begriff wie "Wissen" ist klar definiert, auch dann, wenn wir davon ausgehen müssen, dass ein Wissen nicht für immer gültig sein könnte. Das hatte Popper mit seiner Feststellung von durch neue Erkenntnisse ergänzbarem oder verändertem Wissen oder auch von der Erkenntnis völlig falschen Wissens längst angehandelt und dafür die Begriffe der Verifizierung und Falsifizierung geprägt. Hinter diesen Vorgängen steckt allerdings keine Absicht der Irreführung, sondern es handelt sich um Lernen und Hinzugewinn an Wissen, und zwar mit dem Ziel, Probleme zu lösen. Dabei kommt man nicht um die Erkenntnis herum, dass das Lösen eines Problems fast immer ein neues Problem nach sich zieht. Schon von daher kann es ein endgültiges Wissen nicht geben, sondern die Forschung muss weitergehen.

Bei Verschwörungstheorien handelt es sich um eine ganz andere Kategorie von Begrifflichkeit, denn mit Wissen haben sie null zu tun. Sie sind Erfindungen, die von den persönlichen Interessen und Zielen bestimmter Pesonen oder Gruppen getragen werden, immer mit ideologischen Parolen befeuert sind und in erster Linie dazu dienen, den Menschen Angst zu machen. Verschwörungstheorien haben nichts mit Skepsis zu tun, wie sie manche Menschen vortragen, die gute Argumente gegen eine Theorie haben (Wissenschaftler waren schon immer bei fast allen Themen unterschiedlicher Meinungen), oder wie Zweifel manche anderen zu investigativem Journalismus treiben, wenn sie Verschleierung, Verheimlichung oder gar Lüge wittern. Letzteres hat jedoch nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, gelogen und verheimlicht wurde in der Menschheitsgeschichte auch schon immer. Politiker lügen, um an die Macht zu kommen oder an der Macht zu bleiben, und dass manche Wissenschaftler ihre angeblichen Erkenntnisse durch unlautere Mittel "beweisen" konnten und damit die Verleiher des Nobelpreises hinters Licht geführt haben, ist bekannt.

Das alles ist jedoch etwas anderes als die mitunter abstrusen, phantastisch anmutenden Verschwörungstheorien, die fast immer mit der Erschaffung dubioser Parallelwelten zu tun haben und den Menschen suggerieren sollen, gegen diese Mächte der Finsternis ohnehin nichts ausrichten zu können. Die Weltuntergangsszenarien mancher Sekten lassen grüßen.

Unter diesen Aspekten mutet es für mich naiv an, Wissen und Verschwörungstheorien in einen direkten Bezug stellen zu wollen.
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Alt 06.05.2024, 19:43   #6
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Lb. Ilka-Maria,

Verschwörungstheorie ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Kampfbegriff geworden um unbequeme Verständnisse (subj. Erkenntnisse bzw. Wissen) abzuwerten und möglichst auszuschalten und so eine Meinungshoheit zu festigen.
Wir können subjektives Wissen und mehrheitliches Wissen unterscheiden, wobei das subjektive auch zumindest teilweise auch mehrheitliches sein kann. Jedes subjektive Wissen hat in einer Demokratie jedoch auch das Recht sich öffentlich zur Diskussion zu stellen, ohne befürchten zu müssen deshalb ausgegrenzt oder sogar mit Nachteilen verfolgt zu werden. Wenn dies geschieht, dann ist es Faschismus (Bündelung und Ausgrenzung und deren Verfolgung).
Wir konnten dies auch in den letzten Jahren beobachten. Erst wird Angst geschürt, dann eingegrenzt, dann ausgegrenzt und verfolgt. Es geschieht häufig im Zusammenhang mit Umwelt, Krankheiten und Krieg.

LG Hans
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Alt 06.05.2024, 20:29   #7
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Nichts Neues unter der Sonne, Hans. Verschwörungstheorie, Kampfbegriff, Stammtischparole, Totschlagargument, Gehirnwäsche, Verblödungskampagne, Rattenfängerei, Chauvinismus, Propaganda usw. usf. Nichts, das in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist, sondern was es schon in der Antike gab. Damals waren die Menschen bereits so intelligent und ausgefuchst wie wir heute.

Worauf du hinaus willst, obwohl du versuchst, "undercover" vorzugehen, ist mir klar: Du willst uns suggerieren, wir seien ferngelenkt und zu unbedarft, es zu merken. Das ist deine Mission: Uns die Augen dafür zu öffnen, dass wir von morgens bis abends manipuliert werden.

Hans, das weiß der größte Teil der Bevölkerung längst selbst. So blöd, wie du vermutest, sind die Menschen nicht. Das Problem ist nicht, falsche Informationen zu entlarven, sondern die Leute loszuwerden, die sie verbreiten. Vor allem aber, die besseren Alternativen wählen zu können. Aber diese sind leider nicht vorhanden.

Seit Jahrzehnten ist nichts an fähigen Politikern nachgekommen, auf die man vertrauen könnte, unser Land verantwortungsvoll zu führen. Die gesamte Politik, aber nicht nur die Legislative und Exekutive, sondern auch die Judikative, ist ideologiegeleitet. Und die schlechtesten Verwalter politischer Ämter sind die Quotenfrauen.

Das alles hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern mit fehlgeleitetem Gutgemeintsein. Und mit der Überheblichkeit, wir Deutschen könnten mit dem Entzünden einiger Wunderkerzen die ganze Welt verbessern.
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Alt 07.05.2024, 10:51   #8
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Standard Hallo HP

Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Dies könnte auch zu Ausgrenzung Andersdenkender (Faschismus) führen, was wir auch leider in Beziehung Corona oder bei Kriegsparteinahmen erlebt haben und erleben.
LG Hans
Könnte? -leider passiert dies schon. An der medialen Lokalfront greifen Moralisten scharenweise an.
Innenminister klagen über Angriffe auf die Demokratie (welche wir hier im Sinne des Wortes nicht haben) und bauen sie lieber selbst ab.
Es gibt keine Verschwörung, das ist einfach Kapitalismus. Solange sich genügend Gehaltssklaven zur Verfügung stellen, lenkt jede neue Verschwörungstheorie zielgerichtet von der Wahrheit ab.

dT
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Alt 07.05.2024, 12:56   #9
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Zitat:
Zitat von dunkler Traum Beitrag anzeigen
Könnte? -leider passiert dies schon. An der medialen Lokalfront greifen Moralisten scharenweise an.
Innenminister klagen über Angriffe auf die Demokratie (welche wir hier im Sinne des Wortes nicht haben) und bauen sie lieber selbst ab.
Es gibt keine Verschwörung, das ist einfach Kapitalismus. Solange sich genügend Gehaltssklaven zur Verfügung stellen, lenkt jede neue Verschwörungstheorie zielgerichtet von der Wahrheit ab.

dT
So isses. Und mit so wenigen Worten unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Nur würde ich statt "Verschwörungstheorie" schreiben: "saisonale Aufregungs- und Empörungswelle". Was hatten wir bisher an angsttreibenden "Katastrophen"? AIDS, Ozonloch, Sauerregen, Waldsterben, Atomkraft, Ebola, BSE, Schweinepest, Hühnerpest, Affenpocken, Bienensterben, Eisschmelze ... Mal sehen, was uns demnächst als "the fuss of the year" serviert wird. Und worüber ein Jahr danach niemand mehr spricht. Wenn der SPIEGEL zum dritten Mal den Kölner Dom auf der Titelseite bringt, wie er bis über das Portal im Wasser steht, ist es gut, dann hat sich das Bild abgenutzt.

Zitat:
Innenminister klagen über Angriffe auf die Demokratie (welche wir hier im Sinne des Wortes nicht haben) und bauen sie lieber selbst ab.
Ein wahres Wort! Hören die Bürger in Deutschland eigentlich genau hin, was Nancy Faeser sagt? Sie hat völlig klare Worte dafür, wie man eine Autokratie aufbaut. Dazu bedarf sie keiner "Verschwörungstheorie". Wer protestieren will, braucht laut Nancy dafür keinen öffentlichen Raum, und überhaupt ist Protest "die verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates". Originalton Nancy Faeser. Das hat nichts mit Verschwörungsabsichten zu tun, sondern der Bürger muss einfach nur scharf hinhören und die Worte verstehen.

Und wie ist das mit dem Aktien-Verschiebebahnhof, in den Scholz verwickelt ist? Warum schmeißt die Chef-Ermittlerin in dieser Sache den Job hin? Warum kommt eine Alice Schwarzer mit Steuerhinterziehung großen Stils straffrei davon? Denkt dabei etwa jemand an Orwells Schweine, bei denen manche gleicher als gleich sind?
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Alt 08.05.2024, 10:55   #10
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Lb. Ilka-Maria,

Zitat:
Seit Jahrzehnten ist nichts an fähigen Politikern nachgekommen, auf die man vertrauen könnte, unser Land verantwortungsvoll zu führen. Die gesamte Politik, aber nicht nur die Legislative und Exekutive, sondern auch die Judikative, ist ideologiegeleitet. Und die schlechtesten Verwalter politischer Ämter sind die Quotenfrauen.
Es ist nicht so, dass gute Politik so schwierig ist und es deshalb nicht genügend gute Anwärter gäbe. Maßgebender sollte jedoch die Gesinnung sein.
Politiker sollten nicht Geheimgesellschaften (Freimaurer) angehören, oder vom Groß- und Finanzkapital abhängig sein.
Unsere Leitmedien werden nur zu einem geringeren Teil durch die Leser, Hörer und Seher finanziert und sind deshalb anderen Geldgebern mehr verpflichtet und fördern vorrangig deren Vorschläge.
Die Unabhängigkeit der Medien, der Legislative, Exekutive, Judikative, Verfassungsschutz sowie fast aller Institute ist durch Abhängigkeiten und auch Weisungsgebundenheit zumindest eingeschränkt.
Wir leben in einer Demokratie die durch obige Aussage in einigen Bereichen eingeschränkt und zumindest teilweise auch insgesamt gefährdet wird.

LG Hans
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Alt 08.05.2024, 12:29   #11
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Lb. Ilka-Maria,
Politiker sollten nicht Geheimgesellschaften (Freimaurer) angehören, oder vom Groß- und Finanzkapital abhängig sein.
...
Wir leben in einer Demokratie die durch obige Aussage in einigen Bereichen eingeschränkt und zumindest teilweise auch insgesamt gefährdet wird.
Absolut richtig, Hans. Es sollte auch abgeschafft werden, dass Politiker nach bereits einer durchgestandenen Legislaturperiode einen Anspruch auf eine üppige, lebenslange Rente haben. Ein anderes Thema ist die Immunität bzw. die Verschonung von Polikern vor Haftung im Falle von vermeidbaren Fehlentscheidungen. Warum müssen z.B. Wirtschaftsprüfer und Anwälte für ihre Fehler haften, Politiker aber nicht?

Ob unsere Demokratie wirklich eine Demokratie ist, darüber kann man streiten. Mir stellt sich immer öfter die Frage, ob unsere Verfassung dazu da an, den Bürger vor Übergriffen des Staats zu schützen, oder ob sie den Staat = die Regierung vor den Bürgern schützen soll. Die gebetsmühlenartige Wiederholung, Deutschland sei eine Demokratie, die es zu schützen gelte, sowie die Führung "Demokratie" als Namensbestandteil eines Staates beweist nichts. Auch autokratisch geführte Staaten bedienen sich dieser Augenwischerei, wie einst die DDR und jetzt zum Beispiel Russland mit dem angeblich "lupenreinen Demokraten" im Kreml.

Über die Freimaurer kann ich nichts sagen, mit diesem Orden habe ich mich nie befasst. Letztendlich sind aber alle Sekten, z.B. auch die Zeugen Jehovas und die Scientologen, nach demselben Grundmuster gestrickt.
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Alt 08.05.2024, 13:12   #12
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Lb. Ilka-Maria,

ich denke wir sind weitgehend einer Meinung.
Was die Freimaurer angeht, sind ihre Ziele öffentlich kaum bekannt. Ich gehe davon aus, sie streben Herrschaft (Weltherrschaft) ihrer Eliten an und dazu die Versklavung (Unfreiheit und Kontrolle) der übrigen Menschheit (Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein). Die Mittel dazu sind Macht- und Vermögenskonzentration auf Wenige, sowie Angst und Sicherheitsversprechen.
Religionen sollten dann bekämpft werden, wenn sie sich über das Grundgesetz und die Verfassung stellen (Z. B. Teile des Islam).

LG Hans
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Alt 08.05.2024, 14:29   #13
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... die Freimaurer wurden als religionsfreie aufklärerische Vereinigung gegründet. Da war von Weltherrschaft keine Rede. Obwohl, die Grünen haben auch als Antikriegspartei angefangen.

Vielleicht schafft es der Brain (der Kumpel von Pinky) ja mal zur Weltherrschaft.

dT
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Alt 08.05.2024, 16:48   #14
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Zitat:
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Religionen sollten dann bekämpft werden, wenn sie sich über das Grundgesetz und die Verfassung stellen (Z. B. Teile des Islam).
Für mich sind das keine Religionen. Ich hatte mit Überlegung das Wort "Sekte" dafür genommen. Und wie gesagt: Die Strukturen der Sekten sind aneinder gleich oder zumindest sehr ähnlich. Im Kern: Lösung von der Familie, Abliefern von Vermögen, voller Einsatz für die Verbreitung der sektiererischen Ideologie, totale Unterwerfung unter die Führungseliten dieser Sekten, klagloses Hinnehmen von Strafen bei Regelverstößen. Auf den Punkt gebracht: Völlige Aufgabe der eigenen Persönlichkeit. Insofern unterscheiden sich die Prozesse nicht von dem, was man in den Konzentrationslagern mir den Insassen gemacht hat, nämlich Beraubung all ihrer persönlichen Unterscheidungsmerkmale durch gleiche Lagerkleidung, Scheren der Kopfbehaarung und Negation menschlicher Würde.

Religionen sollen dauzu dienen, die Menschen über die Auseinandersetzung mit ihrer physischen Existenz hinaus zur Transzendenz zu führen, also zu einem höheren Sinn ihres Daseins. Sekten haben das gegenteilige Ziel, nämlich Menschen zu brechen, um sie ausbeuten zu können.
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Alt 09.05.2024, 15:11   #15
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Lb. dunkler Traum, lb. Ilka-Maria,

Die Ziele der Freimaurer finden wir nicht im Internet, doch wir können sie aus den (nicht öffentlichen) Interessen ihrer Spitze (Führung) erkennen. Es sind die Spitzen der Macht und der Wirtschaft (Prinz Charles, BläckRock, Bill Gates) .
Die großen Religionen sind alle mit politischen Interessen verknüpft und sind bei der Gründung, Verbreitung und Förderung politisch gewollt. Ihre Ziele sind Indoktrination, Kontrolle und Abschaffung des freien Denkens bei Unerwünschtem.

LG Hans
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Alt 09.05.2024, 17:15   #16
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Die großen Religionen sind alle mit politischen Interessen verknüpft und sind bei der Gründung, Verbreitung und Förderung politisch gewollt. Ihre Ziele sind Indoktrination, Kontrolle und Abschaffung des freien Denkens bei Unerwünschtem.
Das ist nicht ganz richtig. Die großen Religionen vereinten Gesetze (auf der Grundlage der zehn Gebote, deren Inhalte in allen Kulturen und Religionen zu finden sind) mit sittlichem und moralischem Verhalten und mit dem Nachdenken über philosophische Fragen und deren Beantwortung. In unserer modernen Gesellschaft sind diese Disziplinen voneinander getrennt.

Das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen war bereits vor den großen Religionen durch die Frage nach Gesetz und Ordnung, Sitte und Moral und philosophische Fragen geprägt, also schon zur Zeit der Naturgötter, wie auch in der Antike mit dem Polytheismus.

Religion hat nichts mit ihrer Instrumentalisierung zur Absicherung von Herrschaftsansprüchen zu tun. Das ist Religionsmissbrauch. Andererseits hat es Möglichkeiten der Instrumentalisierung, z.B. von Ideologien mit dem Ziel, Herrschaftsansprüche zu legitimieren, auch ohne die großen Religionen gegeben. Nationalismus, Stalinismus, Kommunismus und Sozialismus kamen hervorragend ohne religiöse Ligitimation aus. Der Spätkapitalismus ist ebenfalls auf dem besten Weg, durch zunehmende Abkehr von der christlichen Religion sich schon bald völlig von diesem Glauben zu verabschieden.

Das stoppt allerdings nicht den Missbrauch pseudoreligiöser, sektiererischer oder esoterischer Gruppen, in diese Lücken vorzustoßen. Das war in der Menschheitsgeschichte immer so, dass beim Bröckeln alter Ordnungen neue Mächte dieses Vakuum besetzten.

Das schreibe ich nicht, weil ich etwa religiös wäre oder einer Kirche angehören würde. Ich bin seit meinen jungen Jahren Atheist. Aber ich sehe, was läuft und welche Mechanismen dahinter wirksam sind. Mit der Abkehr von der christlichen Religion weicht der soziale Kitt unserer Gesellschaft auf - nicht als einziges Phänomen, sondern als eins von vielen. Immer mehr karitative Funktionen, die von der christlichen Kirche ausgeübt wurden, fallen weg, und der Staat ist nicht in der Lage, diese Verluste zu kompensieren, weder finanziell noch personell. Dessen sollte man sich bewusst sein.
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Alt 09.05.2024, 19:30   #17
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Lb. Ilka-Maria,

die Religionen (die Ideen) waren nicht alle von Anfang an politisch, sind dann aber vereinnahmt worden. Im Christentum z.B. von Paulus der nicht mit den Uraposteln einig war. Missbrauch, Deutung und Anpassung hat es immer gegeben. Missbrauch war oft von der Führung ein Mittel für Machtgewinn, Bereicherung, Unterdrückung und Kontrolle.

LG Hans
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Alt 09.05.2024, 19:51   #18
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Zitat:
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Missbrauch war oft von der Führung ein Mittel für Machtgewinn, Bereicherung, Unterdrückung und Kontrolle.
Genau das meine ich: Religion ist per se weder gut noch schlecht. Sie ist eine Lehre, die Orientierung bieten soll. Der Missbrauch mit der Religion wird von Menschen betrieben.

Nicht nur die Religion wurde für politische Zwecke missbraucht (was natürlich wirtschaftliche Interessen einschließt). Das konnte man auch mit Ideologien vielfacher Art bewerkstelligen. Man denke an die Erziehungshoheiten über die Jugend im antiken Sparta, im Nationalsozialismus oder in der DDR. Oder die aktuelle Gender-Ideologie und die Nötigung zum Neusprech und Neuschreib.
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Alt 10.05.2024, 11:15   #19
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Lb. Ilka-Maria,

Zitat:
Genau das meine ich: Religion ist per se weder gut noch schlecht. Sie ist eine Lehre, die Orientierung bieten soll. Der Missbrauch mit der Religion wird von Menschen betrieben.
Eine Lehre auf der Basis ethischer Grundlagen (nicht moralischen) die dann auch zur Orientierung für die Lebensführung dient, ist positiv für die Beziehung zwischen den Menschen. Dazu brauchen wir jedoch keine autoritäre und unfehlbare Führung (Kirchen), die diese Lehren dann auch für eigene Interessen deuten und missbrauchen können.

LG Hans
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Alt 10.05.2024, 21:26   #20
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Zitat:
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Lb. Ilka-Maria,


Eine Lehre auf der Basis ethischer Grundlagen (nicht moralischen) die dann auch zur Orientierung für die Lebensführung dient, ist positiv für die Beziehung zwischen den Menschen.
Das ist zu kurz gegriffen, geht nämlich an der historischen Entwicklung solcher Lehren vorbei. Wie ich schrieb, regelten diese Lehren nicht nur das ethische Miteinander, sondern sie waren ein Konglomerat aus Gesetzgebung, entsprechender Strafjustiz und außerhalb des Gesetzes sittlicher und moralischer Normen, auf die sich eine Gesellschaft geeinigt hatte, die traditonell weitergführt wurden und die von Gesellschaft zu Gesellschaft anders sein konnten.

Relgion war also Gesetz, Ethik und Moral in einem, ehe mit der Aufklärung die Gewaltenteilung kam und der säkulare Staat vom Gottesstaat abgespalten wurde. War zuvor die Gesetzgebung (wie auch jeder Machtanspruch der Regenten) noch eng an die Religion gebunden, ja ohne sie gar nicht denkbar, fiel sie jetzt allein in die Hand des Staates. Regenten waren nicht mehr vom Segen der Kirche, sprich: Roms, abhänging, sondern machten ihre Gesetze ohne päpstlichen Segen, bis die Gewaltenteilung sich durchgesetzt hatte und die Vertreter der Religion ihr Mitspracherecht in der Judikative und Legislaive völlig verloren.

Seitdem wirken die Vertrer der westlichen, also christlichen Religion, vornehmlich im sozialen Bereich. Das Christentum ist zu einem zahnlosen Tiger gegenüber der Schwemme von islamistischen Einflüssen geworden, die unseren Staat in das siebte Jahrhundert zurückkatapultieren wollen. Ich bin nicht gläubig, aber vor diesem Hintergrund wünsche ich mir den kraftvollen Widerstand der christlichen Lehre zurück. Nicht der mosaischen Lehre des AT, sondern die Lehre Jesu des NT, denn sie ist modern und human und war die Grundlage der europäischen Aufklärung.
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Alt 11.05.2024, 10:56   #21
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Lb. Ilka-Maria,

mit der Aufklärung haben die Religionen (Kirchen) zunehmend an Macht, Einfluss und Bedeutung verloren und werden von den Machteliten immer weniger gebraucht. In islamischen Ländern ist diese Entwicklung noch nicht so weit.
Mit zunehmender Machtkonzentration ist auch bei uns die Gewaltenteilung durch immer mehr Abhängigkeiten ersetzt worden und Missbrauch (Korruption) an der Tagesordnung.

LG Hans
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Alt 11.05.2024, 12:41   #22
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Ach, weißt du, Hans, dieses Draufkloppen auf die Religion ruft bei mir nur Kopfschütteln hervor. Es ist völlig wurst, welche Lehren zum Machtmissbrauch genutzt oder gegen welche Gesetze verstoßen wird. Wer an sich gute Korrektive, die das Leben miteinander reibungsloser, gewaltfreier und akzeptabler machen sollen, für seine Machenschaften missbrauchen will, tut das immer, egal wie dieses Korrektiv beschaffen ist. Es deshalb an den Pranger zu stellen, ist Unfug.

Niemand käme auf die Idee, für die Verbrechen dieser Welt die Gesetze einer Gesellschaft verantwortlich zu machen. Oder wegen des Cum-Ex-Skandals die Forderung zu stellen, die Börse ein Machwerk zu nennen und sie abzuschaffen. Es sind immer Menschen, die Lücken und Fehler in Organisationen oder Institutionen ausnutzen, um andere Menschen über den Tisch zu ziehen, und Machtübernahmen finden immer dort statt, wo alte Mächte versagen und ein Vakuum entstehen lassen. Religion und Macht sind per se werteneutral, soweit sie nicht gegen die Gesetze verstoßen; es kommt darauf an, wie man mit ihnen umgeht.

Und deshalb sind Religionen eine Sache, Menschen hingegen, die sie für unlautere Zwecke missbrauchen, eine andere Sache. Menschen, die Religion für gute Zwecke einsetzen, eine dritte Sache - die gibt es nämlich auch.
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Alt 17.05.2024, 11:23   #23
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Lb. Ilka-Maria,

Religionen begründen sich auf Moral (nicht auf Ethik) die menschengemacht ist. Sie sind jeweils für das Verständnis und den Vorteil der Menschen bei der Religionsgründung gemacht. Die Natur ist dabei zweitrangig. Ausnahmen sind dabei die Naturvölker (Amerika, Australien, Neuseeland, Hawai) wo es keine großräumigen politischen Herrschaften gab. Alle in Kirchen organisierten Religionen haben in ihrer Geschichte eine unrühmliche Rolle gespielt. Dies geschah durch Kriege, Verfolgung Andersdenkender, Glaubensverteidigung gegen Wissen, Indoktrination und oft auch Verhinderung von Bildung und Entwicklung und Verbreitung von nicht erwünschtem Wissen.
Religion ist auch eine Vorrangige Bindung an Glauben statt an Wissen.

LG Hans
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Alt 17.05.2024, 12:04   #24
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Religion ist auch eine Vorrangige Bindung an Glauben statt an Wissen.
Genau das isses, Hans. Das gilt aber auch für große Teile der "Wissenschaften", die sich mit "Theorien" zufriedengeben müssen, weil die letzten Beweise nicht erbracht werden können.

Nichtdestotrotz, reden wir schon lange aneinander vorbei. Für dich sind Religion und die Institutionen, von deren Vertretern sie missbraucht wird, eine Einheit, somit stellst du nicht nur diese Täter an den Pranger, sondern die Religion gleich mit. Ich hingegen unterscheide zwischen beiden. Religion an sich ist weder gut noch böse, und glauben kann und darf jeder Mensch, was er will, solange er damit niemand anderem schadet.

Die "Naturvölker" nehme ich davon nicht aus. Est stimmt nicht, dass sie Religion außerhalb sozialer Ordnungen anwandten, sondern sie nutzten sie auch zur Beantwortung philosophischer Fragen, die mit dem Verstand nicht erfassbar sind. Ob die Religionen früher Völker, Stämme oder Gruppen weniger "menschenfeindlich" waren als die jüdische oder christliche Religion bezweifle ich, denn Menschenofper, um die Götter milde zu stimmen, waren in der Regel nicht sonderlich hübsch, und mit Kriegsgefangenen ging man auch nicht human um. Wer nicht zur eigenen Gruppe gehörte, war grundsätzlich ein Feind, den man argwöhnisch beobachtete und beim geringsten Verdacht von unlauteren Absichten ohne Federlesens erschlug - mit oder ohne Religionen oder moralische Regeln, die ohnehin nur für die eigenen Leute galten. Das reichte bis in die mosaische Religion hinein, denn die zehn Gebote Mose waren nur für sein eigenes Volk verbindlich; wer zu anderen Völkern gehörte, durfte von seinen Truppen gnadenlos abgeschlachtet werden.

Je weiter man zurückgeht in der Menschheitsgeschichte, umso mehr Gewalt und umso weniger Fähigkeit zur Empathie wird man finden. Gewaltverzicht und Empathie sind relativ junge Entwicklungen, auch wenn wir im Augenblick wieder eine Zunahme bei körpericher Gewalt beobachten. Man kann gegen Religionen und die Kirchen sagen, so viel man will: Ohne die christliche Lehre hätte es die Aufklärung nicht gegeben, und ohne die Aufklärung hätte es keine demokratischen Verfassungen gegeben.
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Alt 17.05.2024, 20:47   #25
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Lb. Ilka-Maria,

Zitat:
Man kann gegen Religionen und die Kirchen sagen, so viel man will: Ohne die christliche Lehre hätte es die Aufklärung nicht gegeben, und ohne die Aufklärung hätte es keine demokratischen Verfassungen gegeben.
Die Aufklärung gab es wegen zunehmender Bildung, mehr Freiheit und besseren Informationsmöglichkeiten. Die christliche Lehre war dabei nur eine positive Begleitung unter anderen moralischen und ethischen Lehren und sicher nicht maßgebend. Demokratie wird sehr unterschiedlich je nach Interesse der Herrschenden interpretiert.

LG Hans
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Alt 18.05.2024, 10:57   #26
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Die Aufklärung gab es wegen zunehmender Bildung, mehr Freiheit und besseren Informationsmöglichkeiten. Die christliche Lehre war dabei nur eine positive Begleitung unter anderen moralischen und ethischen Lehren und sicher nicht maßgebend.
Das halte ich für einen Irrtum. Zur Zeit der Aufklärung waren Bildung und Freiheit immer noch Privilegien für die oberen Stände und das Bürgertum. Für die breite Masse begann Bildung erst mit fortschreitender Industrialisierung und den Forderungen der Arbeiterbewegung, also im späten 18. und frühen 19. Jh. Der Buchdruck reichte für die Bildung der breiten Masse nicht aus, denn der Erwerb von Büchern war selbst für reiche Leute immer noch sehr teuer.

Es ist historisch verbürgt, dass die christliche Lehre das Fundament der Aufklärung bildete, denn sie nahm viele ihrer Ideen vorweg. Von einer Begleiterscheinung kann überhaupt nicht die Rede sein.
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Alt 19.05.2024, 21:33   #27
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Lb. Ilka-Maria,

Zitat:
Das halte ich für einen Irrtum. Zur Zeit der Aufklärung waren Bildung und Freiheit immer noch Privilegien für die oberen Stände und das Bürgertum. Für die breite Masse begann Bildung erst mit fortschreitender Industrialisierung und den Forderungen der Arbeiterbewegung, also im späten 18. und frühen 19. Jh. Der Buchdruck reichte für die Bildung der breiten Masse nicht aus, denn der Erwerb von Büchern war selbst für reiche Leute immer noch sehr teuer.
Im Mittelalter war die Obrigkeit (dazu gehörten zuerst die Kirchen) gegen die Bildung des einfachen Volkes. So blieb der Abstand und die Herrschaft gesichert. Dies ließ sich mit zunehmender Schulbildung und Kommunikationstechnik nicht durchhalten. Heute wird die Steuerung von Bildung, Glauben und Information (Medien, Propaganda) für die Herrschaft benutzt.
Dies wird uns anders berichtet, doch das stimmt nicht.

LG Hans
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Alt 20.05.2024, 15:29   #28
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Die Ziele der Freimaurer finden wir nicht im Internet (...)
https://www.freimaurer.org/
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Alt 20.05.2024, 16:16   #29
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Zitat:
Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
Im Mittelalter war die Obrigkeit (dazu gehörten zuerst die Kirchen) gegen die Bildung des einfachen Volkes. So blieb der Abstand und die Herrschaft gesichert.
Das haben die Nazis mit ihren Erziehungsprogrammen und ihrer Propaganda Jahrhunderte später auch ohne die Unterstützung der Geistlichkeit geschafft. Du kommst immer wieder auf dein Religions- und Kirchenbashing zurück, das ändert aber nichts daran, dass Bildung für die breite Masse erst durch die Industrialisierung und die Arbeiterbewegung begonnen hat, gefordert weniger von den Arbeiterfamilien, sondern von Intellektuellen und sogar von den Industriellen selbst. Sie brauchten nämlich mit fortschreitender Technisierung immer mehr gut ausgebildete Leute. Kinder, die mit zehn Jahren schon an Übermüdung, Überarbeitung und Hunger starben, wie es zu Beginn der Industrialisierung an der Tagesordnung war, stellten sich als nicht sonderlich effizient heraus. Gegen die sozialen Bewegungen konnten die Geistlichen und die Fürsten auf Dauer nichts ausrichten. Es waren vielmehr die Familien selbst, die sich gegen die Schulpflicht der Kinder wehrten, weil ihnen der für das Überleben notwendige Zusatzverdienst wegbrach. Das galt erst recht für diejenig Schicht, die noch oder zusätzlich Landwirtschaft betrieb, denn die Kinder standen, solange sie die Schule besuchen mussten, für die Landarbeit nicht mehr zur Verfügung.

Mit einseitigen und oberflächlichen Analysen kommt man nicht weiter, dafür waren die Veränderungen und der Fortschritt im 18. und 19. Jahrhundert viel zu kompliziert und umwälzend. Auf die wirtschaftliche Konkurrenz zwischen den englischen, französischen und preußischen Produktionsstätten und deren Auswirkungen auf den Kontinent (Stichwort: Kontinentalsperre] will ich gar nicht eingehen, das würde den Rahmen sprengen.

Klar gab es Eigeninteressen, aber die gab es in allen Schichten. Klar ist auch, das die oberen Schichten von ihren Privilegien nichts abgeben wollten. Das war immer so, wie es auch immer Missbrauch von Macht gab, auch in vorchristlichen Zeiten. Für die Verbrechen einzelner Menschen jedoch ganze Insitutionen verantwortlich zu machen, heißt, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Niemand käme auf die Idee, aufgrund von bestechlichen Beamten oder unfähiger Richter unser gesamtes Verwaltungs- und Justizsystem anzuklagen oder gar deren Abschaffung zu verlangen.
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Alt 20.05.2024, 18:02   #30
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Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Das Christentum ist zu einem zahnlosen Tiger gegenüber der Schwemme von islamistischen Einflüssen geworden, die unseren Staat in das siebte Jahrhundert zurückkatapultieren wollen.
Hier muss ich leider ganz entschieden widersprechen. Weder gibt es eine Schwemme islamistischer Einflüsse, noch möchte "der Islam" unseren Staat in das 7. Jahrhundert zurückkatapultieren.
Ich sehe eher eine Schwemme rechten Gedankengutes, die unser Land in das frühe 20. Jahrhundert zurück katapultieren möchte. Es werden aus dieser Ecke auch viele falsche Informationen über den Islam verbreitet.
Zum Beispiel ist die Gleichsetzung von Islam und Islamismus unzulässig, weil schließlich auch nicht jeder Christ ein durchgeknallter Kreuzritter ist.

Die Menschen aus Ländern mit vorwiegend muslimischen Glaubens sind vielleicht noch stärker in der Religion verwurzelt als Menschen aus Ländern, in denen das Christentum vorherrscht. Religion ist stärker Teil der Kultur. Das trifft aber auch nicht auf jeden Einzelnen zu.
Auch im Islam gibt es verschiedene Lehren, Strömungen, Sekten. Die allermeisten Muslime sind friedliebend und lehnen Islamismus völlig ab als "falsche Lehre". Sie sind sauer, weil Islamismus ein falsches Licht auf sie wirft.

Die Islamisierung des Abendlandes steht jedenfalls nicht auf der Agenda meines Döner-Dealers, genau so wenig wie moderne Christen den kompletten Orient zu Jesus bekehren wollen. Spinner gibt es natürlich immer.

LG,
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Alt 20.05.2024, 20:13   #31
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Lb. Ilka-Maria,

der Fortschritt und auch das soziale Leben der gesamten Menschheit entwickelt sich nicht auf natürliche Weise sondern wird von oft unerkannten Machthabern nach ihren Bedürfnissen weitgehend beeinflusst. Die geistigen Fähigkeiten von heute gab es auch schon vor mehr als 2000 Jahren. Es fehlte jedoch das Interesse und auch der Wille jener die dies hätten fördern können. Es gab nicht den Bedarf und auch nicht eine heute mehr als 20.jährige geforderte Ausbildung mit oft folgender fast lebenslanger geistiger Tätigkeit.

LG Hans

Lb. Lee Berta,

Es geht nicht nur um die Religion der Menschen, sondern auch um die, der Religion folgenden Kultur. Dies bedeutet im Islam die Unterordnung der Frau unter den Mann, die Vielehe, die Frühehe, das Rechtssystem mit Bindung an Religion, die Beschneidungen, die Ernährungsforschriften u. A.

LG Hans
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Alt 20.05.2024, 21:51   #32
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Zitat von Lee Berta Beitrag anzeigen
Ich sehe eher eine Schwemme rechten Gedankengutes, die unser Land in das frühe 20. Jahrhundert zurück katapultieren möchte. Es werden aus dieser Ecke auch viele falsche Informationen über den Islam verbreitet.
Zum Beispiel ist die Gleichsetzung von Islam und Islamismus unzulässig, weil schließlich auch nicht jeder Christ ein durchgeknallter Kreuzritter ist.

Die Menschen aus Ländern mit vorwiegend muslimischen Glaubens sind vielleicht noch stärker in der Religion verwurzelt als Menschen aus Ländern, in denen das Christentum vorherrscht.
Da widerspreche ich allerdings ebenfalls. Rechtes Gedankengut hat bei uns nie aufgehört und sich in zahlreichen Gruppierungen und Parteien immer wieder versucht, auszubreiten. Kreuzritter waren im Mittelalter, es gibt sie heute nicht mehr. Aber auch schon damals war die "Verteidigung des Glaubens" nur ein Vorwand, die wahren Interessen galten immer der Ausbreitung der eigenen Macht und der Bereicherung.

Die Grenzen zwischen einem gemäßigten und einem fundamentalen bis hin zum radikalen Islam sind fließend. Inwieweit der radikale Islam in zahlreichen Hinterstübchen repredigt und verbreitet wird, entzieht sich unserer Kenntnis, da kaum jemand Zugang zu diesen Einrichtungen hat. Das ist ein geschlossenes System.

Menschen muslimischen Glaubens sind so stark in ihrer Religion verwurzelt, dass sie die Scharia, die vom Glauben nicht getrennt ist, gut finden, Menschen zu Tode steinigen, Ehrenmorde begehen, die Genitalien von Mädchen verstümmeln, minderjährige Mädchen zwangsverheiraten, Frauen zwangsverschleiern (um nicht von ihnen in Versuchung gebracht zu werden, obwohl dafür genügen würde, dass sich die Männer die Augen zubinden!), betrachten Frauen, die nach westlichen Gesellschaftsformen in der Öffentlichkeit auftreten, als Freiwild, geben weiblichen Lehrkräften nicht die Hand, bedrohen Schriftsteller mit dem Tod, so dass sie jahrzehntelang nur mit Bodygards und unter geheimer Adresse leben können, stürmen Einrichtungen wie zum Beispiel den Verlag Charlie Hebdo, zerstören altes Kulturgut wie z.B. die Taliban, und wissen selber oft gar nicht, was im Koran steht, weil sie nicht lesen können, da es ihnen an Bildung fehlt, oder weil sie ihn gar nicht lesen wollen.

Das ist tiefstes Mittelalter. Also sonst noch was?

Kritik an einem Islam, dessen Vertreter sich das Recht herausnehmen und dies auch frank und frei zugeben, mit der Scharia die hier geltenden Gesetze zu unterwandern, ist legitim. Das ist keine Verfolgung islamischer Gläubiger. Eine der größten Reigionsgruppen in der Welt, die verfolgt werden, sind die Christen; darüber redet in diesem Staat bloß niemand.
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