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Alt 05.05.2024, 16:36   #1
weiblich Inka
 
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Standard Ob ich jetzt wohl reich wär?

Auf meinem (leider verfallenen) Sparbuch von 1944 befanden sich am 17.1.1944 = 256,52 Reichsmark. Es war die letzte Einzahlung mit RM 40,00, davon RM 11,52 % Zinsen = 2 ½ %.

Die erste Einzahlung erfolgte im Juli 1938, circa drei Wochen nach meiner Geburt, mit RM 20,00. Es wurde nie Geld abgehoben.

EUR 4,40 entsprächen heute einer Reichsmark (Stand: 1939). Summa summarum wären das = EUR 1.154,34, oder lt. anderer Quelle sogar EUR 1649,42 (ohne Zinsen natürlich).

Von meiner Mutter weiß ich, dass die monatliche Miete für die winzig kleine Wohnung in Königsberg (heute Kaliningrad) 28,00 RM betrug. Meine Ersparnisse hätten sozusagen für neun Monate gereicht – so die Relation.

A b e r, ich besitze ja auch noch die ebenfalls verfallenen Sparbücher von meinen Eltern über insgesamt RM 1.277,56 = EUR 5.621,26 bzw. EUR 8.214,71.

Auf dem meines Vaters steht: Eisernes Sparkassenbuch, Königsberg (Pr.)

Bei meiner Mutter: Stadtsparkasse Königsberg – mündelsicher - ebenfalls auch auf meinem. Zusätzlich mit einem Stempel versehen: Satzungsgemäß gesperrt in Höhe von 3 M bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Alles futsch?

Ob ich wohl jemals eine Chance hätte, an diese Ersparnisse zu kommen? Die Sparbücher wurden weder durch einen Stempel noch Locher entwertet, wären sozusagen noch gültig. Die Mühe kann ich mir allerdings nicht machen, auszurechnen, wie viele Euros plus Zinsen bzw. Zinseszinsen nach achtzig Jahren am Ende herauskämen?

Vielleicht kommt mal ein amerikanischer Millionär vorbei und wäre interessiert und zahlt? Oder vielleicht ein russischer Oligarch? Irgendwo muss doch das Geld mal gelandet sein.

Muss ich weiterträumen…?

Hätte es mich und meine Familie nach Kriegsende in den westlichen Teil Deutschlands verschlagen, sähe die Sache sicher anders aus. Da wurde u.a. auch Lastenausgleich gezahlt, vor allem an die ehemaligen Grundstücksbesitzer. Den Menschen in der Ostzone blieb nur das „In-die-Röhre-gucken“.

P.S.
Helga Hahnemann sang einst: Wo is mein Jeld bloß jeblieben? Sie suchte aber aus einem anderen Grund danach.

Wo is mein Jeld bloß jeblieben?
Wo, wo, wo?
Wo wer'n die Taler jetzt liegen
Wo, wo, wo?

https://www.youtube.com/watch?v=56Tx5R-gbU0
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Alt 07.05.2024, 09:09   #2
männlich Ex-Eisenvorhang
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Hey Inka,

einfach mal bei der Bank anrufen und sagen "Jungs, gebt mir die reichs-money".
Aber das eiserne Sparbuch klingt gut, wieso habe ich keins?
Interessante Gedankengänge irgendwie.

Jetzt fährt draußen irgend so ein Kloppholz mit seinem getunten Traktor lang.
Nuja...

Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich schreiben wollte.
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Alt 08.05.2024, 08:42   #3
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Ob ich wohl jemals eine Chance hätte, an diese Ersparnisse zu kommen? Die Sparbücher wurden weder durch einen Stempel noch Locher entwertet, wären sozusagen noch gültig. Die Mühe kann ich mir allerdings nicht machen, auszurechnen, wie viele Euros plus Zinsen bzw. Zinseszinsen nach achtzig Jahren am Ende herauskämen?
Für die Berchnung von Zinsen und Zinseszinsen gibt es Formeln und Programme, die Summe festzustellen wäre kein Problem. Trotzdem: Vergiss die Sache, Inka - tempi passati.

Gebuchtes Geld ist kein physisches Geld, d.h., dass es überhaupt nicht existiert. Außerdem: Was den meisten Menschen nicht klar ist, ist die Tatsache, dass das auf Sparkonten eingezahltes Geld nicht mehr dem Einzahler gehört, sondern dem Geldinsitut. Das ist logisch, wenn man diesen Vorgang auf sich selbst bezieht: Nehme ich einen Kredit auf, bleibe ich zwar per Vertrag die Rückzahlung schuldig, sobald der Kredit jedoch an mich herausgelegt ist, gehört das Geld mir und kann von mir für den Verwendungszweck, für den ich es aufgenommen habe, eingesetzt werden.

Geld ist niemals sicher, weder als Buch- noch als Giralgeld. Wahrscheinlich wissen die meisten Menschen auch nicht, dass für den Fall, dass der Euro hopps geht, eine Reservewährung gebunkert ist, nämlich die gute alte D-Mark.

Sparen ist dennoch sinnvoll, jedenfalls besser, als Kredite aufzunehmen (auch wenn das in bestimmten Fällen unumgänglich ist) und dafür hohe Zinsen zu zahlen. Allerdings nicht das Sparen bei einem Kreditinstitut für läppische 2 oder 3 Prozent. Das bleibt bei der Gegenrechnung zur Inflation immer ein Draufzahlgeschäft. Die beste Anlageform ist immer noch diejenige, vor der die Deutschen am meisten zurückschrecken: Aktien. Nirgendwo ist bei kluger Anlage der Zinsgewinn höher, und wenn man außerdem in Dividendenaktien investiert, fließt jedes Jahr Extra-Geld, das sich i.d.R. fortlaufend erhöht, um die Aktionäre bei Laune zu halten. Und wenn unser gesamtes Finanzsystem zusammenbrechen sollte: Der Anteil an einem Unternehmen bleibt erhalten, die Aktie erholt sich wieder, denn die großen Industrieunternehmen arbeiten auch nach Krisen- und Kriegszeiten weiter. Geht eine Bank pleite, ist das Geld jedoch futsch. Ich habe von Eltern gehört, die für ihr Kind bereits kurz nach dessen Geburt ein Aktiendepot angelegt haben, das mit den Jahren derart angewachsen ist, dass dieses Kind bei seiner Volljährigkeit über ein ansehnliches Vermögen verfügen wird.

Das lässt sich mit einem traditionellen Sparkonto bei einer Bank oder Sparkasse nicht erreichen.

Über den Verbleib der Reichsmark brauchst du dir keinen Kopf zu machen, die hat damals keiner der Siegermächte mitgenommen. Wozu auch? Dieses Geld war nichts mehr wert. Möglicherweise haben die Leute in den beiden harten Nachkriegswintern die Öfen damit geheizt. Meine Schwiegereltern hatten einen Schuhkarton voll mit Reichsmark. Auf den Banknoten prangte quer über den ursprünglichen Werten ein Stempelabdruck: eine Million, zwei Millionen, drei Millionen. Was man für diese Millionen kaufen konnte, reichte keinen Tag, um satt zu werden. Meine Schwiegereltern hatten die Reichsmark aufgehoben, um sie als Spielgeld bei Gesellschaftsspielen einzusetzen - "Reichsmark-Monopoly" sozusagen. Das war alles, was aus diesem Geld noch rauszuholen war.

LG
Ilka
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Alt 08.05.2024, 13:20   #4
männlich dunkler Traum
 
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Standard Pech Inka

... deine Rechnerei scheint fehlerhaft.

In der Währungsreform 1948 im Westen durften pro Nase nur 40 RM gegen 40 DM getauscht werden. Netterweise kam 1955 in der BRD ein Altsparerentschädigungsgesetz, den Kurs kenne ich nicht, vermute aber ähnlich 1:1. Zinsen würden bis 2003 in DM berechnet, danach Umrechnung in Euro.
Die Umrechnerei in der DDR kenne ich nicht, du hättest eine Währungsreform mehr zu rechnen (DDR-Mark in DM).

Du könntest nach Königsberg fahren (Bayern oder Russland) und die Sparkasse oder den Nachfolger suchen. Du könntest auch einen Rechtsanwalt oder deine örtliche Sparkasse fragen.

Doch du schriebst ja schon, dass sie verfallen wären, dann also Museum.

wsT
dT
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Alt 09.05.2024, 19:35   #5
weiblich Inka
 
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Lieber Eisenvorhang,

ja, zu der Zeit gab es ein „Eisernes Sparbuch“, weil man wohl eisern sparen wollte, aber nun war alles für die Katz.

Von dem „Eisernen Kreuz“ wollen wir gar nicht reden.

Dann kam der „Eiserne Vorhang“, den es zum Glück nicht mehr gibt.

Aber jetzt gibt es ja noch den Eisenvorhang, der nicht weiß, was er mir eigentlich schreiben wollte. Vielleicht, dass Du mich bei der „Schatzsuche“ unterstützen möchtest? Nur ist die Frage, wie?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Liebe Grüße von Inka
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Alt 09.05.2024, 19:50   #6
weiblich Inka
 
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Liebe Ilka-Maria,

ich danke Dir für Deine gutgemeinten Ratschläge und Tipps, aber…ich will versuchen, ob es nicht doch noch irgendein Schlupfloch o.ä. gibt. Meine Schwester sagte mir dieser Tage, dass sie ungefähr 1970 von der Sparkasse in Fridingen noch DM 50,00 für ihre RM-Ersparnisse erhielt, die sicher etwas weniger waren, als meine. Immerhin - besser als gar nichts.

Die Schweiz profitierte nach Kriegsende von den RM-Einzahlungen sehr, las ich mal vor Jahren. Die reichen Leute und andere hatten da ihre Konten angelegt und keine Möglichkeit mehr, es abzuheben. Oder liege ich da falsch?

Interessant, was Du da auch betreffs gebunkerter D-Mark geschrieben hast, falls der Euro mal hopps geht. Das wird wohl kaum jemand wissen, ist aber beruhigend.

LG von Inka
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Alt 09.05.2024, 20:04   #7
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Lieber dunkler Traum,

ich danke Dir für Deine Ausführungen, aber nach- oder ausrechnen möchte ich natürlich nichts, wäre mir zu kompliziert. Eines kann ich Dir aber sagen, dass ich morgen tatsächlich zur Sparkasse fahre, um mich zu erkundigen, ob…Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Die Idee, u.a. die Sparbücher und weitere Dokumente mal einem Museum in Königsberg zukommen zu lassen, hatte ich schon, da ich Kontakt zu einer abonnierten Zeitung habe (Königsberger Express – unter „google“ zu finden), aber dann kam etwas dazwischen.

Der Redakteur hielt sich mit seiner Frau längere Zeit in Berlin auf, wurde dort im Krankenhaus behandelt, dann nach München verlegt und verstarb an einer seltenen Krebskrankheit. Ich wollte die Sachen nach Berlin schicken, hatte den Karton vorbereitet, aber es sollte wohl nicht sein.

An dem Königsberg in Bayern sind wir vor etlichen Jahren schon mal vorbeigefahren. Es soll auch noch ein Königsberg in USA geben.

LG von Inka
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Alt 09.05.2024, 20:26   #8
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Inka Beitrag anzeigen
Meine Schwester sagte mir dieser Tage, dass sie ungefähr 1970 von der Sparkasse in Fridingen noch DM 50,00 für ihre RM-Ersparnisse erhielt, ...
Das ist fast 55 Jahre her! Mittlerweile wurden die Gesetze geändert. Laut Information auf der Website der Bundesbank sind Reichsmark nicht mehr umtauschbar, nur noch D-Mark, aber selbst davon nicht alle Werte. Wörtlich steht auf der Website:
Folgende Banknoten und Münzen werden nicht mehr zum Umtausch angenommen:

2-DM-Münze I. Ausgabe (Prägedatum 1951)

Banknoten und Münzen, die vor dem 20. Juni 1948 emittiert wurden (z. B. Reichsmark) und Mark der DDR

50-Mark-BdL-Note II (grün), Ausstellungsdatum 1948. Diese Banknote können Sie mit einem Erstattungsantrag bei dem Nationalen Analysezentrum in der Hauptverwaltung Mainz der Deutschen Bundesbank oder bei jeder anderen Filiale der Bundesbank einreichen.
Kannst du hier nachlesen:
https://www.bundesbank.de/de/aufgabe...in-euro-599338

Das Verbraucher-Portal Bayern schreibt:

Reichsmark-Sparbücher: Nur noch historischer Wert
Immer wieder tauchen in Familien bei Todesfällen auch Sparbücher auf, die noch auf Reichsmark lauten. Viele Vertriebene haben diese Sparbücher damals mitgenommen. Durch das "Gesetz zum Abschluss der Währungsumstellung von 1948" von 1975 haben sich alle Umstellungsansprüche erledigt. Solche Sparbücher haben allenfalls noch einen historischen Wert, ein Anspruch auf Auszahlung des Guthabens besteht aber nicht mehr.

Stell dein Sparbuch bei Ebay ein, vielleicht findet sich ein Sammler, der Interesse hat. ich fürchte jedoch, dass solche Sparbücher massenhaft angeboten werden. Schau einfach mal selbst nach.

LG
Ilka
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Alt 14.05.2024, 19:29   #9
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Liebe Ilka-Maria,

bedanke mich vielmals für Deine Mühe, Ausführungen und Empfehlungen. Erst heute kam ich dazu, bei der Sparkasse mal nachzufragen. Mir war schon klar, dass da nichts mehr zu machen ist, aber man sollte nie etwas unversucht lassen.

Insgeheim hoffte ich aber doch, dass es irgendwo noch eine Lücke geben könnte, aber leider....

Bei „ebay“ gibt es in der Tat unzählige Angebote für alte Sparbücher. Da sollen sich unsere Kinder ab besten mal damit befassen.

Das fand ich im Internet:

Ist ein Sparbuch von 1944 noch gültig?

Der Gesetzgeber der Bundesrepublik Deutschland habe 1975 entschieden, dass mit Ablauf des 30. Juni 1976 angesichts der regelmäßigen Verjährungsfrist von 30 Jahren Beträge aus Kon-ten, die seit Kriegsende 1945 nicht mehr bewegt worden sind, nicht mehr erlöst werden dür-fen. 27.12.2000


LG von Inka
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Alt 14.05.2024, 21:42   #10
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Sparen an sich ist gut, Inka. Es ist immer gut, eine Reserve auf der sog. "Hohen Kante" zu haben. Aber nicht in Form eines Sparbuchs. Sparbücher sind großer Mist. Sie machen den Sparer ärmer und die Banken reicher.

Während meiner Jugendzeit wurde das Ideal des Sparens in die Schulen getragen. Da kam der sog. "Sparmann" zu einer festgelegten Zeit in die Klasse und verkaufte Sparmarken, die in ein Sparheft geklebt wurden. Die Schulen trugen das Projekt mit, es war ein Erziehungsprogramm.

Während wir Schüler Sparmarken klebten, schritt die Inflation voran. "Das Brot ist schon wieder teurer geworden", hörte ich meinen Vater sagen. Die Marken, die wir Schüler in die Sparhefte klebten, wurden immer weniger wert.

Was aus meinem Sparheft wurde, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hatten meine Eltern es irgenwan aufgelöst, weil sie das Geld brauchten. Aber der Brauch, einen Bankangestelten auf Schüler loszulassen und bei ihnen auf Katzenfang zu gehen, hielt sich bis in die 80er Jahre. Mein Sohn berichtete mir, dass der Sparmann noch zu ihm in die Schule kam und dass es Ende Oktober noch immer einen "Weltspartag" gab.

Gewinner waren immer die Banken. Heute geben sie sich allerdings mit so kleinen Fischen wie damals nicht zufrieden. Bei der Jugend gibt es inzwischen wesentlich mehr abzuschöpfen. Heute lockt man nicht mehr mit Zinsen, sondern mit vermeintlich billigen Krediten. Die beim Nachrechnen alles andere als billig sind. Denn Geldschöpfung geschieht durch Kreditvergabe, nicht durch sparen; aber das muss man erst einmal verstehen. Es lohnt sich, die angeblich günstigen Kreditangebote durchzurechnen, um zu kapieren, dass dass die Bank an der Rückzahlung dreifach verdient - mindestens. Denn der Trick ist, für die Restsumme, die nach Ablauf des Erstvertrages noch fällig ist, die Konditionen so zu gestalten, dass die Abzahlung möglichst lange hinausgezögert wird. "Damit die Raten leichter zu bezahlen sind", lautet die Begründung. Aber damit wid die Abzahlung des Kredits so weit gedehnt, dass die Bank möglichst lange daran verdient.

Wer über Kredite nach Ablauf des Erstvertrages verhandelt, sollte deshalb auf den alten Konditionen beharrren, wenn sie günstiger waren. Und Sparbücher sind Mist. Wer auf Aktien in bewährte Unternehmen setzt - z.B. in BASf - oder Gold kauft, ist immer auf der besseren Seite.
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