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| Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy. |
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#1 |
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Die Marie ist schön am Spielen
mit den ausgesprochen vielen Zinnfiguren, die sich bücken und mit ihren harten Rücken sich zu Formationen pflanzen, nach Mariens Pfeife tanzen. Mädchens lieben Nüsseknacker sollen sie stabil und wacker möglichst lange gut verdecken vor des Mäusekönigs Schrecken, der mit seinen dunklen Truppen anstürmt auf des Mädchens Puppen, um mit seinen scharfen Krallen Nussknacker zu überfallen. Bei der Schlacht im kleinen Zimmer überkommt Marie ein Wimmer, denn die Mäuse machen Schaden, beißen in die Zinnsoldaten, kratzen deren Augen blutig Nussknacker stellt plötzlich mutig, sich den Mäusen in die Quere seine Tat für Ruhm und Ehre, ehe die Armee der Mäuse ihn verschleppt ins Mausgehäuse. Die Marie ist schlimm ergriffen, hat den Schuh sich abgestriffen, um ihn Richtung Feind zu schießen, doch dann kam ihr Blut zum Fließen. Sie fiel unvermittelt um, schwach vom Kriegsbrimborium in der Ohnmacht dunkle Nacht, aus der sie erst spät erwacht. |
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#2 | |
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Hallo Travis,
nette Idee, den Nussknacker zu verdichten, gefällt mir gut. Das hier: Zitat:
LG DieSilbermöwe |
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#3 |
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komisch. Google sagt das kann man so schreiben. Na gut, ich werde nochmal drüber nachdenken.
Und freut mich natürlich, dass es dir ansonsten gefällt. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#4 |
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Die Marie ist schwer bewegt,
hat den Schuh sich abgelegt. könnte man schreiben. |
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#5 |
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Forumsleitung
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Kann man, ist aber falsch. Silbermöwe hat recht.
Google darf man nicht alles glauben, am besten so wenig wie möglich. Da schreibt jeder rein, was ihm einfällt und er oder sie glaubt, dass es der Mehrheit entspricht. Weder im Duden noch im dwds steht bei den Konjugationstabellen "gestriffen", das Wort gibt es überhaupt nicht. Mein "Lieblingswort", das im Internet zu 50 Prozent falsch geschrieben angeboten wird, lautet "Stehgreif", richtig geschrieben Stegreif. Fazit: Um die Konsultation eines Wörterbuchs wie den Duden oder das dwds kommt man bei Unsicherheiten nicht herum. Noch besser, zusätzlich ein Herkunftswörterbuch zu bemühen, dann begreift man besser, wieso ein Wort so und nicht anders geschrieben wird. Auf Google würde ich verzichten, denn dort steht zu viel Unsinn drin. Übrigens passt das Wort "ergriffen" auch nicht in den Kontext, das ist die falsche Emotion, nämlich ein Synonym für "tief bewegt", "stark mitfühlend". "Schwer bewegt" passt genauso wenig, denn Marie ist im Kampf- und Verteidigungsmodus, also aggressiv. Außerdem sind in der letzten Strophe Gegenwart und Vergangenheit vermischt, während das Gedicht ansonsten in der Gegenwart geschrieben ist. |
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#6 |
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Stimmt. Da muss ich nochmal ein bisschen dran arbeiten. Normalerweise lasse ich mir etwas Zeit, um es hier in die Gruppe zu posten.
Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#7 |
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Forumsleitung
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Grammatikalisch sind die letzten beiden Verse auch nicht in Ordnung. Wie wäre es hiermit:
Die Marie fühlt Kräfte wachsen, streift den Schuh sich von den Haxen, um ihn Richtung Feind zu schießen, doch dann kommt ihr Blut zum Fließen. Unvermittelt fällt sie um, schwach vom Kriegsbrimborium. Aus der Ohnmacht dunklen Nacht, ist sie schon sehr bald erwacht. |
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#8 |
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Ich weiß nicht, ob sie Kräfte wachsen fühlt. Sie ist eher verzweifelt, meiner Meinung nach.
Ich habe das gedacht: In ihrer Verzweiflung bleich nimmt Marie den Schuh sogleich um ihn Richtung Feind zu schießen doch dann ist ihr Blut am Fließen. Sie fällt unvermittelt um schwach vom Kriegsbrimborium in der Ohnmacht schwarzen Nacht, aus der sie erst spät erwacht. |
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#9 |
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Forumsleitung
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Jetzt hast du im Gegensatz zu den Strophen vorher zwei männliche Kadenzen in den ersten beiden Versen. Und die beiden letzten Verse sind grammatikalisch wieder falsch.
Verzweiflung schließt wachsende Kräfte nicht aus. Manche Menschen geben auf, andere wieder sammeln erst recht Kräfte, um eine Situation zu ändern. |
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#10 |
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In ihrer Verzweiflung bleich
nimmt Marie den Schuh sogleich, um ihn Richtung Feind zu schießen doch dann ist ihr Blut am Fließen. Sie fällt unvermittelt um schwach vom Kriegsbrimborium. Aus der Ohnmacht schwarzen Nacht ist sie erst sehr spät erwacht. Du hast recht mit den letzten zwei Zeilen. So ist es wohl annehmbar, oder? Ist das mit den Kadenzen deiner Meinung nach tragisch? |
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#11 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Männliche Kadenzen (auch harte Kadenzen genannt) liegen vor, wenn ein Vers mit einer betonten Silbe endet; weibliche (weiche) Kadenzen beenden einen Vers mit einer unbetonten, also abfallenden Silbe. Männlich: "Und wo der Purpur flatternd fliegt, sprühn Funken, lodern Flammen auf! Der Korse fährt aus seinem Traum und starrt in Moskaus weiten Brand." (Conrad F. Meyer: "Napoleon im Kreml", letzten Strophe) Weiblich: "Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben, und jetzt sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben ..." (Goethe) Ich hoffe, so lauten die Verse richtig, ich habe sie nicht geprüft, sondern aus der Erinnerung abgerufen. |
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#12 |
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Okay. Danke. Auf jeden Fall hat Marie meiner Meinung nach keine Haxen, sondern süße Füßchen, denn die Verbindung von kleinem süßem Kind zu der immer brutaler werdenden Schlacht im Kinderzimmer, macht finde ich ein Stück weit den Charme der Geschichte aus.
Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#13 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
. Ich lege der Form wohl zu strikte Maßstäbe an, aber Wortwahl und Ausdruck sind auch wichtig. Natürlich müssen die Kadenzen nicht bei allen Strophen gleich sein, es gibt in der Lyrik jede Menge Abweichungen davon. Nimmt man die Sache zu streng, engt das die Auswahl an Reimen wesentlich ein.
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#14 |
Dann kann ich das ja jetzt so in meiner Datei stehen lassen.Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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