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| Sonstiges Gedichte und Experimentelles Diverse Gedichte mit unklarem Thema sowie Experimentelles. |
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#1 |
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Verrat an meiner Person.
Verrat an meiner Person, wie weit würde das ganze wohl noch gehen? Hatte ich zu viel Gutes in Blutsverwandtschaft hineininterpretiert. Naiverweise nahm ich an, dass man darüber noch in der Not sprechen kann. Aber da sind selbst Freundschaften manchmal mehr wert, denn die Verbindung zur Verwandtschaft ist wohl aufgezehrt. War sie überhaupt jemals vorhanden? Ich meine mich zu erinnern, dass da doch noch etwas war, was über den gleichen Nachnamen hat herausgeragt. Jedoch weder Menschlichkeit noch Empathie fand ich dort vor. Ich hielt zu viel von gewissen Menschen und so stieß ich an meine Grenzen. Das Erträgliche war nicht mehr tragbar, jedoch verschwand es deshalb nicht, sondern schlug mir offen ins Gesicht. Nun kam ich auf den Gedanken, dass meine Standhaftigkeit anfängt zu wanken. Die Luft zum atmen. Man nimmt mir die Luft zum Atmen, meine Lunge wird sich nun ein letztes Mal entleeren, neue Luft wird ihren Weg dort hinein nicht mehr finden. Was hätte man doch noch alles erleben können, sagt eine Stimme in meinem Innern. Ist das "Bestimmung" so jung zu sterben, ohne dass die Sonne scheint ein letztes Mal auf meine Augenlider? Ihre wärmende KRAFT streichelte doch einst meine Wangen. Meine Nase kitzelte sie mit ihren gut gemeinten Strahlen. Hatte ich doch einst so große HOFFNUNG auf ein besseres LEBEN. Mit Menschen, die mich im innersten lieben, mit einem Stück ihres Herzens mein Leben mitgestalten. Aber nun ist dort eine Spalte, in die ich bin geraten. Was erwartet mich dort unten? Ein neues Leben? Göttliche WÄRME und ein angenommen werden, so wie ich bin, mit all meinen Fehlern? Schatten und Licht gehört beides zum Leben. Schatten die einen und die Menschen um einen herum bedrücken, jedoch auch Licht, das tut die Gemüter beglücken. Vielleicht wächst auf alledem eine Blume, die ein Kind eines Tages wird pflücken. Oder noch besser: Ein Baum, der so alt wird wie mehrere Generationen. Der viel aushält, wenn das Wetter ihn auch bedrängt und in jungen Jahren fast zum Einsturz bringt. In seiner Rinde eingeritzt, nun bereits längst vergangene Existenz, die es nicht mehr gibt. Eines Tages wird vielleicht jemand sitzen an einem aus seinem Holz geschnitzten Tisch, darauf die Hände falten und beten: Im LICHT . |
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