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#1 |
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Forumsleitung
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"Sonderzug nach Pankow" - wer kennt nicht diesen Song, einst ins Leben gerufen, um Erich Honecker abzuwatschen, den Udo Lindenberg in seinem Text als "Oberindianer" adressiert hat. Jetzt hat die Zensur im autoritären Gewand der Berliner Stiftung Humboldt Forum eingegriffen: Wer immer den Song künftig der Öffentlichkeit präsentiert, muss einen korrigierten Text singen, aus dem der Begriff "Oberindianer" getilgt worden ist. Von Udo Lindenberg, so hieß es heute im HR1-Radio, liege noch keine Stellungnahme vor.
https://www.bild.de/politik/inland/l...9b8c158219f7a2 So viel zum Thema "Freiheit der Kunst". Charlton Heston sagte einst den lakonischen Satz: "Political correctness, ever the enemy of art." Apropos Charlton Heston: Im Internet konnte ich mir jetzt einen Film runterladen, hinter dem ich schon lange her war, denn ich hatte ihn in meiner Jugendzeit im Kino gesehen. Ein Durchschnittswestern, aber mit dem phantastischen Jack Palance in der Rolle von Hestons Widersacher. Deutscher Titel: "Die Bestie der Wildnis". Ziemlich dämlich und für den Inhalt der Geschichte völlig aussagelos. Es geht darin um Kavallerie versus Indianer, letztere - wie in den USA früher üblich - als verschlagen bis zur Heimtücke und brutalem Mord fähig dargestellt. Vorzugsweise wählte man den Stamm der Chiricahua-Apachen, die als Pferdediebe und für ihre Raubzüge berüchtigt waren. Das Wort "Indianer" fiel in dem Film kein einziges Mal, es waren immer die Apachen, mit denen die Weißen Zoff hatten. Jetzt wurde dieser Film, sogar in deutscher Synchronisation, ins Netz gestellt. Greift demnächst auch hier die Zensur? Wollen die vergutmenschlichten Weltverbesserer und moralbesoffenen Besserwisser alle Bücher und Filme der Vergangenheit umschreiben und neu synchronisieren? Wann fordern sie, dass man die Gemälde alter Meister überpinselt, weil ihre Darstellungen nicht mehr der Political Correctness entsprechen? Himmelherrgott, kann ich nur sagen, daran sieht man, dass wir keine wahren Probleme haben. |
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#2 |
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... vermutlich hat die Stiftung in ihrem "Verbot" auch noch Lehnwörter benutzt, verdammte kulturelle Aneignung.
Die Gedankenpolizei, morgen kommt sie hier vorbei. Manche halten das für normal. beaux rêves |
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#3 |
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Forumsleitung
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Darüber muss man mal tiefer nachdenken, dunkler Traum: Leute hocken tagaus, tagein da und haben nichts anderes zu tun, als ein kreatives Gesamtwerk auf Political Correctness zu prüfen, das bis dahin unsere Kultur geprägt hat. Diese Leute "arbeiten" nicht kostenlos, jemand bezahlt sie dafür. Aber wer? Wem nützt diese Aktion? Wer sind die Geldgeber der Stiftung? Ein Schelm, dem der Verdacht kommt, bei der Erforschung der ursprünglichen Quelle könne man beim Steuerzahler ankommen. Oder bei den berüchtigten Schlupflöchern, die es Interessengruppen ermöglichen, ihr Pfründen am Finanzamt vorbeizuschleusen. So gefragt, kommen Zweifel auf, ob es wirklich um Political Correctness geht oder ob man dem Steuerzahler nur ein Motiv andrehen will, um die eigene Bereicherung am "Volksvermögen" zu rechtfertigen und Widerstand klein zu halten.
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#4 |
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... ach Ilka, man muss die Menschen auf unwichtige Nebenschauplätze locken, über welche sie sich streiten können (gendern, gefühlte Geschlechter, kulturelle Aneignung, etc. etc.), dann kann man ewig seinen Scheiß weiter machen, weil kaum einer darauf achtet.
Übrigens, bei meiner vorauseilenden Selbstanzeige wegen Gedankenverbrechen habe ich dem hessischen LKA einen Tipp gegeben. Also wundere dich nicht, falls mal jemand vor der Tür steht. ![]() beaux rêves |
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#5 |
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Forumsleitung
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Bei mir kann jeder vor der Tür stehen und dort Wurzeln schlagen, dunkler Traum. Ich öffne grundsätzlich niemandem die Tür, der nicht angemeldet ist. Außerdem kann ich von meiner Wohnung aus den Hauseingang sehen. Hatte sogar mal zwei Polizisten, die mehrfach zu mir wollten, draußen stehen lassen. Woher sollte ich wissen, ob sie echt waren? Wer von mir etwas will, soll anrufen oder mir eine Nachricht in den Briefkasten werfen. Wie sich rausstellte, fahndeten die Polizisten nach jemandem wegen Fahrerflucht. Ein Zeuge hatte meine Autonummer angegeben. Ich war's aber nicht.
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