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| Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt. |
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#1 |
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I. Wie ich einst aus meiner Matratze ein Raumschiff baute und für mehrere Monate das Sonnensystem verließ
In einer Wüste, weit weg von der Wirklichkeit, sortiere ich die Sandkörner, um sie Größe und Form nach neu zu arrangieren, für eine neue, bessere Welt, in der endlich Ordnung herrscht! Währenddessen hält Großvater improvisierte Hunnenreden am Frühstückstisch, bis die Enkel vor Angst stottern. Angebot: Erhalte Resignation als Mindestlohn und erleide Todesqualen bei sinnlosen Ritualen. Verpflichte dich da zu sein, ohne zu wissen, wo oder wann. Du hast keine Wahl, es steckt in dir - wie die Nadel in der Voodoopuppe, wie ein grippaler Gruppenzwang. Ein mit markenrechtlich geschützten Strickmustern gemeinschaftlich gestrickte Untergang des Abendlandes. II. Lösung und Problem in Personalunion Ich bin der Sumpf, der vorgibt, fester Boden zu sein; das Gift, das sich als Medizin tarnt. Ich bin Dunkelheit, die ich für euch zu beleuchten verspreche, die Maske, die ich der Welt vom Gesicht reißen will. Ich bin die Krankheit, die mit aller Gewalt Heilung sein möchte. III. Wenn der Kampf schon vergebens ist, sollte man wenigstens gut dafür bezahlt werden Jede Hoffnung wurde wegrationalisiert, die eigenen Träume monetarisiert und jeglicher Rest an Zweckoptimismus kostenpflichtig gemacht. Persönliche Freiheit gibt es nur noch mit Premium-Abo. Doch hin und wieder werfe ich noch Steinchen ins Getriebe der Maschine, auch wenn ich mich mehr denn je davor fürchte, was geschehen könnte, sollte sie wirklich mal kaputtgehen. Ich spucke immer noch auf euren Reichtum! Aber nur, damit ich ihn polieren kann, bis sich mein Gesicht darin spiegelt. Während ich kindliche Erpresserbriefe an die vermeintlichen Profiteure dieses Leids schreibe, wünsche ich mir insgeheim... Was!? Draußen wird bereits geschossen?! Ich muss sofort meinen Broker anrufen!!! |
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