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| Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten. |
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#1 |
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Der Schreiber nimmt ein Blatt Papier
und greift den Füller in die Hand, er drängt den Alltag an den Rand, die Fantasie ist sein Revier. Er schwingt nun seinen Zauberstab, die Tinte füllt den Dichterbogen, dort wird Unendlichkeit verschoben und Leben, das es so nie gab. Gedanken schießen aus der Hüfte, es brodelt ein Synapsenregen und hebt das Hirnlicht in die Lüfte. Tief in dem Dichterherz gelegen, dort bündeln sich die Wunderdüfte und fallen auf das Blatt als Segen. |
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#2 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Wie greift man einen Füller in die Hand? Man greift ihn mit der Hand oder nimmt ihn in die Hand. Kommt mir vor, als hättest du dich mit den Versen ein wenig verkünstelt. |
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#3 |
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Das ist ein etwas älteres Gedicht von mir. Ich fand es irgendwie immer noch ganz interessant. Kann Regen nicht brodeln wie ein Sturm? Kann man das ''wie'' bei ''schießen wie aus der Hüfte'' nicht einfach weglassen? Dann klingt es spannender.
Mag sein, dass es etwas zu verkünstelt ist. Dass man den Füller ''mit'' der Hand greift, da hast du recht. Ich wollte es trotzdem mal hier reinstellen. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#4 |
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Forumsleitung
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Die anderen Strophen sind durchaus gelungen, Travis, ausgenommen das unpassende Werb "greifen (in)". Da hätte ich mich für das elegantere "nehmen" entschieden. Es klingt auch weicher. In "greifen" steckt etwas Ruppiges, Aggressives.
Meine Kritik gilt ansonsten nur der zitierten Strophe, weil ich die Metaphern gar zu schräg finde. Weshalb im Detail, habe ich dir mitgeteilt. In Ergänzung zu "brodeln": Das Verb bedeutet "dampfend aufwallen", "Blasen werfen", hat also mit großer Hitze zu tun. Das geht in Zusammenhang mit Regen nun wirklich nicht. Wenn der Erdboden aufgeheizt ist, mag er dampfen, wenn er nass wird; und bei starker Sonneneinwirkung mag es vorkommen, das der Asphalt vor Hitze Blasen wirft. Aber nicht der Regen, der kühlt Luft und Böden nämlich ab. Wenn du das Gedicht in seiner Gesamtheit immer noch gut findest, und so scheint es wohl, würde ich die Strophe an deiner Stelle umformulieren. |
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#5 |
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Ok, dann bin ich ja beruhigt, dass du zumindest den Rest als gelungen ansiehst.
Ich werde wohl ein bisschen was umstellen. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#6 |
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Forumsleitung
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Du hast Talent zum Dichten, Travis, aber versteige dich nicht in gedrechselte Sprache. Sie ist weder originell, noch gut zu lesen. KISS = keep it short and simple! Und meistens sind so simple Worte wie "sagen", "nehmen" oder "gehen" eindruckvoller als hochtrabende Äquivalente.
Kein Mensch wäre von Sätzen beeindruckt, die so lauteten: "Du liebst mich nicht, du Scheusal", heulte sie ihn an, "du hast mir jahrelang etwas vorgemacht." Sie öffnete die Tür. "Geh zum Teufel!", schrillte sie. Heulen, schrillen ... das wirkt nicht. Der Leser hätte das Gefühl, es mit einer üerspannten Figur zu tun zu haben. Wie anders wäre die Wirkung so: "Du liebst mich nicht". Sie beherrschte sich, nicht zu weinen. "Jahrelang hast du mir etwas vorgemacht." Sie öffnete die Tür. "Geh!" Als sie die Tür hinter ihm geschlossen hatte, schossen ihr die Tränen in die Augen. Schlicht und einfach. So sollte der Dichter es auch mit der Lyrik halten. Sorry, nur ein kleiner Exkurs. Seinen Stil muss letztendlich jeder selbst finden. |
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