Poetry.de - das Gedichte-Forum
Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Fantasy, Magie und Religion

Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 10.07.2025, 14:57   #1
männlich TravisBeamer
 
Benutzerbild von TravisBeamer
 
Dabei seit: 10/2022
Beiträge: 1.000

Standard Sternengärtner

Am finstern Rand von Zeit und Raum, wo Galaxien enden,
behaust ein Sternengärtner still den letzten Erdengrund,
er schaut gespannt und aufmerksam zu fernen Sonnenstränden
und macht das Universum wieder leuchtend und gesund.

Sind welche der Trilliarden Tonnen Teilchen am verglühen,
sät er den Keim für neue Sterne, gibt auf diese acht,
voll Weisheit lässt er sie im Weit gedeihen und erblühen,
dass jeder Mond erneut im All aus Schattenschlaf erwacht .

Er pflügt das Land mit schwerer Müh, vertieft in seinen Plänen
und walzt auf seinen Äckern schweigend in manch dunkler Stund
Milliarden Jahre schon gießt er mit seiner Augen Tränen
und macht sich seine Finger für die Enderträge wund.

Sind sie gereift und groß genug, wirft er die frischen Sterne
hinauf zu andern Himmelskörpern in die weite Nacht,
als Fixpunkt mancher Existenz in ungreifbarer Ferne,
der Ursprung jedes Lebens wurd vom Gärtner einst erdacht.

Geändert von TravisBeamer (10.07.2025 um 20:20 Uhr)
TravisBeamer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2025, 20:04   #2
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.226

Himmelsternendonnerwetter, Travis, kann ich da nur sagen. Da hast du eine tolle Idee aufgegriffen und umgesetzt. Darauf muss man kommen, Sternen Leben einzuhauchen und sie wie Pflanzen zu betrachten. Dabei sind schöne, sehr lyrische Metaphern entstanden, denn wo gepflanzt wird, bedarf es eines Gärtners, den du im letzten Vers deines Gedichts quasi mit Gott gleichsetzt. Sehr kühn gedacht!

Soweit zum Grundton des Gedichts. Stilistisch könnte man einiges glätten. Zum Beispiel klingt bei einem Wort wie "finstren" das "str" nicht gut. Deshalb haben Poeten oft zu der lyrischen Variante "finstern" gegriffen, in deinem Fall also zu "am finstern Rand von ..."

Oder dieser Vers:
[QUOTE]dass jedweder der Monde neu aus Schattenschlaf erwacht QUOTE]

Der Zusammenprall von zweimal "der" klingt unschön. Ich würde versuchen, so etwas zu vermeiden. Vielleicht so: "dass jedwedes Mondkind neu aus seinem Schattenschlaf erwacht ..."

Oder so ähnlich. Es gibt unzählige Möglichkeiten.

Aber das sollen nur Tipps sein. Vor deinem metaphergetragenen Gedicht (in dem die Metaphern stimmig sind) kann ich mich nur verbeugen.

Gruß,
Ilka
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2025, 20:21   #3
männlich TravisBeamer
 
Benutzerbild von TravisBeamer
 
Dabei seit: 10/2022
Beiträge: 1.000

Herzlichen Dank, Ilka.
Hab die zwei Stellen, die du angeprangert hast, nochmal umgeschrieben.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
TravisBeamer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2025, 20:33   #4
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.226

Hast du gut gemacht, Travis. Nicht nach meinem Beispiel, du hast einfach gesehen, worum es geht.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.07.2025, 20:35   #5
männlich TravisBeamer
 
Benutzerbild von TravisBeamer
 
Dabei seit: 10/2022
Beiträge: 1.000

Danke
TravisBeamer ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Sternengärtner

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche



Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.

1998 © poetry.de