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| Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy. |
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#1 |
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Der Raum wird durchdrungen von endlosen Nächten,
kein Vogel pfeift mehr seit bereits langer Zeit, die Liebe verschluckt von manch grauslichen Mächten und jedwede Farbe trägt nun schwarzes Kleid. Ein Junge mit sanften, sehr tapferen Zügen, es glüht noch ein Flämmchen in der kleinen Brust, beginnt dunkle Äcker mit Stahl umzupflügen und formt so das Ödland im kalten August. Er öffnet sein Herz für den winzigen Schimmer und sät dieses Licht in das düstere Feld, er gießt brachen Boden mit Tränengewimmer, bis leuchtender Spross aus dem Schattengrund quellt. Und Mensch, siehe da, es erglitzert und flimmert! Das Eis an den Zweigen beginnt schon zu fließen, er hat diesen Zauber ins Erdloch gezimmert, aus Funken des Jungen kann Welt wieder sprießen. |
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#2 |
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Dabei seit: 10/2024
Ort: mittig und großstadtnah
Alter: 42
Beiträge: 268
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Und wieder wird der zauberhafte Text von der Melodie getragen... in diversen Musikszenen wärst du als Texter ne echt heiße Nummer
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#3 |
hab sogar ein paar Texte für die Band meiner Kumpels geschrieben. Danke für dein Lob. Das les ich doch gerne.^^
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#4 |
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Sehr schön, wie es fließt. Vielen Dank dafür.
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#5 |
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uia, danke schön^^
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#6 |
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Dabei seit: 04/2011
Ort: Auf dem Raumschiff Erde
Alter: 38
Beiträge: 249
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Hallo TravisBeamer,
beim Lesen deines Gedichts fielen mir nun mehrer Unstimmigkeiten auf. Zu erst die Betonung betreffend. Hier soll der Rhythmus von einem Daktylus mit einer unbetonten Silbe an jedem Versanfang getragen werden. Oder auch Amphybrachys. Doch offenbaren mehrer Stellen innerhalb der Verse Jambisch/trochäische Betonungsmuster. Das kann durchaus gefallen und gut klingen. Mitunter ist das gewollt oder unbeabsichtigt so geschrieben; sei es aus Unkenntnis, mangelnder Überarbeitung oder misslichem Taktgefühl. Deswegen werde ich auch wenig im Kommentar darüber sagen. Zum zweiten beißen sich einige Bilder und Ausdrücke und störten den Lesegenuss nachhaltig, dass ich dabei schon von einer Schwächung des ganzen Werkes rede. Denn, das will ich festhalten, die Idee und der Urgedanke, die hinter der Umsetzung stehen, überzeugen mich. Dabei wird Ihnen das Ergebnis aber nicht gerecht. Gehen wir die Stropen durch... 1 -Der Raum wird durchdrungen von endlosen Nächten, -kein Vogel pfeift mehr seit bereits langer Zeit, Seit bereits länger Zeit... ist für meinen Geschmack kein guter Ausdruck, Andere sehen das bestimmt nicht so, das liegt im jeweiligen Empfinden. lag deine Intension im Gleichklang der drei Worte? -die Liebe (wurde) verschluckt von manch grauslichen Mächten Hier fehlt das Hilfswerb. Verschluckt wirkt ungeschickt im Zusammenspiel mit der Macht, die sie dem Lyrich entreißt. Und was für eine Macht/ um welche Mächte handelt es sich? Es wird nicht weiter darauf eingegangen und der Leser bleibt fragend zurück -und jedwede Farbe trägt nun (ein) schwarzes Kleid. 2 -Ein Junge mit sanften, sehr tapferen Zügen, -es glüht noch ein Flämmchen in der kleinen Brust, -beginnt dunkle Äcker mit Stahl umzupflügen Wenn er den Acker umgräbt, dann nutzt er Zugtiere oder einen Schlepper Um mit einem entsprechenden Pflug zu arbeiten. Der Stahl wie du ihn einsetzt wird wahrscheinlich von den meisten als Pflug verstanden und umgedacht. Nur hat dieser Begriff hier keinen lyrischen Mehrwert. Es ist unnütz umständlich. -und formt so das Ödland im kalten August. Die Zeile zuvor sagst du, das er einen Acker umpflüge. Äcker sind aber kein Ödland. Ödland sind karge unwirtliche Gegenden, unkultivierte Landstriche oder Wüsten in all ihren Vorkommen. Selbst ein bracher Boden ist bei einer Vier-Felder-Wirtschaft keine Ödnis. Das ist gewiss etwas weit ausgeholt, der Kern jedoch ist unverrückbar. Im kalten August? Wirklich? Also hier in Mitteleuropa sind Juli und August die heißesten Monate des Jahres. Dass man einen kalten August erwischt, muss man schon die südliche Hemisphäre bereisen. 3 -Er öffnet sein Herz für den winzigen Schimmer -und sät dieses Licht in das düstere Feld, -er gießt brachen Boden mit Tränengewimmer, Wenn der Boden gepflügt wurde, ist er nicht mehr brach. Tränengewimmer ist hier irreführend und unrichtig. Denn Der Satz bezieht sich auf das Gewimmer und nicht auf die Tränen. Wenn müsstest du schreiben: Mit Tränen benetzt er das Land vor Gewimmer -bis leuchtender Spross aus dem Schattengrund quellt. Quellt ist falsch. Der Spross quillt! 4 -Und Mensch, siehe da, es erglitzert und flimmert! -Das Eis an den Zweigen beginnt schon zu fließen, Hier bin ich ratlos, doch nicht ohne Fragen. Eis an den Zweigen. Sind wir noch im kalten August, dem folgenden Herbst oder schon im nächsten Frühjahr? Der Übergang kommt zu sprunghaft, ohne Umschreibung, wo man sich im Zeitstrang des Gedichtes befindet. -er hat diesen Zauber ins Erdloch gezimmert, Ich denke der hat das Feld gepflügt und bestellt. Ein Erdloch hebe ich aus, wenn ich einen Baum pflanzen will. Falsches Bild. Als nächstes: bei Zimmerer- und Schreinerarbeiten werden Holzbaustoffe bearbeitet. Dies funktioniert hier nichtmal im übertragenen Sinne. Zimmern, da werden Hölzer mit Säge, Axt und Hammer in Form und Position gerückt. Viel zu grob für etwas sensibles wie seinen Samen zu pflanzen. -aus Funken des Jungen kann (die) Welt wieder sprießen. Ohne den Artikel vor Welt klingt es unbehebig und gestellt. Bitte eine Alternative entwickeln. Das Gedicht hat einige Baustellen was den Inhalt, die Logik sowie den Ausdruck angeht. Es reizt mich zu erfahren, was du daraus machst. Herzliche Grüße, Briefmarke. |
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#7 |
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also zunächst mal danke für den Kommentar.
Das mit dem Ödland und dem brachen Boden habe ich geändert. Auch mit deinem Einwand zu ''quellt'' hast du wohl recht. Das ''Tränengewimmer'' habe ich auch anders geschrieben. Dass der August kalt ist, ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint. Die Liebe ist weg, der August ist kalt. Ich finde ''gezimmert'' einen passenden Ausdruck, denn in dieser großen Kälte hat er das mit ganzer Kraft gemacht. Wo es in der Betonung fehlerhaft sein soll, wird mir nicht ganz klar. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#8 |
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Dabei seit: 04/2011
Ort: Auf dem Raumschiff Erde
Alter: 38
Beiträge: 249
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Hi Travis...
„Wo es in der Betonung fehlerhaft sein soll, wird mir nicht ganz klar.“ Das will ich dir gerne zeigen. Der Raum wird durchdrungen von endlosen Nächten, kein Vogel PFEIFT mehr SEIT bereits langer Zeit, - pfeift als Verb ist ein sehr gewichtiges Wort und verlangt selbst phonetisch nach entsprechender Position einer angemessenen Betonung im Verskonstrukt. die Liebe verschluckt von manch grauslichen Mächten und JEDwede FARbe TRÄGT nun SCHWARzes Kleid. - bei trägt das selbe; wobei man das NUN auch Gewichten kann. Ein Junge mit sanften, sehr tapferen Zügen, es GLÜHT noch ein FLÄMMchen IN der KLEInen Brust, beginnt dunkle Äcker mit Stahl umzupflügen und formt so das Ödland im kalten August. Er öffnet sein Herz für den winzigen Schimmer und sät dieses Licht in das düstere Feld, er gießt brachen Boden mit Tränengewimmer, bis leuchtender Spross aus dem Schattengrund quellt. Und MENSCH, SIHe DA, es erglitzert und flimmert! Das Eis an den Zweigen beginnt schon zu fließen, er hat diesen Zauber ins Erdloch gezimmert, aus Funken des Jungen kann Welt wieder sprießen. Manche Stellen sind mehr oder weniger intensiv in ihrer Umbetonung. Zuweilen liegt es auch an der bevorzugt jambischen Schulung meines Taktgefühls. Das Metronom meines Herzens schlägt mit einem Löwenanteil im Jambus die Gedanken nieder. Leute, die viel dreisilbige Versfüße konsumieren gleiten vielleicht in dieses Betonungsmuster. Und wie schon geschrieben, es kann auch sehr wirksam sein, dass Metrum zu durchbrechen. Nur bedarf es dafür auch eines, das den Großteil der Zeilen beschwingt, Um ein solches Durchbrechen auch zu erkennen - einen Referenzpunkt dafür zu haben. Es ist oft der Seiltanz das natürliche Gewicht der Betonung zum jeweiligen Wort in den Reigen von Syntax, Metrum und dem, was man sagen will, gewissenhaft im Übereinkommen von Wortfluss und Rhythmus. Nur zu oft musste ich schon Ideen von Versen und Strophe umgestalten in ihrer Wortfolge oder in Begriffen variieren um letztlich alles fallen zu lassen und mit einem neuen Ansatz von Null beginnend anzufangen - bzw. Das Gedicht fortzuführen. |
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