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Alt 17.11.2024, 23:29   #1
weiblich Schreibfan
 
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Standard The lost one. Pantun after "The Girl Who Loved Tom Gordon"

the world has teeth, prepared for violating.
All colors of the wind are turning grey.
As dusk begins to rise, her hope is fading.
Each of her bones is worn down by this day.

All colors of the wind are turning grey.
From time to time, a forest swallows people.
Each of her bones is worn down by this day.
She wipes her eyes, cause tears are for the feeble.

From time to time, a forest swallows people.
And something in the bushes watches her.
She wipes her eyes, cause tears are for the feeble.
Still, there will be much more for her to bear.

And something in the bushes watches her.
This fairy wood hosts wasps and bogus rivers.
Still, there will be much more for her to bear.
The world has tagged her out! She's wet and shivers.

This fairy wood hosts wasps and bogus rivers.
The thing that follows her is not yet fed.
The world has tagged her out! She's wet and shivers.
Her Walkman claims, that they've announced her dead.

The thing that follows her is not yet fed.
As dusk begins to rise, her hope is fading.
Her Walkman claims, that they've announced her dead.
the world has teeth, prepared for violating...

Hannah May, November 2024

Note: The Girl Who Loved Tom Gordon is a story by Stephen King. A girl (Trisha) strays from the path during a hike. She gets lost in the vast forests on the Canadian border. Some formulations are taken from the book.

Übersetzung:

Die Verirrte. Ein Pantun nach Stephen Kings Roman "das Mädchen"

Die Welt hat Zähne, bereit zu verletzen.
Alle Farben des Windes färben sich grau.
Während die Dämmerung anbricht, verblasst ihre Hoffnung.
Jeder ihrer Knochen ist von diesem Tag zermürbt.

Alle Farben des Windes färben sich grau.
Von Zeit zu Zeit verschluckt ein Wald Menschen.
Jeder ihrer Knochen ist von diesem Tag zermürbt.
Sie wischt sich die Augen, denn Tränen sind für die Schwachen.

Von Zeit zu Zeit verschluckt ein Wald Menschen.
Und etwas im Gebüsch beobachtet sie.
Sie wischt sich die Augen, denn Tränen sind für die Schwachen.
Doch sie wird noch viel mehr zu ertragen haben.

Und etwas im Gebüsch beobachtet sie.
Dieser Märchenwald beherbergt Wespen und falsche Flüsse.
Doch sie wird noch viel mehr zu ertragen haben.
Die Welt hat sie ausgesondert! Sie ist nass und zittert.

Dieser Märchenwald beherbergt Wespen und falsche Flüsse.
Das Ding, das sie verfolgt, ist noch nicht gesättigt.
Die Welt hat sie ausgesondert! Sie ist nass und zittert.
Ihr Walkman behauptet, dass man sie für tot erklärt hat.

Das Ding, das sie verfolgt, ist noch nicht gesättigt.
Als die Dämmerung anbricht, schwindet ihre Hoffnung.
Ihr Walkman behauptet, dass man sie für tot erklärt hat.
Die Welt hat Zähne, bereit zu verletzen...

Hannah May, November 2024

Anmerkung: Das Mädchen ist eine Geschichte von Stephen King. Ein Mädchen (Trisha) gerät bei einer Wanderung vom Weg ab. Sie verirrt sich in den weitläufigen Wäldern an der kanadischen Grenze. Einige Formulierungen sind dem Buch entnommen.
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Alt 20.11.2024, 11:32   #2
männlich ganter
 
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Hallo, Schreibfan!

"Pantun-Gedicht" ist für mich ein neuer Begriff.

Du hast die Form sorgfältig mit den Vers-Anaphern eingehalten.

Inhaltlich wirkt der Text auf mich surrealistisch. Freundlich ausgedrückt. Verwirrend ist ehrlicher.

Mich irritieren besonders die Rückbezüge im Text. Das flüssige Lesen kommt ins stocken, weil ich zunächst klären muss, worauf diese sich beziehen.


Freundliche Grüße
-ganter-
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Alt 20.11.2024, 17:19   #3
weiblich Ilka-Maria
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Ist schon lange her, dass ich den Roman gelesen habe. "Die Welt hat Zähne" bezieht sich wahrscheinlich auf den Bär, mit dem Tricia am Ende konfrontiert wurde. Da war aber zufällig ein Jäger oder Waldläufer zur Stelle, der das Tier erschoss. So geistert das Ende des Romans noch in meiner Erinnerung herum. Kann mich also irren.

Meiner Meinung nach ist diese Lösung schwach, ungefähr so, wie bei der Erstürmung eines Forts im letzten Moment die rettende Kavallerie eingreift, die bis dahin mit der Story nichts zu tun hatte. Der Leser erwartet aber, dass der Protagonist sich selber aus seiner Hölle befreit. Alles andere macht die Spannung kaputt.

Im Vergleich dazu ist Stephen Kings Roman "Gerald's Game" genau dieser Erwartung gefolgt: Die Frau, die in einer einsamen Berghütte mit Handschellen an ihr Bett gekettet war, außer Reichweite vom Telefon und dem Glas Wasser auf dem Regal über ihr, und deren Ehemann beim Liebesspiel einem Herzversagen erlegen war, machte grausame Tage und Nächte durch, fand aber zuletzt einen Weg, sich ohne fremde Hilfe zu befreien.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
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Alt 21.11.2024, 00:40   #4
weiblich Schreibfan
 
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Spoiler Alert. Ich werde im Kommentar einiges über den Inhalt des Buches verraten

Lieber Ganter:
Vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar.
Im deutschen habe ich ja schon einige Pantuns geschrieben. Im englischen ist es mein erstes, da gibt es sicher noch einiges, was ich üben kann. Magst du mir schreiben, an welchen Stellen du inhaltlich gestolpert bist? Dann kann ich was draus lernen oder verbessern. Ich denke, Unklarheiten liegen sicher auch darin, dass sich das Gedicht ja auf ein Buch bezieht, dass ich gelesen habe, aber andere vllt nicht. Daher mögen sich vllt nicht für alle Leser die Zusammenhänge erschließen und mir,die ich das Buch ein paar Mal gelesen habe, fällt das gar nicht (mehr) auf.
LG Schreibfan


Liebe Ilka-Maria:
Danke auch dir fürs kommentieren. Ich habe in dem Gedicht auch Phrasen von Stephen King selbst übernommen, "die Welt hat Zähne" gehört dazu. Er hat diese Passage nicht direkt auf den Bären bezogen der Trisha folgt, sondern allgemein auf ihre Erlebnisse. Mit dem Ende hast du recht, es war ein Mann der etwas illegal im Wald erledigt, der den Bären verschreckt und Trisha letztendlich wieder in die Zivilisation führt. Ich verstehe was du meinst, wenn du schreibst, es macht die Spannung kaputt, wenn jmd in der Geschichte als Retter auftaucht, der bisher gar nicht da war. Meist mag ich einen solchen "Deus ex machina" auch nicht. In diesem Buch passt es aber meiner Meinung nach. Denn wie hätte Trish sich selbst befreien können? Den Weg wusste sie ja nunmal nicht mehr...
Von Geralds Game war ich aber auch begeistert. Ich mag solche Geschichten, deren Spannung darin besteht, dass die Protagonisten in "reale" unwegsame Situationen geraten. Sich beim Pinkeln im Wald verlaufen könnte mir auch passieren (mir ist das mal ungelogen in der Wüste passiert. Nur kurz aber lustig war es nicht). Geralds Game habe ich ja schon einen Klapphornvers gewidmet, vllt wird ja auch mal ein längeres Gedicht draus.
LG Schreibfan
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Alt 21.11.2024, 10:38   #5
männlich ganter
 
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Hallo, Schreibfan!

Zu Deiner Frage:

Nehmen wir die erste Strophe. Die Welt ist wozu bereit, verletzen oder sich verteidigen? Schließlich ist sie zermürbt.

Texte zerfleddern mag ich nicht. Wichtig ist mir, dass ein Bild entsteht.

Jedenfalls hast Du experimentiert. Das ist gut!

Fröhliche Grüße
-ganter-
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Alt 28.11.2024, 20:02   #6
weiblich Schreibfan
 
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Lieber Ganter.
Danke für deine erneute Rückmeldung. Vllt erschließt sich der Text auch erst wenn man das Buch kennt. Es ist nicht die Welt zermürbt, sondern Trisha. Die Welt hat Zähne und Trisha muss sich verteidigen. Trisha ist ja die Hauptfigur. Man könnte es auch so schreiben, vielleicht wäre das dann von Anfang an klarer:
"As dusk begins to rise, Trish's hope is fading."

LG Schreibfan
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Stichworte
horror, natur, stephen king

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