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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 22.06.2025, 10:07   #1
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Standard I have a dream

I have a dream

Unsere Träume sind wie Wolken,
sie Kommen und Gehen, wie Wolken es tun.

I have a. dream, I have a dream

In meinen Träumen seh’ ich Rosen,
ich sehe weiße Tauben zieh’n,
ich sehe Menschen sich Liebkosen
und Länder die im Krieg verglüh’n.

Ich sehe amputierte Kinder,
die hungernd schrei’n im Fieberwahn,
ich sehe aufgerissene Münder,
am wassertrockenem Wasserhahn.

Menschen irren durch die Trümmer,
was einmal ihre Heimat war,
kein Haus, kein Zelt, kein Zimmer,
kein Gott, der ihnen sonst nah.

Kein Kind spielt mehr in Palästina.
kein Spielplatz und kein Kletterbaum,
kein Freund, nur Feind in Palästina,
Ich hatte einmal einen Traum.










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Alt 22.06.2025, 12:21   #2
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Zitat:
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Ich sehe amputierte Kinder,

Ich kenne amputierte Arme, Beine oder sonstige Gliedmaßen; aber wie muss ich mir "amputierte Kinder" vorstellen? Von wem oder was werden sie abgeschnitten oder abgesägt?
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Alt 22.06.2025, 13:54   #3
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Das sind Menschen, denen Gliedmaß amputiert wurden, z.B. amputierte Kinder.
(Ich weis nicht, was jetzt -ralfchen- geantwortet hätte?)
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Alt 22.06.2025, 14:26   #4
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Zitat:
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Das sind Menschen, denen Gliedmaß amputiert wurden, z.B. amputierte Kinder.
Twiddy, das ist Alltagssprache, so unlogisches Zeug reden die Leute daher, weil sie es aufgeschnappt haben und nachplappern, ohne darüber nachzudenken. Beim Small Talk im Treppenhaus nicht schlimm, weil jeder weiß, wie es gemeint ist.

In der Literatur - und in der Lyrik ganz besonders - kommt es aber auf die genaue Wortbedeutung an. Amputation (lat.) heißt nichts anderes, als "wegschneiden, abtrennen und bezieht sich allein auf ein Gliedmaß, nicht auf etwas Ganzes. Deshalb gibt es keine "amputierten Menschen", sondern nur amputierte Körperteile: Arm, Bein, Finger oder Fuß. Ein Kind kann allerlei Schlimmes erfahren, aber es kann nicht "weggeschnitten" werden (den seltenen Fall von Siamesischen Zwillingen außen vor gelassen). Da hilft deine Erklärung überhaupt nicht. Offen gesagt, hat die Formulierung "amputierte Kinder" bei mir einen Lachreiz ausgelöst. Das gehört in die Sammlung der Stilblüten.

Nichts für ungut, Twiddy, aber literarisches Schreiben geht anders als Tratsch unter Nachbarn oder Freunden.

Aber lass dir den Sonntag deshalb nicht verderben.

Besten Gruß
Ilka
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Alt 22.06.2025, 18:13   #5
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Liebe Ilka

"https://www.gutefrage.net/frage/wuerdet-ihr-jemanden-d… Würdet ihr jemanden Daten obwohl er amputiert ist? - gutefrage
10.07.2022 ... Liebe, Beziehung & Freundschaft · Liebesbeziehung & -beratung · Liebe ... Würdet ihr Männer eine amputierte Frau daten? "

auch Dir noch einen schönen Restsonntag
vom Twiddy...
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Alt 22.06.2025, 18:42   #6
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Standard Hallo Twiddy, hallo Ilka

ich finde auch, dass die "alltagssprachliche" Verwendung des Begriffs "amputiert" hier keine Missverständnisse aufkommen lässt. Zur Präzisierung hätte man in Twiddys Text in S5V1 auch "einfach" "ich seh beinamputierte Kinder" oder "ich seh armamputierte kinder" schreiben können - würde das etwas an der Bedeutung ändern?

(Zitat Ilka): "In der Literatur - und in der Lyrik ganz besonders - kommt es aber auf die genaue Wortbedeutung an."

Es dürfte nichts Neues sein, dass ich persönlich eher genau der gegenteiligen Meinung bin - poetische Stilmittel der Moderne wie Oxymoron oder Synästhesie sprechen dafür. Aber ich weiß, dass wir uns gegenseitig nicht mehr von dem Gegenteil überzeugen werden. Die oben zitierte Aussage würde m.E. eher auf die wissenschaftliche Arbeit passen, oder auf den Text der kostenpflichtigen Telegramme früherer Zeiten, wo es auf Präzision und Kürze ankam.

"am wassertrockenem Wasserhahn." (zweimal Dativ und zweimal "Wasser") oder "kein Gott, der ihnen sonst nah." (Metrum hängt schief, "einstmals" statt "sonst" würde besser passen) sehe ich aus rein formalpoetischen Zusammenhängen kritischer.

Naja, nur ein paar Anmerkungen am Sonntagabend.

Einen schönen solchen wünscht euch

Epilog
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Alt 22.06.2025, 19:32   #7
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Epilog Beitrag anzeigen
"am wassertrockenem Wasserhahn." (zweimal Dativ und zweimal "Wasser") oder "kein Gott, der ihnen sonst nah." (Metrum hängt schief, "einstmals" statt "sonst" würde besser passen) sehe ich aus rein formalpoetischen Zusammenhängen kritischer.
Es gäbe noch viel mehr an dem Gedicht zu meckern, insbesondere an der verunglückten letzten Strophe, aber ich wollte es nicht übertreiben.

"Stilmittel" (die von dir genannten gehören nicht speziell der Moderne an, sondern sind seit Jahrhunderten bekannt und gebräuchlich) haben nichts mit semantisch falsch benutzten Begriffen zu tun. Diese nennt man, wie bereits erwähnt, "Stilblüten" und gehören zur Familie der "dreistöckigen Hausbesitzer".
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Alt 23.06.2025, 09:14   #8
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Danke Epilog, danke Ilka,

es ist mir natürlich auch aufgefallen, dass die letzte Zeile nicht passt, aber leider besteht hier nicht die Möglikchkeit, im Nachhinein, etwas zu Verändern.
Das geht nur in einem gewissen Zeitraum.

Gruß vom Twiddy...
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Alt 23.06.2025, 09:47   #9
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Zitat:
Zitat von Twiddyfix Beitrag anzeigen
Danke Epilog, danke Ilka,

es ist mir natürlich auch aufgefallen, dass die letzte Zeile nicht passt, ...
Nicht die letzte Zeile, Twiddy, die gesamte Strophe ist verunglückt. Schau sie dir nochmal genau an und achte darauf, was sich alles auf das Verb "spielt" zurückbezieht:

Zitat:
Kein Kind spielt mehr in Palästina.
kein Spielplatz und kein Kletterbaum,
kein Freund, nur Feind in Palästina,
Ich hatte einmal einen Traum.
Im Klartext heißt das nämlich, dass kein Kind mehr spielt, kein Spielplatz spielt, kein Kletterbau und kein Freund mehr spielt, sondern nur (der) Feind in Palästina spielt. Hier liegt also ein Syntax-Problem vor, weil es mit Sicherheit nicht das ist, was du ausdrücken wolltest. Außerdem gibt es keinen Staat Palästina, denn bekanntlich sind bislang alle Vorschläge zu einer Zweistaatenlösung gescheitert. Es gab einmal das Mandat Palästina, das von den Briten verwaltet wurde, aus dem sie aber 1948 ihre Truppen abzogen.

Falls du das Gedicht umschreiben möchtest, ist es kein Problem, es nochmal als Zweitversion einzustellen.
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Alt 23.06.2025, 12:23   #10
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Liebe Ilka,

"Kein Kind spielt mehr in Palästina.
kein Spielplatz und kein Kletterbaum,
kein Freund, nur Feind in Palästina,
Ich hatte einmal einen Traum.".

Das ist natürlich der Dichtkunst geschuldet.

Normal könnte es dass so dastehen..

Kein Kind spielt mehr in Palästina
es gibt auch keinen Spielplatz mehr,
es gibt auch keinen Kletterbaum,
nur tote Freunde um mich her,
nur mörderiche Feinde kommen her.

Ich hatte einmal einen Traum


Na ja, das würde natülich nicht gefallen.

In der Dritten Stophe, letzte Zeile, fehlt das -SO-

Nee, ich würde nichts daran umschreiben, man kann es ja Verstehen,

Gruß vom Twiddy
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Alt 23.06.2025, 12:48   #11
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Es geht doch viel einfacher, Twiddy: Mach hinter der ersten Zeile einen Punkt. Dann gehen die nächsten Zeilen als ein neuer Gedanke mit Verkürzungen (ohne Verben) weiter, und alles ist gut. Nichts muss dann neu formuliert werden, der Leser kommt damit klar, weil der Rückbezug zum Verb "spielen" nicht mehr greift. Er muss sich die Verben hier selber denken. Du glaubst nicht, wie hilfreich es sein kann, sich einer vorteilhaften Zeichensetzung zu bedienen.

Lediglich für "Palästina" würde ich mir etwas anderes ausdenken, z.B. "Gaza-Land".

Es sind nur Anmerkungen und Vorschläge, Twiddy. Selbstverständlich musst du es mir nicht recht machen. Ich bin sicher, dass dein Text bei vielen Usern im Forum allein wegen deiner Haltung zu dem Thema gut ankommt. Sie ist ohne Zweifel ehrenwert, und ganz einfach ist es ja nicht, ein derart komplexes Geflecht wie diesen Konflikt in ein paar Strophen einzuschmelzen.
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Alt 23.06.2025, 17:05   #12
männlich Twiddyfix
 
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Liebe Ilka,
Danke für Dein Verständnis.
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Alt 26.07.2025, 00:24   #13
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Standard Hm... ist das wirklich wahr?

Nun ja, dein Gedicht handelt von Palästina. Das verstehe ich, wie es jedem Menschen mit Herz ergehen würde. Doch da Palästina leider mit Politik assoziiert wird, selbst wenn es hier um ein Gedicht geht, finde ich es echt unfair, über Palästina zu dichten, als ob sie die Opfer wären. Zumal sie angefangen haben, Israel anzugreifen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Kinder in Israel genauso gelitten haben wie in Palästina. Genauso. Also es fehlt an Neutralität. Aber ja, wie jeder will...

Und das ist nur meine Meinung. Trotzdem hat mich der Mangel an Sachlichkeit in Gedicht gestört. Verzeihung.
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Alt 26.07.2025, 07:44   #14
männlich Twiddyfix
 
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in der Politiik gibt es keine Neutralität.
Die Siedlungspolitik der Israelis ist es, welche bei den Palästinensern hatte das Fass zum Überlaufen gebracht.
Immer wieder fielen Israelische Siedler in palästinensische Gebiete ein, vertrieben
die dort Ansässigen....und das schon seit vielen Jahren.
Das schafft auf Dauer keine Freundschaft.
Nein, die Kinder in Israel haben nicht genau so gelitten, wie die Kinder im Gaza Streifen, die Kinder in Israel haben noch zu Essen, sie brauchen keine Bomben zu fürchten und kein feindlicher Soldat erschießt ihre Eltern vor ihren Augen.

Ich habe ein Gedicht geschrieben, welches mir auf der Seele brannte, nur ein Gedicht. Dazu kann jeder Stellung nehmen, wie er will.
Israel hat das Recht, sich zu Verteidigen, aber es hat kein Recht, ein ganzes Volk auszurotten.
Kinder verhungern in den Armen ihrer Mütter, niemand hatt noch ein Bett, nicht einmal ein Dach über den Kopf.
Die ganze Welt schreit auf...und Du mokierst Dich über ein Gedicht?
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Alt 26.07.2025, 08:37   #15
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Twiddyfix Beitrag anzeigen
Immer wieder fielen Israelische Siedler in palästinensische Gebiete ein, vertrieben
...
Israel hat das Recht, sich zu Verteidigen, aber es hat kein Recht, ein ganzes Volk auszurotten.
Du solltest dich erst einmal gründlicher mit der Geschichte Israels befassen, Twiddy, ehe du solche unhaltbaren Behauptungen aufstellst. Die Araber auf palästinensischem Gebiet waren jahrhundertelang in Konflikte verwickelt (Mamelucken, Osmanisches Reich), so dass es verödete und wirtschaftlich unbrauchbar wurde. Als Ben Gurion "Erez Isreal" proklamierte und immer mehr jüdische Einwanderer kamen, verkauften palästinensische Grundbesitzer ihren wertlosen Boden an die Juden. Diese verstanden, das Land zu bewässern und fruchtbar zu machen. Aber nicht nur der Erfolg der jüdischen Zuwanderer brachte die Palästenser zu einem Umdenken, sondern aufgrund des Nationalsozialismus eine über das Land hereinbrechende Einwanderungswelle. Als die Briten ihr Mandat aufgaben, brach der Konflikt offen aus. Ständigen Anschlägen auf jüdische Einrichtungen folgte 1948/49 der Erste Arabisch-Isrealische Krieg. 1956 kam es aufgrund der Suez-Krise - Israel war seit Jahren der Zugang zum Kanal verwehrt - zum Zweiten Arabisch-Israelischen Krieg. Der 3. Arabisch-Israelische Krieg (Sechs-Tage-Krieg 1967) war die Folge einer massiven antijüdischen Propaganda ("heiliger und totaler Krieg) durch die Palästinenser und ihren Verbündeten. Im Vierten Arabisch-Isrealischen Krieg (Jom Kippur 1973) kam es zu Angriffen von Syrien, Jordanien und dem Libanon auf isrealische Siedlungen, zudem zu Flugzeugentführungen, bereits 1972 zur Ermordung israelischer Sportler in München.

Diverse Vorschläge zu einer Zwei-Staaten-Lösung wurden vornehmlich von arabischer Seite abgelehnt. Die aktuelle Lage dürfte bekannt sein: Terroristen griffen Israelis an, töteten oder entführten sie. Diese Terroristen wurden von der eigenen Bevölkerung, die jetzt unter Israels brutaler Vergeltung zu leiden hat, rechtmäßig gewählt. Sie dient den Terroristen als Schutzschild, was diesen völlig egal ist. Das letzte, was sie brauchen, ist ein Friedensschluss, denn dann gingen sie ihrer Macht verlustig, die hauptsächlich durch Propaganda und Kampf gegen Isreal legitimiert ist.

Die Bevölkerung in Gaza kann man bedauern, es ist aber nicht so, dass sie an ihrer jetzigen Lage keine Mitverantwortung trägt, denn sie hat die "Regierung", die sie nicht nur haben wollte, sondern die von großen Teilen ihrer Landsleute gestützt wird.

Quelle: "Krisenherde der Welt - Konflikte und Kriege seit 1945", Westermann Braunschweig, 1996.
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Alt 26.07.2025, 09:43   #16
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Danke liebe Ilka.
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Alt 26.07.2025, 10:54   #17
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Standard Und nun? Ist es ein Traum oder ein Alptraum?

Wie großartig wäre es, wenn du auch etwas Essbares oder Spenden dorthin schickst, genau wie Thunberg mit ihrer Spende, die für diese Bevölkerung genauso viel wert war wie nur ein LKW-Platz. Aber das Herz zählt, und wenn du das tust, wäre es ein Gedicht null Sentimentalismus, voll Tat.

Vielleicht wären deine Alpträume (die du Traum nennst) dann vorbei.
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Alt 26.07.2025, 11:21   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
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Wie großartig wäre es, wenn du auch etwas Essbares oder Spenden dorthin schickst, genau wie Thunberg mit ihrer Spende, ...
Ich mische mich hier ein, weil ich ein derartiges Moralisieren nicht für angemessen halte. Moralpredigten gibt es in diesem Land schon genug. Es ist das angestammte Recht jedes Menschen, so wie Twiddy Mitleid mit einer malträtierten und hungernden Bevölkerung zu haben. Da wird in Deutschland immerzu "Empathie" gefordert, und wenn jemand sie zeigt, ist es nicht genug; nein, er soll als alleine lebender Rentner im Greisenalter auch noch von seiner schmalen Rente eine Spende abzwacken, die letztendlich von den Terroristen abgegriffen oder von Netanjahu nicht durchgelassen wird, und muss sich obendrein doch moralisch belehren kassen. Greta als Beispiel? Lachhaft. Es ist der verzweifelte Versuch dieses auf Propaganda getrimmten Görs, sich die Öffentlichkeit warm zu halten, eine leichte Übung, wenn man Geld genug zum Verbrennen hat und es völlig egal sein kann, ob die Hilfsmittel bei denen ankommen, die sie dringend brauchen. Gespendet wird nämlich mehr als genug, nicht nur von Greta.

Sorry, aber ich sehe mich in diesem Fall genötigt, Twiddy zu verteidigen. Er hat es nicht verdient, mit bald 100 Jahren den moralischen Zeigefinger vor die Nase gehalten zu bekommen und sich auch noch mit dieser unseligen, nur auf Publicity angelegte Greta Thunberg vergleichen zu lassen. Die soll erst einmal etwas Richtiges leisten, statt vom Geld ihrer Schauspieler-Eltern zu leben, die sie wie ein Zirkuspferd lukrativ abgerichtet haben.
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Alt 26.07.2025, 12:06   #19
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Jedoch, ein Autor, der ein Gedicht mit einer politischen Botschaft verfasst, muss natürlich auch in der Lage sein, andere Meinungen sachlich zu beantworten.
Ich differenziere da nicht nach Alter.

Wenn Deutschland seinen Rentnern wenig zahlt, warum schweigen diese dann? Sie lieben alle Migranten so sehr, also muss das Geld so verteilt werden, dass es für alle reicht. Oder?

Und garantiert ist es total grotesk, was Thunberg mit ihren Lebensmittespenden macht. Die Frau ist nicht nur politisch motiviert und spinnt voll.
Aber ich darf doch sagen, es ist einfach grausam, wie man immer gegen Israel gehetzt hat. Irgendwie steckt in vielen ein verdeckter Hass gegen sie.

Servus zusammen!
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Alt 26.07.2025, 12:52   #20
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Zitat:
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Jedoch, ein Autor, der ein Gedicht mit einer politischen Botschaft verfasst, muss natürlich auch in der Lage sein, andere Meinungen sachlich zu beantworten.
Nein, muss er nicht. Weshalb sollte er dazu verpflichtet sein? Außerdem sendet Twiddys Gedicht an niemanden eine Botschaft aus, sondern schildert eine subjektive Beobachtung und Beurteilung sowie einen Traum vom Frieden.

Zitat:
Zitat von FreyaAllison Beitrag anzeigen
Ich differenziere da nicht nach Alter.
...
Wenn Deutschland seinen Rentnern wenig zahlt, warum schweigen diese dann? Sie lieben alle Migranten so sehr, also muss das Geld so verteilt werden, dass es für alle reicht. Oder?
Du hast recht, das Alter spielt keine Rolle. Grundsätzlich steht es niemandem zu, einen anderen Menschen zu moralisieren, solange dessen Ansichten oder Verhalten niemand anderem Schaden zufügen, egal ob jung oder alt. Moralisches Verhalten ist in erster Linie Privatsache, und dazu gehört auch, ob jemand spenden will oder nicht, ganz egal, wie hoch seine Rente ist. Mein Bezug auf Twiddys Alter galt lediglich der Betonung, dass man von ihm keine besonderen Leistungen mehr erwarten, schon gar nicht einfordern kann. Das hat er hinter sich.

Zitat:
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Wenn Deutschland seinen Rentnern wenig zahlt, warum schweigen diese dann? Sie lieben alle Migranten so sehr, also muss das Geld so verteilt werden, dass es für alle reicht.
Ich habe keine Ahnung, wie hoch Twiddys Rente ist und ob er sich Spenden leisten kann. Gleichwohl gilt: Erstens hat niemand das Recht, von einem anderen Menschen Wohltätigkeiten zu verlangen; zweitens sind Spenden und Hilfsgüter nicht das Thema seines Gedichts.

Zitat:
Aber ich darf doch sagen, es ist einfach grausam, wie man immer gegen Israel gehetzt hat. Irgendwie steckt in vielen ein verdeckter Hass gegen sie.
Wirklich Hass? Oder historisches Unwissen vor allem der jüngeren Demonstranten sowie die Parteinahme der öffentlich-rechtlichen Medien, die sich ebenfalls auf den deutschen Volkssport "Moralisierung" und die grundsätzliche Parteinahme für vermeintliche "Opfer" eingeschossen haben? Eine neutrale Berichterstattung gibt es doch längst nicht mehr, da muss man nur mal genau auf die Wortwahl hören und die Einseitigkeit des Bildmaterials wahrnehmen. Meiner Beobachtung nach ist das Moralisieren der Hauptgrund für die Verurteilung Israels, denn wer sich mit den "Opfern" solidarisiert, darf sich zu den Guten zählen.
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Alt 26.07.2025, 13:34   #21
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Standard "Narrative der idiotischen Moraliserung"

Nun gut, hier fehlen Körpersprache und Betonung. Irgendwie habe ich mich anders ausgedrückt, als ich wollte, denn es kam bei euch nicht so an, wie ich es gemeint habe.

Tatsächlich waren meine Zeilen hier nur ironisch gemeint. Ich bitte um Entschuldigung.

Ich werde mich nämlich gegen diese Moralisierung wehren, soweit es geht, denn sie ist sehr aktuell und gewollt in unserem Zeitgeist. Wenn unsere Gesellschaft jedoch mitmacht und sich zu sehr in moralischer Schwarz-Weiß-Malerei verliert, kann das für uns alle gefährlich werden.

Und meine freie Meinung soll nicht durch eine idiotische Moralisierung verdrängt werden, die mit einem bestimmten politischen Ziel ausgestattet ist, um Menschen zu versklaven und zu führen. Wie Obama es beispielsweise tat, indem er einst allen seine Meinung aufzwang.

Mein Inneres, mein Gerechtigkeitssinn, wird mich nicht täuschen.

Dass man mich zielgerichtet belehrt ist einfach unmenschlich und pervers.
Also ich bin weit entfernt von Moralisierung.

Alles schwierig. Und vielleicht auch so gerade gewollt?
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Alt 26.07.2025, 16:21   #22
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Zitat:
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Also ich bin weit entfernt von Moralisierung.


Zitat:
Wie großartig wäre es, wenn du auch etwas Essbares oder Spenden dorthin schickst, genau wie Thunberg mit ihrer Spende, die für diese Bevölkerung genauso viel wert war wie nur ein LKW-Platz. Aber das Herz zählt, und wenn du das tust, wäre es ein Gedicht null Sentimentalismus, voll Tat.
Kein weiterer Kommentar.
Außer ein Hinweis auf den Titel des Gedichts: Er lautet "I have a dream" (bewusst als Bezug auf ein Zitat von Martin Luther King), nicht "I have a solution".
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Alt 26.07.2025, 17:18   #23
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Standard Twiddyfix: "kein Gott, der ihnen sonst nah."

Gott mischt sich nicht immer in die Probleme der Menschen ein, die sie "selbst verursacht" haben, außer wenn seine Kinder, die in Heiligkeit und Hingabe leben, ihn von Herzen darum bitten. Warum wohl?!

Er hat uns den freien Willen gegeben, sodass wir unsere Probleme selbst lösen müssen, da wir sie selbst voll Sünde kreiert haben und weil wir normalerweise gottlos leben: In Gier nach Macht und Mammon. Also wir sind selbst Schuld!!!

Gott ist Liebe doch er ist auch heilig!

Geändert von FreyaAllison (26.07.2025 um 20:07 Uhr)
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Alt 27.07.2025, 08:44   #24
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Ha,ha,ha, überleg doch einmal selbst, was du für einen Quatsch screibst.

"Gott hat uns den freien Willen gegeben?"

Wenn es wirklich so geschehen ist, dann hat Gott, wohlwissend wie der Mensch damit umgehen wird, vorher bereits gewußt, das die Menschen Kriege führen werden, dass sie Morden und vergewaltigen werden, dass sie Kinder töten werden, u.s.w.
Welcher liebende Vater würde seinen Kindern so etwas antun?

Das ist genau so, als würde ich, ein Landwirt, meiner dreijährigen Tochter eine brennende Kerze in die Hand geben und sagen: Geh doch jetzt in die Scheune und such nach den kleinen Kätzchen!"
Was geschieht? Ja, die Scheune brennt ab, samt meiner Tochter und den Kätzchen.
Ich werde angeklagt und verurteilt.
Wer klagt Gott an?
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Alt 27.07.2025, 09:39   #25
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Über die Existenz oder Nicht-Existenz eines freien Willens braucht ihr beiden nicht zu streiten, darüber zerbrechen sich seit jeher die Philosophen und Gehirnforscher den Kopf, ohne bislang zu einem verifizierbaren Ergebnis gekommen zu sein. Und bei der Gottesfrage sollte man sich klar darüber sein, ob man den grauensamen, eifersüchtigen, strafenden Gott des Alten Testaments oder doch eher den Liebe und Vergebung predigenden Gottessohn des Neuen Testaments meint. Oder vielleicht Allah, was ja bei dem Thema, um das es in dem Gedicht geht, das Naheliegendste wäre?
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Alt 27.07.2025, 11:37   #26
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du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Ja, eine unendliche Geschichte, die wir nicht erklären werden können, NIE!
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Alt 29.07.2025, 06:57   #27
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Ich frage mich immer, warum so viele Leute sich Gott als eine Person vorstellen.
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Alt 29.07.2025, 13:59   #28
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sicherlich weil es das Einfachste ist
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Alt 29.07.2025, 15:13   #29
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Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Ich frage mich immer, warum so viele Leute sich Gott als eine Person vorstellen.
Wie denn sonst? Er hat die Menschen nach seinem Bilde geschaffen, lässt sich als Vater anbeten und weist menschliche Eigenschaften auf, wie zornig, eifersüchtig und rachsüchtig zu sein, und er hat einen Sohn gezeugt.
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Alt 29.07.2025, 15:22   #30
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Ich teile dieses Bild nicht, Ilka. Und er „lässt sich" nicht anbeten, weil er eben keine Person ist.

Zitat:
Er hat die Menschen nach seinem Bilde geschaffen, lässt sich als Vater anbeten und weist menschliche Eigenschaften auf, wie zornig, eifersüchtig und rachsüchtig zu sein, und er hat einen Sohn gezeugt.
Ähm, glauben manche Menschen vielleicht.

Ich bin auch schon wieder raus hier, an Diskussionen über Religion beteilige ich mich normalerweise grundsätzlich nicht.
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Alt 29.07.2025, 15:43   #31
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Ich teile dieses Bild nicht, Ilka. Und er „lässt sich" nicht anbeten, weil er eben keine Person ist.
Na ja, da Gott eigentlich nur eine von Menschen in die Welt gesetzte Idee ist, kann es völlig egal sein, wie man ihn sich vorstellt. Angebetet wird er durchaus (Vater unser, der du bist im Himmel ...). Hat mit Religion allein aber nichts zu tun. Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus, auch das sind letztendlich Glaubenslehren. Wie auch der Atheismus. Was man nämlich nicht wissen kann, muss man glauben.
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