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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 28.07.2025, 13:58   #1
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.226

Standard Tinte ist wie Blut

Wer schreibt noch Briefe? Richtige Briefe auf edlem Briefpapier, im Idealfall auf Bütten (das man selbst herstellen könnte). Wer schreibt noch mit Füller und Tinte? Muss aber nicht sein, Kopierpaper tut es auch. Hauptsache, man kann einen Füller navigieren.

Vor nicht allzulange ausgeklungener Zeit (da gab es bereits Schreibmaschinen) galt es als ein Ausdruck von Höflichkeit und höchster Wertschätzung, Briefe handschriftlich zu verfassen. Und es gehörte auch zur Höflichkeit, sich verständlich auszudrücken, nicht sich selbst in den Fokus zu rücken und nicht über Unbill zu jammern, sondern sich nach dem Befinden des Empfängers zu erkundigen und was es diesem mitteilsam wert erscheine, zurückgemeldet zu werden.ü

Einen Vergleich mit heutigen Gepflogenheiten erspare ich mir. Ja, ich bekomme vorgefertigte Geburtsgrüße. Geschenkt und ab in die Versenkung. Hätte sich der Absender sparen können. Ich bin nicht der Feldwebel, der einmal im Jahr zum Geburtstagsdrill aufruft und die Kappe am Helm sehen will, die rausschreit: "Melde gehorsamst: Gratuliert!"

Ich rufe an, suche das persönliche Gespräch und schreibe Briefe mit Tinte. Denn Tinte ist wie Blut: Beide pulsieren.

Was sind eure Erfahrungen? Wie seht ihr das?
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
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Alt 28.07.2025, 19:54   #2
weiblich lostprincess
 
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Dabei seit: 12/2024
Beiträge: 146

Hallo Ilka-Maria,
wenn ich an meine Familie Briefe schreibe, tue ich das immer auf feinem Briefpapier und meist mit einer Feder.
Was die Tinte angeht: Meine ist leider leer, und ich muss demnächst neue kaufen (danke für die Erinnerung).
Meine Familie hat mir beigebracht, handgeschriebene Briefe nicht nur wertzuschätzen, sondern auch selbst zu verfassen.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend
lostprincess
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