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| Sonstiges Gedichte und Experimentelles Diverse Gedichte mit unklarem Thema sowie Experimentelles. |
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#1 |
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Geduldig harrt der Ball dort oben
des Manns, in dessen Arm er sinkt. Die Menge zögert noch zu toben. Noch weiß sie nicht, ob es gelingt. Doch du hast es bereits gesehen, noch eh du ihn geworfen hast. Dein Haus: das ganze Spielgeschehen. Der Cornerback ist nur dein Gast. Du wusstest schon um seine Reise, bevor er sich dazu entschied. Im Chaos stehst du still und weise, egal was um dich her geschieht. Auch wenn man denkt, du kämst zu Fall, hast du bei Druck selbst festen Stand und löst dem Pech zum Trotz den Ball ganz zielbewusst aus deiner Hand. |
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#2 | |
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Hallo Schmuddelkind,
ich hatte keine Ahnung, wer Aaron Rodgers ist. Dank deines Gedichtes und anschließender Recherche weiß ich es jetzt , also nicht schlecht für die Allgemeinbildung.Ich stolpere etwas über die zweite Strophe, V1 und V2. Zitat:
LG DieSilbermöwe |
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#3 |
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Liebe Silbermöwe,
vielen Dank! Für deine Beschäftigung mit dem Gedicht und dass du dir sogar die Zeit genommen hast zur Recherche. Sorry auch, dass ich mir momentan nicht so viel Zeit nehmen kann - irgendwo steht noch mindestens eine Antwort zu einem Kommentar von mir aus. Aber z.Z. verbringe ich ungewöhnlich viel Zeit in der Realität - aber nur, um Inspiration zu sammeln. Versprochen! ![]() Das Stolpern: Das ist immer die Gefahr, wenn man so viele einsilbige Worte benutzt (daher sollte man auch den ersten Vers eines Gedichts nicht ausschließlich oder überwiegend mit einsilbigen Worten beginnen), weil es dadurch metrisch uneindeutig wird und man es nur aus dem Kontext, also aus den vorangegangenen Strophen schließen oder erfühlen kann. Insofern: Nein, soll schon weiterhin Jambus sein, aber kann verstehen, dass es sich nicht so anfühlt, da dieses "doch du" sich vielleicht intuitiv für Manche eher "doch du" liest. Gemeint war aber eher "doch du" - also Du im Gegensatz zu allen Durchschnitts-Quarterbacks. LG Schmuddi |
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#4 | |
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Hallo Schmuddelkind,
viele Dank für die Erklärung und diesen Tipp hier: Zitat:
LG DieSilbermöwe |
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#5 |
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Also, das Problem ist: Einsilbige Wörter sind nicht darauf festgelegt, ob sie betont oder unbetont sind. Man kann sie in einem Satz oft so oder so aussprechen. Denke nur mal an die verschiedenen Möglichkeiten, einen Satz wie "Was hast du gemacht?" auszusprechen:
Was hast du gemacht? Was hast du gemacht? Was hast du gemacht? Aber: 1. Die Betonung ist nicht ganz egal, denn jede Variante dieses Satzes sagt etwas anderes aus über die Motivation des Sprechers (im ersten Satz vielleicht Empörung, im zweiten Satz Überleitung von mir zu dir, im dritten Satz ungläubige Nachfrage). 2. Der Leser hat dann viel Freiheit, den Satz so zu lesen, wie er möchte - und u.U. eben auch so, wie ich es als Autor nicht möchte. Also muss ich ihm Kontext geben, damit er den Satz im richtigen Versmaß liest. Das geht nur, wenn bereits ein Versmaß etabliert ist, in das der Leser die Betonung des Satzes gefühlsmäßig einordnen kann. Wenn ich ein Gedicht aber mit einem solchen Satz beginne, kann es sein, dass der Leser sich ein Versmaß zusammenreimt und dann verwirrt ist, wenn im weiteren Verlauf des Gedichts ein anderes Versmaß nahegelegt wird. |
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