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| Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy. |
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#1 |
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Sobald in dem Schloss auf bewaldeten Hügeln
im Dunkeln der Nächte es Punkt zwölf Uhr schlägt, erklirren die Teller, es knackt an den Stühlen, eh schmerzvolles Wimmern durch Raumfläche fegt. Erwacht unter Augen des mystischen Erdmonds, da streift Meggie Lu auf den Kacheln dahin, bisweilen schaut sie von den Hängen des Balkons, und sucht als Gespenst ohne Rast nach dem Sinn. Wenn sie unbemerkt zwischen Spinnweben wandelt und dabei die Staubschicht vom Boden aufrührt dann sucht sie das Blatt, das von Rückblicken handelt, vom Schlüssel zu einer Schatulle geführt. Sie öffnet und liest, was sie einst hat gegossen, zum Abschied in dieses geknickte Papier, dort steht, dass die Blüten, die in ihr mal sprossen, verwelkten im Finstern von ihrem Quartier. So trat Meggie Lu schließlich in ihren Garten, es wippte die Schaukel an Bäumen im Wind, sie nahm einen Strick, einen festen und harten, und hängte sich auf, für das Sonnenlicht blind. Sie streift so noch immer durchs prunke Gelände, ihr Geist wird wohl nie mehr befreit von der Zeit, wenn sie ihren Brief liest, dann zittern die Hände, ihr Dasein durchflutet von düsterem Leid. |
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