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| Kolumnen, Briefe und Tageseinträge Eure Essays und Glossen, Briefe, Tagebücher und Reiseberichte. |
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#1 |
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Forumsleitung
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Was ich will, gilt nicht. Ich bin Teil einer demokratisch organisierten Gemeinschaft, und da gilt, was die Mehrheit beschließt. Nach diesem Prinzip funktioniert jede demokratische Gemeinschaft, von der Wahl einer Regierung bis zu den Beschlüssen einer Eigentümerversammlung. Doch meistens sind die Wahl und die Beschlüsse weder von Vernunft noch von Klugheit getragen.
Ein Beispiel: In einer Eigentümerversammlung wurde vorgeschlagen, die Schalter für die Beleuchtung in der Tiefgarage außer Kraft zu setzen, weil angeblich Kinder ohne Grund auf die Schalter patschten und somit unnötige Stromkosten verursachten. Die Beleuchtung an den Zugängen zur Tiefgarage, so die Überlegung, sei völlig ausreichend, so dass man auf den Betrieb der Neonröhren verzichten könne. Mein Einwand, es sei besser, die Neonröhren gar nicht abzuschalten, sondern durchbrennen zu lassen, weil die meiste Energie für ihr Einschalten draufgehe, während die Kosten für den Dauerbetrieb minimal wären, wurde überhört. Nur ein Eigentümer wollte die Idee aufgreifen, aber auch ihn überging man. Mehrheitsbeschluss: Licht aus. Nach einem Jahr stellte sich heraus: Kosteneinsparung null sowie Beschwerden der Brandschutzexperten und der Notdienste, man sähe im Ernstfall die Hand vor Augen nicht, was zu justitiablen Konsequenzen führen könne. Unliebsamkeiten wie aus der Hand gefallene Autoschlüssel, nach denen man den Boden abtasten musste, seien dagegen pillepalle. Schwarmintelligenz ist also nicht jedermanns Sache. Doch ist man in eine Gemeinschaft hineingeboren und gar durch Eigentum an sie gekoppelt, zählt die eigene Intelligenz nicht mehr. Die Mehrheit weiß alles besser. Wäre ja noch schöner, wenn jeder weiterhin sein eigenes Süppchen kochen wollte! Was tun? Laufe ich der Herde hinterher, sehe ich nur Ärsche. Laufe ich zurück, komme ich dorthin, wo ich hergekommen bin. Laufe ich nach links oder rechts, nimmt jemand anders dankend meinen Platz ein. In die Luft erheben kann ich mich nicht, denn ich habe keine Flügel. Und in die Erde komme ich früh genug. Strausse sind kluge Vögel. Wenn sie ein Problem haben, stecken sie den Kopf in den Sand. Sie gehen nicht an die Urne und zu keiner Eigentümerversammlung. Ich auch nicht mehr. 30.07.2024 |
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#2 |
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...ja, in den Eigentümerversammlungen werden eben keine schlauen NGOs zu Rate gezogen.
![]() Besser ist es, schon vor der Versammlung mit Gleichgesinnten zu sprechen oder Gleichgesinnte zu gewinnen. Das ist kleine Politik. Vor ein paar Jahren nahm ich an einem Lehrgang teil, in dem wir etwas ähnliches durchspielten (ein Survivalspiel). Die Mehrheit schloss sich dem an, der seine Meinung am überzeugendsten darlegen konnte. Damit sank unsere Überlebenswahrscheinlichkeit um 30%. Irgendwann in tausend Jahren wird die Menschheit vielleicht wissen, womit sie am besten fährt; Demokratie, Technokratie, Räte oder Anarchie. dT |
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#3 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Vielleicht ist das gar nicht nötig. Denn kein bisheriges Wesen auf der Erde ist so überlebensfähig gewesen wie der Mensch. Zig Arten sind ausgestorben und sterben weiterhin aus, nur die Menschheit potentiert sich munter weiter. |
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#4 |
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...da hast du auch wieder recht. Zur Zeit arbeiten wir an mehreren Projekten: Ökostrophe, atomarer Winter, Klimaerwärmung und Ideocracy.
![]() dT |
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#5 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
. Für sie werden die Hauptdurchgangsstraßen gebaut. Typisch, dass die Weltuntergangsszenarien immer dann auf den Tisch kommen, wenn es den Menschen gut geht, aber nicht dort, wo ein Vulkan wirklich ausbricht. Ach ja, da wäre noch der gutgelaunte Esel auf dem Eis. Hals- und Beinbruch ...
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