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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 05.05.2025, 14:54   #1
männlich dunkler Traum
 
Benutzerbild von dunkler Traum
 
Dabei seit: 02/2021
Ort: mit beiden Beinen in den Wolken
Alter: 62
Beiträge: 2.124

Standard Standpunkt

Im fließenden Treibsand den Standpunkt zu wahren,
erschien mir unmöglich, absurd und auch dumm.
Ich lernte zu stehen in all meinen Jahren
auf gar vielen Schultern, die unter mir krumm.

Du blicktest vom Felsen und konntest verharren,
bis dass dann ein Sturm dich unter mich warf.
Noch heut macht dein stolzer Blick dich zum Narren,
ich wechsle den Standpunkt je nach Bedarf.
dunkler Traum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2025, 21:33   #2
gummibaum
 
Dabei seit: 04/2010
Alter: 72
Beiträge: 11.070

Lieber dunkler Traum,

der Inhalt ist klar (aus schwierigen Bedingungen lernt man, aus günstigen nicht). Der Ausdruck wirkt an einigen Stellen suboptimal, das Versmaß ist nicht regelmäßig. Ich mache daher einen Vorschlag, der vielleicht andere Schwächen hat (s.u.).

Sehr gern gelesen.
LG g

Im Treibsand verwegen den Standpunkt zu wahren,
erschien mir unmöglich, absurde und dumm.
Ich lernte zu stehen in all meinen Jahren
auf Schultern und drückte sie unter mir krumm.

Du blicktest vom Felsen und konntest verharren,
bis plötzlich ein Windstoß dich unter mich warf.
Dort hält dich noch heute dein Dünkel zum Narren. -
Ich wechsle den Standpunkt nach meinem Bedarf.
gummibaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2025, 07:40   #3
männlich dunkler Traum
 
Benutzerbild von dunkler Traum
 
Dabei seit: 02/2021
Ort: mit beiden Beinen in den Wolken
Alter: 62
Beiträge: 2.124

Standard danke Gummibaum

... für die investierte Zeit zum Deuten und Umformulieren. Deine Formulierungen des zweiten Verses nehme ich gern an, würde den Windstoß allerdings mit Beben ersetzen.

Ja, Ausdruck und Versmaß gelingen mir beim Schreiben und Redigieren selten perfekt, doch meinte ich, zumindest in der Kernaussage verständlich.
Nun bemerke ich, dass auch hier Mehrdeutigkeit vorliegt. Mir ging es eher um Opportunismus, die Fahne in den Wind hängen, dass man trotz oder wegen eines festen Standpunktes unter die Räder kommen kann.

Schlussendlich wissen wir ja:
Das Leben ist ein Minenfeld, bedenke jeden Schritt.
Nur der bleibt lebend auf der Welt, der stets daneben tritt.

wsT
dT
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