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Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt.

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Alt 10.01.2026, 09:34   #1
weiblich Silver
 
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Dabei seit: 08/2014
Beiträge: 1.230

Standard Der erste Schritt

In meiner kleinen Welt gefangen
kann ich nur durch die Stäbe sehn
und um die Welt da draußen bangen
in der die Mächtigen hinlangen
denn keiner weist sie in die Schranken
wie weit sind sie bereit zu gehn

Am Ende bis in meine Welt
wo Gitterstäbe mich nicht schützen
sie rauben, was ihnen gefällt
zu Machthunger sich Gier gesellt
weil niemand sich entgegenstellt
allein mein Bangen wird nichts nützen

Das Frei sein liegt mir doch im Blut
wer sagt, dass ich gefangen bin
mein Kämpferherz, das schürt die Glut
und in mir drin, da kocht die Wut
Veränderung braucht Tatkraft, Mut
mein Handeln liegt mir nun im Sinn

Geändert von Silver (10.01.2026 um 16:02 Uhr)
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Alt 10.01.2026, 12:47   #2
männlich SchwarzerHund
 
Dabei seit: 12/2025
Beiträge: 60

Hey, liebe Silver

Ich frage das mit aller Sympathie und mit Respekt, aber worin genau besteht dieser erste Schritt? Neugierig by nature, H.
SchwarzerHund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2026, 13:43   #3
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.164

Liebe Silver,

von anderen deiner Gedichte weiß ich, dass du mit Ausdruck und Inhalten besser umgehen kannst. Dieses Gedicht hier holpert nicht nur gewaltig, und das leider bei wenig poetischen Wörtern, sondern es ist auch nicht konsistent.

Um nur einige Beispiele zu nennen: "um das Umfeld" klingt wegen des doppelten "um" nicht schön, sondern stört den Lesefluss. Die Wörter "zulegen" und "zustehen" laufen den Jamben zuwider, da bei ihnen die Betonung auf der ersten Silbe (den Vorsilben) liegt. Verwundert fragt sich der Leser auch, weshalb das Lyrische Ich nicht in seiner Situation alleine bleibt, sondern am Ende ein Lyrisches Du angesprochen wird, das mit allen übrigen Strophen nichts zu tun hat, weder als freier Helfer von außen, noch als Mitgefangener.

Der gesamte Text liest sich wie eine wenig durchdachte und zu schnell umgesetzte Idee. Ich würde sie als Blaupause nehmen und nochmal überarbeiten. Hier böte sich an, es in Gegensatz zu Rilkes "Panther" zu setzen (egal, ob es sich um einen Menschen oder ein Raubtier handelt, das muss nicht klar gesagt werden). Während bei Rilke der Rest an Willen nicht mehr ausreicht, um gegen die Resignation gegenüber der Gefangenschaft anzukommen, könnte dein Lyrisches Ich die Gitterstäbe in einem enormen Willensakt brechen - und zwar aus eigener Kraft, also ohne ein Lyrisches Du. Oder man könnte auf die Geisteskraft abstellen, die trotz der Gefangenschaft ungebrochen bleibt. Nur mal so als weitere Ideen.

LG
Ilka
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Alt 10.01.2026, 15:11   #4
weiblich Silver
 
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Beiträge: 1.230

Standard Danke

Danke SchwarzerHund und Ilka-Maria,

der erste Schritt zur Veränderung ist immer der Schwerste. Auszubrechen aus dem Gewohnten, der vermeintlichen Gefangenschaft. Das Lyrische Ich ist in sich selbst, seinem Denken, gefangen. Das gilt es zu erkennen und sich dann gegen die Verhältnisse aufzulehnen und Gleichgesinnte zu suchen, um den Mächtigen Paroli zu bieten.

Danke Ilka-Maria für die Kritik. Ich habe überarbeitet und hoffe, dass es jetzt schlüssiger und flüssiger ist. Mir reicht es nicht, dass die Willenskraft ungebrochen bleibt, sondern das Lyrische Ich sucht den Weg der Veränderung durch Taten.

Es grüßt Silver
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Alt 10.01.2026, 15:20   #5
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.164

Zitat:
Zitat von Silver Beitrag anzeigen
Ich habe überarbeitet und hoffe, dass es jetzt schlüssiger und flüssiger ist.
Bekommen wir die neue Fassung zu lesen?
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Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2026, 15:32   #6
weiblich Silver
 
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Beiträge: 1.230

Standard Überarbeitet

Da mir die Fassung inhaltlich immer noch zusagt, ich aber die Kritik verstehe und annehme, habe ich das Original an einigen Stellen überarbeitet.

Danke nochmals sagt Silver
Silver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2026, 22:48   #7
männlich SchwarzerHund
 
Dabei seit: 12/2025
Beiträge: 60

Danke für die Einordnung, liebe Silver
Für einen schmerzhaften Moment hatte ich den Eindruck, es könne die absolut bizarre Idee dahinter stehen, dass dieses Gedicht in diesem Forum irgendetwas bewirken könnte. Jetzt bin ich beruhigt.
Schönes Weekend, H.
SchwarzerHund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2026, 00:43   #8
weiblich Silver
 
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Beiträge: 1.230

Der erste Schritt ist getan.
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