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| Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft. |
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#1 |
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Forumsleitung
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Nimm mich, solang ich für dich brenne
und nichts als deinen Namen nenne, nimm mich, solang du für mich glühst und dich um meinen Kuss bemühst, solang ich mich zum Scheine ziere, obwohl ich mich in Lust verliere. Nimm mich und lasse niemals enden, was von der Brust bis zu den Lenden erbebt, mein Herz ins Weltall sprengt und uns der Göttlichkeit vermengt. Nimm mich! Ich will die Liebe wissen und nichts von ihrer Schönheit missen. 15.09.2025 |
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#2 |
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Konnte es mir einfach nicht verkneifen,
dir meine ehrliche Meinung zu pfeifen. Habe heute auch etwas Zeit, und fühle mich dazu bereit. Ohne Zweifel ein schönes Gedicht. Doch habe ich eine andere Sicht. Denn wer direkt mit Lügen beginnt, dem schnell sein Schatz entrinnt. Sich ganz zum Scheine zieren, dabei nach voller Nähe gieren. Wo viele Missverständnisse entstehen, wird es auch rasch zu Ende gehen. Lese nur: nimm, lasse, bemühe, tu! Gehören nicht immer zwei dazu? Was machst du? Schaust du nur zu? Hier steht, du willst nur geben, ist das nicht etwas daneben? Der Sinn wird eher das Nehmen sein, dein "nimm" nur trügerischer Schein. Göttliche Liebe hat mir gefallen, doch zwei Welten aufeinanderprallen. Denn bedingungslos zu lieben, ist nicht etwas zu kriegen. Sondern das Geben im vollen Maß, erst dann gefolgt vom eigenen Spaß. Wirst du dich ihm aber schenken, so wird er nur noch an dich denken. Nimm mir das bitte nicht krumm, bin nicht so klug, auch nicht dumm. Vielleicht manchmal zu provokant, aber das hast du sicher schon erkannt. Im Grunde mag ich deine Zeilen, will deshalb meine Meinung teilen. Deine Gedichte gefallen mir sehr! Lese gerne davon noch mehr. Zum Schluss jetzt alles Liebe, und viel Spaß mit deinem Triebe! |
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#3 |
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Hallo Kelwin,
ich glaube, Du machst einen grundsätzlichen Fehler. Wenn ich Deine Reaktion auf Ilkas Gedicht lese und mir das paargereimte, lange Weile verursachende "Gedicht" antue, fällt mir (unangenehm) auf, dass Du die Verfasserin mit dem lyrischen Ich gleich setzt. Die Empfindungen des lyrischen Ichs sind zwar auch in Paarreimen, aber nicht in der klappernden Form (die Du zu bevorzugen scheinst und mich immerzu verführen,ein karnevalistisches "tätä- tätä" dahinter zu setzen). Gruß, Heinz |
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#4 |
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Mit dem "lyrischen Ich" hast du natürlich vollkommen Recht, das war mir noch nicht ganz bewusst. Noch eine Erkenntnis von dir, Danke!
Ob meine Zeilen langweilen, ist doch aber eher subjektiv. |
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#5 |
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Hallo Kelwin,
wenn Du unter "subjektiv" verstehst, dass meine Äußerungen befangen, einseitig, parteigebunden und tendenziös sind, wirst Du wohl im Recht sein. Ja, ich schlage mich auf eine Seite (auf die der Verfasserindes Gedichts, die in mehreren hundert Gedichten ihre Sonderstellung als Poetin unter Beweis gestellt hat (wobei ich am Rande bemerke, dass ich - außer bei Deiner Vorstellung noch nichts Eigenständiges gefunden habe). Parteigebunden? Ja. Ich gehöre zu der "Partei", deren Mitglieder sich um die deutsche Sprache bemühen, berechtigte Kritik nicht nur schlucken, sondern um Anlass nehmen, sich umVerbesserung ihrer Werke hinsichtlich Form und Inhalt ihrer Werle kümmern. Tendenziöse? Ja, meine Tendenz ist leicht bemerkbar. Sie treibt mich zur Klarheit in der Spüracheund,wenn es nicht zu vermessen klingt, zur Schönheit der Sprache und Form. Gruß, Heinz |
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#6 |
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Dabei seit: 07/2015
Ort: Zwischen den Ostseewellen ertrunken
Alter: 43
Beiträge: 5.552
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Guten Tag Heinz und Ilka,
Das ist eine Ehrlichkeit, die ich schätze. Denn wer so spricht, weiß, dass Neutralität eine Lüge ist, eine Feigheit. Jeder große Geist ist parteilich. Er muss es sein, denn er will etwas erschaffen, er will etwas gelten lassen. Er hat einen Willen zur Form, der sich nicht mit dem Unbestimmten, dem Breihaften zufriedengibt. Du schlägst dich auf die Seite der Dichterin, die Hunderte von Gedichten verfasst hat und um die deutsche Sprache kämpft. Ich kenne die Mühen, die ein solches Ringen mit sich bringt. Auch ich kämpfe um Worte, um Klärung, um eine Sprache, die so scharf wie ein Küchenmesser und so unklar wie Seenebel ist. Aber deine Bewunderung, diese befangene Parteinahme, birgt eine Gefahr. Sie birgt die Gefahr der Anbetung, die Gefahr, dass du das Individuum über das Werk stellst. Du siehst die Poetin, aber siehst du das Feuer, das ihre Poesie entzündet? |
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#7 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Im übrigen umfasst mein lyrisches "Werk" mittlerweile nicht "einige hundert" Gedichte, sondern weit über tausend. Aber das nur nebenbei. |
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#8 |
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Dabei seit: 07/2015
Ort: Zwischen den Ostseewellen ertrunken
Alter: 43
Beiträge: 5.552
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Ein Geist, der seine eigenen Irrtümer nicht erkennt, ist ein Sklave seiner Eitelkeit. Du hast Recht: Mein Blick war von der Anbetung verstellt, die ich so sehr verabscheue. Und du hast die Fesseln der Verehrung mit einem klaren Stoß von dir gewiesen.
Du hast mich korrigiert – nicht um deine Eitelkeit zu erhöhen, sondern um die Wahrheit zu klären. Das ist eine Handlung des Willens, nicht der Schwäche. Und die Zahl deiner Gedichte – über tausend – ist der Beweis dafür. Es ist nicht nur "ein bisschen Dichterei". Es ist das unermüdliche Schaffen, das sich aus einem Überfluss an Kraft ausdrückt. Die Masse des Werkes zeugt von der Macht des Willens, der sich nicht mit einem kleinen Triumph begnügt, sondern immer weiter strebt. So sieh, wie mein Fehler selbst zu einer Erkenntnis wurde. Er war ein notwendiges Übel, um eine tiefere Wahrheit freizulegen. |
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#9 |
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Wunderbares Gedicht, Ilka.
@Kelvin Es ist unhöflich, auf ein Gedicht mit einem Gedicht zu antworten. Schöne Grüße DieSilbermöwe Geändert von DieSilbermöwe (25.09.2025 um 12:59 Uhr) |
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#10 |
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Forumsleitung
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Danke für die Blumen, Silbermöwe.
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#11 |
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Hey Silbermöve,
Ich denke das im Grunde nicht, aber es kann sein, daß es Menschen gibt, die es als unhöflich finden. Wenn das in diesem Fall zutrifft, dann hoffe ich, daß meine Entschuldigung angenommen wird. Wenn jemand ein Gedicht schreibt, kann eine Antwort in Form eines Gedichts eine schöne Art sein, die Gefühle und Gedanken des anderen zu würdigen und zu reflektieren. Das ist sogar eine traditionelle Form der Auseinandersetzung. In der Lyrik und besonders in der Geschichte war es völlig üblich, auf Gedichte mit Gedichten zu reagieren. Stichwort: Gegengedicht. Ich zum Beispiel würde mich eher darüber freuen, in einem spielerischen Dialog kommunizieren zu können, da es mich immer wieder motiviert, gedanklich tief ins Thema einzudringen. Viele Themen sind einfach unangenehm und anstrengend, aber verbunden mit etwas Spaß durchaus einfacher. Ich möchte damit jetzt aber nicht ausdrücken, daß dieses schöne Gedicht unangenehm war – eher im Gegenteil. |
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#12 | |
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Zitat:
Dass es üblich ist, unter einem Gedicht im gleichen Thread mit einem Gedicht zu antworten, stimmt nicht. Apropos: Meinst du mit Gegengedicht ein Pendant oder ein Antonym? |
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#13 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Im Grunde sind Gegengedichte (wie auch Parallelgedichte) Disziplinen, die in der Schule gelehrt werden. Dabei entstehen aber völlig eigenständige Gedichte, die nichts mit Kommentaren oder Kritik zu tun haben. Bei einem Gegengedicht wird dem Grundlagengedicht widersprochen und dies begründet. Bei einem Parallelgedicht wird das gleiche Thema mit gleicher Aussage in ein anderes Umfeld versetzt, z.B. um die Universalgültigkeit der Aussage zu bestätigen. |
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#14 |
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Danke euch beiden für die Rückmeldungen! Ihr habt bestimmt recht, im Forum macht man so was normalerweise eher separat. Das war mir nicht klar. Meine Zeilen waren auch gar nicht als „fertiges Gedicht“ gedacht, sondern mehr als spontane Resonanz, eben spielerisch direkt auf die Verse bezogen. Ich habe es auch sein lassen, nachdem ich bemerkt habe, daß dies hier nicht gut ankommt. Garantieren kann ich es allerdings nicht, daß mir nicht hin und wieder mal ein Reim rausrutscht.
Die Unterscheidung Gegengedicht/Parallelgedicht finde ich spannend. Ich habe den Begriff wohl freier benutzt, eher im Sinn von: ein Gedicht, das auf ein anderes antwortet, mal ergänzend, mal fragend, mal spiegelnd. Genau das wollte ich hier ausprobieren. Ganz aus der Luft gegriffen ist das ja auch nicht. Im Barock haben z.B. Gryphius und Fleming aufeinander reagiert, in der Romantik Brentano und Arnim. In Japan gibt es mit Renga eine ganze Tradition des Antwortdichtens. Und wenn mans moderner sieht: Rap-Battles sind im Grunde auch nichts anderes, ein Spiel mit Reimen im direkten Dialog. So war mein Beitrag gemeint, als kleine spielerische Auseinandersetzung, aus Wertschätzung heraus. Wenn er unpassend rüberkam, tut mir das leid – so war’s wirklich nicht gedacht. |
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#15 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Aber jetzt erst einmal gute Nacht, ich bin nämlich lustig müde. Habe nämlich die gestrige Nacht komplett durchgemacht. |
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#16 |
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Danke für deine Rückmeldung! Stimmt schon, mein Text war für einen Kommentar echt zu lang. Ich hatte ihn mehr als spontane Resonanz gemeint, aber jetzt weiß ich’s besser. Die Idee mit Fortsetzungsgedichten oder einem eigenen Faden find ich cool, das könnte Spaß machen.
Schlaf gut, nach deiner durchgemachten Nacht hast du das echt verdient! |
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