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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 10.09.2025, 18:46   #1
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
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Beiträge: 33.164

Standard Vorbei ist vorbei

Gut war ich immer im Verzeihen,
mit Tatsachen mich abzufinden,
statt mich mit Zweifeln zu kasteien
und mich in Schuldgefühl zu winden.

Drum ließ ich dich des Weges ziehen
und fragte nicht nach deinem Grund.
Der Drang in dir befahl, zu fliehen,
doch küsstest du mir noch den Mund.

Vielleicht kehrst du zu mir zurück,
wenn du dich selbst gefunden hast.
Wärst du für mich das große Glück?
Wohl eher nur ein Wandergast.

10.09.2025
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Alt 12.09.2025, 17:52   #2
männlich Anaximandala
 
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Beiträge: 1.366

Standard Hallo Ilka

Dein Gedicht gefällt mir gut!

Unabhängig davon, dass es - zumindest wie ich es gerade assoziiere - kein stilvoller Abgang ist, jemanden zu verlassen, aber sich die Tür offen zu halten mit etwas Nichtssagendem wie Ich müsste mich nur selber finden, da komme ich vielleicht zu dir zurück, ist es meistens doch eher so, dass jemand, der zurückkehrt, es nicht tut, weil er sich selbst gefunden hat, sondern es eher aus Mangel an Alternativen tut.

Reisende soll man nicht aufhalten, heißt es doch so schön - und wer gestern lieber reisen ging, anstatt an etwas zu arbeiten, der wird es morgen vermutlich wieder tun.

Liebe Grüße
Delf
Anaximandala ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.09.2025, 11:47   #3
weiblich Ilka-Maria
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Ort: Arrival City
Beiträge: 33.164

Zitat:
Zitat von Anaximandala Beitrag anzeigen
Unabhängig davon, dass es - zumindest wie ich es gerade assoziiere - kein stilvoller Abgang ist, ...
Wie Menschen, die sich verbunden waren, auseinandergehen, ist nur selten "stilvoll", wobei man man in solchen Situationen viel unter "stilvoll" verstehen kann, von "ehrlich" und "fair" (was dem/der Verlassenen vielleicht ein wenig Trost gibt, aber den Schmerz nicht lindert) bis hin zu Einvernehmen und einem Tschüs nach einem letzten Glas gemeinsam genossenen Weins.

Bei solchen gravierenden Einschnitten, die selten bei den Betroffenen ausbalanciert (gleich empfunden und zur gleichen Zeit) stattfinden, sind zu viele Emotionen im Spiel, um "stilvoll" durchlebt zu werden. Enttäuschung, Kränkung, Entzug von Liebe und das Gefühl, die Kontrolle über das bisherige Leben zu verlieren, sind zu machtvoll, um negative Gefühle zurückzuhalten: Man klagt, weint, bittet, beschwört und erniedrigt sich. Wenn das nicht hilft, wachsen Bitterkeit, Gemeinheit und Rachsucht. Übrig bleibt die Missgunst gegenüber demjenigen, der gegangen ist. Wehe ihm, käme er/sie reuemütig zurück.

Zitat:
Zitat von Anaximandala Beitrag anzeigen
... dass jemand, der zurückkehrt, es nicht tut, weil er sich selbst gefunden hat, sondern es eher aus Mangel an Alternativen tut.
Vielleicht auch aus der Erkenntnis, dass das neue Pferd oder die edlere Stute ein schlechter Kauf war. Jeden Klepper kann man zu einem Paradepferd schmücken, das Werbung für einen Zirkus macht, wenn man ihm genügend "Lametta" umhängt und ihm einen Rosenstrauß ins Maul stopft. Wenn es an die Kunst in der Arena geht, wirst du diesen Klepper nicht sehen. Der war nur zum Anschauen da, nicht für das tägliche Training und die Vorstellung, die den Lebensunterhalt verdient.

Aber danke für dein Feedback und deine Sicht auf das Thema.

LG
Ilka
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