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Alt 08.02.2025, 14:37   #1
weiblich Ninle92
 
Dabei seit: 10/2021
Beiträge: 16

Standard Der Weg

Du liegst im Bett sprichst kein Wort. Du erwartest, dass ich den Raum verlasse. Mittlerweile fällt es mir viel leichter, die Türen hinter mir zu schließen und zu erkennen, dass es keinen Sinn mehr macht.

Jedes meiner Worte versinkt in dem tiefen Sumpf in deiner Brust, mit dem ich nichts zu tun habe. Ich hindere mich selbst daran, mir die Wunden zufügen zu lassen, die du auf meiner Seele mit deinem Schweigen zufügst. Taten sind Taten. Dein Stummes Dasein ist jedoch schwärzer als jede mir bekannte Nacht. Wenn ich mich fallen lasse, ahne ich bereits, dass mich bald das Ende der Freude ereilen wird. Ich versuche dann schnell meine schützende Rüstung anzuziehen. Doch immer und ganz unerwartet, bist du schneller als der Blitz. Und so trifft es mich, tief und erschütternd, mitten in mein Herz.

So mache ich immer meinen Spaziergang, kenne diese Wege schon, die ich erkunde, wenn du mich nicht in deiner Nähe haben willst. Jeder Baum und jeder Graben ist mir bekannt, verleiht mir Sicherheit, die ich bei dir nicht habe. Hier weiß ich, was ich zu erwarten habe, bei jedem Wetter. Vom Weinen laufe ich zur inneren Neutralität. Ich gebe nicht auf, immer und immer wieder werde ich gehen. Keine Angst vor dem Morgen und was dann kommt.

Ich folge meinem inneren Polarlicht, bis ich mich wieder zusammensetze und dich eines Tages verlassen kann.
Ninle92 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2025, 22:11   #2
männlich Ex-Tanqueray
abgemeldet
 
Dabei seit: 12/2024
Alter: 48
Beiträge: 100

"Ich folge meinem inneren Polarlicht, bis ich mich wieder zusammensetze und dich eines Tages verlassen kann."

Auf eine bestimmte Art alles,... tieftraurig, melancholisch, schön, hoffnungslos, hoffnungsvoll.
Ex-Tanqueray ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2025, 22:49   #3
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 33.205

Zitat:
Zitat von Ninle92 Beitrag anzeigen
Du liegst im Bett sprichst kein Wort. Du erwartest, dass ich den Raum verlasse. Mittlerweile fällt es mir viel leichter, die Türen hinter mir zu schließen und zu erkennen, dass es keinen Sinn mehr macht.
Sehr gut! Bravo!
Aber was soll die Salbaderei hinterher noch?
Wie passt das zusammen?

Auf einmal liegt die jämmerliche, getretene Liebe doch wieder am Boden, windet sich und ergeht sich in Aufarbeitung?

Dazu fehlen mir die Worte.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
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