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| Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt. |
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#1 |
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Wenn wir zittern, beben, schwitzen,
zwischen allen Stühlen sitzen, wenn die Angst in uns aufsteigt, und kein Ausweg mehr sich zeigt, wenn es kommt zu starken Stürmen, wenn Probleme sich auftürmen, wenn es nicht mehr weitergeht, alles lähmend stille steht, wenn’s ein Zurück schon nicht mehr gibt, wenn man fühlt, man ist besiegt, wenn unser Boden wankt und bebt, man über’m Abgrund ängstlich schwebt, gilt es Ruhe zu bewahren, nicht in Panik weiterfahren, stille steh’n und wachsam sein, bereit zu allem ungemein, sich halten und nicht abzurutschen, den Moment einfach zu nutzen |
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#2 |
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Forumsleitung
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Zu einfach. Es gibt kein Einheitsrezept für alle Gefahrenmomente.
Wer hat eher den Anschlag auf das World Trade Center überlebt? Diejenigen, die auf die Durchsagen gehört hatten, die Ruhe zu bewahren? Oder dienjenigen, die sofort den Abstieg durch die Treppenhäuser gesucht hatten? Maximal 40 Minuten Zeit, um die Stufen von ca. 80 Etagen nach unten zu schaffen, dabei mehrfach die verrauchten Treppenhäuser zu wecheln und gehunfähige Menschen samt Rollstuhl mit hinuntertragen. Die Ruhe zu bewahren ist relativ. Die Menschen, die runtergingen, waren mehrheitlich ruhig. Sie wussten ja nicht genau, was los war. Hätten sie es gewusst, wären sie gesprungen wie die Kängurus. Aber in Unkenntis taten sie das Naheliegende: Sie wichen dem Qualm aus und versuchten, unter freien Himmel zu kommen. Und wer unterwegs Hilfe brauchte, den nahmen sie mit. Hätte die Menschheit immer die Ruhe bewahrt, wäre sie längst ausgestorben. Dazu waren die Gefahren auf diesem Planeten zu grandios und zu unberechenbar gewesen, ebenfalls die Attacken durch Feinde. Ruhe bewahren setzt gleiche Kräfte voraus, dann ist zu verhandeln möglich. Ansonsten gilt: Unruhe! Flucht oder Kampf. Okay, man kann sich noch totstellen. Aber dann wäre ich lieber die Schlange als das Kaninchen. Kaninchen sind nämlich immer die Opfer, weil sie ihre Nase nicht stillhalten können. |
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#3 |
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Nein, ein Rezept gibt es nicht. Aber Erfahrungswerte. Ruhe ist kein Allheilmittel, Unruhe noch weniger. Man muss es selbst herausbekommen, womit man letztlich besser fährt.
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#4 |
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Forumsleitung
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Das ist wahr. Besonders in einem Punkt liegt dein Gedicht - gut geschrieben - richtig: Aus Angst in Panik zu verfallen führt nicht zur Lösung von Problemen. Was an deinem Gedicht gefällt, ist die psychologisch treffende Beschreibung, wie sich ein Mensch fühlt, wenn er den Weg zur Lösung noch nicht zu erkennen vermag. Du hast dich nicht mit Allgemeinplätzen begnügt, sondern herausgearbeitet, in welchen Facetten die Bedrohung an einem nagt. Und ganz ohne den Ton der Belehrung, sondern wie aus eigener Erfahrung.
Aber wie bereits im Kommentar zuvor gesagt: Manchmal ist der Adrenalinstoß besser. Wenn jemand "Feuer" schreit oder der Säbelzahntiger vor einem auftaucht, gibt es nur eins: Losrennen! Das kann mächtig ins Auge gehen, aber eine bessere Lösung gibt es in einem solchen Moment nicht. LG Ilka |
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| Lesezeichen für In der Ruhe liegt die Kraft |
| Stichworte |
| angst, augenblick, ruhe |
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