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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 03.12.2025, 17:04   #1
weiblich DieSilbermöwe
 
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Standard Schicksalsplan

Das muss wohl große Liebe sein
Gemeinsam in den Tod hinein
Akribisch alles vorgeplant
Schritt man zu einer solchen Tat

Es stand schon Jahre der Entschluss
Weil man ja nun mal sterben muss
Wann wird unsere Sache sein
Wir sterben eben nicht allein
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Alt 03.12.2025, 17:24   #2
männlich TravisBeamer
 
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Geht es da um die Kessler-Zwillinge?
Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, ob es denn gut ist, dass sowas in Deutschland verboten ist oder nicht, bin aber noch zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen. Wahrscheinlich gilt auch hier: Muss jeder selber wissen.
Ich könnte es nicht, meinen eigenen Tod zu planen. Wenn dann würde ich mich wohl aus dem Affekt heraus umbringen, aber das alles so zu regeln, ist wohl nicht meins.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 03.12.2025, 17:31   #3
weiblich DieSilbermöwe
 
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Du hast recht, der geplante Tod der beiden hat mich total schockiert.
Ich verstehe es jedenfalls nicht, wie man ohne wirkliche Not so etwas machen kann.
Übrigens ist in dem Fall der Tod keineswegs umsonst, so viel ich darüber gelesen habe, muss man da vorher einiges zahlen. Für nicht begüterte Leute ist es also sowieso nichts.

Auch die Berichterstattung darüber hat mich abgestoßen. Man nimmt ein tödliches „Medikament" ein. Hallo? Medikamente sind dafür da, Leben zu retten und zu helfen, man sollte dieser Sache hier zumindest einen anderen Namen geben.
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Alt 03.12.2025, 17:42   #4
männlich TravisBeamer
 
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Ich habe das nur am Rande mitgekriegt.
Von den Zwillingen habe ich vorher glaub ich noch nie was gehört.
Es ist definitiv grenzwertig.
Nur wer bin ich, um Leuten vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.
Man muss es ja nicht nachmachen.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 03.12.2025, 17:43   #5
weiblich DieSilbermöwe
 
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Es geht nicht ums Vorschreiben. Aber ich muss es trotzdem nicht gut finden.

Zitat:
Von den Zwillingen habe ich vorher glaub ich noch nie was gehört.
Ich schon, sie waren in meiner Jugend noch sehr bekannt.
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Alt 03.12.2025, 17:48   #6
männlich TravisBeamer
 
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Ja stimmt schon. Es hat schon was komisches, sich Sachen reinzupfeifen wie verurteilte Mörder in Ländern, wo es die Todesstrafe noch gibt.
Naja. Aber ich denke trotzdem, dass man es für sich entscheiden können sollte.

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 03.12.2025, 17:49   #7
weiblich DieSilbermöwe
 
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Kann man ja, das ist in Deutschland nicht verboten.
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Alt 03.12.2025, 17:51   #8
männlich TravisBeamer
 
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Ich dachte dafür muss man in die Schweiz.
Wurde das geändert?

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 03.12.2025, 18:06   #9
weiblich DieSilbermöwe
 
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Weiß ich nicht, ob da was geändert wurde, aber in Deutschland ist begleitete Sterbehilfe im Gegensatz zu aktiver Sterbehilfe erlaubt.
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Alt 03.12.2025, 18:09   #10
männlich TravisBeamer
 
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Okay. Naja. Nicht meine Welt.^^

Freundliche Grüße,
Travis Beamer
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Alt 11.01.2026, 23:48   #11
männlich Hossa
 
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Moin Silbermöwe,

ein Thema, das durchaus diskussionswürdig ist. Ich bin der Meinung, dass Sterbehilfe auf jeden Fall eine gute Sache ist, wenn bestimmte Umstände bei klarem Verstand notariell festgelegt werden. Mein Patenonkel ist damals unnötig lange und qualvoll an Krebs zu Grunde gegangen. Ich hätte ihm diese Abkürzung gewünscht.

Lieben Gruß
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Alt 15.02.2026, 14:10   #12
weiblich DieSilbermöwe
 
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Lieber Hossa,

das verstehe ich, doch darum geht es in meinem Gedicht gar nicht,

Habe verschiedene Links dazu durchgelesen, hier ist durchaus etwas Interessantes zu finden:


https://www.deutschlandfunk.de/kessl...entar-100.html

LG DieSilbermöwe
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Alt 16.02.2026, 13:00   #13
weiblich Ilka-Maria
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Der Deutschlandfunk hat sich eindringlich mit dem Thema auseinandergesetzt, das Fazit des Beitrags mag mir allerdings nicht schmecken, das da lautet:

Zitat:
Damit zurück zu den Kesslers. Ihr Fall scheint mir eine Art Etikettenschwindel zu sein. Denn wer ihn als gelungenes Beispiel für den Service von Sterbehilfeorganisationen hinstellt, übersieht, dass uns am Sterben der beiden nicht das Geplante, sondern etwas anderes fasziniert. Nämlich das Faktum des Doppelsuizids. Noch im Äußersten begehren sie, zusammenzubleiben. Keine will die andere überleben: Das ist ganz der romantische Liebestod. Ein Tod, der angesichts der ikonischen Symmetrie der beiden Doppelschönheiten irgendwie auch in ästhetischer Hinsicht ihr Lebenswerk – als ein gemeinsames – besiegelt.
Wie kommt der Autor auf Schlussfolgerungen wie "Etikettenschwindel" und "romantischer Liebestod"? Woran macht er sie fest? Das ist Meinung perfider Art. Was die Kesslers zu ihrem Doppelsuizid veranlasst hat, bleibt ihr Geheimnis, denn sie werden nicht alle Beweggründe an die große Glocke gehängt haben. Weshalb hätten sie das auch tun sollen? Es gibt allerdings genügend Gründe, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, und das weiß jeder. Da wäre z.B. der Widerwille gegen langes Siechtum, Hilflosigkeit und Angewiesensein auf ständige Pflege, damit einhergehend möglicherweise Immobilität, Wundliegen, Pergamenthaut mit ständigen Reißwunden und Verschorfungen, Organversagen (was Krankenhausaufenthalt und den Anschluss an Geräte mit sich bringen könnte), Verlust des Sinns am Weiterleben, Demenz und Verlust der Identität und somit Verlust der Kontrolle über sich selbst. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe eine Mutter, die in diesem Mai 97 Jahre alt wird und diese Zustände teilweise über sich ergehen lassen muss.

Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen Gunter Sachs habe - noch keine 80 Jahre alt - sein Ableben "romantisieren" wollen, weil er immer im Rampenlicht gestanden hatte. Die Nachricht rief allgemeines Entsetzen hervor, denn seine Begründung war schlicht Angst vor Alzheimer (wofür es keinen Befund gab) . Aber er war eben kein schillernder Zwilling wie die Kesslers. Die beiden waren im Showgeschäft einzigartig, eine Ausnahme. Das ist aber kein Grund, ihnen einen "romantisierten" Lebens- bzw. Todesentwurf zu unterstellen. Der einzige, der hier die romantische Leier zupft, ist der Autor des Deutschlandfunks.

Und noch etwas zum Abschluss:

Einige User im Forum erinnern sich bestimmt noch an Thing. Am Tag ihres Todes rief mich ihre Zwillingsschwester an und informierte mich. Unter anderem sagte sie: "Ich fühle mich nur noch wie ein halber Mensch." Die Verbundenheit von Zwillingen ist nicht zu unterschätzen. Im Leben dieser beiden Frauen sind viele dramatische, hollywood-reife Dinge geschehnen, die andere Geschwister auseinandergebracht, vielleicht sogar zu Todfeinden gemacht hätten. Nicht bei Thing und ihrer Zwillingsschwester.

Darüber sollte man nachdenken, bevor man glaubt, sich über die Kesslers ein Urteil erlauben zu können.

LG
Ilka
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
http://www.poetry.de/group.php?groupid=24
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