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| Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken. |
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#1 |
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In einer Bar im Nirgendwo vom trocknen Sand der Wüste,
wo eine Lampe schummrig in den Nachtwindböen quietscht, versteckt ein Mann, mit Namen Charlie, heimliche Gelüste und schaut auf seinen Tabakrauch, wie er durchs Zimmer schießt. Allein ist er in diesem Raum, nur mit der jungen Barfrau, die ihren Oberbau im Kleid dezent, doch schelmisch zeigt, die Luft ist von dem heißen Tag noch immer schwül und ganz rau, und er sitzt da mit einem Bier, er nimmt es, trinkt und schweigt. Auf einmal kommt ein andrer Mann mit etwa gleichem Alter hinein in diese Bar und sagt, dass er ihr Vater sei, er hängt die schwer verfranzte Weste eingangs an den Halter, die Frau gibt ihm nen warmen Blick und schließlich sind sie drei. Als Dieser in dem Dämmerlicht sich neugierig erkundigt, wie es denn hinterm Tresen war und was sie noch so macht, erscheint das Bier für Charlie unvermittelt nicht mehr mundig, als hätt der Andre Fliegendreck ins kleine Glas gebracht. Vor Wochen ging er kummertrunken über trockne Dünen und ferne Felder in die Berge hin zur Seherin man sagt, sie sieht in ihrer Kugel alle Menschenbühnen und gibt so manch Getriebenem von Neuem einen Sinn. Den tiefen Süden solle Charlie nächsten Vollmond suchen und in jener Spelunke dort manch Bierpaletten heben, der nächsten Gast, der sie betritt, den könne er verfluchen denn der beendete im Sand einst seines Sohnes Leben. So schaut er nun ins Augenpaar vom mutmaßlichen Mörder, bedächtig nimmt er den Revolver, schießt und das Blut spritzt, die Kugeln treffen schroff den hin zum Grund versackten Körper, dann sieht er, dass im Kneipeneck noch jemand lautlos sitzt. |
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#2 |
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abgemeldet
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Hey
Absolut spannend. Nur der Plot... ? Woher kam der Mensch in der Kneipenecke? Eigentlich hat der Protagonist die Vorgabe der Seherin ja 1:1 umgesetzt? LGT |
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#3 |
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Naja es könnte sein, dass der Vierte vor dem Dritten reingekommen ist und Charlie den Falschen erwischt hat. Die Möglichkeit besteht zumindest.^^
Danke für deinen Kommentar, Tanqueray. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#4 |
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abgemeldet
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Schade, für meinen Geschmack etwas zu viel "könnte sein, dass...", dadurch verliert die Story imho ein wenig am griechischen-Drama-Potenzial, ... der Held erfüllt vermeintlich die Prophezeihung, aber jemand/etwas hat ihn trotzdem ins Verderben gestossen... da wäre mir noch das "wer", "warum" und "wie" wichtig gewesen, zumindest angerissen. Dennoch sehr gern gelesen, T.
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#5 |
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Naja ich finde es persönlich spannend, dass es offen bleibt.
Noch mehr erklären wollte ich nicht. Das Gedicht ist lang genug. Liest doch sonst keiner.^^ Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#6 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Den Konjunktiv "könnte" habe ich nur einmal feststellen können, ansonsten wurde er umgangen, wo er richtig gewesen wäre (vor allem bei der nichtwörtlichen Rede). Aber richtig verwendet hätten sich Schwierigkeiten beim Reimen ergeben. Metrisch holpert das Gedicht an etlichen Stellen, und auch manche Ausdrücke sind etwas unelegant. Zum Beispiel heißt es nicht "Mann mit gleichem Alter", sondern "Mann in gleichem Alter" (oder auch "Mann gleichen Alters). Und auch nicht "Augenpaar vom mutmaßlichen Mörder", sondern "Augenpaar des mutmaßlichen Mörders". Besten Gruß Ilka |
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#7 |
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Wo holpert es denn deiner Meinung nach?
Das würde mich interessieren. Freundliche Grüße, Travis Beamer |
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#8 |
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abgemeldet
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"Allerdings sagt die Wahrsagerin, es sei der Gast, der als nächster die Kneipe betritt; von einem bereits anwesenden Gast ist bei ihr nicht die Rede."
Exakt, es ist der zentrale Punkt der Story, der offen bleibt.... hat mit Länge nichts zu tun. Aber wenn das eine bewusste Entscheidung des Autors ist, und kein Missverständnis, alles gut. T. |
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