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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 19.06.2025, 12:00   #1
männlich Naberius
 
Dabei seit: 12/2023
Ort: Zero
Beiträge: 23

Standard Testament: Naberius – Akt 1

Geist über Materie, Multiperspektive
Es folgt die nächste Serie, vor Hass und Stolz kommt Liebe
Die geistige Maschine, Naberius, der Dichter
Am Ende des Tunnels sind die Todeslichter
Er hat drei Gesichter, die Stimme ist heiser
Trotzdem sind die der anderen leiser
Und egal, was sie reden, er kann sie widerlegen
Er kann sie lyrisch flachlegen oder rhetorisch zersägen
Das alles ist für ihn keinerlei Problem
Das Problem haben die anderen, wenn sie die Wahrheit nicht verstehen
Die meisten Menschen sind ich-fixiert, skrupellos und ignorant
Bedeutungsmonoton wie ein Piktogramm, nach außen gekehrt, weil sie kein Leben haben
Beim anderen ist die Welt verkehrt, er ist in sich gekehrt, vom Leben beschwert
Und während sich in ihm das Chaos vermehrt, glauben die anderen, sie wären mehr wert
In echt wurden sie vor der Erschwernis verschont
Doch ohne Prüfung werden sie nicht belohnt
Ohne Verständnis kann man nicht verstehen
Und ohne zu verstehen kann man nicht bestehen
Viele sind entsetzt vom metaphysischen Gesetz
Sekuliert man Körper-Geist, entsteht das Hier und Jetzt
Erst wenn der Kopf schweigt zur physischen Welt
Kommt der Moment, in dem man die Zeichen der Geister erhält
Bei Inkantation spricht dann Naberius zu mir:
„Die anderen sind nur Schafe – und Schafe fressen wir.“
Sie laufen in der Herde und stehen auf der Weide
Wir überrennen sie wie Pferde – und sie stehen in der Kreide
Der Schäfer fürchtet Wölfe – doch wir sind Dämonen
Er versucht zu bannen – der Kerberos, das Omen
Doch es will nicht klappen – sein Totem ist am Brennen
Am Baum des Lebens, Garten Eden, geht er sich erhängen
Wir reißen seine Herde, zerbrechen für Longinus die Lanze
Und schmeißen die Fragmente auf Babylon, die Schanze
Mit Nebukadnezar, seinem Schlüssel, öffnen wir die Büchse der Pandora
Und machen 50:50 auf Sodom und Gomorra
Zusammen mit vier Reitern stehen wir an der Klippe
Und aus Langeweile nehmen wir Legion auf die Schippe
Er ist zwar viele – doch vielmehr ist jetzt meins
Das war Testament: Naberius, Akt 1
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Stichworte
dämonen, leben, mensch

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