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| Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen. |
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#1 |
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Forumsleitung
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Zeit vergeht nicht. Ich verbring sie,
und zwar klug und effizient, brech mein Tun nicht über's Knie, Hektik ist nicht mein Patent. Zeit verfließt nicht. In ihr schwimm ich wie ein Tropfen in der See, ohne gestern, stets, alltäglich auf des Lebens Welttournee. Zeit beraubt nicht. Ich erfreu mich, mit ihr alt und jung zu sein, ihr zu grämen wäre nebbich und nur unnütz Seelenpein. 27.07.2023 |
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#2 |
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Lb. Ilka-Maria,
Zeit ist das Geschehen (Veränderung) des Seins und als solche eine Eigenschaft, die nichts bewirken kann. Deine Zeit ist also die Veränderung des von Dir Wahrgenommenen (Erlebten), was Du auch aktiv (bewusst oder unbewusst) mitgestaltest. Wenn Du sie verbringst handelt es sich um eine aktive Mitgestaltung. Hier hast Du ein interessantes Thema aufgegriffen zu welchem es noch viel zu sagen gäbe. LG Hans |
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#3 |
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der Zeit zu grämen wäre tatsächlich neppich (schade bzw. dumm), denn
sie ist das Perpetuum Mobile des Lebens, ohne sie würden wir wie Dornröschen verharren. Also lass sie uns wie das LI nutzen und bis zur letzten Sekunde genießen. ![]() Gern reflektiert und LG Perry |
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#4 |
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Liebe Ilka-Maria,
was soll ich der Weltklugheit unseres Hansemanns entgegen setzen? Mir gefallen Deine Gedanken zur Zeit, ich befürchte nur (aber das gilt nur für mich), dass ich sie allzu oft vertrödle und das Gebot "carpe diem" mir zu selten ins Gedächtnis rufe. Liebe Grüße, Heinz |
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#5 |
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Hallo Ilka-Maria!
Beim Rumstöbern in "Poetry.de", bin ich zufällig (?) bei deinem Gedicht: "Konstante der Zeit!“ hängen geblieben (du hast es im Sommer letztes Jahres verfasst). In diesem Gedicht stellt sich dein Lyrisches Ich in sehr betonter Weise gegen drei Eigenschaften, die wir der „Zeit“ gerne und gewohnheitsmäßig unterstellen. Das Lyrische Ich negiert diese Zuordnungen: „Zeit vergeht nicht …“, sie „verfließt nicht … und sie „beraubt nicht ...“ Die dreifache Anapher ("Zeit", "Zeit", "Zeit") unterstreicht, wie wichtig es dem Lyrischen Ich ist, sich den konventionellen Zuschreibungen zu verweigern. Deine Ausführungen erinnern mich an die Ideenlehre von Plato. Platonische „Ideen“ wie „Schönheit“, „Wahrheit“, „Redlichkeit“, der „Mensch“ sind ihm keine bloßen, geistigen Objekte der Sinnestätigkeit. Sie sind die „wirkliche Welt“. Sie liegen einer oberflächlichen Sicht als wirksame Urbilder zugrunde. „Ohne die Lebe ist alles nichts!" Der Duktus deines Gedichte, die leicht pathetisch klingenden Sätze, die Syntax und überhaupt der nachdrückliche Ton deines Gedichtes „Konstante der Zeit“ zeigen m.E. deutliche Parallelen zu einem berühmten Brief, den 55 n.Chr. Paulus an die korinthische Glaubensgemeinschaft geschrieben hatte, den 1. Korimther(brief) 13.. Zum besseren Vergleichen hier zunächst noch einmal Ilka-Marias Werk. Dann folgen Ausschnitte aus dem 1. Korintherbrief: Konstante der Zeit Zeit vergeht nicht. Ich verbring sie, und zwar klug und effizient, brech mein Tun nicht über's Knie, Hektik ist nicht mein Patent. Zeit verfließt nicht. In ihr schwimm ich wie ein Tropfen in der See, ohne gestern, stets, alltäglich auf des Lebens Welttournee. Zeit beraubt nicht. Ich erfreu mich, mit ihr alt und jung zu sein, ihr zu grämen wäre nebbich und nur unnütz Seelenpein. Das Hohelied der Liebe Die Liebe ist langmütig und freundlich, ... sie [Die Liebe] verhält sich nicht ungehörig, sie [Die Liebe] freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie [Die Liebe ]freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. ... Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk. TJa, Ilka-Maria, hast du jemals erwartet, dass ein Text von dir mit Aussagen der römisch-katholischen Kirche, mit Paulus oder gar mit Plato und seiner Ideenlehre in Verbindung gebracht wird? --------------------------------------------------------------- ![]() ![]() ![]() Zum Schluss möchte ich Perry zitieren. Nicht weil ich seiner Meinung bin, aber seine Formulierung finde ich einfach gnadenlos gut! "sie [die Liebe] ist das Perpetuum Mobile des Lebens, ohne sie würden wir wie Dornröschen verharren." Liebe Grüße Flocke Geändert von Flocke (14.11.2024 um 21:19 Uhr) |
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#6 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Auch kann ich dem Bibel-Gedicht nicht zustimmen, das nicht einmal definiert, was unter "Liebe" zu verstehen ist. Ist Agape gemeint? Oder Eros? Oder Filia? Oder alle drei im Zusammenklang, was der Idealfall wäre? Und Liebe zu wem? Zu einem Lebenspartner, zu den Kindern, gar zur ganzen Familie? Oder die Nächstenliebe bzw. Liebe zur Menschheit? Doch, die Liebe hört sehr oft auf, und sie spricht nicht immer die Wahrheit, sondern bedient sich zuweilen der barmherzigen Lüge. Es wäre schon Glück, wenn die Menschen zu einer wahren, tiefen Liebe zu einem oder einigen anderen Menschen fähig wären, aber da fangen die Probleme bereits an, denn meistens geht es nur um die eigenen Bedürfnisse und den Besitz eines Menschen. Kurz: Ich halte nichts von derart idealisierenden Versen, die nichts anderes als Wunschvorstellungen sind und mit dem wahren Wesen eines Menschen nichts zu tun haben. Aber dennoch danke für deinen ausführlichen Kommentar. Beste Grüße Ilka |
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#7 |
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Musikalität und Klang. Farbe und Rhythmus. All das finde ich in deinen Gedichten. Echt wunderschön.
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