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| Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt. |
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#1 |
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Vergissmeinnicht
Vergiss mich nicht Solang ich bei dir ruh Vergissmeinnicht Vergiss mich nicht Verblüh wie ich im Nu |
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#2 |
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Mein erster Gedanke: wtf? Der zweite eigentlich auch. Bissel ratlos, Hund
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#3 |
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Hey SchwarzerHund,
schade, dass es dir nicht gefällt :) Mich würde natürlich interessieren, was genau du daran nicht verstehst. lostprincess |
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#4 |
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Hey Prinzessin
Auch der dritte Gedanke, mit zeitlichem Abstand: wtf? Und damit ist auch gut, liebe Grüsse vom Hund |
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#5 | |
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Hallo lostprincess
Rein objektiv betrachtet wirkt das "Gedicht" eher wie ein Aphorismus und etwas repetitiv, da sich nur in der jeweils letzten Zeile die Aussage ändert, genau so gut hätte die letzte Zeile auch direkt folgen können als Conclusion. Zum Inhalt bin ich tatsächlich anders eingestellt, denn der ist komprimiert und gut durchdacht. Auf mich hat er sogar ein, zur Thematik passendes, Farbschema. Sobald ich über Farben rede in Texten haben diese für mich eine andere Ebene, die mancher nicht nachverfolgen kann. Zur Erklärung, in deinem Text sehe ich Blau. Nicht nur angedeutet durch das Vergissmeinnicht (bekanntlich in 3 Farben erhältlich - blau, weiß und rosa) Blau ist in der Synästhesie gleichzusetzen mit kälte, Einsamkeit, Leere. Eine Farbe die einen magisch zu sich zieht, als würde sie einem selbst die Energie absaugen. Besonders in Weite und Tiefe, wie der Ozean. In Form einer Blume (Vergissmeinnicht) wirkt sie als Ruhepol, nicht selten kalt. Im Kontrast zum "Vergessen" finde ich das Blau sehr Effektiv, weil Blau oftmals auch unendliche Void gesehen wird. Es kommt dem Schwarz am Nächsten. Die Bitte dahingehend "mich" nicht zu vergessen wirkt schon fast wie eine vergebliche Aufforderung, denn Blau selbst wird damit zu sehr in Verbindung gebracht. Blau ist fast schon dazu bestimmt sich darin zu verlieren und zu vergessen. In den Weiten der Leere zu entschwinden. Ein warmer Kopf ist nicht dafür gemacht, soviel kalten Raum zu füllen. Das grenzt für mich an eine entzündete Fackel, welche in einer Glaskugel ins Meer geworfen wird, um zu schauen was am Grund liegt. Man sieht nur solange vorüberziehende Silhouetten in der Draufsicht, bis das Feuer sich selbst ausgezehrt hat und erlischt. Zitat:
In der Floristik spricht man vom verbläuen (ausblauen) einer Farbe, bishin zur verwitterung oder Welk werden. Du schilderst den Vorgang des Vergehens und blass bzw Blau werdens sehr intensiv aber prägnant. Fazit man erkennt das entweichen des Lebens durch unterschiedliche Stadien eines blau-tons und Blau ist nichts weiter, als das abhanden kommen von rot, welches wärme, Leben, Blut, Liebe und aktives Sein symbolisiert. Feuer. Für mich ist der Text mehr als nur ein Sinnspruch, allerdings schrammt er ganz scharf an etwas vorbei dass ich Beiläufig bezeichnen würde. Er fesselt nicht, außer man befasst sich mit ihm etwas konkreter und seiner Farbsymbolik. Der Wunsch am Ende gemeinsam und im selben Tempo zu "verblühen" ist desillusional, denn alles vergeht für sich und in seinem eigenen Tempo. Und der Zusatz, dass das Verblühen im Nu, also rapide geschehen soll, lässt darauf schliessen, dass das dazulegen nicht Freiwillig geschehen sein könnte, sondern ein "Blühen" abrupt beendet wurde. Nur um Gleichheit zu erreichen und eine untrennliche gemeinsamkeit Fortzuleben. Vielleicht etwas das zu Lebzeiten nicht mehr erreicht werden konnte, oder in weite Ferne geriet. Insofern man noch von Leben sprechen kann. Lg Mono |
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#6 | |||||||||
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Hey Mono :)
Ich freue mich sehr über deinen Kommentar! Zitat:
Mir war dabei wichtig, diese gewisse Monotonie bzw. Kreisbewegung zu erzeugen – so, als würden sich die Gedanken wiederholen und nicht zur Ruhe kommen. Zitat:
Zitat:
Die Entscheidung für das blaue Vergissmeinnicht war sehr bewusst – weil es eben nicht nur die „typische“ Farbe ist, sondern auch am besten zur Grundstimmung des Gedichts passt. Zitat:
Vergissmeinnicht-Blau ist kühl und sehr ruhig, eine Farbe, in der man sich verlieren kann und es vielleicht auch möchte. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Und natürlich wird sich nicht jeder mit der Farbsymbolik auseinandersetzen, wie du es in diesem Fall tust :) Zitat:
Auf der einen Seite steht die Erkenntnis der Unvermeidbarkeit des eigenen Vergehens, auf der anderen der sehr menschliche Wunsch nach Gleichklang – nach einem „Nichtalleinsein“, selbst im Moment des Endes. Vergessen werden wir jedoch alle irgendwann. Danke, dass du deine Gedanken mit mir geteilt hast! LG lostprincess |
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