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| Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt. |
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#1 |
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Kinder, lernt bloß nicht so viel,
weniger Wissen ist das Ziel. Ein Minister sagt aus seiner Sicht: Großes Wissen braucht man nicht. Keinen muss das irritieren, denn das Handy kann es generieren. Viel Sprachen lernen braucht's nicht mehr, Google Translate gibt die Worte her. Kartenlesen ist so was von out, weil man im Auto nur das Navi braucht. An die Lehrer: Seid ihr nicht fasziniert, da KI bald alles macht und korrigiert? So ist des Ministers Plan, weil KI ja schließlich alles kann. Und das Publikum, das applaudiert. Altbacken, wer sich da noch ziert. |
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#2 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
ich dachte zuerst, das Gedicht sei satirisch gemeint, aber offensichtlich soll es ernsthaft den Zeitgeist beschreiben. Trotzdem musste ich über die oben zitierten Zeilen lachen, weil ich mich daran erinnerte, dass viele Leute schon vor vierzig Jahren Straßenkarten nicht lesen konnten. Bei "Candid Camera" hatten die Vertreter dieser Fernsehshow Passanten angehalten und sich auf einem Schnittbogen (wahrscheinlich aus einem Burda-Heft) den Weg zu einem ausgedachten Ziel zeigen lassen. Ahnungslos, dass sie dabei gefilmt wurden, waren sie bemühlt, auf dem Schnittbogen die richtigen Straßen zu finden. Hätte ich das nicht selbst gesehen, hätte ich es nicht geglaubt. Ich glaube, solchen Menschen hilft auch eine KI nicht weiter, denn man muss mit ihr auch umgehen können und wissen, was man von ihr verlangt. Und man muss wissen, wie man sie auf Plausibilität prüft. Besten Gruß Ilka |
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#3 |
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Guten Morgen, Ilka,
satirisch? Schau mal hier: https://www.welt.de/politik/deutschl...-Vorstoss.html LG DieSilbermöwe |
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#4 |
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Forumsleitung
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Der Mann hat den Schuss nicht gehört. In anderen Ländern hat man die digitalen Endgeräte längst wieder aus den Schulklassen entfernt, weil sie negativen Einfluss auf den Lernerfolg der Schüler hatten. In China ist - habe ich zumindest gehört - die Überlassung eines Smartphones an Kinder bis zu einem Mindestalter gesetzlich untersagt. Man sollte sich mal anhören, was Kinderpsychologen und Gehirnforschuer zu dem Thema zu sagen haben.
Die Fähigkeit zur Orientierung muss entwickelt werden, das fängt schon damit an, den Stand von Sonne, Mond und Sternen beurteilen zu können oder notfalls mit einem Kompass auszukommen. Mein Sohn ist durch seinen Sport schon so viel in der Welt herumgekommen, dass er gar nichts mehr davon braucht, er weiß auch so immer, wo er ist und wie er zum Ziel oder wieder nach Hause kommt. Nichts gegen Fortschritt, niemand will zurück in die Steinzeit; sich aber ins andere Extrem zu begeben, nämlich sich total von Rechenzentren und Softwareentwicklern abhängig zu machen, kann nicht gut sein. |
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#5 |
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Ich bin ganz deiner Meinung, Ilka.
Ich war schon sprachlos, als vorgeschlagen wurde, man könnte ja die zweite Fremdsprache abschaffen, weil jede Sprache vom Handy übersetzt werden kann. Schreib mal ein Gedicht auf Französisch nur mit einer solchen Übersetzungshilfe
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#6 | |
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Zitat:
Nein, wundern tut mich das nicht! |
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#7 | |
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Zitat:
Um noch eine Fassung draus zu machen, die sich rhythmisch glatt liest, hier eine Variante: Kinder, lernt bloß nicht so viel, wenig Wissen ist das Ziel. Der Minister hat die Sicht: Groß was Wissen? Muss man nicht! Keinen braucht das irritieren, Handys könn doch generieren, Viel Sprachen braucht's nicht mehr, Google Translate gibt dat her. Kartenlesen? Das ist out, weil man ja dem Navi traut. Und die Lehrer? – Fasziniert, was K.I da korrigiert .. So ist des Ministers Plan, weil K.I. ja alles kann. Fehlt noch, das sie wählen geht, dann ists endgültig zu |
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#8 |
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Hallo MiauKuh,
du hast das letzte Wort vergessen .Danke für deinen Kommentar! LG DieSilbermöwe |
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#9 |
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Dabei seit: 11/2012
Ort: Untersteinach im tiefsten Oberfranken
Alter: 63
Beiträge: 82
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Servus Silbermöwe,
nein, Satire ist dein Gedicht nicht, ganz im Gegenteil: die uns umgebende Realität wird immer mehr zu Satire. Und das nicht erst seit heute (die von Ilka erwähnte Schnittmusterbogen-Strassenkarte-Veralberung habe ich damals auch gesehen), aber die Entwicklung läuft immer schneller ab. Technologie sinnvoll zu nutzen ist das eine, blinde Technologiegläubigkeit das andere. Aber selbst da wird es schon kompliziert, denn wer bestimmt letztendlich, was sinnvoll ist? Ich halte es für mich für sinnvoll, mich, soweit möglich, auszuklinken. Ich habe noch nie ein Handy (geschweige denn Smartphone) besessen, habe auch keinen Fernseher. Und ich vermisse: NICHTS! Dafür habe ich 23 Gitarren und einen tollen Freundeskreis. Genügt völlig. Kleiner Tipp: Höre dir mal "Wenn du schläfst" von Franz Morak an, oder lies den Text. Das war 1981! Danke für dein (leider sehr notwendiges) Gedicht! Lieber Gruß lostpoet |
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#10 | |
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Forumsleitung
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Zitat:
Wer jedoch Demokratie mit Selbstbestimmung oder gar Selbstentscheidung verwechselt hat, war schon immer auf dem falschen Dampfer unterwegs. "Unsere" Demokratie ist seit Bestehen der Bundesrepublik indirekt, weil der Macht-Adel dem Volk, "dem großen Lümmel" (Heinrich Heine) nicht traut. Volkes Wille zählt nicht, und wenn das Wort "Volk" zu mächtig wird, setzt man ihm das Etikett "rechtsradikal" ans Revers. Schon ist das Problem abgeräumt. Unsere Politik ist nicht mehr Politik von Parteien, die sich für die Interessen oder Nöte ihrer Wähler einsetzt, sondern Gesinnungspolitik, die sich nach Ideologien richtet. Und nach den Pfründen. Politikarbeit mag hart sein, das kann ich nicht leugnen; aber die Verteidigung der Pfründen, erst einmal erworben, spielt eine große Rolle. In meinen jungen Jahren habe ich Politiker erlebt, die Politik neben ihren Berufen ausgeübt haben. Denen lag etwas an Deutschland. In Hessen hatten wir einen Minister (Holger Börner), der aus der Arbeiterschaft kam und wusste, was Alltag ist. Dieser Mann war anerkannt, weil er wusste, worüber er sprach. Heute haben wir Eierköpfe, die nichts gelernt haben, über keine Lebenserfahrung verfügen, in Talkshows sitzen und leicht durchschaubaren Stuss von sich geben. |
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#11 |
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Dabei seit: 11/2012
Ort: Untersteinach im tiefsten Oberfranken
Alter: 63
Beiträge: 82
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Yep!
Lieber Gruß lostpoet |
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#12 |
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