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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 14.04.2010, 06:50   #1
männlich Uldo Posch
 
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Dabei seit: 04/2010
Ort: Belize, Central America
Alter: 60
Beiträge: 32

Standard Freiheit

In einem runden Glas zu leben
dass hat er sich nicht ausgesucht
Der Mensch, der wollte das erstreben
Am Fenster hat er ihm den Platz gebucht

Dem Goldfisch aber war´s egal
so wie er schwamm, im Kreise
Denn einsam wär´s auch im Regal
Menschen..., sind halt manchmal Scheisse
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Alt 14.04.2010, 14:13   #2
männlich Perry
 
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Dabei seit: 11/2006
Alter: 70
Beiträge: 3.443

Standard Hallo Uldo,

ja so ist das manchmal mit falsch verstandener Tierliebe.
Was mich in diesem Zusammenhang gerade ärgert, ist diese "blöde" Mineralwasserwerbung, bei der ein Goldfisch sein Glas verrückt (?), um auch einen Schluck zu bekommen.
Inhaltlich wäre eventuell das "Scheiße" zu überdenken, weil Goldfische sich vermutlich über Menschen keine Gedanken machen.
Formal würde ich das "dass" gegen ein "das" tauschen.
LG
Perry
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Alt 16.04.2010, 18:22   #3
männlich Uldo Posch
 
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Dabei seit: 04/2010
Ort: Belize, Central America
Alter: 60
Beiträge: 32

Standard Mir scheint...

Zitat:
Zitat von Perry Beitrag anzeigen
ja so ist das manchmal mit falsch verstandener Tierliebe.
Du siehst hier nicht ganz den Punkt....das Formale hab ich bereinigt und Danke Dir fürs Lesen und Kommentieren. Es geht nicht darum ob Goldfische sich eventuell über den Menschen Gedanken machen oder nicht. Menschen machen sich keine Gedanken über andere Menschen, wobei es aber angebracht wäre und daher machen eben diese Menschen sich auch keine Gedanken über andere Lebewesen.

Es ist eben so viel mehr als nur falsch verstandene Tierliebe, Perry.

Ich arbeite einfach sehr oft mit Assozationen, das ist mein persönliches Stilmittel.

nochmals Danke...

U.P.
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Alt 17.04.2010, 10:41   #4
weiblich Ex-phönixe
abgemeldet
 
Dabei seit: 08/2007
Beiträge: 401

Hallo Uldo Posch,
jetzt erst entdeckt, mir persönlich ist solche Tierliebe nicht neu,
allerdings sehe ich so ein Paradebeispiel, im Aquarium mit Koi
Und finde es immer noch gut meinem Terrarium entklettert zu sein
( zum Glück ist nix ausbruchsicher)

mir gefällt dieses Gedicht, ( nur Goldfisch ist mir zu einfach, weil er schon sooft verdichtet wurde)

lg phönixe
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Alt 17.04.2010, 12:09   #5
weiblich FarbenLeere
 
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Dabei seit: 04/2010
Alter: 32
Beiträge: 120

An und für sich wäre es vielleicht wesentlich schöner gewesen nicht das Bild von einem Goldfisch in einem runden Glas zu verwenden......
Vielleicht hätten Elemente wie zB Wasser und eine ,,Glaswand" oder ähnliches ausgereicht....
Die Erwähnung dessen,was dort gefangen ist hätte ich wohl gar nicht verwendet.....
Also alles in allem vielleicht einfach ein bisschen weniger ,,Direktheit" *grübel*

Das war zumindest das erste,was mir beim Lesen durch den Kopf gegangen ist ^.^
FarbenLeere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2010, 14:24   #6
männlich Uldo Posch
 
Benutzerbild von Uldo Posch
 
Dabei seit: 04/2010
Ort: Belize, Central America
Alter: 60
Beiträge: 32

Standard Na...

....besten Dank für Eure Aufmerksamkeit. Der Goldfisch im Gedicht muss sein, steht "der Goldfisch" meiner Meinung nach doch für die von Hunderttausenden wenn nicht gar Millionen Menschen übertriebene und völlig falsche Handhabung wenn es sich um Tiere handelt, die besser in der Natur aufgehoben sind. Ein Koi ist selbst verständlich ein Fisch, doch wer leistet sich sowas vom Start weg... die hohe Zahl derer die von sich behaupten als Vorbild aufzutreten....wohl kaum, obwohl Koibesitzer vielleicht auch nicht besser sind.

Da spielen auch historisch gesehen tradtionell, falsche weitergegebene Werte ein Rolle. Ich könnte tiefer gehen, aber dann kann ich aufhören Gedichte zu schreiben die mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfasst sind.
Das meine ich allerdings keineswegs respektlos!

@Farbenleere (schönes Wortspiel)

was mich stört sind genau die indirekte Bilder (nicht generell) wenn direkte gefragt sind, weil die indirekten nicht mehr greifen um eine Gesellschaft nachhaltig so zu verändern dass sie sich von Krankheit erhole kann, anstelle dessen wird die Ausbreitung Krankheit gefördert.

Szenario...
...Eventuell schaust Du Dir ein abstossendes Bild eines Künstlers im Musuem an, es erregt Ekel in Dir, was vom Künstler gewollt ist. Was aber noch mehr vom Künstler gewollt ist, war die Tatsache dass Menschen dann nach Hause gehen und beim Abendessen Nachrichten im Fernsehen anschauen mit all dem global vergossenem Blut und sich dabei nicht mal im geringsten erbrechen....so kaputt ist unsere Gesellschaft heute...

ich habe Dich aber wahrgenommen und auch verstanden dass Du eine indirektere Form gewählt hättest, ich glaube auch zu wissen warum, aber das gehört nicht hierher...

U.P.
Uldo Posch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2010, 19:56   #7
männlich Exedo
 
Benutzerbild von Exedo
 
Dabei seit: 04/2010
Ort: Nordhessen
Alter: 30
Beiträge: 31

Mich stört diese direkte Darstellung hier weniger, im Gegenteil, ich halte sie für die angebrachtere. Denn so, wie ich das Gedicht verstanden habe, geht es nicht darum, was dort jetzt wo genau gefangen ist, das ist ja "nur" das Symbol. Allerdings wären es genau die Gedankengänge, die mit einer Verschleierung der Identität des Goldfisches erreicht hätte. Obwohl ich Dir, Farbenleere, natürlich prinzipiell zustimme.

Ich persönlich habe das Gedicht gerne gelesen; was mich allerdings ein wenig stört, ist das "Scheiße". Man mag sich über die Angemessenheit hier in dem Fall ruhigen Gewissens uneinig sein, aber mir missfällt allgemein die Anwendung von derber Umgangssprache (auch wenn das noch im erträglichen Rahmen ist). Allerdings hast Du Dir das als Autor so ausgesucht und es passt ja auch.

Gruß,
Exedo
Exedo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2010, 22:49   #8
männlich Uldo Posch
 
Benutzerbild von Uldo Posch
 
Dabei seit: 04/2010
Ort: Belize, Central America
Alter: 60
Beiträge: 32

Standard Dear Exedo...

Dem Goldfisch aber war´s egal
so wie er schwamm, im Kreise
es wär auch im Regal sehr öde
Menschen..., sind halt manchmal blöde

....falls Dir das besser gefällt. Deinen Kommentar habe ich mit Wohlwollen aufgenommen, nicht weil er durchweg nicht negativ ist, mich stört das überhaupt nicht. Ich finde Kritik ist sehr wichtig, sofern konstruktiv geäussert und so man in der Lage ist daraus positve Schlussfolgerungen zu ziehen um diese im Leben auch anzuwenden

In meinem Gedicht geht es einzig und allein um den Menschen und der Tatsache... und da lehne ich mich jetzt sehr weit aus dem Fenster, das in industrialisierenden Ländern nach dem Prinzip "höher, schneller, weiter" Menschen ziemlich komisches Denken an den Tag legen, falls sie das überhaupt noch tun wenn es um den Umgang miteinander geht....wird doch nur gestritten, geschlagen, vergewaltigt, gemordet, gestohlen, vor allem gelogen das die Schwarte kracht und jeder versucht beim ersten Mal einen zweiten Eindruck zu hinterlassen. Also wenn ich einen treffe der einen Goldfisch zuhause in ein Glas einsperrt und dann noch seinen Kindern erzählt dass das gut sein soll habe ich schon ein Problem damit und darum gehts, sonst nix.

Danke für deinen Kommentar!

P.S. Da werden einfach jede Menge falsche Werte weitergegeben... und ich habe schon allerlei Antworten auf diesen Text anderswo bekommen wo mir Leute weismachen wollen dass der Goldfisch eventuell nichts anderes kennt als runde Kugel oder Mini-Aquarium...und da zeigt sich doch schon wie sehr Mensch versucht GOTT zu spielen, was definitv nicht gut gehen kann wie man überall sehen kann.
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