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Alt 06.06.2020, 13:27   #1
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Standard Dem Himmel zu nah (Depression)

Für mich gibt's keinen Grund
überhaupt aufzustehen.
Kann die buntesten Farben
nur noch schwarz sehen.
Ich will nichts mehr sagen
und auch nichts mehr hören.
Etwas in mir ist gerade dabei
mich selbst zu zerstören.

Es tut so weh
wenn man sich verliert.
Ich hätt nie gedacht
dass mir das passiert.
Such mich nicht,
denn ich bin nicht da;
vom Boden abgehoben
und dem Himmel zu nah.


Ich bin nicht mehr ich selbst
und noch kleiner als klein.
Ertrage keine Menschen,
aber will nicht alleine sein.
Ich fühle außer Leere
nur noch tiefen Schmerz.
Es tut sich verdammt schwer,
aber noch schlägt mein Herz.

Es tut so weh
wenn man sich verliert.
Ich hätt nie gedacht
dass mir das passiert.
Such mich nicht,
denn ich bin nicht da;
vom Boden abgehoben
und dem Himmel zu nah.


Es ist als ergibt
nichts mehr einen Sinn,
aber aufzugeben
war noch nie mein Ding.
Ich glaub irgendwann - irgendwo
wird die Sonne wieder scheinen
und dann darf ich
wieder glücklich sein.

Ja, ich weiß irgendwann - irgendwo
wird die Sonne wieder scheinen
und dann werd ich
wieder glücklich sein.
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Alt 20.07.2020, 10:26   #2
Dok
 
Dabei seit: 12/2016
Beiträge: 27

Standard Dem Himmel zu nah

Hallo Unendlich,
hier deine Bitte.
https://soundcloud.com/user-12532442.../s-4cbtgti2GXA
Liebe Grüße
Dok
Dok ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2020, 11:58   #3
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Hallo Dok,

danke fürs Reinstellen.
Ich weiß, ich bin nicht die dollste Sängerin und Pianistin und aufgenommen hab ich auch nur mit dem Handy, aber ich wollte es trotzdem mal mit euch teilen.
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2020, 14:53   #4
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 28.554

Vielleicht ist dieses Buch für dich interessant:



Ich fand es recht nützlich, jedenfalls höre ich jetzt Songtexte mit anderen Ohren.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2020, 15:55   #5
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Hallo Ilka-Maria,

ich danke Dir für den Tipp.
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2022, 16:16   #6
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Reimershagen in Mecklenburg-Vorpommern, Nähe Güstrow
Beiträge: 7.292

Für mich gibt's keinen Grund
überhaupt aufzustehen.


Kann es sein, dass du einfach `ne faule Socke bist?
H.
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2022, 17:18   #7
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Ach Heinz... Kann es sein dass du nicht weißt was eine Depression ist?
Und warum glaubst du, dass das aktuell immer noch so ist?! Das war eine schlimme Phase und ich würds keinem weiterempfehlen. Du kannst dich glücklich schätzen wenn du nicht weißt wie sich so etwas anfühlt.
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2023, 20:27   #8
männlich OnkelOutlaw
 
Dabei seit: 01/2023
Beiträge: 1

Standard Vertont

Hey UnendlicH,

ich habe mich auch mal dran gemacht deinen Text zu vertonen.

Ich weiß wie du dich gefühlt hast oder fühlst.

Hoffe es gefällt dir (hab nicht die beste stimme, aber hoffe du kriegst keinen Ohrenkrebs )
https://soundcloud.com/freddy-mugamb...social_sharing
OnkelOutlaw ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2023, 21:02   #9
männlich MonoTon
 
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Beiträge: 534

Mir gefällt der Text und erst recht der gesang.
Schöne Stimme.
MonoTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2023, 11:03   #10
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Hallo MonoTon, vielen Dank für deine Bewertung. Liebe Grüße
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2023, 11:09   #11
weiblich UnendlicH
 
Dabei seit: 07/2016
Alter: 33
Beiträge: 82

Hallo Freddy,

freut mich sehr, dass Du meinen Text vertont hast.
Also vom Ohrenkrebs bin ich weit entfernt. Denn auch ich finde, dass Du eine sehr schöne und angenehme Stimme hast.
Toll umgesetzt, vielen Dank.

Liebe Grüße
UnendlicH
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2023, 23:27   #12
männlich Heinz
 
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Ort: Reimershagen in Mecklenburg-Vorpommern, Nähe Güstrow
Beiträge: 7.292

Hallo Unendlich,

"Ach Heinz... Kann es sein dass du nicht weißt was eine Depression ist?"

mach bitte nicht den Fehler, anderen Unkenntnis zu unterstellen, nur weil der angeschlagene Ton der Weinerlichkeit entbehrt und schnoddrig daher kommt.

Wenn ich mir einen Teil deines Gedichts anschaue,

"Ich glaub irgendwann - irgendwo
wird die Sonne wieder scheinen
und dann darf ich
wieder glücklich sein."


fällt mir spontan ein ein abgewandeltes Gedicht ein:

Glauben und harren (ich weiß, dass es anders heißt)
macht manchen zum Narren!
Kräftig sich zeigen,
nimmer sich beugen,
rufet die Arme der Götter herbei.

Mir geht, verzeih mir die harrschen Worte, das wehleidige Wimmern und Klagen auf höchsten Lebensniveau zunehmend auf den Keks.
In keinem meiner zahlreichen Gedichtbände aus allen möglichen Ländern und Zeiten finde ich so viel Jammergedichte wie hier innerhalb eines Jahres.

Gruß,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2023, 23:45   #13
weiblich UnendlicH
 
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Hallo Heinz,

doch, ich unterstelle dir Unkenntnis, und zwar aus voller Überzeugung.
Dein abgewandeltes Gedicht hier ist ja ganz nett, doch daran wird wohl kein Mensch mit einer wirklichen Depression glauben (können). Leider.
Ist ja ok wenn dir der Text nicht gefällt, dann befass dich doch aber auch einfach nicht weiter damit.
Versteh ich nicht wieso du dann immer noch deinen Senf dazugeben musst.
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2023, 23:52   #14
weiblich UnendlicH
 
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Beiträge: 82

Ich kann mir genauso jedes deiner "Werke" hier durchlesen. Bin mir sicher, dass mir auch nicht alles gefällt und könnte meinen Kommentar dazu abgeben.
Doch das ist 1. nicht meine Art und 2. habe ich dafür leider nicht genug Zeit, weil ich nämlich, stell dir vor, nicht die faule Socke bin für die du mich hältst.
UnendlicH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2023, 00:11   #15
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Mir geht, verzeih mir die harrschen Worte, das wehleidige Wimmern und Klagen auf höchsten Lebensniveau zunehmend auf den Keks.
Sachte, Heinz! Mir geht es mit vielen Texten in diesem Forum auch wie dir, aber diesen hier halte ich nicht für "wehleidiges Wimmern und Klagen", denn das Lyrische Ich beschreibt lediglich seinen psychischen Zustand, ohne jegliches Gejammer über Verluste oder Überforderungen und ohne Schuldzuweisungen. Dieser Zustand ist typisch für Leute, die unter schweren Depressionen leiden: Sie sind nicht wegen "Faulheit" antriebslos, sondern sie sehen in nichts einen Sinn, wobei das noch ein positives Zeichen ist, über die Sinnhaftigkeit des Daseins nachzudenken. Denn den meisten Depressiven ist alles gleichgültig, und sie wissen nicht, warum das so ist. Ich kenne zwei Fälle, die gravierend sind. In dem einen Fall ging eine Beziehung kaputt, weil der Partner der Betroffenen auf Dauer nicht damit klar kam. Bei dem anderen Fall ist eine Mutter permanent besorgt um ihren Sohn, weil sie fürchtet, die Depression könne ihn in den Suizid treiben. Gefährlich wird es tatsächlich, nämlich wenn Medikamente wirken und man glaubt, der Patient sähe Licht am Horizont. Aber gerade wenn er wieder aktiv wird hat er auch die Kraft, sich vor den Intercity zu werfen.

Mehr als den Zustand einer Dunkelheit, Sinnlosigkeit und fehlender Antriebskraft beschreibt der Song nicht. Man hätte sicher interessantere und aussagekräftigere Formulieren wählen können, damit er nicht so simpel daherkommt. Aber Schlagertexte stehen selten auf einem sprachlich hohen Niveau.
__________________

Workshop "Kreatives Schreiben":
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Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2023, 01:12   #16
männlich MonoTon
 
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Beiträge: 534

Zitat:
mach bitte nicht den Fehler, anderen Unkenntnis zu unterstellen
Lieber Heinz,

man darf auch anderen zugestehen, dass sie wissen was negative Erfahrung ist im Leben, auch wenn sie jung an Jahren sind.

Depression ist etwas womit man zu Leben hat, es gibt keine Heilung, nur ein akzeptieren und integrieren in den eigenen Alltag.
Ein stetes suchen nach eigener Motivation mit extrem hoher Rückfälligkeitsrate.
Ein "sich quälen zu funktionieren", weil die Gesellschaft es wünscht das man funktioniert. Gepaart mit existenz- und verlustängsten.
Medien tun ihr übriges eine gewisse angst zu verbreiten und Menschen somit an sich zu binden.
Ein alter Mensch wird sich von den Neuzeitigen Medien wenig beeinflussen lassen, da seine Erfahrung gefestigt ist.
Ein junger Mensch wird in eine grundangst hineingeboren und diese umgibt ihn.

Früher war man Schuster.
Heute ist man Schumacher mit orthopädischer oder chiropraktischer Grundausbildung und akkupunkturkenntnissen mit Apothekerkenntnis auf schwerpunkt Senk-, Rund und Plattfuß in Hart-und Weichwasserschulung für Ledererkennung und jeder Arbeitgeber fragt sofort nach Zuschüssen für einen jungen Menschen, der egal in welcher Form ins Berufsleben einsteigt, während man selbst gerade mal einen Mindestlohn erhält.
Wie soll man da mental gesund bleiben ohne Aussicht auf Rente?
MonoTon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2023, 08:18   #17
weiblich Ilka-Maria
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So einfach ist das nicht, MonoTon. Viele Menschen haben keine Erklärung dafür, weshalb sie plötzlich in so ein Loch hineinfallen. Deshalb steht in dem Song auch folgereichtig "Ich hätt nie gedacht / dass mir das passiert." Genau diese Worte habe ich einmal von einer betroffenen Kollegin gehört, die nach Monaten der stationären Behandlung wieder ihren Job aufnehmen konnte. Mit Leistungsdruck und dem Zwang zu funktionieren sind Depressionen nicht erklärbar, schon gar nicht die rasante Ausbreitung dieser Störung, die in leichten bis sehr schweren Formen auftreten kann. In unserer modernen Gesellschaft ist an vielen Stellen der Leistungsdruck zurückgegangen, an anderen ist er stärker geworden, vor allem aber haben Tempo und Anpassungsforderungen zugenommen, gepaart mit einer fortschreitenden Individualisierung und Infantilisierung der Menschen. Die Sicherheit durch die Familie und die Gemeinde und durch die sozialen Strukturen ist unzuverlässig geworden, jeder muss sehen, wo er bleibt. Diese Erfordernis eines totalen Egoismus, um zu überleben, steht der humanen Forderung unserer "aufgeklärten" Zeit, die Schwachen zu schützen, ihnen Chancengleichheit zu gewähren und sie gesellschaftlich als vollwertig mitzutragen, diametral entgegen. Wie sagte Volker Pispers beispielhaft und richtig? "Wir sagen nicht mehr das N-Wort, wir denken es nur noch."

Kurz gesagt: Viele Menschen bekommen die heutigen Strukturen und die moralisch-ethischen Forderungen angesichts ihrer Widersprüchlichkeiten zwar aus dem täglichen Sprachgebrauch, aber nicht aus ihrem Kopf raus. Noch härter ausgedrückt: Man weiß heutzutage ja nicht einmal mehr, ob man Männlein, Weiblein oder ein Alien ist. Man kann alles entscheiden, aber man kann es auch sein lassen, die Klappe halten und versuchen, sich irgendwie durchzuwurschteln, damit man nicht in einen Shitstorm gerät. Einerseits wird man wie ein Bär mit Nasenring von den moralischen Instanzen über das Parkett geführt, andererseits soll man seine Eigenverantwortung unter Beweis stellen. Eigentlich ist es ein Wunder, dass sich bei diesem Eiertanz nicht viel mehr Menschen in ihr Mausloch verziehen. Und hier liegt das Problem: Ich fürchte nämlich, wir sehen nur die Spitze des Eisbergs, denn die (Fehl-)Entwicklungen in den sozialen Strukturen, im Bildungssystem und in einer seit Jahrzehnten schwachen politischen Führung, begleitet von der Ausbreitung schwachsinniger Ideologien machtbewusster Minderheiten, verheißen nichts Gutes.

Nicht Leistungsdruck oder Armut sind als zwangsläufige Ursachen für Depressionen feststellbar, denn es kann jeden treffen, auch den Menschen, der mit allen Chancen, sozusagen mit dem "goldenen Löffel", geboren wurde und nie Leid, Angst oder Versagen erlebt hat, immer Erfolg hatte und einen hohen beruflichen Status hat. Möglicherweise sind es die besonders sensitiven Menschen, die anfällig für psychische Störungen (wie auch für Alkoholmissbrauch) sind. Die Vorstellung, es handele sich bei "Gestörten" und vor allem bei Alkoholikern um Leute aus den unteren Schichten, die am liebsten am Kiosk stehen, ist ein Klischee. Auch sollte man aufpassen, Depressionen nicht mit einer melancholischen Grundhaltung oder einer vorübergehenden Deprimiertheit zu verwechseln.
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Alt 21.01.2023, 08:56   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von UnendlicH Beitrag anzeigen
Ist ja ok wenn dir der Text nicht gefällt, dann befass dich doch aber auch einfach nicht weiter damit.
Versteh ich nicht wieso du dann immer noch deinen Senf dazugeben musst.
So geht es aber auch nicht. Wer in deinem Alter (ein Teenager bist du schon lange nicht mehr) noch auf beleidigte Leberwurst macht, hält sich besser mit der Verbreitung seiner "Werke" zurück. Poetry ist ein Forum, nicht deine Privat-Plattform, bei der du eine Kommentarfunktion verweigern könntest. Es ist nun einmal das Wesen eines Forums, dass jeder hier seine Kommentare abgeben kann und darf, solange er sich an die Forenregeln hält. Man kann die Meinung zu einem Text kritisieren, aber niemandem verbieten, sie zu sagen bzw. zu schreiben. Ich kenne eine Menge Leute, die sich in Menschen, die von einer psychischen Störung betroffen sind, nicht hineindenken können und ihnen mangelnden Willen unterstellen. Darin ist er kein Einzelfall. Mit Eingeschnappheit kann man solche Leute nicht davon überzeugen, wie das die Betroffenen oder ihre Therapeuten sehen.

Ich finde zwar auch nicht richtig, wie Heinz deinen Song beurteilt, aber angesichts dessen, dass wir hier laufend Jammer-Texte zu Gesicht bekommen, kann ich seine Gereiztheit verstehen. Die meisten sind nämlich unerträglich, und da ist scharfe Kritik durchaus angebracht.

Wer allerdings keine Kritik an seinem Text vertragen kann, ist gut beraten, ihn in der heimischen Schublade zu lassen.
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Alt 21.01.2023, 10:37   #19
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Hallo Ilka-Maria, entschuldige, aber irgendwie muss ich mich ja auch verteidigen. Es ist so, dass bei diesem Text das LI logischerweise ich selber bin bzw. war, ansonsten hätte ich nicht diesen furchtbaren Zustand so genau beschreiben können.
Der Kommentar von Heinz erinnert mich nur an diese Zeit zurück, als etliche Menschen mit genau diesem Unverständnis reagiert haben, mich als Schwächling hingestellt und mir ihre supertollen Ratschläge gegeben haben. Heinz hat sich ja schon einmal zum Text negativ geäußert, warum muss man es jetzt dann nochmal tun? Das verstehe ich eben nicht.
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Alt 21.01.2023, 11:00   #20
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von UnendlicH Beitrag anzeigen
Das verstehe ich eben nicht.
Ich verstehe es, weil ich seine Geschichte kenne. Wer wie er als Politischer in Bautzen eingesessen hatte, musste auch schwere Zeiten durchstehen und war der Situation ausgeliefert. Menschen neigen dazu, sich miteinander zu vergleichen, aber natürtlich liegt jeder Fall anders.

Wo Kritik persönlich wird, hast du natürlich das Recht, dich zu wehren. Aber die Meinungsfreiheit per se in Frage zu stellen, geht nicht, vielmehr sollte man die Wortwahl zurückzuweisen und Sachlichkeit einfordern. Ein Forum ist zum Diskutieren da, daran hat sich seit der Antike nichts geändert.
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Alt 21.01.2023, 11:35   #21
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Mit Sicherheit muss jeder von uns in seinem Leben auch mal schwierige Zeiten durchmachen. Doch es ist falsch, zu bewerten, welches Leid nun das Schlimmere ist. Das kann man einfach nicht, weil man selber nicht in dieser Situation und im Kopf eines Menschen drinsteckt.
Eine weitere Diskussion wird uns nur nicht wirklich weiterbringen wenn die Ansichten so weit auseinander gehen. Ich kann nur ebenfalls sagen und betonen, dass eine Depression als eine Krankheit zu werten und ernst zu nehmen ist. Sie kann nämlich verdammt gefährlich sein.
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Alt 21.01.2023, 12:00   #22
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von UnendlicH Beitrag anzeigen
Ich kann nur ebenfalls sagen und betonen, dass eine Depression als eine Krankheit zu werten und ernst zu nehmen ist. Sie kann nämlich verdammt gefährlich sein.
Ich weiß. Und sicherlich findest du in diesem Forum auch verständnisvolle Leidensgefährten. Wir hatten hier schon viele Fälle, in denen User ihre psychischen Probleme zu verarbeiten gesucht haben, und die wenigsten davon waren einfach oder eingebildet.

Leider ist es aber auch so, dass wir hier vor allem sehr junge User haben, die noch in der Pubertät stecken und die damit einhergehenden Verwirrungen, die - auch wenn sie individuell unterschiedlich sein können - jeder durchmachen muss, zu einem Gejammer aufbauschen, als ginge es um Leben oder Tod. Besonders ist das im Zusammenhang mit ersten Liebesenttäuschungen oder den Anforderungen der Schule der Fall. Da geht es um "ich halte den Druck nicht mehr aus" bis hin zu "ich kann ohne ihn/sie nicht mehr leben". Diese Teenager glauben, die Welt verstanden zu haben, das Absolute als das ihnen Zustehende erwarten zu können und grundsätzlich für alles, was nicht nach ihrer Vorstellung funktioniert, die Erwachsenen verantwortlich zu machen. Kurz: Sie wollen alles für nichts, und wenn sie auf Widerstand stoßen, wird geflennt und geheult. Und das geht, da es sich ständig wiederholt, hier manchem User auf den Geist.

Mit dir und einem Fall hat das nichts zu tun, erklärt aber vielleicht ein bisschen spontane negative Haltungen gegenüber deinem Text. Ich bin sicher, dass man mit Usern, die vorschnell geurteilt haben, über das Thema diskutieren kann.

Schönen Sonntag und hoffentlich nicht zu viele dunkle Stunden.

Ilka
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Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2023, 13:20   #23
weiblich UnendlicH
 
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Ich hatte das Glück, eine menschlich und fachlich grandiose Ärztin zu haben, die mir dabei geholfen hat, aus diesem tiefen Loch wieder rauszukommen. Dieser Frau bin ich auf ewig dankbar. Es ist nun eine meiner Lebensaufgaben, aufzupassen, nie wieder so tief abzurutschen. Denn komplett aus meinem Leben verschwinden wird die Depression wohl nie. Aber da bin ich nicht die Einzige.

Dir auch einen schönen Sonntag, Ilka.
Liebe Grüße
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