Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Philosophisches und Nachdenkliches

Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 17.03.2019, 13:50   #1
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Standard Neustart

Reset

Letztes Licht aus West
Mondschein schleicht herbei
Ich schaue auf des Tages Rest
im Schummer, für mich allein

Das Grelle ist versunken
klingt jetzt im Kopf nur nach
Auch dort wird`s überwunden
und Ruhe bringt der Schlaf

Wie schön ist Harmonie
verlockend ist Vergessen
Wenn die Gewissheit siegt
morgen mache ich es besser

-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2019, 11:32   #2
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.188

Lieber ganter,

dieser Abschiedsblick auf den Tag ohne Bitterkeit gefällt mir gut. Die chance morgen etas besser machen zu können ist wirklich etwas wichtiges und Schönes.
Zudem hat mich Dein Gedicht ein neues Wort gelehrt. Bisher kannte ich nur das Adjektiv schummrig, aber Nachschlagen im Duden ergab "Schummer" = Abenddämmerung.

Sehr gerne gelesen, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2019, 19:42   #3
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Lieber ganter,
dann bin ich mal gespannt, was du mir morgen schönes präsentierst, wenn du es dann noch besser machst. Sehr gerne gelesen

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2019, 19:43   #4
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Standard Zäsur der Nacht

Danke, liebe Lyrikerin, für den wohlwollenden Kommentar.

-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2019, 19:58   #5
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Standard Trippelschritte zur Vollendung

Zitat:
Zitat von Gylon Beitrag anzeigen
Lieber ganter,
dann bin ich mal gespannt, was du mir morgen schönes präsentierst, wenn du es dann noch besser machst. Sehr gerne gelesen

Liebe Grüße Gylon

Lieber Gylon,

Deine Spannung möchte ich nicht enttäuschen, mich dadurch aber auch nicht selbst unter Steigerungs-Druck setzen.

Im Gegenteil, der Vorsatz ist ja nach der Absolution durch die Nacht, nicht wieder bei dem Grellen des Vortages weiterzumachen.

Herzlicher Gruß
-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2019, 10:55   #6
männlich Wolfmozart
 
Benutzerbild von Wolfmozart
 
Dabei seit: 04/2012
Alter: 55
Beiträge: 1.239

Gefällt Ganter,
dieser von dir angesprochene Reset für den neuen Tag ist etwas sehr wichtiges um (Über)leben zu können.Ich brauch ihn ständig.

LG wolfmozart
Wolfmozart ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2019, 20:12   #7
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Standard Tage wie diese

Lieber Wolfmozart,

danke für Deinen nachempfindenden Kommentar. Natürlich gibt es Ausnahmen, so wie heute. Zwar war es etwas kühl, aber nach der Sonne zeigt sich der Abend mit einem malerischen Rotschein über der Bergkette. Zurzeit habe ich kein Verlangen nach Reset.

Herzliche Grüße
-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 00:34   #8
weiblich noone
 
Dabei seit: 11/2016
Beiträge: 54

Da ist schon wieder dieser flapsige Satz am Ende...
Da bin ich dann schon wieder fast enttäuscht
"als wenn Dir die Luft ausgeht"
oder dem Poem die Luft ausgeht.
Vielleicht ist das Deine Eigenart und gehört auch so.
(Und ist eigentlich Kunst und ich verstehe es nur nicht)
Ich hätte auch hier aber wieder den Wunsch,
Du würdest die Ernsthaftigkeit aufrecht erhalten.
noone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 01:50   #9
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.872

Zitat:

Wie schön ist doch die Hysterie,
von jenen die total besessen.
Denn die Gewissheit hat man nie:
sind Menschen schlechter als das Vieh?
auch so eine ST3 wäre konvenient und gut zum nachsinnen.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 16:21   #10
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Standard Die Art, Kunst zu erkennen

Zitat:
Zitat von noone Beitrag anzeigen
Da ist schon wieder dieser flapsige Satz am Ende...
Da bin ich dann schon wieder fast enttäuscht
"als wenn Dir die Luft ausgeht"
oder dem Poem die Luft ausgeht.
Vielleicht ist das Deine Eigenart und gehört auch so.
(Und ist eigentlich Kunst und ich verstehe es nur nicht)
Ich hätte auch hier aber wieder den Wunsch,
Du würdest die Ernsthaftigkeit aufrecht erhalten.

Liebe noone,

ich bescheinige Dir Hartnäckigkeit.
Zeilen, die einem nicht gefallen, soll man ersatzlos streichen. Das ist meine Schreiberfahrung.
„Ernsthaftigkeit“, dazu sind etliche philosophische Abhandlungen geschrieben worden, die sich oft gegenseitig widersprechen. Ich vermute uns beiden geht es ebenso, wir haben dazu unterschiedliche Auffassungen.

Aber im Ernst, ich bedanke mich sehr für Deine Anregungen!

Herzliche Grüße
-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 16:31   #11
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
auch so eine ST3 wäre konvenient und gut zum nachsinnen.
Zum Nachsinnen, dazu sollen unsere Texte doch anregen, lieber Ralf (ernsthaft – sonst Ralfchen), sonst würden wir sie ja nicht unter „Philosophie“ platzieren.

Heiterer Gruß
-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2019, 22:48   #12
Stachel
 
Benutzerbild von Stachel
 
Dabei seit: 03/2015
Ort: Niederrhein
Beiträge: 895

Lieber Ganter,

das Gedicht ist auf seltsame Weise faszinierend, gleichsam unbegreiflich und konkret.
Wie kommt das? Zum einen liegt es sicher an den fast durchgehend unreinen Reimen, zum anderen an den ständigen Rhythmuswechseln. Trotz der fast idyllischen Bilder und Worten wie "Harmonie" und "Ruhe" hinterlässt der Text in mir eine gewisse Gehetztheit. Da hat sich jemand auf der Suche nach sich selbst, nach seinem inneren Kern, ziemlich verrannt.

"Das Grelle ist versunken", aber es hallt noch nach. Schöne Vermischung der Sinne übrigens. Erst der Schlaf wird Erlösung bringen und einen Neustart. Morgen ist alles wieder auf Anfang, ein weiterer Versuch, den Alltag zu regeln. Ein weiteres Scheitern und wieder Reset. Aber die Hoffnung bleibt: Morgen scheitere ich zumindest besser.

Ich nehme es zu meinen Favoriten.

Freundliche Grüße von
Stachel
Stachel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2019, 08:33   #13
weiblich noone
 
Dabei seit: 11/2016
Beiträge: 54

Ich habe es jetzt nochmal gelesen, und ich glaube, ich bin einfach am Ende über die Metrik gestolpert.
"Morgen mache ich es besser" muss hier natürlich unbedingt stehen

Was ich vergaß zu schreiben:
Wieder sehr gern gelesen;
wieder eine (liebevolle) Selbstironie genossen
noone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2019, 18:10   #14
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.736

Zitat:
Zitat von Stachel Beitrag anzeigen

das Gedicht ist auf seltsame Weise faszinierend, gleichsam unbegreiflich und konkret.
Das „bessere“ Scheitern (in Schönheit sterben)

Lieber Stachel,

nach meinem Empfinden hast Du mal wieder des Pudels Kern auf den Punkt gebracht.
Danke für den aussagekräftigen Kommentar!

-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Neustart

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Beharrlicher Neustart ganter Lebensalltag, Natur und Universum 2 10.06.2016 19:55
Neustart ganter Lebensalltag, Natur und Universum 0 10.05.2015 09:47
Neustart ShamanDaughter Gefühlte Momente und Emotionen 1 01.10.2012 02:19


Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.