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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 06.01.2018, 16:54   #1
männlich M. Fischer
 
Dabei seit: 10/2017
Alter: 26
Beiträge: 6

Standard Ein ehrliches Gefühl

Was ich in manchem Buche fand,
noch scheint's mir vielen unbekannt:
Treuer Philosophen Handwerk ist, vertrau,
nichts anderes als Weltenbau!
Sie streben mit Verstand und Sinn
nach einem Fundamente hin,
reichend unter jede Freud' wie Not:
wendig und starr; ihres Glückes Lot.
Der Vorsicht und der Liebe wegen,
auf dass es immerfort sich soll bewegen,
wollen sie, für den Fall bereit,
das Richtige tun - jeder Zeit.
Du denkst, ich red' in tiefstem Wahn?
Die Welt, sie beschreite eine handgemachte Bahn?
Wir selbst seien es, die lenken?
Sag mir: Wie sonst lässt sich die Freiheit denken?
Eines jeden tiefste Wahrheit anzufechten,
damit sich selbst und alle and'ren knechten,
nach Willen einer Willkür handeln,
ohne tieferen Sinn im Wandeln,
lass ich enttäuschter Menschen Sache,
dass er hierüber gerne lache.
Die Zeit, sie scheint mir durchaus reif,
dass unsereins endlich begreif',
das Echte nicht in Form zu zwängen,
gleichsam sich selbst den Tod verhängen.
Drum lasst uns denn vernünftig sinnen,
um wieder damit zu beginnen,
der inneren Ahnung zu begegnen,
dem Menschen eine Zukunft ebnen,
da er den Bund zum All erkennt,
sich selbst dabei sein Namen nennt!
M. Fischer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2018, 10:30   #2
männlich ganter
 
Benutzerbild von ganter
 
Dabei seit: 04/2015
Beiträge: 1.737

Standard wendig und starr das Richtige tun

Guten Morgen M. Fischer,

in Büchern "finden" find ich gut, denn Suchen führt nur zur Frustration.

-ganter-
ganter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2018, 23:13   #3
männlich M. Fischer
 
Dabei seit: 10/2017
Alter: 26
Beiträge: 6

Um zu suchen, müsste man ja wissen, wonach eigentlich!
Was das genau sein könnte, ist bei mir eher ein Gefühl, dem ich hier einfach mal Ausdruck verleihen wollte.
In der Zeile beziehe ich mich übrigens - ohne, dass es erkenntlich ist - auf Fausts Vorspiel auf dem Theater und Hyperions Abschied von Albanda.
Tolle Dialoge, bei denen ich mich frage, ob Goethe und Hölderlin wussten, wonach sie zu suchen haben.

Liebe Grüße
M. Fischer ist offline   Mit Zitat antworten
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