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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 22.06.2019, 20:07   #1
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 288

Standard Das Nichts im Sein

Schwimm im Meer der Nichtigkeit
Fass mein Herz mit banger Hand
Es trägt so schwer am Trauerkleid
Will nicht zerschellen an Felsenwand

Mit dem Funken meines Lebens,
Soll ich die Finsterniss erleuchten?
Diese Hoffnung allzu kühn, vergebens,
Wie mit Spritzern Wüsten zu befeuchten

Mit dem Tropfen meiner Existenz
soll ich dieses Meer ausfüllen?
Verblasst sind die Bilder meiner Reminiszenz,
Ich werde mich in Schweigen hüllen.
BladeRuner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2019, 12:47   #2
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Lieber BladeRuner,
dein Text gefällt mir außerordentlich gut. Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2019, 23:16   #3
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 288

Standard Hallo Gylon

Danke für deinen Kommentar.
Es tut immer gut, wenn man merken darf, dass ein Mensch mit eigenen Gedanken, die man zum Ausdruck gebracht hat, etwas anfangen kann.
Ganz lieben Gruß BladeRuner
BladeRuner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2019, 12:46   #4
weiblich AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.137

Lieber BladeRuner,

eine Existenz im Meer der Nichtigkeiten, das ist ein wirklich zutreffendes Bild für unsere Existenzweise, denke ich. Insofern sprich der Text mich an, aber eine Stelle finde ich, die ich nicht so recht goutieren kann:
Zitat:
Mit dem Tropfen meiner Existenz
soll ich dieses Meer ausfüllen?
Liegt in dieser Frage nicht eine Hybris verschlossen, die das LyrI da trägt. Füllen müssen wir das Meer ja gar nicht, denke ich. Vielleicht verstehe ich aber Deine Verse auch nicht tief genug?
Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2019, 12:56   #5
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.296

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Füllen müssen wir das Meer ja gar nicht, denke ich. Vielleicht verstehe ich aber Deine Verse auch nicht tief genug?
Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
ja AL - nur blady spricht von einem MEER DER NICHTIGKEIT also wie ich es lese einem MEER DER LEERE und verfolgt es lyrisch damit dass er es nicht füllen kann. oder habe ich das falsch verstanden. ein sehr interessantes stück lyrik i.ü.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2019, 14:08   #6
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 288

Standard Hallo ihr Lieben

Liebe Lyrikerin, liebes Ralfchen!
Die Zeilen sind von Ralfchen gut analysiert worden.
Angesichts unserer kleinen, fast schon bedeutungslosen Existenz und der uns umgebenen Größe von Zeit, Raum, Wichtigkeit, Ereignissen in der Welt, im Universum, in den Epochen, entsteht ein Meer der Nichtigkeit aus der Kleinheit heraus. Unsere Bedeutungslosigkeit ist so gigantisch, wie ein Ozean.
Und ich ich kleines Licht, einem Funken gleich, ich kleiner Hauch wie ein Tropfen muss diese Leere mit meiner Nichtigkeit ausfüllen, wie ein kurzes Aufblitzen eines Funkens, mit dem man das Universum auszuleuchten versucht, oder diesem Tropfen, der dieses Meer füllen soll. Es scheint mir so vergebens und unmöglich.
Es bleibt nur, diese Nichtigkeit anzuerkennen und sich dem zu ergeben, sie ab und wann zu vergessen. Dies gelingt mal mehr und mal weniger.
Gruß vom Herzen Blade
BladeRuner ist offline   Mit Zitat antworten
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