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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 16.10.2013, 18:02   #1
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.780

Standard Säuseln

Ein Blatt, aus dem Moment herangereift,
löst endlich sich von seinem trauten Stiele
und fällt wohl ahnend, dass der Wind es greift
in dessen Bahn. Ach, wenn ich mit ihm fiele!

Doch bleibe ich wie angewurzelt stehen;
ihm nachzuschauen ist mein ganzer Sinn
und übers Feld kann ich es säuseln sehen,
säuseln fern zur Unbestimmtheit hin.
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2013, 20:51   #2
männlich Jeronimo
gesperrt
 
Dabei seit: 10/2011
Alter: 66
Beiträge: 4.223

Das säuselt sich schön in meine Sinne.
Die erste Strophe ist besonders stark.

Das scheint hier ja, poet(r)isch gesehen, ein sehr ergiebiger Herbst zu
werden.

Jeronimo
Jeronimo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2013, 21:08   #3
männlich Phönix-GEZ-frei
 
Benutzerbild von Phönix-GEZ-frei
 
Dabei seit: 06/2012
Ort: Erstwohnsitz: Der Himmel, ein Schneeweißes Wolkenbett
Alter: 58
Beiträge: 1.726

Hallo Schmuddelkind

So das haste nun davon jetzt bist auch auf meiner Favoritenliste!

Ganz toll beschrieben, diese Schau - Blatt, Mensch Betrachtung.

Ein Ahnen des Selbst mit fragen nach dem was.

Süß - Herbstlich und wehmütig.

Ganz lieben Gruß vom Phoenerle
Phönix-GEZ-frei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2013, 21:28   #4
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Die erste Strophe finde ich auch besonders gelungen, lieber Schmuddelkind.

Aber zwischen fällt und wohl fehlt das Komma.
Das Blatt fällt nicht wohl, sondern wohl ahnend (nehme ich stark an).


Herzlichen Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2013, 21:53   #5
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.780

Grundgütiger!

Manchmal sind es wohl die einfachen Gedichte, die die stärkste Wirkung entfalten. Bin ehrlich glücklich über eure einfühlsamen Kommentare.

Zitat:
Das säuselt sich schön in meine Sinne.
Die erste Strophe ist besonders stark.
Ja, die erste Strophe mochte ich auch lieber. Die zweite ist n bisschen kopflastiger, aber zu dieser Pointe musste ich auch irgendwie hinkommen.

Zitat:
So das haste nun davon jetzt bist auch auf meiner Favoritenliste!
Scheiße gelaufen!

Zitat:
Ein Ahnen des Selbst mit fragen nach dem was.
Das hast du schön gesagt. Ich glaube, darum ging es. Da ist ein LI, dass sich durch die Betrachtung zum Betrachter macht und damit an den Rand der Betrachtung drängt und dennoch ist es sich dessen bewusst und diese Sehnsucht, teilzuhaben schwingt stets mit.

Zitat:
Aber zwischen fällt und wohl fehlt das Komma.
Das Blatt fällt nicht wohl, sondern wohl ahnend (nehme ich stark an).
Ja, hast recht. Das Blatt sollte tatsächlich wohl ahnend fallen. Danke für den Tipp!

LG
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
blatt, freiheit, wind

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