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Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy.

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Alt 18.09.2014, 20:11   #1
männlich Thodd
 
Dabei seit: 09/2013
Ort: Berlin
Alter: 23
Beiträge: 60

Standard Das Grobe im Detail

Der kleine Tom verlässt das Haus
nach einem guten langen Schmaus
wenn er jetzt noch wandert dann
regt er seinen Körper an

Er schließt die Augen atmet aus
von der Straß' lässt er sich führen
immer weiter geradeaus
nach einem guten langen Schmaus

Die Vögel zwitschern hell
am Boden hört er eine Maus
Ein Bächlein plätschert laut und schnell
nach einem guten langen Schmaus

Die Straße wird von Stein zu Erd'
Tomchen denkt an Herd und Haus
er streckt sich kurz und macht dann kehrt
nach einem guten langen Schmaus

Tom macht seine Augen auf
er staunt nicht schlecht
er steht an einem Wasserlauf
in der Nähe ertönt ein Specht
Er dreht sich einmal 'rum im Kreis
sucht danach mit großem Fleiß
seinen Augen traut er nicht denn
keine Straße ist in Sicht

Da entdeckt er tief im Unterholz
eine Brück' aus altem Stein
drauf zu geht er nun voller Stolz
Er hatte sie gefunden
war er doch noch so klein

Schon hatte er sie überquert
mit großen Schritten durchs Geäst
merkt er da ist was verkehrt
seine Füße war'n durchnässt
Straße war hier nicht zu sehen
nur ein kleiner See
soll er denn nun weitergehen
weiter durch den nassen Klee

Da sieht er einen grünen Schein
tief in weiter Ferne
was kann denn das nur sein
über ihm sieht er nun Sterne

Darauf bewegt er sich nun zu
schneller wird er unwillkürlich
und dann bemerkt er es im nu
dieses Licht ist nicht natürlich

Der Schein führt ihn zu einer Lichtung
hell bewachsen voller Blumen
überzogen mit Beschichtung
aus Jadefarb'nen Runen

Plötzlich erkennt er einen Pfad
diesen kann er gehen
schnell vorbei an einem Grat
an einer Klippe bleibt er stehen

Unter ihm weit ausgebreitet
wie eine alte Karte
ein grünes Tal
das ihm die Augen weitet
wie eine alte Karte

Ries'ge Bäume mit Kronen wie Herrscher
über grüne Wälder wachend
hölzerne Säulen und Erker
gefüllt mit kleinen Elfen lachend

Weiter führt der Weg ihn rasch
an ein weites Meer
denkt er schon das ist zu lasch
da kommt er aus dem Wasser schwer

Ein ries'ger Wal mit sechs Armen
reich bestückt mit Schmuck und Bergen
aus den Fenstern klingt mit warmen
Stimmen ein tiefer Chor aus Zwergen

Weiter dann am Weg entlang
der Chor schon bald verblasst
ein großer weißer Nebelhang
Tomchen wünscht sich eine Rast

Unerbitterlich jedoch
geht es den Berg rauf und rauf
dann an einem schwaren Loch
eine Tür mit gold'nem Knauf

Schon ist er hindurchgeschritten
hinter sich lässt er den Klee
kommt an ihm vorbeigeritten
ein Wolfsmensch durch den tiefen Schnee

Anonsten sieht er hier nur Tiere
Füchse weiß wie Flocken
nur sind sie groß wie Stiere
die Augen feuerrot wie Pocken

Schon stürzt er in ein tiefes Loch
Dunkelheit ist überall
Hoffnung macht er sich dennoch
da spürt er einen Wasserschwall

Er watet aus dem schnellen Bach
rettet sich hinaus
wird langsam wieder richtig wach
Tom macht sich auf den Weg nach Haus'
zu einem guten langen Schmaus
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fantasy, gedicht, thodd

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