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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 05.04.2018, 17:34   #1
männlich MiauKuh
 
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Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 1.810

Standard Nicht tausend warens, sondern einer

Nicht tausend warens, sondern einer.
Nicht einer war es, sondern keiner
und keiner wills gewesen sein,
als tausend Mal ein Leben starb,
verschachert wurde, ohne Sarg
im Dunkel ohne Sonnenschein.

Zu Tausenden und doch allein
in Gruben ohne jede Erde,
auf das der Mensch zur Erde werde,
verließen sie die Faulenden.

Bis heute steigt seit diesen Tagen
ein stillgemachtes Leichenklagen
empor vom Grab der Jaulenden,
erinnernd an die Faulenden,
die vielen hunderttausenden
im Dunkel ohne Sonnenschein.

Zu tausenden und doch allein
in Gruben voller Erde,
der Erde einer Menschenherde.
Du lieber Gott, wie kann das sein?
MiauKuh ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2018, 20:11   #2
weiblich AnnaWagner
 
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Dabei seit: 07/2014
Ort: München
Alter: 22
Beiträge: 188

Hallo MiauKuh,

das Gedicht gefällt mir richtig gut

Auch wenn ich die erste Strophe zweimal lesen musste, bis ich sie wirklich verstanden habe - finde sie dafür aber jetzt umso besser.

Ich hätte glaube ich die Zeile "Zu tausenden und doch alleine" fast schöner als Titel gefunden, aber das ist schließlich Ansichtssache...

Die Frage schießt das Gedicht sehr gelungen ab, das fragt man sich nach dem Lesen tatsächlich bei einem solchen Thema.

LG Anna
AnnaWagner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2018, 19:21   #3
männlich MiauKuh
 
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Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 1.810

Vielen Dank Anna

es ist schön, dass du aus dem Gedicht etwas mitnehmen konntest. Die Frage am Schluss hängt wohl auch mit, wie ich lernen durfte, "Theodizee" zusammen. Schau ruhig nach was das ist, falls du es nicht schon kennst. Ich fand es interessant darüber zu lesen.

Liebe Grüße
MiauKuh ist gerade online   Mit Zitat antworten
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