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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 07.09.2019, 20:21   #1
männlich JH1963
 
Dabei seit: 09/2019
Alter: 16
Beiträge: 37

Standard Sinn des Krieg

Er steht da
Und dort sah er es
Bloß für einen Sieg
Unmengen Leichen liegen da
Traurig denk Ich über Krieg

Der Sinn vom Leben
Der Wille des Töten
Gewalt sorgt nur für beben

Ich halte nichts von Kriegen
Denn hunderttausend Menschen liegen
Wo sehen die Menschen einen Sinn
Freude sich bekriegen
Ich krieg es nicht hin
Ich finde für den Krieg keinen Sinn
JH1963 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2019, 08:26   #2
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 358

Standard Perspektivisch betrachtet

Krieg macht aus unterschiedlichen Gründen Sinn.
Am Ende bleibt immer Selbst- und Habsucht, die Wurzel allen Übels.
Der Mensch ist kein Frirdensbringer. Er ist ein Mörder und seine Geschichte offenbart sein wahres Wesen.
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2019, 11:05   #3
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.969

Zitat:
Zitat von JH1963 Beitrag anzeigen
Ich finde für den Krieg keinen Sinn
Die Beschäftigung mit der Geschichte hülfe dir, den Sinn der Kriege zu erkennen. Also ran an die Bücher!

Es ist eben nicht immer Gier, Habsucht und Selbstsucht, was Kriege auslöst. Es geht vielmehr um die Durchsetzung von Interessen und die Eingrenzung von Macht, und dahinter standen komplexe Verhältnisse und Vorgänge. Nimm als Beispiel Bismarcks Kriege, die zum Norddeutschen Bund und zu einer Bündnispolitik führten, die den Frieden in der Mitte Europas sicherten. Mit Bismarcks Entlassung zerbrach dieses Gebilde: Der Rückversicherungsvertrag mit Russland wurde nicht erneuert, Russland verbündete sich mit Deutschlands Erzfeind Frankreich, und schon geriet alles aus dem Gleichgewicht, was letztendlich in den Ersten Weltkrieg mündete.

Das ist nur ein kurzer Anriss, um zu zeigen, wie komplex die Dinge liegen. Es sind politische Interessen, die zu Bündnissen führen, die schnell zerfallen können und neue Konstallationen nach sich ziehen, die wiederum neue Konflikte kreieren. Da wird schnell aus dem ehemaligen Partner der neue Feind, und vice versa.

Diese Vorgänge auf Gier zu reduzieren, ist zu wenig. Es geht um handfeste geopolitische, wirtschaftliche und finanzielle Interessen, um in einer immer mehr demokratisierten Welt die Wähler hinter sich zu bringen und zu halten, vor allem aber, die Geltung des eigenen Staates in diesem Wettbewerb zu bewahren, also nicht an Substanz zu verlieren.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2019, 12:46   #4
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 358

Handfeste geopolitische Interessen sind Hab- und Selbstsucht, wenn man bereit ist, das auf den Kern runter zubrechen.
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
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