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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 04.09.2017, 12:25   #1
weiblich Zaubersee
 
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Standard metamorphose

bei sich zu bleiben ist nicht übel
man hätt ne chance sich quer zu sehen
und fänd von sich verteilte prügel
in seinen finstren ecken stehen

und könnt sich fragen, was bedeutet
die lust den andren vorzuführen
die seele – frisch und frei gehäutet
mit dem sich lieber selbst studieren.

C. Mara Krovecs / Zaubersee / Regenlibelle / 2017


Inspiriert von gummibaums:
Zitat:
So mal nebenbei
, das ich bewundernd las.

Und weiter ausholend, wieder mal mit der Frage, warum so Beißer beißen, ( wobei ich auch schon mal bissig war ) und was sie statt dessen machen könnten, wenn ihnen nach "Beiß" ist, legte ich meine Vermutung in Verse.
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Alt 04.09.2017, 20:23   #2
männlich Poesieger
 
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Welch Bahnhof du diesem Zug bereitest. Auf Gleisen direkt ineinander fahren.
alles schwenkend wovon Schaffner wirklich träumen und wie armselig dann das Zurückbleiben kommt obwohl man nur die Dimensionen in sich selbst wechselt.
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Alt 06.09.2017, 13:12   #3
weiblich Zaubersee
 
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Zitat:
und wie armselig dann das Zurückbleiben kommt obwohl man nur die Dimensionen in sich selbst wechselt.
.... das scheint nur so; in Wirklichkeit ist es so, dass auch der scheinbar Zurückbleibende die Chance hat, in sich die Dimensionen zu wechseln, zu bestätigen oder oder nach anderen zu suchen.
Er bleibt also ebenfalls "bei sich" .... und kann sich so dem anderen mitteilen. Der Austausch ist nicht unterbrochen. Nur dem anderen die eigene Dimension aufzuzwingen ist so nicht nötig, wenn man in sich "gesichert" ist. Gegebenenfalls kann man den Austausch abbrechen, wenn klar ist, dass es keine weiteren Gemeinsamkeiten geben wird und der innere "Ärger" größer als die Freude miteinander zu sein. Das ist Freiheit.


Du hast es wunderbar zusammengefasst ...

L.G.

Marmeladenzauber
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Alt 06.09.2017, 15:07   #4
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Und hier sprichst du den Unterschied ob ja und wenn wo aus meinem anderen Gedicht an. Schutzzonen sind wohl die Stacheldrahtdimensionen. Weil der Schaffner in seiner Virtualität wohl nicht ganz in die Uniform gepasst hat die wir erwarten. Weil du ja mit der Reiseverweigerung anfängst und alles bequem vorbei wandern lässt. So ist auch die Möglichkeit sich selbst der eigene Entscheidungsgrund der uns dahinein versetzt wo wir uns wie von jemandem versetzt laut Fahrkarte das Recht erstritten haben:

Zitat:
den andren vorzuführen
Am besten dann noch in seinen finsteren Ecken der Tunnel wo die Gesichter aus der Wand wachsen. Wie ein streiflicht zwischen den Stationen unserer Reise. Und wir greifen aus dem Fenster und erwachen.
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Alt 08.09.2017, 01:23   #5
weiblich Zaubersee
 
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Traumwandlerisch betreten wir dabei sich ineinander verschobene Tunnel. Der Schaffner betreibt, zum Überleben mit der zu kleinen Uniform, Mimikri, wie auch schon zuvor, bei Reiseverweigerung 1. und 2. Und so erhalten wir am Ende doch noch unsere Fahrkarten. Die finsteren Ecken sitzen leider zwischen unseren Augenbrauen, auf dem Platz des dritten Auges, das in alle Winkel des vorbeirauschenden Universums blicken kann. Vorgeführt wird nur, wer nicht bei sich bleibt, der verschwindet in den Weiten der Weiten und verliert sich in den anderen.
Zitat:
Wir greifen aus dem Fenster und erwachen
.... und fühlen die frischen Blätter der Morgenbäume und hören die Vögel darin und die Hoffnung und riechen den frischen Kaffee ....
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Alt 13.09.2017, 15:01   #6
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Wie dieser Verlierungsprozess sich einer instrumentarischen Kreisbewegung nähert so ist unsere Energie der Darstellung natürlicher Lebensmusikalität unerschöpflicher als ein pixelgewobenes Männchen es vor- bzw. nachtanzen kann. In ihm unbewusst zur Verfügung gestellten Schaffnereigenschaften. Und Betrachtungstunneln.

https://www.youtube.com/watch?v=8g5yJd0Q5gA
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