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Alt 27.07.2020, 00:00   #1
männlich Ralfchen
 
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Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 14.352


Standard Hier die 28 Fabeln zur Bewertung:

Hier die 28 Fabeln zur Bewertung:

Zitat:
Und nun noch mal ganz kurz auf die Bewertung:

Jeder sollte die ersten drei Texte die sie/er als die drei besten hält, mit der Reihenfolge 1-2-3 bekannt geben:

Ein PN an mich würde dann so aussehen:

1. 19
2. 26
3. 01

In diesem Fall würde die Fabel Nummer 19 an erster Stelle stehen, die Fabel Nummer 26 an zweiter Stelle und die Fabel Nummer 01 an dritter Stelle


Bewertungen bitte an mich per pn bis spätestens 31. Juli 2020 0,00 Uhr
************************************************** ***************



Zitat:

1. Schwein gehabt


wurde aus dem Bewerb entfernt, da es sich um keine Fabel handelt

2. Jagd Beute.


Ein Seeadler flog hoch über dem Meer, als er unter sich, im Wasser, einen großen Fisch sah.

Er legte die Flügel an und stürzte sich, aus großer Höhe auf den Fisch.
Seine Fänge vergruben sich in den Fischkörper und mit aller Kraft 2gelang es ihm, den Fisch aus dem Wasser zu heben um ihn zu seinen Horst zu tragen.

Im Nest hatte er zwei Nestlinge, die aber gerade heute ihren ersten Ausflug machten, sie hatten sich auf einen Ast ihres Baumes gesetzt.
Das aber hatte ein Bär beobachtet, er stieg flink auf den Baum und setzte sich in das Adler Nest.

Jetzt war die Mutter am Nest und warf den Fisch hinein.
Er traf den Bären mit voller Wucht, so das er aus dem Nest stürzte und zu Boden fiel.

Sagte das Eine Junge zum Anderen: So also Jagd man Bären!”.





3. Anaconda


Die Schlange schlängelt sich träge durch den Busch,
aus der Ferne ertönt das markerschütternde Gebrüll der Brüll - Affen. Langsam gleitet sie näher, sie kann sehr schlecht sehen, geschweige hören.

Unverhofft bekommt sie einen kleinen Brüll - Affen zu fassen, der brüllt natürlich sofart los.

Im nu war die Conda von einer Horde Brüll - Affen umzingelt.

Der Anführer brüllte, "Loß, gib den Kleinen raus, oder!"

"Was oder?" zichelte die Conda.
"Oder wir werden Dich mit Stöcke schlagen!"

"Versuchs doch!" zichelte sie und begann den kleinen Affen in ihr Maul zu schieben.

"Hör sofort auf damit!" brüllte der Anführer, "wir machen Dir einen Vorschlag, wenn Du den Kleinen jetzt los lässt, werfen wir Dich dort-zu unserer Sicherheit, in den See. dann haben wir Zeit um zu verschwinden!"

Toll, dachte die Conda, ich kann gut schwimmen, das machen wir.

"Hier ist der Kleine!" sie ließ den Affen frei und im gleichem Augenblick, begannen die Affen mit Stöcken auf die Schlange einzuschlagen.

Als sie tot war, warfen sie die Anaconda in den See.

Der Anführer brüllte empört, "Sie wollte uns zum Affen machen!".





4. Känguru und die schnelle Schlange

Die beiden wollen einen Wettlauf machen, durch den Wald, wer wohl das schnellere Tier ist. Bald knallt eins gegen einen Ast, Das KO- Känguru verlassend erreicht die schnelle Schlange eine Schlucht. Drum muss sie zurück und das liegende Kängeruh unter dem Ast durchziehen. Alsbald erwacht dieses und nimmt die Schlange in den Beutel über die Schlucht, damit das Rennen weitergeht.






5. Die Spinne und der Frosch



„Sie nennen mich Die Mörderin!“ Sagt die Spinne zum Frosch.

„Aha.“ Quakt der Frosch. „Ein bedrohlicher Name, der mich nicht in Angst und Schrecken versetzt!“

„Ich bin - neben meinen unerfreulichen Eigenschaften, allerdings potenter als Viagra, Levitra und Cialis!“

„Wie kommt das?“

„Wenn Impotente mich um Hilfe bitten, beisse ich zu und der Gebissene kann sich einer zig Stunden langen Erektion erfreuen.“

„Hm - und nach diesen Stunden?“

„Nun ja - lebenslange Impotenz. Eine Maus erledige ich mit sechs Mikrogramm. Die Empfindlichkeit des Menschen ist fünf mal höher, also kann ich auch Menschen töten.“

„Hattest du?“ Frägt der Frosch respektvoll.

„In Brasilien ermordete ich in São Sebastião zwei Kinder!“

„Hm beeindruckend. Mein Gift wird von Indianern als Pfeilgift verwendet. Und das seit einigen tausend Jahren!“

„Wow!“ Meint die Spinne.

„Was hat dich nach Kolumbien in diesen Regenwald am Rio Saija verschlagen?“

„Wollte dich kennen lernen. Hast du je Menschen getötet? Von jemandem den man Schrecklicher Pfeilgiftfrosch nennt, erwartet man das.“

„Nein - ich könnte zwar zehn töten, aber die laufen hier nicht so rum. Ich fresse ab und zu Spinnen und meist Insekten.“


„Große Spinnen“

„Nein.“

Blitzschnell sprang die Spinne auf den Frosch und biss ihn in den Rücken.





6. Die Gesellschaft



Ein Hund lag traurig im Zwinger, als wie aus dem Nichts, ein Habicht vor ihm auf den Boden fiel. Als er ihm in die Augen sieht, jault er kurz auf und schiebt ihm seinen Futternapf hin. Der Vogel traut dem Spiel nicht ganz:

"Gevatter Kläff, ich hab noch nie erlebt, dass jemand mir etwas schenkt um mich nicht hinterher zu beißen."

Kläff legt seinen traurigsten Blick auf: "Ja. Genau, mich haben sie auch hier eingesperrt.“

Der Habicht fühlt mit seinem Schnabel den verbogenen Flügel: "Das ist schrecklich, ich saß seit Tagen auf dem Ast da oben und kam nicht weg, weil der Sturm mir den Flügel gebrochen hat."

Er schnäbelt zum Lindenbaum: "Früher da hab ich am Himmel Ringe, keine Beute war zu schnell für mich."

Der Hund hechelt: "Oh wäff, Beute, Beute ja. Ich jage hier immer Fliegen und dabei springe ich fast bis oben an die Decke."

"Oh das ist wahrhaftig eine große Leistung für einen Hund." Erwidert der Habicht: "Ohne Flügel bin ich total nutzlos, meine Frau ist davon geflogen, mein Magen knurrt und keiner interessiert sich mehr für mich."

Der Hund schiebt ihm das Futter wieder näher und nun nimmt er sich ganz schnell einen Brocken.

Ein paar Wochen später ist der Habicht wieder gesund und als er das letzte mal bevor er davonfliegt einen Happen aus dem Hundenapf fressen will, beißt der Hund ihm durch den Zwinger in den Flügel.






7. Der Esel* und der Löwe


Ein Esel wankte schon seit Längerem durch eine wüstenartige Einöde. Es schien ihm, dass er kurz vor dem Verhungern stünde, als er rechts und links des Weges, absolut gleich entfernt, zwei seltsame Häuflein wahrnahm.

"Vatta und Mutta Morgana", dachte er verzweifelt, doch als er näher kam, erkannte er, dass links ein Berg knusprigen Hafers lockte, und rechts ein Haufen fetter, feucht glänzender Möhren.

"Meine absoluten Lieblingsspeisen", dachte der Esel und blieb erstmal mitten im Niemandsland stehen.

"Was soll ich denn jetzt bloß zuerst futtern?" Da erkannte er, dass sich von vorn ein stolzer Löwe näherte.

"Na Grauschopf", sagte der mit dem sonoren Bariton eines erfahrenen Frühstücksdirektors, "Du siehst ratlos aus - kann ich Dir helfen?"

"Iiii...aaahh", sagte der Esel, "was, meinst Du, sollte hier zuerst verspeist werden? Ich kann mich zwischen diesen Köstlichkeiten nicht entscheiden."

"Naja, Du hast zwar große Ohren, doch komm erstmal ein wenig näher - es soll ja nicht jeder hören, welches hier die leckerste Speise ist ..." Das tat der Esel, und leicht schmatzend murmelte der Löwe kurz darauf

"Ziemlich mager, aber wahr: Diese Dösdeppen ergeben die beste Salami." Und die Moral von der Geschicht? Vertagt auf ewig die Entscheidung nicht!

*in Fachkreisen auch als Buridans Esel bekannt





8. Der Einsiedlerkrebs und die Languste

Ein Einsiedlerkrebs schleppte mühsam sein Schneckenhaus über den Meeresgrund, als er auf eine Languste traf.

„Warum trägst du diese Bürde mit dir,“ fragte ihn die Languste, „obwohl dein Leben viel leichter sein könnte? Schau mich an!“ Und sie tänzelte leichtbeinig um den Einsiedlerkrebs herum.

Da kam ein Zackenbarsch wie der Blitz geschossen, missachtete den Einsiedlerkrebs, der sich in Sekundenschnelle in das Schneckenhaus verkrochen hatte, und verschlang die Languste.





9. Die Sonne und die dumme Nacht

Ein Rabe saß auf einem hohen Brunnen. Er fragte die Sonne, hast du Lichts? Ich weiß nicht, antwortete die Sonne. Er fragte dann, hast du nichts? Vielleicht, sagte die Sonne. So rein war der Abend daß sonst nichts weiter geschah. Außer daß der Rabe merkte daß die Sonne nachts untergeht und nicht mehr da war.




10. Der alte und der junge Stier

Der alte Stier erzählte dem jungen Stier eine Geschichte, die seine Ahnen überliefert hatten: „Du musst auf die Farbe achten, Jungchen, nur auf die Farbe. Sonst überlebst du nicht.“

Mehr verriet der Alte nicht, das verbot sein Codex.

Als der Jungstier in die Arena getrieben wurde, sah er rot: ein Tuch, das Blut eines getöteten Stiers und die Rosen. Er ging zu den Rosen, roch an ihnen und schmeckte ihren Duft.

Inzwischen ist er alt geworden und erzählt die Geschichte seiner Ahnen.





11. Schlauheit


Ein Bär und ein Löwe treffen sich zufällig, (das war damals noch Möglich) nachdem sie gesehen hatten, dass sie gleich stark sind, sagte der Löwe. “ Zeig mal wie kräftig du bist, sieh mal hier, meinst du, dass du diesen großen Stein anheben kannst?”

Der Bär brummte, “Is doch ne Kleinigkeit, schau!”, Er hob den Stein dreimal hoch. “Ja, sagte der Löwe, ich bin mächtig beeindruckt, aber glaubst du, dass du diesen sehr großen Stein anheben kannst?”
Wieder brummte der Bär und sagte, ”Ich werde es dir schon zeigen!”
Er nahm den Stein und hob ihn zweimal hoch. “Uff, hast du gesehen, ich kanns!”

“Ja, du bist wirklich stark, aber schau dir mal diesen Felsen an, glaubst du, du schaffst auch den?”

Der Bär brummte, “so langsam werde ich müde, aber den schaffe ich auch noch!” Mit gewaltigem Ächsen schaffte es der Bär wirklich, ”Hast du, uff, hast du gesehen, uff, ich habe es einmal geschafft, diesen Felsen einmal an zu heben.

“Ja” brüllte der Löwe, sprang den Bären an und schlug ihn mit einen Schlag seiner Pranken zu Boden.

Der reicht für eine ganze Woche, sprach der Löwe zu sich selbst.





12. Die Nacht des Wolfes


Der Wolf geht um in dieser Nacht,
Fuchs hab nur acht.
Der Mond das Wasser berührt,
es davon garnichts spürt.

Der Jäger wird gejagt,
mit Freuden hat man ihn gefragt.
"Na Fuchs hast Angst?
Wenn du ums Leben bangst?"

Fuchs, du Jäger der Nacht,
Jagst wenn der Mond am Himmel lacht.
Doch heute wirst du sterben,
dein Leben in Scherben.

Der Fuchs, dacht er wär schlau,
drum versteckt er sich im Bau.
Der Wolf wartet geduldig,
macht er sich am Fuchs schuldig.





13. Der Hund und sein Quälgeist


Ein großer Hund lag auf seiner Decke neben dem Ofen und schlief.
Er träumte gerade von frechen Katzen und leckeren Frolics, als er plötzlich ein unangenehmes Pieken am Ende seines Rückens verspürte.
Ärgerlich schaute er mit schlaftrunkenen Augen nach, um den Störenfried zu suchen.

Aber da war niemand. Auch das Pieken war weg.
Er gähnte und wollte weiterträumen, als es an jener Stelle heftig zu jucken begann.

Schnell drehte er den Kopf, um das unangenehme Gefühl mit den kleinen Zähnen zwischen den Fängen zu beenden.
Unter heftigem Schnauben bearbeitete er Fell und Haut, als er eine unbekannte Stimme hörte.

"He! Aufhören! Du bringst mich ja um!"

Im gleichen Moment entdeckte der große Hund auf seinem Fell einen winzigen Kerl, der dort frech wie Oskar herumsprang.

"Wenn du nicht sofort verschwindest, wirst du meine Zähne kennenlernen",
drohte er dem Eindringling. "Was bist du überhaupt für einer?"

„Ich bin ein Floh“, rief der kleine Störenfried.

„Verschwinde! Sofort!“, knurrte der Hund und bleckte seine scharfen Zähne.

Der verängstigte Floh nahm mit einem riesigen Satz Reißaus.
Der große Hund aber wurde an jenem Tag noch stundenlang durch das nicht enden wollende Jucken an seinen winzigen Besucher erinnert.



14. Weise gegen List


Eine Eule sitzt verborgen auf einem Ast einer alten Tanne.
Im strengem Winter wird das Futter langsam knapp, denn Fuchs und Co waren auch noch da.

Jetzt sah sie den Fuchs, wie er tapsig durch den Schnee lief, plötzlich blieb er steif stehen, dann ein Sprung …weg ist die Maus.
Missmutig zieht er weiter.

Jetzt sieht sie den Wolf, der griesgrämig den Schnee betrachtet, auch er hatte heute noch kein Jagdglück, oder doch? Da kam ja gerade der Fuchs daher… in der Not?

Die Eule überlegte kurz und flog den Beiden entgegen.
Auf einen nahen Baum, lies sie sich nieder.
“He ihr Beide, kommt mal näher!”

“Also, der Winter wird noch lange Zeit andauern, das Futter wird immer weniger und ihr werdet verhungern. Macht euch auf den Weg und sucht jeder ein anderes Jagdgebiet auf!”

“Das ist ein weiser Rat“, sagte der Wolf und machte sich auf den Weg.
Der Fuchs stand noch unter dem Baum, als er eine Maus sah, er packte sofort zu und rief der Eule zu, “hier, ich schenke dir die Maus, für deinen guten Rat!”

Die Eule lies sich das nicht zweimal sagen, flog herab, sagte “Danke!”
Da schlug der Fuchs ganz plötzlich zu.


Ja, eine Eule macht mehr satt, als eine Maus.




15. Die Fabel vom alten Fuchs und der dummen Gans


Eine Gans, die zugegeben einige attraktive Flaumfedern um ihren Pürzel herum hatte, fiel einem alten grauen Rotfuchs auf. Der hatte einen sehr schön gestalteten Fuchsbau, aber leider nicht mehr sehr viele Zähne. Die Gans lebte zusammen mit vielen anderen dummen Gänsen in einer Garage, die als Nachtclub umgebaut worden war und trat dort zum Vergnügen der vielen herrenlosen Hunde der Gegend auf der nächtlich rot beleuchteten Bühne auf und schwenkte ihren attraktiven Pürzel. Die Hund geiferten etwas in der Gegend herum und verzogen sich dann irgend wann unter die nahen Parkbänke oder in die heimischen Hütten und Hundeklos. - Der Rotfuchs kam auf den blöden Gedanken, dass diese Tätigkeit der dummen Gans nicht gefallen würde und er fasste den Plan, die Gelegenheit beim Pürzel zu packen. Er brauchte unbedingt jemand, der einmal am Tag ein Geflügel, das durch seine Suppe schwamm des Geschmackes wegen. Er erzählte ihr von seiner schön ausgemalten Höhle. Und sie willigte ein, denn schließlich hatte der alte Fuchs keine Zähne mehr. - Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der hatte nämlich den Hunden zu Weihnachten Gänsebraten versprochen und sich selbst natürlich den Pürzel und die Keulen zugedacht und die gute Kasse bei der Show. Der Wirt zeigte der dummen Gans seine tolle Bratröhre und erzählte ihr ein bisschen was von Sonnenstudio. Und da es eine bulgarische Gans war, fiel die prompt drauf rein und freut sich heute auf den Gänsebraten. Sie hofft drauf, dass sie ihr Fett ab bekommt wie versprochen. - Was ist aus dem grauen Fuchs geworden, fragt ihr, meine Kinder? - Na ja, es gibt noch mehr dumme Gänse auf der Welt. Nächstens geht er zum Zahnarzt. Und dann sehen wir weiter.






16. Die Fabel von der Aquarienwelt


Scheiben muss man begreifen. „Im übrigen“, sagte der Fisch zur Krabbe: „Hör zu, meine Gute, ich weiß, die Welt besteht aus Scheiben, denn sie heißt Aquarium. Irgend wann, wenn ich genug gefressen habe, bin ich so dick, dass ich die Scheiben zersprenge und allein zum Kühlschrank komme, wo das Futter liegt und mir endlich die Welt ansehen kann.“ - Da antwortete ihm die Krabbe: „Ich besitze die Weisheit, Scheiben zu überklettern. Ich habe es noch nie getan, aber Du hast mich neugierig gemacht." Sie stieg hinauf und hinaus und der Fisch staunte, denn Wasser war sein Element und die Luft war schon unbegreiflich. Drüben winkte im die Grabbe noch einmal zu und verschwand im Flor des Teppichbodens. Der Aquarianer fand sie irgendwo in einer Ecke des Zimmers. Ihre Weisheit hatte eben nur im Übersteigen von Glasfenstern bestanden. "Schade", sagte der Aquarianer, "Jetzt weiß ich aber, dass Krabben nichts für Aquarien sind. Ich bin klüger geworden." Der Fisch aber verzichtete nie auf seinen Traum von der Erforschung der Welt, obwohl er inzwischen deutlich vorsichtiger geworden war.

Wenn es eine Welt aus Glasscheiben gibt, gibt es auch einen Gott der Glasscheiben








17. Das Nashorn



Ein Nashorn ging des Wegs daher
mit einem Horn, gedankenschwer.
Es lief gemächlich, Schritt um Schritt
genau durch seine Lebensmitt.

Es sah nur immer vor sich stehen
die Nase mit dem Horn versehen.
Und nur ein Büschel Gras hielt auf
so dann und wann den Dauerlauf.

Da wurde es im Trott gehemmt
durch ein ihm fremdes Element.
Vor ihm aus dem Savannenboden
Ragt ein Schild: “Hier lang verboten!”

Nach links ging’s hin zu saftgen Wiesen
Und rechts konnt man den See genießen.
Es musst sich schon für eins entscheiden
und diesen Mittelweg vermeiden.

Das war genau vor einem Jahr
Und als ich jüngst in Afrika war,
da stand das Hornvieh dumm
noch immer vor dem Pfahl herum.








18. Der alte Hund ist ihr schon lang aufgefallen.


Der alte Hund ist ihr schon lang aufgefallen. Schließlich liegt er da, mitten im Hof und stinkt in der Sonne. Irgend wie ist er immer im Weg, man braucht ihn eigentlich nicht mehr so recht. Blind ist er auch. Aber, das ist eindeutig er besitzt den Hof. Er ist Hofhund und das ist schon was unter Tieren. Nicht, das es ihr wichtig wäre, ihm das weg zu nehmen. Es würde ihr schon genügen, dass er seinen Hof einmal verlassen würde, - seine Pflicht verletzen, nein, nein. Das nicht. Was meinen Sie, denkt sie wohl? Warum will sie ihn dazu bringen, das zu tun? Sie hätte doch gar nichts davon! Mäuse und Kater fängt sie doch anderswo!

Es ist vielleicht nur ein Spiel mit den Krallen, denken Sie?

Der Knochen lag verführerisch nah am Grundstück. Langsam tastete sich der Hund näher heran und beobachtete ihn durch den Gartenzaun. „Es ist ein guter Knochen,“ dachte er, „Solche Knochen gibt es nur in meinen Träumen. Früher wurde ich mit ihnen belohnt, wenn ich Kunststücke machte. – Ich kann schon kaum mehr erkennen, ob noch Fleisch dran ist. – Ich muss ihn haben, Knochen ist meine Lieblingsspeise.“ Drüben auf der anderen Straßenseite saß die Katze







19. Der Hahn auf der Hühnerleiter



Ein Hahn sitzt auf der Hühnerleiter
Er kräht ganz laut und denkt sich heiter,
jetzt zeig ich diesen doofen Hennen
die keine Obertöne kennen,
was durch mein meisterliches Lied
auf Gottes weiter Welt geschieht.

Die Sonne öffnet still und leise
die Augen ob der Sangesweise
und zieht ne Wolke über das Gesicht.
Man merkt schon, es gefällt ihr nicht.
Da kommen, eins, zwei, drei vier Hennen
Die wollten noch ein wenig pennen

Doch durch den lauten Hahnenschrei
wars mit der Morgenruh vorbei
„Was krähst du hier auf unsrer Leiter?
Verzieh dich doch drei Häuser weiter.
Weißt Du nicht, wo dein Plätzchen ist?
Die Hähne krähen stets auf Mist.“





20. Das misslungene Duett


Ein Frosch in einem Teiche saß,
und missvergnügt ne Fliege fraß.
Er spürt in seinem Fröschemagen
Darob ein tiefes Unbehagen.

Weil nirgends zeigte sich ein Brummer,
verging er fast an seinem Kummer.
Da hört er bei den Brombeerhecken
Beim Geigenspiel nen Heuenschrecken.

Weil erl auch gern eiLiedchen sang,
er näher zu dem Fin edler sprang.
Und sprach zu ihm: “Es wäre nett,
du musiziertest mit mir im Duett.

Dem Heupferd fiel erst der Verstand,
dann auch die Geige aus der Hand.
Es starrte stumm aufs Singorgan,
dann kam ihm eine Ohnmacht an.

Wenn er sein Geigenspiel vergisst,
Der Künstlerwert gleich einer Fliege ist.
Drum hat der Frosch ganz kunstvergessen
Den Schreck samt Instrument gefressen,






21. Der Sündenbock

Ein Sündenbock, dem man die Schuld gegeben
der wurd verjagt und musste in der Wüste leben.
Dort sucht er nach dem Grund für diese Tat
und fragte alle Tiere die er traf, um Rat
Ein kleiner Esel schleppte Lasten und den Herrn,
der sagte: Worüber willst du dich beschwern?
Sei froh, dass du nicht eselsgleich die Säcke trägst
und schön im Sonnenschein die Hörner pflegst.
Der Bock war irritiert, denn es ging um seine Ehre,
dass er der Träger aller schweren Lasten wäre.
Da kam ein altes Dromedar die Dünenlinie lang
mit einem Höcker und passend auch dazu sein Gang.
„He, du Kamel, kannst du mir vielleicht sagen
Wer auf der Welt hat wohl am meisten zu ertragen?“
„Hääh, so ne Frage macht für mich kein Sinn,
ich trag doch gerne viel, weil ich ein Kamel bin.“
Da nahm der alte Sündenbock die Schuld auf sich
bis er nach vielen Jahren im Ruhestand verblich.
Denn überall muss unter Menschen und auf Erden
für jede Missetat ein Sündenbock gefunden werden.

(Im Alten Testament ist ein Brauch beschrieben, in dem am Versöhnungstag dem Hohepriester zwei Ziegenböcke als Sühneopfer für die Sünden des Volkes übergeben wurden. Nach dem Los wurde ein Bock für den Herrn geopfert, der andere, erhielt die Sünden Isreals aufgebürdet, indem der Hohepriester ihm die Hände und damit symbolisch alle Schuld des Volkes auferlegte. Danach wurde er in die Wüste gejagt.)







22. Das Lächeln des Todes


Im untergehenden Licht der Sonne, welches sich golden auf den Wüstensand legte, richtete sich eine Königs Kobra auf und wiegte ihren Körper hin und her.

Vor ihr saß eine Wüstenspringmaus, zitternd vor der drohenden Gefahr.
Das bunte Schuppenkleid der Kobra, leuchtet wunderschön im Sonnenlicht, ihr geschlossenes Maul schien zu Lächeln.

Das Mäuslein vor ihr bat, ”Bitte, gib mir noch etwas Zeit, um mich von meiner Frau und den Kindern zu verabschieden!”

Gnädig nickte die Kobra und das Mäuslein verschwand in ihr großes Höhlensystem.

Lange nach Einbruch der Dunkelheit merkte die Kobra, das sie hier umsonst warten konnte, sie begann zu Fluchen,

“Scheiße, verdammte Scheiße, hat mich doch dieses kleine Aas hintergangen, Scheiße!”

Seit dieser Zeit, schlägt die Kobra blitzschnell zu.







23. Der Kranich und die Krabbe


An einem Teich lebte eine Krabbe, die argwöhnisch zwölf kleine Fische bewachte. Ein Kranich, der in der Nähe wohnte und mit der Krabbe befreundet war, mochte die Fischlein gern als Schnabelfrühstück. Sobald die Krabbe sich im warmen Sand schlafen legte, immer nachts zwischen Monduntergang und Sonnenaufgang, kam er angeflogen, verspeiste eines der Fischchen und stellte sich am nächsten Morgen dumm: "Als du eingeschlafen bist, kamen die Fischer vom Dorf und haben einen deiner Fische gefangen." So ging das elf Nächte lang bis nur noch ein Fischchen übrig war. Wie ihr Euch denken könnt, war die Krabbe ziemlich verzweifelt. Darum beschloss sie, egal wie müde sie auch war, die ganze Nacht wach zu bleiben. Tatsächlich kamen die Fischer in dieser Nacht und fanden die Krabbe vor dem Teich liegen. "Das ist aber ein großes Tier. Es wird viel gutes Fleisch geben," sprachen sie zueinander: "Kommt, lasst uns Keulen holen, damit wir es erschlagen."

Die Krabbe lief zu ihrem Freund, dem Kranich, so schnell sie konnte und rief: "Rette mich, rette mich, die Fischer wollen mich erschlagen, wie sie es schon bei meinen Fischen getan haben!" "Gern", sagte der Kranich, "mache ich das. Komm klettere in meinen Schnabel, dann trag ich Dich in die Wüste, wo Dich keiner findet." Der Kranich hatte wirklich den besten Vorsatz, aber man wird eben hungrig auf einem langen Flug, vor allem wenn man eine gute Mahlzeit im Schnabel hat.

Ganz unwillkürlich begann er zu schlucken, ohne es zu wollen. Die Krabbe merkte das ziemlich spät, weil sie sich ja nicht umdrehen konnte. Bei Krabben ist bekanntlich Kopf und Bauch in einem Stück, Aber als sie das dann doch endlich merkte, da - schnapp!! - hatte sie schon ihre Scheren ausgefahren und dem Kranich den Hals zugedrückt. Der schluckte und schluckte, aber nichts ging mehr. So blieb dem Kranich nichts anderes übrig, als die Krabbe fallen zu lassen. Weil sie gerade über dem Nil waren, plumpste die Krabbe mitten hinein und ruderte eilig zum Ufer. Der Kranich setzte sich auf einen Stein auf der anderen Seite. Die Freundschaft war wohl zu Ende.

Seitdem aber kann der Kranich nur noch Tiere verschlucken, die kleiner sind als eine Krabbe und die Krabbe wacht argwöhnisch nachts über die Fische im Fluss zwischen Monduntergang und Sonnenaufgang. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie wohl am Nil zu Göttern geworden.







24. Treu bis in den Tod


Ein Tagelöhner, der tagsüber auf Baustellen aushalf, sah man selten ohne seinen treuen Hund an seiner Seite. Er arbeitete am Tag als Handlanger auf Baustellen und wenn er im Bauwagen nächtigte, bewachte sein Wachhund die Baustelle. So hatte jeder sein Auskommen, denn sein prächtiger Fila Brasileiro, der ihm als Welpe zugelaufen ist, war nun ein guter Futterverwerter.

Manchmal hatte der Mann sogar noch Geld übrig, dieses gab er umgehend für Glücksspiele aus.

Eines Tages hatte er das große Los gezogen und eine größere Summe gewonnen. Bald zog er in ein nobles Viertel und und gab sein Geld für Vergnügungen aus. Für seinen treuen Weggefährten hatte er nun keine Zeit, deshalb verschenkte er ihn, ohne zu zögern, an einen Kollegen.

Der Hund wusste nicht wie ihm geschah und er dachte: „Mein Herrchen will sicher meine Treue testen?“ Flugs büxte er aus und fand bald sein Herrchen. Sein Herr war darüber nicht erfreut und brachte Hund dem neunen Besitzer zurück. Dieses Spiel wiederholte sich ein paarmal, bis es dem Angeber zu Bunt wurde.

Kurzerhand band er dem Hund einen Betonklotz um den Hals und warf ihn von einer Brücke in den Bach. Der erschrockene Hund dachte: „Das ist ein übles Spiel, ich hätte ertrinken können, aber ich werde weiterhin treu sein und ihm den Stein zurückbringen“ Mit einem gebrochenen Bein schleppte er sich bis zum Haus seines Herrchens, sein Jaulen wurde immer schwächer und bald verstarb er.

Ob der treuselige Hund an der Verletzung, oder an gebrochenem Herzen starb, bleibt sein Geheimnis!

Die Moral von der Geschichte: Geld verdirbt den Charakter!







25. Belo Horizonte

Das Mädchen war eine Schönheit und ihre liebenswürdige Art, zauberte jedem ein Lächeln ins Gesicht. Auch der Vater war sehr stolz auf sein jüngstes Kind. Stolz war er auch auf sein neues Auto, denn der Fabrikarbeiter musste wegen seiner fünf Kinder, jahrelang dafür sparen.

Die Kleine wollte schnell mit dem Fahrrad zu ihrer Freundin fahren, um ihr den schönen neuen Wagen zu zeigen. In der Eile passierte ihr ein Missgeschick, denn in der engen Garage streifte der Fahrradlenker am Auto entlang und verursachte einen langen Kratzer.

Das Kind lief schnell zum Vater und erzählte ihm von dem Malheur. Fluchend und zornig eilte er zum Wagen, dann nahm er ein Nageleisen in die Hand und drosch wie von Sinnen damit auf seine kleine Tochter ein.
Die Mutter die nun auch vor Ort war, konnte den Rasenden mühsam wieder beruhigen.

Das Mädchen hatte zahlreiche Blutergüsse erlitten und es windete sich vor Schmerzen kreuchend am Boden.
Die Mutter rief sofort einen Notarzt, dieser stellte noch vor Ort zahlreiche Knochenbrüche an den Armen fest, die durch die Abwehrhaltung entstanden sind. Im Spital mussten der Kleinen beide Unterarme amputiert werden.

Als die Eltern am nächsten Tag im Krankenhaus ihr Kind besuchten, brach der Vater hemmungslos in Tränen aus. Seine Tochter sagte zu ihm: "Papa du musst nicht weinen, wenn ich groß bin und ich wieder neue Arme habe, gehe ich arbeiten und kaufe dir ein neues Auto."


Neue Arme* Der Doktor erzählte dem sechsjährigen Mädchen
von den neuesten Kunstgliedern, die fast wie echt aussehen.

Einen Kratzer kann man mit wenig Aufwand wieder reparieren. Körperliche
und seelische Schäden. kann man mit keinem Geld der Welt aufwiegen.






26. Der unachtsame Büffel

Der junge Büffel lebte einst bescheiden auf einem Anwesen, in einer gottverlassenen Einöde.

Das Spiel mit zwei jüngeren Brüdern und dem Hofhund, der sie im Zaum hielt, bestimmten den Alltag.

Nach der Schule gesellte sich auch die Schwester dazu. Sie war eine dumme Kuh, denn Sie lernte dem jungen Büffel wie man Feuer macht und Sie verriet ihm auch wo die Zündhölzer versteckt sind.

So ergab es sich das der Büffel sich die Zündhölzer mopste und einen Haufen Heu aus der Scheune holte.

Vor der Scheune machte er ein Feuer, doch er rechnete nicht mit dem Wind, der die Feuers- Glut in die Scheune wehte. Binnen Minuten stand lichterloh der Heustock in Flammen, er konnte nur noch zu der Mutter ins Haus eilen. Sie konnte in Panik nur noch die kleinen Kinder, die Haustiere, das Geld und wichtige Dokumente retten, bald brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder.

Später trafen auch die Polizei und die Feuerwehr ein. Der kleine Büffel, der mit dem Vater zum Verhör ins Polizeirevier gefahren wurde, freute sich wie Sau, weil er mit dem Tatü-Tata-Auto mitfahren durfte. Gottseidank hatte der Vater eine Woche zuvor eine Hausrat - Versicherung und eine Gebäude-Versicherung abgeschlossen, so hielt sich der Schaden noch in Grenzen.

Die Lehre: Mit dem Feuer spielt man nicht!
Und Messer, Schere, Licht, ist für kleine Kinder nichts!






27. Der sture Büffel


Die Familie, die in einem Hotel untergekommen war, musste sich eine neue Heimstätte suchen.

Das war nicht so leicht, denn damals konnten die Gemeinden die Neubürger noch ablehnen.

In einem Dorf konnte der Vater ein Haus mieten, dieses lag direkt neben dem Kindergarten.

Für den kleinen Büffel und seine Brüder, war das eine fremde Welt, denn sie sahen noch nie so viele Kinder auf einem Haufen. Jedoch stellte sich heraus, dass es darunter auch viele Bestien gab. So wurde der junge Büffel vertrieben und mit Sand und Steinen beworfen.

In dem Gehege lernten seine zwei Brüder auch schnell neue Tierarten kennen, wie, z.B. blödes Rindviech, Dreckschwein, dumme Sau, mistiges Wildschwein, dummes Huhn, dumme Gans, blöder Esel, fettes Schwein, fiese Ratte, falsche Schlange, dummer Affe und so weiter.

Weil der junge Büffel im nächsten Jahr zur Schule musste, sparten sich die Eltern das Geld für den Kinderhort und so musste er sich mit sich selbst beschäftigen. Aus der Gemeinschaft verstoßen, war er nun einsamer als je zuvor. Er wurde zum Wasserbüffel und hielt sich meist von morgens bis abends am nahen Bach auf und beschäftigte sich den Molchen, den Fröschen, den Krebsen und anderem Getier. Die Kindergarten Kinder erschreckte er oft mit den Schlangen.

Auch in der Schule wurde der Junge gemieden, niemand wollte neben ihm den Platz einnehmen.
Die Lehrer versuchten zu vermitteln und hielten die Schüler an, ihn mitspielen zu lassen. Einige
Kinder willigten ein, doch der Junge hatte auch seinen Stolz und weigerte sich stets mitzumachen.
So kam er zu seinem Spottnamen „sturer Büffel.“ Man nannte ihn auch „Trotzkopf und Schüchdubel.“

Die Lehren:

Man muss die Menschen so nehmen, wie sie sind, und nicht, wie sie sein müssten.

Hast Du nichts Gutes zu sagen, sage lieber gar nichts!
Ein gebranntes Kind scheut das Feuer.
Es kommt alles wie es kommen muss.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Wer Wind sät wird Sturm ernten.
Hinterher ist man immer klüger.
Wer nicht will, der hat schon.
Leben und leben lassen
Wie Du mir, so ich dir.
Rache ist süß.




28. Die Amsel und der Regenwurm


Der Feldahorn stand zwischen der Landstraße und dem frischgepflügten Acker.
Nach dem ergiebigen Regen freute er sich über das kühle Wasser, das nun seine durstigen Wurzeln umgab.Doch er war nicht alleine.

Ein schwarzglänzendes Amselmännchen saß auf einem seiner Äste und beobachtete das Feld. Es wusste, dass nach einem Regenguss so mancher Regenwurm aus dem Boden herausgekrochen kam.
Was schmeckte besser, als ein frischer Wurm?

Es dauerte keine Minute und der Amselmann erspähte ein fettes Exemplar, das sich mühsam aus dem matschigen Ackerboden herausschälte. Keine fünf Meter vom Ahornbaum entfernt. Dem Vogel lief das Wasser im Schnabel zusammen. Er startete einen kurzen Anflug und setzte sich seiner Beute gegenüber.

„Bleib mir bloß vom Leib“, ächzte diese und japste nach Luft.
„Warum sollte ich?“, fragte der Vogel.
„Solltest du mich fressen, wirst auch du sterben.“
„Ha, da muss dir schon was Besseres einfallen“, lachte die Amsel.
„Ich bin coronainfiziert, da wird dir das Lachen schon vergehen.“
„Ups“, sagte das Amselmännchen und flog zurück zum Baum.
Der Typ ist ja lebensgefährlich, dachte es bei sich, und trägt nicht mal ne Maske.

Geändert von Ralfchen (27.07.2020 um 01:17 Uhr)
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Alt 27.07.2020, 19:51   #2
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bitte den letzten Termin zur Stimmabgabe nicht übersehen. danke.
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Alt 28.07.2020, 14:34   #3
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Noch Etwas mehr als drei Tage zur Bewertung der eingestellten Arbeiten
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Alt 29.07.2020, 14:33   #4
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nur noch 2 tage und 9 stunden 25 minuten für die Abstimmung
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Alt 31.07.2020, 19:06   #5
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heute 0 Uhr ende der Abstimmungsfrist
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Alt 01.08.2020, 00:37   #6
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Bewertung -----


platz 1 teilen sich 17 und 22
Platz 2 nr 14

Platz 3 wurde nicht gewählt. es gab nur zwei beiträge zur Bewertung - danke für die teilnahme.




17. Das Nashorn ----von Omar
22. Das Lächeln des Todes ----von Twiddy
14. Weise gegen List ----von Twiddy
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Alt 01.08.2020, 01:29   #7
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Ich gratuliere allen Teilnehmern für die rege mitArbeit für das Projekt. Bedauerlicherweise haben nur zwei der Mitwirkenden Ihre Bewertung abgegeben. Das ist schade und ich werde sicher keinen Wettbewerb mehr veranstalten. Ich habe mich so gefreut diese Anregung von Ilka weiter zu führen.

Danke für jeden Fall
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Alt 01.08.2020, 06:03   #8
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Nr. 17 gewinnt zu unrecht, denn das ist keine Fabel, sondern ein Gedicht. Abgesehen von der Form ist es auch inhaltlich keine Fabel.

Nr. 14 kann man gerade so durchgehen lassen, obwohl die Geschichte zu viele Akteure enthält.

Nr. 22 ist dagegen absolut in Ordnung und erfüllt die Kriterien einer Fabel.

Fazit: Bedauerlicherweise wurde nicht verstanden (ausgenommen Twiddy), was das Wesen einer Fabel ist. Das betrifft ein Großteil der eingereichten Geschichten. Allein die Beiträge in Form von Lyrik hätten gar nicht teilnehmen dürfen. Die Leser, die für Gedichjt gestimmt haben, scheinen es allerdings auch nicht besser gewusst zu haben.

Ich will kein Spielverderber sein und habe keine Einwände erhoben, weil in der Entwicklung der Geschichten die Arbeit der Teilnehmer steckt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass für bestimmte literarische Gattungen das Grundverständnis fehlt. Deshalb hat Ralfchen offensichtlich den Entschluss gefasst, künftig keine Wettbewerbe mehr aufzustellen. Schade - aber so ist es nun einmal.
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Alt 01.08.2020, 16:00   #9
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen

Ich will kein Spielverderber sein und habe keine Einwände erhoben, weil in der Entwicklung der Geschichten die Arbeit der Teilnehmer steckt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass für bestimmte literarische Gattungen das Grundverständnis fehlt. Deshalb hat Ralfchen offensichtlich den Entschluss gefasst, künftig keine Wettbewerbe mehr aufzustellen. Schade - aber so ist es nun einmal.
Danke Ilka dass du hier die Möglichkeiten geschaffen hast -

Ich bin ein bisschen enttäuscht aber nicht wegen der teilweise oder wie du sagtest großteils nicht passenden Texte, sondern dass die Teilnehmer auch nicht letztenendes an der Bewertung mitgewirkt haben. Aber so ist es eben das Leben ist eine Mischung aus täuschungen, und Enttäuschungen. Die Enttäuschung ist immer das bessere weil sie die Täuschung illuminiert+ eliminiert. Danke noch mal allen.

Liebe Grüße
r

Twiddy bitte gib mir deine Adresse damit ich dir deine 2 Preise zuschicken kann. Ich empfehle eine ganz schlichte weiß gestrichene – aber mit der Hand – Rahmung. Leider bin ich ein wenig eingeschränkt durch meine Probleme die ich im Moment mit dem linken Arm habe somit kann ich die Rahmen - die ich aus Karton Leinwand und Spachtelmasse machte - die ich dann grundiert lackierte und vergoldete - zur Zeit nicht mehr anfertigen. Und meine ungarischen Mitarbeiter habe ich seit längerer Zeit nicht mehr.

Bussi an meinen Freund Twiddy
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Alt 01.08.2020, 22:01   #10
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Hallo Ralfchen,

Ersteinmal vielen Dank für deine Mühen und die Organisation. Vielleicht war der Zeitraum zum abstimmen eventuell etwas kurz. Viele sind ja gerade auch im Urlaub. Ich hoffe du nimmst es dir nicht zu sehr zu Herzen. Ich selbst habe zum Beispiel auch nicht abgestimmt, habe aber zugegebener Maßen gerade einmal die ersten 5 Fabeln gelesen gehabt.

Lieben Gruß




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Alt 01.08.2020, 23:55   #11
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Servus und guten Abend WV–

Also wenn ich mir das zu Herzen nehmen würde, dann wäre ich wahrscheinlich schon lange von diesem Planeten abgehauen, mit all den anderen Enttäuschungen und Erlebnissen die mir in meinem langen Leben über die Seele gelaufen sind.

Also mach dir keinen Kopf und
gute Nacht und schönen Sonntag
Ralf chen
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Alt 02.08.2020, 02:12   #12
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Zitat:
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Alt 02.08.2020, 07:24   #13
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Zitat:
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Post Skriptum: warum merkst du das an, dass du mit tapatalk sendest?
Das macht das Gerät wahrscheinlich automatisch.
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Alt 02.08.2020, 09:45   #14
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Gute Anregung...mal sehen ob ich das irgendwo abstellen kann...


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Alt 02.08.2020, 14:39   #15
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Zitat:
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Das macht das Gerät wahrscheinlich automatisch.

Das kann ich nicht beurteilen, ich verwende verschiedene Apps und wenn ich einen Text in einem Forum positioniere, dann kann Ich Text Teile löschen oder dazu schreiben.. Es ist aber egal. Es ist mir nur aufgefallen.

Euch allen einen schönen Sonntag
Ralfchen ist offline  
Alt 02.08.2020, 15:07   #16
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Standard Hier die 28 Fabeln zur Bewertung:

Tatsächlich hat die App eine automatische Signaturfunktion. Ich habe sie aber ausschalten können. Man kann auch andere Dinge reinschreiben...diese würden dann als Signatur unter jedem Text stehen.
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Alt 02.08.2020, 21:39   #17
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Standard Wirklich fabelhaft

Jetzt mal abgesehen vom wichtigen Thema der automatischen Signaturfunktion (jeder muss selber wissen, für wen er wirbt oder von wem er sich ausspionieren lässt) möchte ich noch folgendes anmerken:

Als einer von sage und schreibe zwei Kommentatoren, die den von Ralfchen angeleierten Fabelwettbewerb bewertet haben, möchte ich ihm zunächst mal meinen Dank für die damit verbundene Mühe und Motivationsarbeit aussprechen. Ich finde, sowas und im weitesten Sinne ähnliches sollte u.a. den Sinn eines Literaturforums ausmachen. Genauso finde ich, wer die Ideen und den Ehrgeiz (???) entwickelt, eigene Fabeln einzustellen, sollte auch die Größe beweisen, die Beiträge seiner "Mitkonkurrenten" zu bewerten.

Vielleicht sind viele Mitschreiber tatsächlich gerade in Urlaub. Vielleicht wollten manche auch die Gelegenheit nutzen, Ralfchen "eins auszuwischen" - das fände ich jetzt aus verschiedenen Gründen ganz besonders "unpassend". Auf jeden Fall ist das Ergebnis schon in Bezug auf die rein quantitative Bewertung aus meiner Sicht beschämend.

Noch ein Wort zur qualitativen Bewertung, auch aus Sicht der Forumsleitung:
"Allein die Beiträge in Form von Lyrik hätten gar nicht teilnehmen dürfen. Die Leser, die für Gedichjt gestimmt haben, scheinen es allerdings auch nicht besser gewusst zu haben." Ich möchte an dieser Stelle nur an die berühmten Fabeln des französischen Barockdichters Jean de la Fontaine verweisen, die allesamt in Versform verfasst sind.
http://www.zeno.org/Literatur/M/La+F...sfabeln/Fabeln

Aber insgesamt scheint es ja so, als ob man sich eines großen Verbrechens schuldig gemacht hätte, da man sich als einer von zwei Unabwägbaren erdreistete, diesen indiskutablen Input zu bewerten.

In der Hoffnung, mich nicht der Besserwisserei schuldig gemacht zu haben

wünsche ich einen schönen Abend

Epilog
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Alt 02.08.2020, 21:55   #18
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Ich finde Kunstwettbewerbe grundsätzlich übergriffig.

(A) Es gibt Veranstaltungen, die vielerlei Kunstobjekte präsentieren.

(B) Es gibt Veranstaltungen, die vielerlei Kunstobjekte präsentieren, und dann noch ein Siegertreppchen hinterherschieben müssen, als wäre Kunst ein objektiv messbarer Sport.

Ich bevorzuge (A). In dem Fall wäre es eine Präsentation von fabelhaften Texten, die nun lange im direkten Vergleich zur Ansicht stehen. Das allein ist schon eine hinreichende Bereicherung.
Pjotr ist offline  
Alt 02.08.2020, 22:04   #19
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
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Ich möchte an dieser Stelle nur an die berühmten Fabeln des französischen Barockdichters Jean de la Fontaine verweisen, die allesamt in Versform verfasst sind.
Das ist zwar richtig, war aber nicht die Aufgabenstellung des Wettbewerbs. Die vorgegebenen Beispiele gingen von der klassischen Form aus (Äsop). Das allein wäre aber bei dem Gedicht "Das Nashorn" nicht das allein entscheidende Kritierium gewesen (auch bei Äsop gibt es, wenn auch selten, Fabeln mit nur einem Tier), sondern dass sowohl der Gegenakteur als auch die moralische Aussage fehlten.

Wie dem auch sei: Ich war von vornherein skeptisch und wollte deshalb den Wettbewerb nicht machen. Ralfchen hingegen war von der Idee begeistert gewesen. Die Drabble-Wettbewerbe liefen zuvor ja immer gut, da gab es auch bei der Abstimmung eine rege Beteiligung.

Ich glaube, der Knackpunkt war, dass den Usern die meisten Texte zu lang waren und sie keine Lust hatten, sie alle zu lesen.
Ilka-Maria ist offline  
Alt 03.08.2020, 00:16   #20
weiblich Ilka-Maria
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Faden auf Anregung von Ralfchen geschlossen, da der Wettbewerb beendet ist.
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