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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 14.09.2018, 15:45   #100
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard Hitzig

Hallo ihr Lieben,
Bin auf diese hitzige Debatte gestoßen, die mich bewegt.
Ausgang war Gelber Hunds Enttäuschung, über einen die Welt im Stich lassenden Gott und den Schiffbruch den er dadurch erlitt.
Die Debatte verlagerte sich dann schnell in eine System-Auseinandersetzung.
Die Ausgangsfrage und der 1. Komentar, sind für mich das Interessante.
Der Mensch hat einen freien Willen sich zu entscheiden.
Das Übel dieser Welt ist Gott nicht anzurechnen.
Es ist das Werk des Menschen und in seiner Verantwortung. Wir entscheiden uns Tag für Tag aufs Neue für das Schlechte und haben aus dieser Welt ein Schlachthaus gemacht.
2. Thema
Ost vs. West
Sozialismus vs. Kapitalismus
Ich kenne für einen Wessi die DDR recht gut.
Habe dort über Jahre in Familien und Haushalte Einblick gehabt. Habe dort geheiratet, Familienfeste erlebt, Grillabende, Alltag, etc.
Mein Eindruck war, das politische Zustände kaum relevant waren für die Einstellung zum Staat.
Reisefreiheit war ein Punkt, Hauptaspekt der Kritik und Ablehnung waren wirtschaftliche Gründe. Es ging um Autos, Fernseher, Konsumartikel allgemein, Dienstleistungen, Luxusartikel. Das waren die Sehnsüchte, das waren die Magneten, die Menschen in ihren Träumen gen Westen zogen.
Nein, es waren nicht freie Wahlen, Presse-, Meinungsfreiheit, die Unabhängigkeit der Justiz. Für die Menschen die ich traf, mit denen ich sprach, waren es Schlagwörter wie Mercedes, Kaffee, Leuchtreklame, Levis, Serano und dergleichen.
Es war das Konsumparadies, das lockte, nicht Freiheit im ideellen Sinne, sondern die Freiheit des Konsums und dessen Möglichkeiten.
War die DDR gut?
Nein, ich glaube nicht.
Unabhängig von den großen Systemen habe ich die DDR immer als sehr eng empfunden. Irgendwie bedrückend und muffig. Es war eine geistige Enge, die Einfluss hatte auf Menschen, Leben, Atmosphäre, Lebensgefühl. Das war mein Eindruck, der ich der Propaganda ausgesetzt, auch nie neutral sein könnte.
War der Lebensstandard in der DDR schlecht?
Nein, meiner Meinung nach haben die Menschen auf relativ hohen Niveau ihr Leben führen könnenen. Der materielle Aspekt war gut abgedeckt. Ein Lebensstandart wie in der DDR, wäre für die Mehrheit aller Menschen ein Glücksfall, auch heute noch.
Ist der Kapitalismus besser?
Er ist in jedem Fall überlebensfähig. Die Triebfeder der Habsucht ist eine beinahe unschlagbare Kraft. Das System reformiert sich permanent und passt sich allen Begebenheiten perfekt an. Der Oportunismus ist ein idealer Mechanismus der Anpassung. Ungehindert wird unter Verzicht von Idealen, alles adaptiert, oder liquidiert, was der Maxime im Weg steht- Maximierung von Hab und Gut.
Die Verarmung von Menschen läuft auf verschiedenen Ebenen parallel.
Materielle Gewinner des Systems verarmen emotional und versanden in geistiger Flachheit. Die Belanglosigkeit dieser urbanen Wohlstands Existenzen steht der Tristes des DDR Alltags in nichts nach, auch wenn sie sich auf einen ganzen anderen Feld abspielt.
War in der DDR geistige Enge ursächlich für eine Grauheit, von staatlicher Seite quasi verordnet, ist es in der BRD eine erschlagende Billigkeit mit Konsum Fokus und einer daraus resultierenden Flachheit, deren grauenvoller Hilferuf in den ungezählten Psycho Praxen der Republik mehr oder weniger ungehört verhallt und in Gebirgen von Psychopharmaka danach strebt, verschütt zu gehen.
Die materiellen Verlierer des Systems verrecken weltweit in Kriegen, Dürren und anderen Elenden und versinken ungehört im Nichts.
Ausgeblendet aus der Werbe- und Plakat Realität haben diese namenlosen kein Recht auf Wahrnehmung.
Diese Verlierer können aber auch Medikamenten Geschädigte sein, oder Krebskranke, denn der Profit von Konzernen ist systemimmanent höher gewichtet, als ein paar 1000 Tote und ihre Angehörigen. Wenn es mal ganz schlecht läuft muss ein Monsanto, alias BAYER 800 Millionen Entschädigung zahlen. Das ist dann ein Fehler in der Matrix.
Gibt es einen Ausweg?
Daran habe ich persönlich den Glauben verloren.
Wir leben damit und haben Glück, nicht zu den ganz großen Verlierern des Systems zu gehören. Alles hat seinen Preis und rundum Wohlstand geht auf Kosten von Gerechtigkeit und Zukunftsperspektive kommender Generationen.
Wir werden den Preis in Hospitzen Krankenhäusern und Sterbezimmern zahlen, wenn Wohlstands Krankheiten unsere Leiber zerfressen.
Blade
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 18:19   #101
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard Sinn leer

Im Beitrag von Eisenvorhang gab es den Begriff ausländische Beschaffungskriminalität.
Gruß vom Herzen
Blade
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 18:44   #102
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard Sinn leer

Was ist ausländische Beschaffungskriminalität?
Dieser Begriff lässt sich nicht füllen. Jedenfalls nicht mit Fakten und klingt nach kruden Ideen.
Beschaffungskriminalität steht im Zusammenhang mit Drogenkonsum und lässt sich für mich nicht sinnvoll übertragen.
Gruß vom Herzen
Blade
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 19:24   #103
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 20.416

Zitat:
Zitat von BladeRuner Beitrag anzeigen
Ausgang war Gelber Hunds Enttäuschung, über einen die Welt im Stich lassenden Gott.
Wie kann ein Mensch über Gott enttäuscht sein, wenn es ihn vielleicht nicht gibt. Und wenn es ihn gibt, wie kann man dann enttäuscht von ihm sein, denn er muss Gründe dafür haben, weshalb er die Menschen enttäuscht.


Zitat:
Zitat von BladeRuner Beitrag anzeigen
Der Mensch hat einen freien Willen sich zu entscheiden.
Hat er nicht.

Sich entscheiden zu können setzt immer voraus, dass es Optionen gibt, und zwar mehr als zwei. Das ist aber nicht immer der Fall. Oft fehlt die dritte, vierte und die wievielte Option. Wenn einem Menschen nur die Entscheidung bleibt, aus einem Hochhaus zu springen oder bei lebendigem Leib zu verbrennen in der Gewissheit, dass keine Rettung mehr kommen wird, ist der Sprung nach draußen keine Entscheidung mehr, sondern eine Notwendigkeit, die Qual schneller zu beenden. Kurz gesagt: Es ist Zwang, keine Option.

Zugegeben: Das ist ein extremes Beispiel. Nehmen wir eins aus dem Alltag: Ein Mann, der in seiner Ehe unglücklich ist, lernt eine andere Frau kennen und will mit ihr zusammenleben. Er hat Kinder und Enkelkinder, und die Großeltern seiner Kinder sind auch noch am Leben. Sein Ausbrechen aus der Familie würde unermesslichen Schaden anrichten. Welche Optionen hat er? Ich sehe mindestens fünf Szenarien.

Zitat:
Zitat von BladeRuner Beitrag anzeigen
Es ist das Werk des Menschen und in seiner Verantwortung. Wir entscheiden uns Tag für Tag aufs Neue für das Schlechte und haben aus dieser Welt ein Schlachthaus gemacht.
Das war allerdings nie anders. Da sind wir heute sogar schon eine ganze Ecke weiter, denn wir fressen uns nicht mehr gegenseitig auf, wie es bei den sog. "Natürvölkern" an der Tagesordnung war, die wir heute verbrämen.

Zitat:
Zitat von BladeRuner Beitrag anzeigen
Sozialismus vs. Kapitalismus
Vergiss es. Es ging in der Weltgeschichte schon immer um Besitzstände. Die beste Motivation aller Warlords und Heerführer, Kampfwillige zu rekrutieren, waren Weiber, Sklaven, Trophähen und Diebesgut. Das haben wir nicht gemacht, sondern das ist uns inhärent.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 19:38   #104
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard Dennoch

Wir wissen was gut und was böse ist.
Und wir haben immer die Wahl uns zu entscheiden.
Wir müssen nicht Waffen handeln. Wir müssen nicht versteckte Juden denunzieren.
Wir müssen nicht auf Mauer- Flüchtlinge gezielt schießen.
Wir können am Versteck vorüber gehen und so tun, als hätten wir es nicht bemerkt. Wir können vorbei schießen und so tun als hätten wir nicht getroffen.
Nein für eine Wahl Bedarf es keiner 5 Optionen.
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 20:17   #105
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 20.416

Zitat:
Zitat von BladeRuner Beitrag anzeigen
Wir wissen was gut und was böse ist.
Und wir haben immer die Wahl uns zu entscheiden.
Ich fürchte, da liegst du völlig falsch.

Zwischen gut und böse gibt es - na wieviel? hunderttausend, eine Million, eine Billion oder eine Billiarde? - Schattierungen. Und nein, es gibt meistens mehr als nur zwei Optionen. Jeder Würfel hat sechs. Gnade Gott dem Menschen, der nur zwei Optionen hat. Eine von beiden könnte der Tod sein. Aber zum Glück leben wir nicht mehr im Wilden Westen.

Übrigens hat es schon Menschen gegeben, die sich jeder Entscheidung entzogen haben und gerade deshalb die Gewinner waren.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 22:05   #106
männlich Eisenvorhang
 
Dabei seit: 04/2017
Beiträge: 1.244

Du hast recht, es ist sinnleer. Die Ausländer in LE und auch woanders sind alle lieb.

Sorry.

Ich muss das hier nochmal editieren. Was soll das denn sonst sein?

Einheimische, die Autos knacken, verticken, um Drogen kaufen zu können?
Du weißt schon, dass Beschaffungskriminalität ein gängiger Terminus der Forensik ist?

Ausländer sind ausländisch (mal als Adjektiv) Sie kommen von außer Landen und landen hier im Inneren. Deswegen sind wir Inländer.

Das ist eine neutrale Konnotation und natürlich ist der Begriff der ausländischen Beschaffungskriminalität sehr real und absolut legitim.

Diskussionen mit Typen wie Dir zu führen ist Zeitverschwendung. Weil ganz einfach: man diskutiert mit nem Ochsen. Lautes Geschnaufe, man versteht nichts, im schlimmsten Fall stinkt (es) und am Ende muss man weg rennen.

Sorry.

vlg ev
Eisenvorhang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 22:42   #107
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard E

Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Du hast recht, es ist sinnleer. Die Ausländer in LE sind alle lieb.

Sorry.

vlg ev
Es geht nicht darum, ob alle Ausländer lieb sind.
Sinnleer ist die Verknüpfung von Begrifflichkeiten, die nichts mit einander zu tun haben.
Das Erwecken des Eindrucks, das Beschaffungskriminalität mit nicht deutsch zwanghaft und immanent verknüpft sind ist faktisch so falsch wie gefährlich, wie bösartig.
Nochmals zur Erinnerung, Beschaffungskriminalität ist ein kriminalistischer Begriff, der im Zusammenhang mit dem harten Drogenmillieu verwendet wird.
Er impliziert, dass dieses Millieu mit Kriminalität unauflösbar verknüpft ist. Dies weil es für die Abhängigen nicht möglich ist, die notwendigen Mittel zur Finanzierung der Drogensucht legal zu erwirtschaften. Das zieht zwangsläufig Kriminalität mit sich, die sich in bestimmten Bereichen manifestiert.
Dies in Zusammenhang auf Fremdsein zu übertragen, ist falsch und bösartig, oder dumm, wahrscheinlich aber etwas von allem. Denn diesen Zusamrnhang gibt es in dieser determinierten Unausweichlichkeit nicht.
Es gibt Kriminalität von Ausländern, aber eben nicht in dem implizierten Kontext der Beschaffungskriminalität.
Genauso wenig wie Wirtschaft mit Wirtschaftskriminalität immanent verknüpft ist.
Kriminalität ist an Menschen und an gesellschaftliche Diskurse, Normen und Regeln geknüpft.
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2018, 22:57   #108
männlich BladeRuner
 
Dabei seit: 09/2018
Ort: Berlin
Beiträge: 87

Standard Danke für die Offenbarung

Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Du hast recht, es ist sinnleer. Die Ausländer in LE und auch woanders sind alle lieb.

Sorry.

Ich muss das hier nochmal editieren. Was soll das denn sonst sein?

Einheimische, die Autos knacken, verticken, um Drogen kaufen zu können?
Du weißt schon, dass Beschaffungskriminalität ein gängiger Terminus der Forensik ist?

Ausländer sind ausländisch (mal als Adjektiv) Sie kommen von außer Landen und landen hier im Inneren. Deswegen sind wir Inländer.

Das ist eine neutrale Konnotation und natürlich ist der Begriff der ausländischen Beschaffungskriminalität sehr real und absolut legitim.

Diskussionen mit Typen wie Dir zu führen ist Zeitverschwendung. Weil ganz einfach: man diskutiert mit nem Ochsen. Lautes Geschnaufe, man versteht nichts, im schlimmsten Fall stinkt (es) und am Ende muss man weg rennen.

Sorry.

vlg ev
Es sind halt nicht alle Ausländer Autos knackende Drogensüchtige, genauso wenig, wie alle weißen Mitteleuropäer pädophile Straftäter sind, obwohl alle pädophile Straftäter weiße Mitteleuropäer sind. Bestimmte Verknüpfungen sind eben nicht zulässig. Sie sind bequem, aber nicht wahr.
BladeRuner ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2018, 02:56   #109
männlich SmokeA1
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 2

Standard hey ho

Hallo, wollte mir einfach net alles durchlesen. An welchen gott glaubst du denn?

Ich kürze alles mal ab statt einfach ewig lange texte zu schreiben.

jährlich sterben ca 120.000 Christen durch gezielte religionsverfolgung. Meistens Muslime. Bin da aber net up to date.

Ich bin Agnostiker. Gott könnte existieren oder auch nicht. Religion und der Glaube an Gott sind getrennt zu betrachten. Sofern Gott existiert ist der keiner Religion zuzuordnen. Aber alle gläubigen "kämpfen" für "ihren" Gott.

Meine persönliche meinung:

Sollte Gott existieren hat keine Religion seine Ansichten verstanden. Wasser zu Wein verwandeln, wiederauferstehung. Das hat wohl Jesus in Hogwarts gelernt. Und zu dem humbug was im Koran steht könnte ich bände schreiben.




Wenn es Gott gibt dann kommt er nur von dir. Da passiert nix. Es kommt von deinem Inneren. Entweder ist Gott in dir oder nicht. Ob er existiert oder nicht ist ein anderes Thema.
SmokeA1 ist offline   Mit Zitat antworten
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