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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 06.12.2013, 19:02   #1
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.953

Standard Antwortbrief an Goethe

Ich bin nicht der Hammer,
der sich hebt und senkt
und rhythmisch schlägt.

Auch nicht der Amboss
der unter Schlägen erbebt,
wie tausendjährig erlebt.

Auch nicht das Ding,
das zwischendrin
unter Glut sich biegt.

Ich bin die Hand,
die wiegt und wägt,
die formt
und zielt.

6. Dezember 2013
by Ilka-Maria
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Alt 06.12.2013, 19:58   #2
männlich curd belesos
 
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Dabei seit: 04/2013
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Beiträge: 1.126

moin moin liebe Ilka-Maria,

das ist eine gelungene Erwiderung, meine Hochachtung.

Mit anerkennendem Gruß

Curd Belesos
curd belesos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2013, 20:13   #3
Thing
R.I.P.
 
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Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.121

Du meine Göte!

Hut ab,
Verbeugung


von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2013, 20:26   #4
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.953

Tja, so war er, der alte Göthe: Du musst Hammer oder Amboss sein. Dass einer lieber den Schmied macht, der den Hammer schwingt (und natürlich alles andere auch anschafft und die Glut anfacht, weil ohne das gar nichts läuft), hat der olle Schlawiner mal einfach außen vor gelassen.

Danke für's Lesen und Kommentieren.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2013, 22:08   #5
männlich Jeronimo
gesperrt
 
Dabei seit: 10/2011
Alter: 66
Beiträge: 4.223

Auch von mir ganz großen Respekt für diese Kunst!
Da hätte sich auch der Meister höchtselbst gefreut.

Jeronimo
Jeronimo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2013, 20:49   #6
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.953

Zitat:
Zitat von Jeronimo Beitrag anzeigen
Da hätte sich auch der Meister höchtselbst gefreut.
Da habe ich meine Zweifel, Jeronimo. Ich fürchte eher, seine Fähigkeit zum Humor hätte sich in einem sehr dezenten Rahmen gehalten. Seine Welt war nüchtern und - trotz aller Kreativität - abwägbar. Für die leidenschaftliche, stürmische und aufmüpfige Seite war Schiller zuständig, der mir wesentlich näher steht. Deshalb wende ich mich in meinem Gedicht gegen Goethes "Muss", ein bestimmtes Werkzeug zu sein (auch wenn es sich mit einem anderen Werkzeug fabelhaft ergänzt), und lege das Gewicht allein auf die Kreativität des Schmieds, der gespannt darauf ist, wie sein Produkt wird.

Es liegt mir fern, dem "großen Meister", den ich überaus schätze, den Respekt zu versagen. Sein Gedicht hatte mich jedoch gereizt, die Idee aufzugreifen und zu meiner eignen Erkenntnis zu verarbeiten.

Danke für's Kommentieren.

LG
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
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