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Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt.

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Alt 19.04.2009, 23:07   #1
qube
 
Dabei seit: 04/2009
Alter: 32
Beiträge: 3

Standard Mohn

Eng, das ist der Mantel,
der sich langsam um dich legt.
Vergänglich ist die Mode meist,
die diese Enge pflegt.
Eingeschnürt, das ist auch
meine Kehle wenn du sprichst,
wenn du wie Zuckerglas
die anerzognen Werte brichst.
Das neue ist. Das alte nicht.
Die Schande sei vergessen.
Es lockt dich die Extravaganz
von Freiheit und Exzessen.
So glaubt der Pathos, spricht zu mir,
trägt im Gesicht den Hohn,
doch niemals blühte Toleranz,
so dunkelrot, wie Mohn.
qube ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.2009, 14:22   #2
weiblich victim of the night
 
Benutzerbild von victim of the night
 
Dabei seit: 07/2006
Ort: Mon Choisy
Beiträge: 4.092

Hallo qube,

leider habe ich dein Gedicht erst heute entdeckt.
Ich kann nur sagen: Danke für diesen Text.
Dein Text verströmt eine Anerkennung und gleichzeitig eine verwirrte Unsicherheit, die ich selbst schon oft bei Menschen im Rahmen von nicht oberflächlichen Kontakten kennengelernt habe. Diese Reaktion beschreibst du in überaus präziser Form mit extrem schönen - weil passenden - Bildern.
Dein Gedicht spricht mich aus einem kompensierenden narzisstischen Abwehrmechanismus heraus mehr an, als du dir vorstellen kannst. Es bedeutet mir sehr viel.

corey
victim of the night ist offline   Mit Zitat antworten
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