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Sonstiges Gedichte und Experimentelles Diverse Gedichte mit unklarem Thema sowie Experimentelles.

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Alt 31.07.2008, 16:01   #1
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

Standard Der Dichter heute

Verloren ist heut' der Dichter,
Genommen wurd' ihm jede Macht;
Der Gewinn wird immer schlichter,
Und gestern hat er noch gelacht.

Vergessen ist die alte Kunst,
Heute, zählt nur die Neue;
Wölbt sich wie pech schwarzer Dunst,
Nimmt der alten jede Treue.

Wörter werden zusammengesetz,
Ohne Sinn, ohne Aussage;
Wahres Talent wird jetzt versetzt,
Verstehen tut man es vage!
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 16:19   #2
El_Hefe
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 1.530

Standard RE: Der Dichter heute

schnuffel, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann du endlich merkst, dass du dich lächerlich machst. aber solange du es nicht merkst, werden wir immerhin gut unterhalten:

Zitat:
Original von Schnuffel
Verloren ist heut' der Dichter,
Genommen wurd' ihm jede Macht;
Der Gewinn wird immer schlichter,
Und gestern hat er noch gelacht.
vier formschön holpernde verse, die du immerhin mit einem fünkchen inhalt segnest: der dichter, der heute noch wie goethe vor fast 200 jahren schreibt, ist heute nicht mehr an der macht.
bravo für die feststellung und ebenso bravo, dass du ihn so eisern verteidigst. nun könntest du dich natürlich fragen, ob literatur nicht einer ständigen weiterentwicklung unterworfen ist (übrigens gute frage: ist literatur das wirklich?) und ob es wirklich so schlimm ist, dass in den meisten büchern, die heute veröffentlicht werden, so etwas, was du hier erzwingen zu suchst, nicht mehr steht.
nun denn. aber: es stimmt einfach nicht, dass der konservative dichter keine chancen mehr hat.
in den meisten lyrikforen im internet wirst du menschen, meistens entweder vom leben gestählte herren oder traurige kleine mädchen, die goethe ihm seine lyrik wieder auferstehen lassen. und das sicherlich zum vorteil von niemandem.
außerdem wird göthe immer noch von den meisten menschen als inbegriff deutscher dichtkunst angesehen, so tief ist er ergo noch nicht von seinem sockel gestürzt.
nun denn, bin mal "gespannt", was strophe 2 und 3 zu bieten haben:

Zitat:
Vergessen ist die alte Kunst,
Heute, zählt nur die Neue;
Wölbt sich wie pech schwarzer Dunst,
Nimmt der alten jede Treue.
und wieder hast du es geschafft, eine einzige banale, langweilige und schlicht falsche aussage in vier verse zu pressen: jaja, die alte kunst ist vergessen und die neue hat ihren platz eingenommen.
wie oben erwähnt, stimmt das einfach nicht. kaum ein mensch wird moderne lyrik bevorzugen, bis auf die, die von literatur ahnung haben. die masse wird goethe oder schiller oder mörike oder schnuffel lesen.
und nur weil die damals anders als heute geschrieben haben, musst du nicht unnötige kommata setzen (z.b. in vers 2).


Zitat:
Wörter werden zusammengesetz,
Ohne Sinn, ohne Aussage;
Wahres Talent wird jetzt versetzt,
Verstehen tut man es vage!
ja, du hast es verstanden. allerdings bist du das beste beispiel dafür, wie man auch in der klassischen literatur worte ohne sinn und verstand zusammensetzen kann um reime zu erzwingen, z.b. "zusammengesetz [sic!] - versetzt" oder "aussage - vage".
schnuffel, auch wenn du das nicht glauben magst, das hätte selbst goethe himself nicht gut gefunden und dich gnadenlos gedisst.

noch zwei anmerkungen:
- ich möchte dich nicht loswerden, aber in beiderseitigen interesse könntest du dich ja mal nach einem forum umschauen, wo die klassische literatur mehr geschätzt wird als hier, denn hier wirst du mit deinen texten und v.a. deinem bisherigen auftreten wenig freunde gewinnen.
- nominiert das für die kritik des monats!

hugh, hefe
El_Hefe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 16:27   #3
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

Hallo El Hefe!

Ich habe es eben nicht, auf das Streitthemna bezogen. Ich habe es geschrieben , um die Situation des Dichters heute zu beschreiben und mit meiner Meinung hatte das nichts zu tun.
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 16:28   #4
El_Hefe
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 1.530

ja schnuffel, das glaube ich dir sogar, nachdem du deine meinung in alle (un)möglichen threads reingequetscht hast.

aber egal, das ist jetzt spam-
El_Hefe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 16:49   #5
lyrwir
 
Dabei seit: 06/2007
Beiträge: 450

Hallo Schnuffel,
ein klassisch anmutendes, gereimtes Humorgedicht mit Bezug zum Stand der gegenwärtigen Dichtung und einer anscheinend ernst gemeinten Kritik an der Moderne. In Striophe eins wird festgestellt, dass "der Dichter" jede Macht verloren habe, somit wird unterstellt, dass er jemals eine besessen hätte. Das scheint mir zweifelhaft, ich kann mich nicht erinnern, dass Verse jemals etwas bewirkt hätten. Zeile drei und vier sind etwas unverständlich, was genau ist ein "schlichter Gewinn"? Was für ein Gewinn, oder meinst du gewinnen? Dann müßte es "zu gewinnen" heißen. Und wer hat gelacht, der Gewinn? Der kann zwar jemandem lachen (dem, der die schönsten Verse macht, der Gewinn hat stets gelacht), aber selber lachen kann er nicht.
Strophe zwei: Dunst, der sich wölbt, ist mir nicht bekannt, schon gar nicht in Tateinheit mit nehmen.
Strophe drei: versetzen im Sinne von in die Pfandleihe bringen oder von einer Klasse in die nächste versetzt werden? In beiden Fällen für mich unverständlich, erst recht, wenn man es in der nächsten Zeile nur vage verstehen tut.
Insgesamt eine etwas schwurbelige Aussage, die auch durch Komma- und grammatikfehler nicht deutlicher wird.
Zur Form:
xXxxXxXx (hier würde ich zu einem heute raten, dann): xXxxXxxXx
xXxXxXxX
xXxxXxXx
xXxXxXxX

xXxXxXxX
XxXxxXx (Komma weg, Neue kleinschreiben)
xXxXxxX (hier weiß ich echt nicht, wie betonen, pechschwarzer)
XxXxXxXx (nimmt kleinschreiben)

XxXxxXxXx (da fehlt ein t)
XxxXxXxx
XxXxxxXx
XxxXxxXx
Auch wenn ich da nicht so pingelig bin (diese xxerei macht mich immer ganz wuschig), scheint mir dies etwas Durcheinander zu sein. In Strophe eins hast du noch eine einheitliche Zeilenlänge, ab dann nicht mehr, jedenfalls in keinem erkennbaren Muster. Die Betonung ist schwierig, spätestens ab Zeile sieben komme ich in Bedrängnis. In Strophe drei ist der Reim schlecht von zusammengesetzt und versetzt.
Insgesamt ein Gedicht, welches mich nicht zu überzeugen vermag, vielleicht weil ich gut geschriebene Reimgedichte ebenso mag wie gute freie.
Nur so meine Meinung.
LG,
LW
lyrwir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:07   #6
evilsuperbitch
 
Dabei seit: 08/2006
Beiträge: 1.073

schnuffel,

des pudels kern ist wohl der: heutzutage sind alle dichter nur noch hirnlose wortbastler, die keine wert auf die lyrik von damals legen und schlicht sinnfreie werke publizieren. vor diesem hintergrund: wie lässt sich deine lyrik in dieses recht düstere bild einordnen?

gruß. lh.
evilsuperbitch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:28   #7
Drehrassel
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 100

@lyrwir: deine "xxerei" macht keinen sinn! - schnuffel bedient sich in ihren füllungsfreien versen (unregelmäßige ein- oder zweisilbige senkungen) zu oft einsilbiger worte, die an exponierten stellen stehen, von wo aus man ein exateres maß bestimmen könnte. zudem reimt sie noch unrhyhtmisch, z.b. "aussage" auf "vage"...

diese zeilen können nicht mal als eine (auch nur irgendwie) witzige persiflage auf klassische/klassizistische dichtung angesehen werden, geschweige denn als - zwar künstlerisch fragwürdiges, aber handwerklich immerhin beachtliches - epigonentum. -

schnuffel, mit vierzehn muss man noch nicht unbedingt seinen stil gefunden haben. nimm aber, wenn ich dir einen tipp geben darf, dich in deinem anspruch, eine schriftstellerin/poetin zu sein, ernst; gestalte deine verse/finde zu einer eigenen aussageweise und - bitte! - mach dich kund: lies literaturtheoretische texte, gedichte anderer (so vieler als nur möglich) autorInnen, gattungs- und epochenübergreifend.


gruß,
drehrassel
Drehrassel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:31   #8
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

@lord helmchen

Für mich ist eure ,,Lyrik'' unverständliches und deshalb eine Bastelei an Wörtern. Genauso wie für andere Heine unverständlich ist.
Und dass sich einige hier sich über meine Meinung lustig machen ist mir klar. Es stimmt doch, dass hier ziemlich wenige Wert auf die alte ,,Kunst'' legen. Les dir mal den thread woran denkt ihr gerade durch, die letzten Seiten!
Aber jetzt wieder zum Gedicht, sonst ist das Spamming.

@lyrwir

Mit dem Metrum habe ich es bei dem Gedicht schon genau genommen und die Silben ja auch gezählt. Das Schema war ja gleich, aber die letzte Strophe ist wirklich etwas zu holprig...die war aber der Kern meiner Aussage. =)

Schnuffel
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:36   #9
evilsuperbitch
 
Dabei seit: 08/2006
Beiträge: 1.073

schnuffel,

du sagst d e r dichter und dieser steht dann exemplarisch für jeden. wenn du eine dichterin bist, wüsste ich gerne, wie deine lyrik zu jenem allgemeinen verständnis aktueller lyrik steht, wie sie das lyrische ich hier präsentiert. schließlich ist das interessante, ob deine gedichte dieser lyrikkritik standhalten können.
und was genau unterscheidet unsere lyrik von deinem text (und zur not auch von heines werken)?

lh.
evilsuperbitch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:39   #10
Drehrassel
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 100

@schnuffel: das silbenzählende prinzip macht erstens für die prosodie deutschsprachiger verse keinen sinn (es wird das so genannte "akzentuierende", die silbenschwere/betonung messende angeommen... ausnahme: der "strenge knittel" von hans sachs), und zweitens: schon gar nicht dann, wenn man die silbenmenge gleich groß konzipiert, unachgeachet dessen, mit welchem ausgang (kadenz/abtakt) ein vers ausgestattet ist (männlich oder weiblich/"stumpf" oder "klingend")
Drehrassel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 17:43   #11
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

@lord helmchen

willst du damit sagen, dass ich auch modern schreibe? genau das wollte ich nie. in diese zeit reinrutschen.
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 18:00   #12
Terror Incognita
 
Dabei seit: 12/2007
Beiträge: 392

Zitat:
Original von Schnuffel
@lord helmchen

willst du damit sagen, dass ich auch modern schreibe? genau das wollte ich nie. in diese zeit reinrutschen.
Und warum wolltest du das nie? Wieso wehrst du dich dagegen?

Ich ziehe ein wundervoll gereimtes Gedicht einem tiefsinnigen modernen vor (Ausnahmen bestätigen die Regel), trotzdem bin ich so gar nicht deiner Meinung. Klar gibt es, vor allem im Amateurbereich viele "moderne" Gedichte, die völlig sinnentleert und pseudohermetisch sind, aber nur weil du die guten Gedichte nicht erkennst und verstehst, heißt das nicht, dass sie schlecht sind.

Auch ich verstehe lange nicht alle Gedichte, die ich hier im Forum finde, aber ich interpretiere sie für mich, unabhängig von der Intention des Autors und eine geballte Wortgewalt macht auch Spaß, ohne dass du verstehst was dir der Dichter sagen will.

Gruß,
TI
Terror Incognita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 18:04   #13
lyrwir
 
Dabei seit: 06/2007
Beiträge: 450

@ Drehrassel, für mich hat das geixxe hier den Sinn, herauszubekommen, wie das ganze betont werden kann. Vielleicht hätte ich noch dazuschreiben sollen: für mich liest sich das so. Aber danke für deine Anmerkungen, jetzt sehe ich klarer, woher die Betonungsprobleme kommen.
@ Schnuffel: in Z9 ist eine Silbe zu viel. Ein Gedicht nur nach Silbenanzahl zu schreiben, ist nicht immer sinnvoll. Bei Büttenreden z.B. bietet es sich an, wenn man das Metrum in das Schema bekommt.
lyrwir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:04   #14
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

@Terror

Weil ich moderne Lyrik in zwei typen unterscheide:

1. Gedichte ohne Reime , die jedoch verständlich sind
2. Gedichte, die zimlich unverständlich sind, und nach meiner meinung, eifach zusammengepuzzelte Wörter sind.

Ich sehe mich eher in der Epoche der Romantik und nicht in der moderne.
Ich habe Goethe als Vorbild, weil er gut geschrieben hat. Und welche meinung ihr dazu habt, interissiert mich ehrlich gesagt nicht.
ich vertrete meine Meinung hier wie alle anderen auch und das ich keine moderne Lyrik mag , dass ist auch meine meinung. Wie ggesagt, ich empfinde das nicht als Kunst. Es ist zeitgenössisch, aber ich bleibe lieber bei meinem Stil, als es hier allen nachzumachen. ich bleibe so lieber die einzige in Deutschland (so was wie ein Unikat).
Jetzt aber zum Gedicht, was ich auch über meine oder eigetnnlich allgemeine Meinung geschrieben habe.
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:10   #15
Mo.-
 
Dabei seit: 05/2007
Beiträge: 531

hi, schnuffel ich will eigentlich nichts dazu sagen aber du bedarfst so dringend an aufklärung das es mich reizt.

ich werd dir moderne lyriknicht erklären weil dus eh nicht willst.
aber wenn du göthe als vorbild hast reihst du dich in eine dichterische masse ein die eindeutig größer ist als die der modernen lyriker hier. dieses forum ist eine insel in diesem sumpf aus epigonen. ja deine meinung gut und schön -ich kenne einige leute die romantisch schreiben und das gut tun -auch hier im forum - du missachtest aber die regeln dieser 'alten kunst' - goethe würde sich im grabe umdrehen aber nicht wegen uns- sondern wegen texten wie dem da oben. aber das hat lyrwir schon besser aufgezeigt als ich das könnte.

ich achte jeden der es schaft mir den regeln der metrik was auf die beine zu stellen - ich finde es nicht innovativ aber es ist eine leistung die ich achte -die du und viele andere nicht brinen können. du hast nichts von einem romantiker -du schreibst zeitgenössische trivialliteratur- du reimst-verkackst das metrum- und spickst den inhalt mit banalitäten.

gruß
mo.-
Mo.- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:22   #16
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

@mo

Ich glaube ich kann mir meine vorbilder schon gut alleine aussuchen. & außerdem versuche ich goethe nciht nachzumachen. Solche erfahrungen habe ich schon gemacht & es hat mir gereicht. außerdem ist ds 2 jahre her.
Zudem achte ich aufs metrum. Welche Methode ich anwende ist meine Sache. ich kenne mich nicht mit Jambus & co aus, das will ich zugeben, aber was nciht ist kann ja noch werden.
ob der sich im ,,Grabe'' umdrehen würd eo der nciht lasse ich mal weg.
Schließlich lebt er ja eh nicht mehr. Ich lasse es mal dahin gesagt sein,d ass ich kein Metrum hinkriege. Ich schriebe seit drei jahren & dass was ich früher geschrieben habe, war echt ,,schlimmer'' oder hat noch weniger Metrum.
Ich bin kein Anfänger, der nciht von Lyrik versteht. Und ich glaube das ihr das genauso wenig tut.
Mein Gedicht erzählt meine meinung & auch die anderer hier. & ich will mich auf eure Lyrik nicht einlassen. Sie interissiert mich nciht im geringsten, da ich bei dem bleibe, was ich schreibe. Auch wenn ich bei wettbewerben keine chance habe.

Schnuffel
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:26   #17
El_Hefe
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 1.530

mensch schnuffel, da melde ich mich doch noch mal:

zunächst sagtest du:
Zitat:
Hallo El Hefe!

Ich habe es eben nicht, auf das Streitthemna bezogen. Ich habe es geschrieben , um die Situation des Dichters heute zu beschreiben und mit meiner Meinung hatte das nichts zu tun.
und nun:

Zitat:
Mein Gedicht erzählt meine meinung
ach so ist das!

nebenbei anmerkungen:
- goethe hatte nichts mit der epoche der romantik zu tun bzw. war kein lehrbuchmäßiger vertreter dieser epoche
- du bist 14, da habe ich moderne lyrik auch noch nicht verstanden (bzw. ich kannte keine lyrik). nutze den vorsprung, den du durch den frühen anfang hast und sei nicht so intolerant und öffne dich auch moderner literatur
- wenn dich "unsere" lyrik nicht interessiert, dann suche dir doch ein forum, wo mehr nach deinem geschmack geschrieben ist. wie oben erwähnt gibt es viele.
El_Hefe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:28   #18
Terror Incognita
 
Dabei seit: 12/2007
Beiträge: 392

Zitat:
Original von Schnuffel
@mo

Ich glaube ich kann mir meine vorbilder schon gut alleine aussuchen. & außerdem versuche ich goethe nciht nachzumachen. Solche erfahrungen habe ich schon gemacht & es hat mir gereicht. außerdem ist ds 2 jahre her.
Zudem achte ich aufs metrum. Welche Methode ich anwende ist meine Sache. ich kenne mich nicht mit Jambus & co aus, das will ich zugeben, aber was nciht ist kann ja noch werden.
ob der sich im ,,Grabe'' umdrehen würd eo der nciht lasse ich mal weg.
Schließlich lebt er ja eh nicht mehr. Ich lasse es mal dahin gesagt sein,d ass ich kein Metrum hinkriege. Ich schriebe seit drei jahren & dass was ich früher geschrieben habe, war echt ,,schlimmer'' oder hat noch weniger Metrum.
Ich bin kein Anfänger, der nciht von Lyrik versteht. Und ich glaube das ihr das genauso wenig tut.
Mein Gedicht erzählt meine meinung & auch die anderer hier. & ich will mich auf eure Lyrik nicht einlassen. Sie interissiert mich nciht im geringsten, da ich bei dem bleibe, was ich schreibe. Auch wenn ich bei wettbewerben keine chance habe.

Schnuffel
1. Such dir als Vorbild aus, wen du willst.
2. Das nennst du aufs Metrum achten? Metrum ist in den absoluten Grundlagen Jambus & Co. Da kommst du nicht drum herum.
3. Du sprachst erst von der allgemeinen Meinung, du siehst ja, dass das wohl nicht so ganz stimmt, aber egal, wichtiger ist
4. Dass "klassische" Dichtung schön und gut ist, aber das was du da geschrieben hast ist einfach nicht gut, das haben dir jetzt schon mehrere gesagt, die hauptsächlich gereimt und mit Metrum schreiben, dass ist auch der Grund warum du
5. keine Wettbewerbe gewinnen kannst. Nicht weil du reimst, Reimgedichte habens hier schwer, haben aber auch scho die Wettbewerbe gewonnen (einer meiner beiden Pokälchen war für ein gereimtes Gedicht und ich bin keiner der großen Dichter hier)

Noch einen Gruß,
TI
Terror Incognita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:30   #19
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

Wollt ihr mich von weiteren Gedichten abraten oder was?
ich kann es mir auch verkneifen hier etwas reinzustellen, was metrisch nciht perfekt ist, was aber wenigstens von Herzen kommt.
außerdem kann man alles lernen & da bin auch schon dabei
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:35   #20
weiblich ravna
 
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Alter: 33
Beiträge: 732

Hallo Schnuffel,

ich habe mir die Freiheit genommen, Dein Gedicht zu 'modernisieren'.

Verdorrt ist das Gelächter von Gestern
_______& jede Macht der Worte.
Heute haben die Dichter Rauchverbot.
Die kalte Asche ist auf niemand's Haupt
____________________zu streuen.

Getan habe ich das, weil ich gerne wissen möchte, wo für Dich jetzt Verständnisschwierigkeiten auftreten.

Dass Du die Form nicht magst, damit kann ich leben. Das stört hier auch sicher niemanden.
Es ist allerdings störend, wenn Du Akzeptanz für das Deiner Meinung nach 'richtige', 'klassische' Schreiben einforderst, gleichzeitig aber einen einsamen Kinderkreuzzug gegen 'moderne' Lyrik aufziehst.
Fakt ist: Dein persönliches Unverständnis 'moderner' Lyrik ist kein Argument dafür, dass 'moderne' Lyrik allgemein schlecht ist.
(Die Moderne ist, nebenbei sei dies einmal angemerkt, auch schon eine Weile vorbei)
Deine Meinung ist völlig irrelevant, so lange Du keine Argumente liefern kannst, die auf etwas anderem basieren als auf Deinem Wohlgefallen.
Also: richtige Argumente vorbringen oder einfach mal den Mund halten.

Und nein: Du kannst nicht aus Deiner Zeit. Deine Zeit prägt Dich. Das festhalten an vermeintlich 'alten' und 'besseren' Werten/Konzepten ist übrigens gerade ziemlich in. Du hast nicht die Möglichkeit, Dich einer vergangenen Epoche zuzuordnen. Zeitmaschinen gibt's noch nicht.

Warum ist Goethe Dein Vorbild?
Welche Texte kennst Du von ihm?

Wie viele Autoren kennst (d.h. mindestens drei bis fünf Texte gelesen) Du aus der folgenden Reihe?

Heinrich von Veldeke, Reinmar, Neidhart von Reuental, Martin Opitz, Paul Gerhadt, Andreas Gryphius, Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Friedrich Hölderlin, Clemens Brentano, Adelbert von Chamisso, Eduard Mörike, Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Storm, Friedrich Nietzsche, Stefan George, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Jakob van Hoddis, Else-Lasker Schüler, Georg Heym, Johannes U. Becher, Georg Trakl, Gottfried Benn, Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz, Hugo Ball, Kurt Schwitters, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Günter Eich, Paul Celan, Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Hans Magnus Enzensberger, Johannes Bobrowski, Hilde Domin, Rose Ausländer, Ernst Jandl, R.C. Artmann, Peter Rühmkorf, Erich Fried, Sarah Kirsch, Robert Gernhardt, Volker Braun, Ulla Hahn, Durs Grünbein

Sei so gut, kopier' Dir die Liste und makiere einfach fett, wen davon Du kennst. Nur, damit ich weiß, was für Voraussetzungen Du hast.

Nächste Frage: Wieviele literaturtheoretische Texte hast Du gelesen? Deutsch-Lehrbücher zählen nicht

Liebe Grüße,
Ravna
ravna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:45   #21
lyrwir
 
Dabei seit: 06/2007
Beiträge: 450

Hallo Schnuffel,
hier will dir wohl keiner vom Dichten abraten. Aber (jaja, das aber) wenn du reimst, musst du dir mehr Mühe geben. Und wenn du frei schreiben willst, noch viel mehr, das ist nämlich viel schwerer, als man gemeinhin denkt. Es gibt hier, in diesem Forum, einige hervorragende Beispiele "freier" Dichtung und die sind auch nicht alle Hirnverquert. Also, bleib mal geschmeidig, lies ohne Scheuklappen und nimm an den Wettbewerben teil, da kann man prima üben. Bestimmt ist es hart, heutzutage gereimt zu schreiben, da es schon so viele Gedichte in der Art gibt. Daran muss man sich messen lassen, darum nimm dir Drehrassels Rat zu Herzen und denk immer daran: in 200 Jahren sind alle ungereimten Gedichte geschrieben, dann haben die den schwarzen Peter .
Oder versuch es doch selber mal, ungereimt heißt keineswegs ohne Rhythmus oder Sinn.
LG,
LW
lyrwir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2008, 20:54   #22
Kirmesbollo
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 304

hallo schnuffel,
das gedicht kann auch mich nicht überzeugen, und zwar, weil es beim lauten lesen
ohne guten willen nicht funktioniert, das heißt bei einem reimgedicht, dass da metrisch
irgendwo was nicht so hinhaut. da hast du allerdings recht, was nicht ist, kann noch werden
und wenn die altersangabe stimmt, hast du da auch noch zeit satt dafür.
was die moderne(re) lyrik angeht, lass die mal in ruhe, da gibt es auch perlen zu entdecken.
was alle hier dir sagen wollen ist: wenn du klassisch schreiben magst, dann solltest du etwas
mehr sorgfalt walten lassen, mehr nicht.
was aber viel wichtiger scheint, ist die tatsache, dass mittlerweile alle hier begriffen haben,
dass du eine antipathie gegen jüngere lyrik hast, also lass mal gut sein.
ich mag gereimtes ebenso wie ungereimtes, aber für beides gilt, dass es mich sprachlich,
melodisch, handwerklich, oder inhaltlich (am besten alles zusammen) begeistern muss,
und das hast du bei mir mit deinem gedicht nicht geschafft, nicht zuletzt weil es arg larmoyant
daherkommt und für ein „klassisches“ gedicht nicht raffiniert genug ist.
achja:

Zitat:
Heinrich von Veldeke, Reinmar, Neidhart von Reuental, Martin Opitz, Paul Gerhadt, Andreas Gryphius, Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, Friedrich Hölderlin, Clemens Brentano, Adelbert von Chamisso, Eduard Mörike, Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Storm, Friedrich Nietzsche, Stefan George, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Jakob van Hoddis, Else-Lasker Schüler, Georg Heym, Johannes U. Becher, Georg Trakl, Gottfried Benn, Bertolt Brecht, Joachim Ringelnatz, Hugo Ball, Kurt Schwitters, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Günter Eich, Paul Celan, Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Hans Magnus Enzensberger, Johannes Bobrowski, Hilde Domin, Rose Ausländer, Ernst Jandl, R.C. Artmann, Peter Rühmkorf, Erich Fried, Sarah Kirsch, Robert Gernhardt, Volker Braun, Ulla Hahn, Durs Grünbein
betrachte die liste von ravna einfach als tip, wo es sich lohnen könnte mal reinzuschmökern,
ich denke, die wenigsten haben in deinem alter das alles schon gelesen.
ps: al bano & romina haben mich in den 80ern begleitet und ich dachte schon, ich hätte sie erfolgreich
aus meinem speicher gelöscht, aber dann kommst du daher und...
nix für ungut und: chill
der bollo
Kirmesbollo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2008, 11:39   #23
Schnuffel
 
Dabei seit: 05/2008
Beiträge: 139

@Kirmesbollo

Ich hab' mich schon gestern abend rangesetzt und mal bei der Metrik nachgeschlagen, ich glaube das wird in Zukunft besser & habs jetzt mit Jambus& co veerstanden.
Ich werd' mich auch mehr zurückhalten, aber manchmal regt mich das so auf, dass unbedingt mal was sagen muss.

PS: albano&romina power begleiten mich schn seit 10 Jahren...jaja...

@

gelesen habe ich:

Theodor Storm, Hälderlin, Annette von Droste- Hülshoff, Ernst Jandl,
Morgenstern,Clemens brentano,Rainer Maria Rilke,Bertolt Breacht, Rose Ausländer,

ich hab mich erst gesttern mit der Theorie geschäftigt. wollte mir wheute noch bücher aus der Bücherei holen, die aber geschlossen ist. & guck aber im internet nach.


--- doppelpost von el_hefe entfernt ---

Ich habe mir mal Zeit genommen & es überarbeitet:
Ich hoffe es ist besser geworden.

Verloren ist heut' der Dichter,
Genommen wurd' ihm jede Macht
Der Gewinn wird immer schlichter
Denn gestern hat er noch gelacht.

Vergessen ist die alte Kunst,
Zu zählen scheint die Neue,
Bedeckt sie mit schwarzem Dunst
Und nimmt ihr jede Treue.

Die letzte Strophe habe ich weggelassen; Ich lass das wahrscheinlich so & überleg mir noch , ob ich ne komplett neue Strophe dazu tue, mit etwas weniger Ignoranz. Eher tolerant.
Schnuffel ist offline   Mit Zitat antworten
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