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Alt 27.09.2021, 06:02   #1816
weiblich DieSilbermöwe
 
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„Das Herz des Bösen" von Joy Fielding. Das Buch fängt eher langweilig an als ich die Leseprobe in meinem E-Reader heruntergeladen hatte, beschloss ich nach den ersten Seiten, es nicht zu kaufen - aber dann steigert sich die Geschichte furios. Ich habe es natürlich doch gekauft und es fast in einem Rutsch durchgelesen. In abgelegenen Häusern in den Bergen ist ein Killerpärchen unterwegs. Parallel dazu steigt die Geschichte bei Val ein, die von ihrem Mann verlassen wurde und allein mit ihrer Tochter lebt. Ihr Ex-Mann hat ein Wochenende in den Bergen mit seiner neuen Freundin und seiner Tochter geplant. Nun landen Val, Freundin des Ex-Mannes, Tochter und zwei Freunde von Val zusammen in einem Hotel in den Bergen und die Wege kreuzen sich. Was sich hier ziemlich anstrengend anhört, ist ungemein spannend und unterhaltsam beschrieben. Die Charaktere sind fein gezeichnet, obwohl die Erzählerin nie beschreibend wird, kann man sich die Personen deutlich vorstellen, so wie sie im Buch auftauchen.
Zudem hat es die Autorin geschafft, mich ziemlich in die Irre zu führen, ich war in der Mitte des Buches auf einer ganz falschen Spur.
Für schwache Nerven ist das Buch allerdings nichts, die Szenen mit dem Killerpärchen sind schon etwas brutal beschrieben.
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Alt 21.10.2021, 07:47   #1817
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Jürgen Kaube: "Hegels Welt", rowohlt Berlin, 2020.

Beim Namen "Hegel" schrecken die meisten Leute sicherlich zurück, denn seine Philosophie gilt als schwer verständlich. Ich hätte mir das Buch wahrscheinlich nicht gekauft, es war ein Geschenk, also ließ ich mich darauf ein.

Selbst bei Kaubes Versuch, Hegels einzelne Themen verständlich zu machen, ist das Hineindenken für den Leser anstrengend. Der Autor schreibt aber - zum Glück - nicht nur über Hegels schwer zu erfassenden Gedankengänge, sondern, wie der Buchtitel sagt, über seine Zeit und seine Wegbegleiter. Es war das Zeitalter des Idealismus, und da tauchen natürlich Namen wie (u.a.) Fichte und Schelling auf, immer wieder aber auch der Rückbezug zu Immanuel Kant, an dem bis heute kein Philosoph vorbeikommt.

Die beiden letzten Kapitel habe ich mir jedoch erspart. Darin geht es um Kunst und Religion, und schon bei einem flüchtigen Blick hinein wurde mir klar, dass Hegel darüber nichts Neues zu sagen hatte. Letztendlich muss jedem Menschen freistehen, bei diesen beiden Themen auch ohne philosophische Begleitung zu seinem persönlichen Umgang mit ihnen zu finden.

Kaubes Stil liest sich klar und flüssig, dafür ist dieser Autor bekannt. Trotzdem glaube ich, dass das Buch nur für Leser geeignet ist, die sich für Philosophie und insbesondere für den Idealismus interessieren.
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Alt 27.10.2021, 06:20   #1818
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„Schatten des Grauens über Bellmore House" von Dorothee Reichling - meine Güte, ist das schlecht. Ich hatte eine Leseprobe geladen und fand den Anfang ganz gut. Nachdem ich es dann ganz geladen hatte (als E-Book) war ich nur noch sprachlos. Keine Absätze und inhaltlich Fehler über Fehler. Ich werde es natürlich nicht zu Ende lesen. Ich erwähne es nur, weil es mich sprachlos macht, wie ein solches Buch - offenbar ohne jede Lektorarbeit - veröffentlicht werden kann.
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Alt 27.10.2021, 07:29   #1819
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Keine Absätze und inhaltlich Fehler über Fehler. Ich werde es natürlich nicht zu Ende lesen. Ich erwähne es nur, weil es mich sprachlos macht, wie ein solches Buch - offenbar ohne jede Lektorarbeit - veröffentlicht werden kann.
Wundert mich nicht. Da bist du wohl auf jemanden reingefallen, der in einem Selbstverlag veröffentlicht hat. Diese Selbstverlage schießen wie die Pilze aus dem Boden. Jeder kann mittels so einer Plattform veröffentlichen - ohne Lektorat, ohne jeglichen litararischen Anspruch. Und diese E-Books werden über die bekannten Vertriebe wie beispielsweise Amazon verkauft, daran ist also auch kein Werturteil geknüpft

Mein Tipp: Bevor du so etwas kaufst, schau dir den Verlag an, bei dem das Buch erschienen ist. Wenn da Namen wie neobooks, lovelybooks oder books on demand steht, ist Vorsicht geboten. Das heißt allerdings nicht, dass alles schlecht ist, was dort rauskommt. Mancher Autor und manche Autorin ist von namhaften Verlagen dort entdeckt und unter Vertrag genommen worden.

Trotzdem: Diese Selbstverlage sind ein Riesengeschäft, und ehe man bei ihnen kauft, sollte man sich gründlich über ein Buch informieren. Ich selbst habe bisher neobooks für meine Veröffentlichungen genutzt und dabei nicht mehr als ein bisschen über 10 Euro "verdient"; denn der Löwenanteil der Verkäufe geht an den Verlag. Du kennst meinen Stil: Ich gehe mit Sprache sorgfältig um und bin bestrebt, Qualität zu liefern; aber das ist nur bei wenigen Schreibern der Normalfall. Die meisten überschätzen sich.

Nebenbei muss ich dir aber ein Kompliment machen. Du scheinst nämlich einer der wenigen User zu sein, die regelmäßig Bücher in die Hand nehmen. Ich frage mich oft, wie es sein kann, dass sich jemand für einen Lyriker oder Geschichtenerzähler hält, ohne jegliche Leseerfahrung zu haben. Das Märchen vom Naturtalent, das einfach mal so vom Dach fällt, vermag ich nicht zu glauben. Wenn dem so wäre, bedürfte es keiner Schreib- und Journalistenschulen, geschweige denn der Lehrbücher rund um das kreative Schreiben.

Oder anders ausgedrückt:

Man kann einen Tisch herstellen, indem man vier Äste nimmt und ein Brett auf sie legt. Mann kann das Holz aber auch so bearbeiten, dass Handwerkskunst entsteht.
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Alt 27.10.2021, 11:27   #1820
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Du hast recht, es scheint ein Selbstverlag zu sein, leider habe ich erst später darüber recherchiert. Den Namen des Verlages kannte ich gar nicht.

Mit der zweiten Sache gebe ich dir auch recht, wer schreiben will, muss viel lesen ich schaue in der Stadt regelmäßig in meinem Lieblingsbuchladen vorbei und stöbere im Internet bei den E-Books, die sind einfach praktischer für unterwegs. Werde aber zukünftig aufpassen, von welchem Verlag die Bücher heraus gebracht wurden.
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Alt 28.10.2021, 17:27   #1821
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Du hast recht, es scheint ein Selbstverlag zu sein, leider habe ich erst später darüber recherchiert. Den Namen des Verlages kannte ich gar nicht.

Habe selbst mal recherchiert. Das ist ein typischer Abzocker-Verlag (DeBehr), der den Autoren für eine Veröffentlichung ordentlich Geld abnimmt. Angeblich berechnet er für ein Buch von 200 Seiten 1.200 Euro. Dafür lektoriert so ein Verlag natürlich nicht. Vermutlich haben diese Geschäftemacher lediglich das Cover erstellt und dann den Text rausgehauen, wie ihn die Autorin abgeliefert hat.

Seriöse Verlage machen so etwas nicht. Sie bezahlen den Autor, oder aber sie geben ihm eine ehrliche Absage.
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Alt 29.10.2021, 18:01   #1822
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Danke für die genaue Recherche, Ilka.

Zitat:
. und dann den Text rausgehauen, wie ihn die Autorin abgeliefert hat.
Das war exakt mein Eindruck. Außer auf den ersten Seiten vielleicht, denn wenn die schon so schlecht gewesen wären, hätte ich das nie gekauft.
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Alt 26.11.2021, 00:58   #1823
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Florian Schröder: "Schluss mit der Meinungsfreiheit! Für mehr Hirn und weniger Hysterie", dtv München, 2021.

Ein bitterböses Buch, von dem man sich wünscht, es wäre nur Satire. Leider sind die gesellschaftlichen Zustände, die Florian Schröder schildert, real und besorgniserregend, so dass man ihm dafür dankbar sein muss, sie in seinem gewohnt kabarettistischen Erzählstil zu schildern.

Statt mehr dazu auszuführen, verweise ich Interessenten auf diesen Link, einem längeren Interview mit Schröder, in dem er zwischendurch mehrere Passagen aus seinem Buch vorliest:

https://www.youtube.com/watch?v=04G7BExfGMU
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Alt 26.11.2021, 11:07   #1824
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Blake - Der Geschmack des Todes von Jack Heath.
Dies ist der zweite Band der Blake-Reihe.

Darin geht es um Timothy Blake. Dieser löst Rätsel für Geld und unterstützt als inoffizieller Berater das FBI bei der Aufklärung von Verbrechen.

Im 1. Band wird sehr häufig seine unschöne Kindheit erwähnt und die krassen Umstände, wie er zum Berater für das FBI geworden ist (der korrupte FBI-Direktor erwischt ihn, wie Blake gerade dabei ist einen Menschen zu verspeisen. Denn Blake ist nicht nur Intelligent, sondern auch ein Kannibale, der sich von zum Tode verurteilten Schwerverbrechern ernährt.

Im 2. Band arbeitet er für die Chefin einer Verbrecherorganisation und lässt für sie Leichen verschwinden. Was ihm als Kannibalen sehr gelegen kommt.

Es ist sehr spannend geschrieben und nichts für schwache Nerven.
.
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Alt 12.12.2021, 08:49   #1825
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John J. Winters: "Sam Shepard - A Life", Counterpoint, Berkeley, 2017.

Der Schauspieler Sam Shepard fiel mir erstmals in dem Film "The Pelican Brief" auf, hatte aber nur einen geringen Eindruck auf mich hinterlassen. Die Rolle als Professor, der früh bei einem Anschlag stirbt, war dazu auch wenig angetan gewesen.

Jetzt bin ich durch den Film "Homo Faber" von Schlöndorff und einige Filme, die er mit Wim Wenders gedreht hat, stärker auf ihn aufmerksam geworden, vor allem, weil er für Wim Wenders an den Drehbüchern mitgearbeitet hatte. Deshalb habe ich mir Shephards Biografie gekauft.

Zu meinem Erstaunen gehört seine Leidenschaft nicht dem Kinofilm, sondern dem Theater (auch der Musik, in der er jedoch nicht Fuß fassen konnte). Seine Spezialität ist ein avantgardistisches Theater für die Bühnen des Off-Broadway und Off-Off-Broadway, seine Stärke liegt in biografisch beeinflussten absurden Szenerien und eindringlichen Dialogen. Er ist ein "fast writer", als sei alles bereits in seinem Kopf angelegt und müsse nur noch zu Papier gebracht werden.

Stark beeinflusst hatten ihn außerdem Pattie Smith und Bob Dylan. Was er über Jahre geheim zu halten vermochte, war eine Beziehung zu Jessica Lange.

Shepard ist ein höchst sensibler, komplexer Charakter, der es trotz einem Hang zur Zerrissenheit immer wieder schafft, zur Balance zurückzufinden. Auf mich wirkt er wie ein real gewordener Parzival, der auf der unermüdlichen Suche nach dem heiligen Gral ist.

Interessenten können einige seiner Theaterstücke auf youtube sehen, darunter "Buried Child" (Pulitzer-Preis):
https://www.youtube.com/watch?v=vQdt9g6oC9g&t=2706s

Zum Buch:
https://www.amazon.de/Sam-Shepard-Jo...9295346&sr=8-1
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Alt 29.12.2021, 10:49   #1826
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„Patricia Highsmith, Tage- und Notizbücher"
Herausgegeben von Anna von Planta, Diogenes Verlag

In dem Buch stehen private Aufzeichnungen von Patricia Higsmith, nach ihrem Tod wurden 18 Tage- und 38 Notizbücher gefunden, und einige dieser Notizen kann man nun in dieser Auswahledition nachlesen.
Ich hatte mir im November eine Ausgabe der FAZ gekauft, und in dieser wurde das Buch besprochen, was ich mir natürlicih flugs zu Weihnachten wünschte .
Es ist hochinteressant. Natürlich sind es keine Geschichten im üblichen Sinne, es ist auch kein Ratgeber, wie man Geschichten schreibt oder ähnliches. Aber es ist fast so etwas wie eine Zeitmaschine, es beginnt mit Aufzeichnungen von 1941 und man kann in Patricia Highsmiths Leben geradezu eintauchen. Faszinierend finde ich, wieviel verschiedene Lieben/Beziehungen sie als junge Frau gleichzeitig hatte - die anderen Frauen (sie war homosexuell) schickten ihr Blumen etc. Ich hätte eigentlich gedacht, sie wäre immer nur eine Beziehung eingegangen, zumindest wusste ich vor dem Buch nichts von so vielen verschiedenen Beziehungen auf einmal.
Sie betont auch oft, dass sie Hosen trägt - für eine Frau im Amerika der 40er-Jahre noch lange keine Selbstverständlichkeit.
Viele Seiten sind mit Fußnoten zur Erklärung zum Bezug versehen.
Mit einem Satz: Es ist einfach klasse. Und klasse gemacht.
Ein großes Dankeschön an Diogenes und Anna von Planta.
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Alt 29.12.2021, 12:05   #1827
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„Patricia Highsmith, Tage- und Notizbücher"
Herausgegeben von Anna von Planta, Diogenes Verlag
Klingt hochinteressant.
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Alt 03.01.2022, 15:32   #1828
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Georg Lentz: „Muckefuck“, Melzer Verlag, 1976/2004. Es ist der erste Band einer Trilogie, in dessen Mittelpunkt Karl Kaiser steht, der seine Kindheit und Jugendzeit in der Berliner Laubensiedlung „Tausendschön“ in der Zeit vor dem 2. WK bis zu dessen Ende und der Besatzung durch die alliierten Siegermächte schildert. Da aus der Sicht eines Kindes erzählt, ist die Geschichte in einer berlinerisch-schnoddrigen Sprache geschrieben, mit witzigen Umschreibungen für die Dinge des Alltags und der Erwachsenenwelt, die einem jungen Menschen noch unverständlich sind. Zum Beispiel hält Karl den Büstenhalter seiner übergewichtigen Mutter für eine doppelte Einkaufstasche mit zwei Henkeln. An ähnlich phantasievollen Vergleichen fehlt es dem Autor nicht, der Roman ist bis zum Ende vergnüglich zu lesen.

Das Buch und seine Fortsetzung, „Molle mit Korn“, bekam ich aus dem Nachlass eines verstorbenen Verwandten. Bis dahin hatte ich noch nie davon gehört, obwohl die Romane als Mehrteiler für das Fernsehen verfilmt worden waren, sie also ein Erfolg gewesen sein müssen. Den dritten Band, „Weiße mit Schuss“, habe ich mir im Internet bestellt, er wurde von einem Antiquar geliefert.
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