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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 08.11.2018, 18:19   #1
männlich Kravtsxv
 
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Standard Diese Chiffren

Wie sie so viel sagen
Aber mir alles verschweigen
Eine neue Plage, niemand kann vernünftig schreiben!

Große Worte
Alles nur Philosophen
Horcht, man kriegt Komplikationen geboten!

Ich will doch fühlen
Will direkt erleben
Eure Gefühle, Gedanken, Probleme!

Doch sitze ich da
Entziffere zuerst
Den erlebten Verrat und den tiefen Schmerz

Anstatt mir zu sagen
Anstatt mitzuteilen
Muss ich mich wohl fragen wer den hier leidet?

Der, der das schreibt
oder der, der entziffert
Nur der, der noch Weiß was der da im Blick hat!

Ich schätze die Kunst
Ich schätze sie sehr
Doch Kruzifix warum macht ihr es so schwer!?
Kravtsxv ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2018, 23:07   #2
männlich Denis Krüger
 
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Beiträge: 120

Zitat:
Zitat von Kravtsxv Beitrag anzeigen
Wie sie so viel sagen
Aber mir alles verschweigen
Eine neue Plage, niemand kann vernünftig schreiben!

Große Worte
Alles nur Philosophen
Horcht, man kriegt Komplikationen geboten!

Ich will doch fühlen
Will direkt erleben
Eure Gefühle, Gedanken, Probleme!

Doch sitze ich da
Entziffere zuerst
Den erlebten Verrat und den tiefen Schmerz

Anstatt mir zu sagen
Anstatt mitzuteilen
Muss ich mich wohl fragen wer
Zitat:
den
hier leidet?

Der, der das schreibt
oder der, der entziffert
Nur der, der noch Weiß was der da im Blick hat!

Ich schätze die Kunst
Ich schätze sie sehr
Doch Kruzifix warum macht ihr es so schwer!?

Hallo,
denke markiertes sollte "denn" und nicht den heißen.

Viele fragen auf einmal die du dir nur selbst beantworten kannst.
Meiner Erfahrung nach braucht es Talent, viel Lesestoff, Lektoren, Geduld,
Fleiß, eine gewisse Wortgewandtheit und die Feinfühligkeit sie zu setzen,die Bereitschaft durch Kritiker zerfetzt zu werden um sich dann
weiter zu Entwickeln. Zu guter Letzt, Vorsicht in öffentlichen Foren.

Gruß,
Denis.
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Alt 09.11.2018, 11:16   #3
männlich Jo-W.
 
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Beiträge: 34

Standard diese Chiffren

ich habe das Gefühl, Du schreibst alles auf, was Du empfindest- das mach ich auch in einem Tagebuch- es befreit, doch du kannst nicht erwarten, dass andere alle diese Empfindungen auch wahrnehmen- es ist, wie bei einem Buch- gefällt es einem nicht ,berührt es nicht, legt man es weg- da jeder ja ganz eigen wahrnimmt-so ist es auch mit Texten--um meinen Weg zu finden habe ich mir viel Hilfe geholt ,einzeln, in Gruppen, mich- wie mein Vorschreiber, der Kritik ausgesetzt-es ist ein langer Weg -man muß, Geduld haben-
einen Morgengruß- Jo-W.
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Alt 09.11.2018, 21:39   #4
männlich Denis Krüger
 
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Beiträge: 120

Nachtrag:

Sei Dir selbst der beste Kritiker und hinterfrage Dich.
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Alt 10.11.2018, 19:44   #5
männlich Kravtsxv
 
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Ort: Regensburg
Alter: 19
Beiträge: 14

Standard Zur Kritik

Zunächst: Danke das sie sich mit meinem Gedicht befasst haben
Ich schreibe immer auf was mir durch den Kopf geht, sage aber selten meine Meinung öffentlich. Ich sehe, dass das hier ein Ort voller Intellektueller ist weswegen ich mich auch sicher fühle Kritik zu äußern. Mein Gedicht ist nicht unbedingt an jene hier im Forum gerichtet, auch wenn das so scheinen mag. Tatsächlich kritisiere ich eher Leute wie Hoffmannsthal und ähnliche die hochgelobt werden von den Lehrern und Gebildeten, jedoch für das normale Volk kaum zugänglich sind. Ihre Gedichte müssen sehr lange analysiert werden, um im Endeffekt eine sehr einfache Aussage rauszukriegen.
Ich habe erwartet das ich Kritik abbekomme, ansonsten hätte ich dies nicht veröffentlicht.
Trotzdem verstehe ich die Aussage nicht ich solle mich in öffentlichen vorsichtig äußern. Vor allem in einem solchen Forum erwarte ich eher das man sich offen über jegliche Themen frei und ohne Einschränkungen unterhalten sollte. Für mich werden manche Gedichte über kompliziert dargestellt an Stellen an denen diese Komplikationen nicht nötig sind. Dies ist die komplette Aussage. Ich respektiere ein jeden Goethe, Schiller, Hoffmannsthal, Rielke und noch viele andere. Ich werde mich nie mit jemandem Streiten das Faust ein Meisterwerk ist, und "Der Panther" ist ein unglaubliches Gedicht. Andererseits muss ich auch einem Arno Holz recht geben, wenn er sagt das man die bekannten Reim Strukturen und die ganzen einhergehenden Komplikationen reduzieren sollte, bzw. ganz auflösen. Vielleicht bin ich in der Hinsicht Naturalist. Wer weiß. Aber ich schweife ab. Zusammenfassend ist mein Standpunkt folgender: Lyrik ist wunderschön und kann in so vielen Variationen Gefühle, Stimmungen, Erlebtes und so weiter zum Vorschein bringen. Muss man aber deswegen die Verständlichkeit insoweit verzerren, das ein jemand, der sich nicht mit Literatur beschäftigt, die Bedeutung gar nicht erfassen kann? Meiner Meinung nach nicht
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Alt 10.11.2018, 20:22   #6
weiblich Sushan
 
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Alter: 22
Beiträge: 93

Oh, damit kann ich jede Menge anfangen!

Wie hier schon gesagt wurde und wie ich selbst eben gerade, unter einem anderen Werk , schrieb:
Der Autor begibt sich in die Hände des Leser, wenn er veröffentlicht.
Ab da ist er den Reaktionen ausgeliefert und die können z.T. völlig diametral zur eigenen Intention verlaufen.
Wenn ich die Seiten wechsele und von mir als Leser ausgehe, erlebe ich es selbst oft.
Es passiert das ich sehr wohl verstehe was der Autor gemeint hat, aber eben eigene Erfahrungen und Erlebnisse einfach nicht heraushalten kann,
Und dies auch gar nicht möchte.

Dennoch habe ich Dein Werk mit einigem Kopfnicken gelesen.
Und hier kann es nun wieder passieren das ich völlig daneben liege, aber damit musst Du leben.
Ich selbst halte nicht viel vom Vorschieben eines LD und LI.
Meistens schreibe ich über mich selbst, über mein Umfeld und Dinge die mir passiert sind.
Eigentlich immer, aber eben hin und wieder verklausuliert. Und damit sind wir schon bei dem von Dir angesprochenen Punkt: Der Deutlichkeit.
Denn obwohl das alles so ist, ziehe ich hin und wieder (eigentlich sogar oft) zurück und scheue mich eben doch vor "aller Deutlichkeit".

Da greifen verschiedene Mechanismen ineinander.
Eventuell geht es um Bedenken, anderen doch zu viel von sich zu zeigen.
Dies ist ja gerade heute sehr verpönt und wird nicht selten als Waffe eingesetzt.
Außerdem fragt man sich selbst doch auch, ob man anderen nicht zu viel zumutet, oder ob diese das überhaupt interessiert.
Ich denke, Kunst sollte sich all diese Fragen gar nicht stellen.
Aber als Mensch kann man eben andererseits auch schwer aus den antrainierten Mustern ausbrechen.
Und die Frage ob dies nicht gut so ist, habe ich auch noch nicht abschließend geklärt.
Sushan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2018, 21:55   #7
männlich Denis Krüger
 
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Moin,

Zitat:
Danke das sie sich mit meinem Gedicht befasst haben.
Bitte bitte, gerne doch.

I
Zitat:
ch schreibe immer auf was mir durch den Kopf geht, sage aber selten meine Meinung öffentlich. Ich sehe, dass das hier ein Ort voller Intellektueller ist weswegen ich mich auch sicher fühle Kritik zu äußern.
Da hat jeder der über kurz oder lang schreibt, seine eigene Intention,
ob Mind, Soul and Body, Natur, Universum, Politik oder gar ein reines
Arbeitsgedicht, heißt, Thema/Idee und ran an die Arbeit. Grundsätzlich darf sich jede Art von Kunst mit allem beschäftigen, vor allem im Land der Dichter und Denker.
Zitat:
Mein Gedicht ist nicht unbedingt an jene hier im Forum gerichtet, auch wenn das so scheinen mag.
Nun, und bitte verzeih, aber das sehe ich anders, weil du in Deinem Gedicht klagst. Ob du über Dich oder Dichter klagst, oder Institutionen und Autoritäten
spielt hierbei keine Rolle, denn du klagst über Lyrik und seine Formen, Definitionen und zählst diese sogar Namentlich auf und selbst der Titel sagt es. Also bitte und HALLO, du bist in einem Lyrik Forum...
Zitat:
Für mich werden manche Gedichte über kompliziert dargestellt an Stellen an denen diese Komplikationen nicht nötig sind.
Hier ganz ganz einfach, beschäftige Dich erstmal oder ausschließlich, was auch immer, mit den Gedichten, die keiner "Auflösung" Bedarfen. Diese wird es, genauso wie stark verdichtete Werke, immer geben.

Zitat:
Trotzdem verstehe ich die Aussage nicht ich solle mich in öffentlichen vorsichtig äußern. Vor allem in einem solchen Forum erwarte ich eher das man sich offen über jegliche Themen frei und ohne Einschränkungen unterhalten sollte.
Hmm, ich habe lediglich den Fehler begangen, dir Rat zu geben. Falls dies zu Unmut gesorgt hat, möchte ich mich dafür entschuldigen.
Des weiteren möchte ich den Stein des Anstoßes zurück Rollen, denn du erwartest Offenheit und Unvoreingenommenheit und stellst Dir im selben Moment ein Bein und nicht die Frage:
" Begegne ich jenen den ich mich zeige ebenso "?
Zitat:
Muss man aber deswegen die Verständlichkeit insoweit verzerren, das ein jemand, der sich nicht mit Literatur beschäftigt, die Bedeutung gar nicht erfassen kann? Meiner Meinung nach nicht
Man muss nicht, aber man kann und genau das ist der Punkt. Beschäftige Dich mit Lyrik, dann eröffnen sich Wege. Was Deine Meinung angeht, nun, da hat jeder seine eigene, oder mehrere.

Vorletzt eine Frage...angenommen jeder Lyriker/Dichter/Poet, und ich meine jeder, würde Dir entsprechen und so schreiben, das sich Dir jedes Gedicht, das Zukünftig verfasst wird, voll und ganz erschließt ??


Zu guter Letzt, Zitat Sushan

Zitat:
Der Autor begibt sich in die Hände des Leser, wenn er veröffentlicht.
Ab da ist er den Reaktionen ausgeliefert und die können z.T. völlig diametral zur eigenen Intention verlaufen.
und möchte hinzufügen, ein Gedicht kann so viel transportieren, das der Leser
Inspiriert ist, oder gar mehr in gelesenem sieht als der Verfasser, Überinterpretationen ausgenommen.

Schönen Abend,
Denis

Geändert von Denis Krüger (10.11.2018 um 23:03 Uhr)
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