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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 18.06.2018, 23:41   #1
männlich dr.Frankenstein
 
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Ort: Zwischen den Ostseewellen ertrunken
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Standard Der Schamane und die Wissenschaft

Die Höhle ist ein leidenschaftlicher Ort mit den Spuren unserer Wurzeln.
Hineingekrochen um selbst zum Tier zu werden. Zur starken Raubkatze und als Jagdritual um sich in den Tiergeist zu verlieben, um ihn anzuziehen, um diese leidenschaftliche Nähe der Jagd heraufzubeschwören.
Den leichten Nachhall dieses Rituals merkt man, wenn man sich etwas von Herzen wünscht.
Man verliebt sich in den Geist des Gewünschten. Mag es als Beispiel ein Garten sein, der in deiner Fantasie ein Aussehen hat, ein Aussehen das du erfindest und dich darin verliebst.

Und dann wird die Leidenschaft geweckt, dieser unbedingte Wille und Mut, diesen Garten zu erreichen. Und auch irgend etwas magisches das diesen Garten zu dir zieht.
Er zieht natürlich auch die ganzen Ängste und Vorstellungen der Unmöglichkeit mit in den Geist...
Wie bei jedem verlieben in ein geistiges Bild eines Menschen.
Es scheint manchmal unmöglich die Grenze zu überwinden.
Und da setzen die Rituale an, sie festigen den Glauben.

In der Wissenschaft geht es um die Logische Komponente, Faktoren werden gegeneinander Aufgewogen. Die Dinge werden genau geprüft, beobachtet. Es geht mehr darum etwas solange anzuzweifeln, bis es stärker ist als der Zweifel.
Also um das genaue Gegenteil, was auch genauso gut ist, denn es hilft ja dabei zu verstehen wo die Grenzen des Wünschens sind.
Nur fehlt diesen ganzen Betrachtungen, des vom Zweifel übrig gelassenen, die Leidenschaft des Glaubens an die Wünsche.
Obwohl viele Wissenschaftler auch von dieser Magie angetrieben werden, scheint im Ergebnis nichts mehr davon durch.

Nun würde ich mich ja wissenschaftlich zweifelnd fragen, ob dieser ganze Zweifel am Glauben an die Magie sinnvoll ist?

Auch unsere Fähigkeit an die Zukunft zu denken, kommt sie aus diesen Ritualen, aus magischem Denken?

In der Kirche ist ja das in die Höhle gehen noch erhalten, voll von irgendwelchen Bildern von seltsamen Geistern mit denen man sich verbinden soll. Während der Pfarrer seine Show voll von Ritualen abzieht. Die aber nur bedingt eine Leidenschaft in einem erwecken können.
Da gibt es ja auch noch das Erntedankfest als dank an die Naturgeister.
Aber der Gott dort ist weit weg. Er ist kein wirklicher Teil des Lebens.
Man dankt dem ab und zu, oder gibt dem die Schuld für die eigne oberflächliche Denkweise. Z.B. warum andere Leiden müssen. Ob das auch mal ein Jäger den Schamanen in der Höhle gefragt hat?

Man fragt sich ja warum sich mit Esoterik so fette Geschäfte machen lassen.
Die Leute sind auf der Suche nach dieser magischen Art mit der Welt in Kontakt zu treten, die uns seit Urzeiten dazu verhilft so zu denken, wie wir denken.

Wenn wir den magischen Feuerkreis zogen um die Geister der Wölfe zu vertreiben.
Oder im Geiste mit verschiedenen Aspekten der Natur sprachen und die Sprache der Sterne wie eine Landkarte für die nächste Höhle oder den beginn der Aussaht, dem finden einer Frucht oder bestimmter Tiere erspührten.
Manchmal fand man auch nix, daraus wurde dann der Zweifel.

Das macht uns doch unglaublich schwach, von all dem abgetrennt zu sein. Man sieht es ja an den sonderbaren Arten unsere Leidenschaft auszuleben. Kunst ist ja noch eine Art der Magie, genau wie manche rituelle sexuelle Praktiken eine Art magie erzeugen, oder das Koch oder Kuchenrezepte erfinden...

Genauso diese Intuitive Kraft, etwas zu erspühren, das noch garnicht da ist. Z.B. man denkt an jemand, dann ruft der an.
Auch ein Überbleibsel der Kontakt zur Geisterwelt.
Klar kann man sagen, warum haben manche Opfer von Verbrechen es nicht gespührt. Da war der Wunsch des Verbrechers wohl stärker als die Intuition.
Diese Dinge sind ja nicht an Gut und Böse geknüpft, man kann sie auch zu "Bösem aus unserer Moralvorstellung" verwenden.

Mit diesen Wünschen erschaffen wir ja die Welt um uns. Das benutzen ja auch die Medien indem sie uns Wünsche einpflanzen, oder die Schule. Ich möchte mal die Eltern sehen, die ihr Kind unterstützen wenn es sagt: "Ich möchte später als Affe im Wald leben." wo ist da die Freiheit der Transexuellen, es gibt kleine Jungen die ein Mädchen sein wollen und das nicht wenige, aber keiner darf oder will Höhlenmensch sein?


Die Freiheit ist in den eingepflanzten Wünschen verborgen.
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