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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 11.03.2008, 20:33   #1
Der Einsame
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 10

Standard Ein Gedicht

Ich habe Hunger, und trotzdem bin ich satt.
Ich habe Durst, doch trinken will ich nicht.
Ich habe keine Lust, doch trotzdem mache ich weiter.
Warum ?
Wieso hat sie´s getan.
Wen zieht sie vor ?
Ich habe ihr alles geboten.
Ich habe ihr alles gegeben.
Ich sehe sie ist fort.
Wieso träume ich.
Weshalb verstehe ich es nicht.
Wann kommt der Tag ?

Ich habe keinen Hunger.
Ich habe keinen Durst.
Deswegen.
Deshalb.
Jeden
Ich hab ihr niemals etwas geboten.
Ich habe ihr noch nie etwas gegeben.
Sie war nie da.
Ich träume.
Es gibt nichts zu verstehen.
Niemals.
Sie gibt mir nicht einmal eine Chance.
Der Einsame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 20:58   #2
HeinrichSpatz
 
Dabei seit: 01/2008
Beiträge: 130

Vom Äußeren abgesehen, ist dieses Ding inhaltlich völlig wertlos. Es widerspricht und verneint sich selbst, trampelt auf der Stelle und eine Antwort, oder zumindest der Ansatz einer Lösung, fehlt.

Als reines Mitheulgedicht bringt es auch nichts, dazu ist es zu schnöde geschrieben, ein gefühlloser Haufen aus Wortbrei.

Ich gehe mal davon aus, dass dieses eines deiner ersten Versuche ist, suche Metaphern, Antworten und Wortspiele. Lass dir Zeit und lese Gedichte von Menschen, die weit hingehend als "gut" anerkannt sind, um zu sehen wie man es machen kann.
HeinrichSpatz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 21:03   #3
Der Einsame
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 10

Nachtsicht gleich null, hast es nicht verstanden.
Kauf die ein Nachtsicht Gerät, dann siehst du alles durch die Grüne Brille.
Sie hat es nie gegeben.
Der Einsame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 21:12   #4
HeinrichSpatz
 
Dabei seit: 01/2008
Beiträge: 130

Verstehen was? Dein Gedicht widerspricht sich und drückt sich nicht klar aus. In der Tristes ist der Spaß am Verstehen sowieso minimal.
HeinrichSpatz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 21:12   #5
Terror Incognita
 
Dabei seit: 12/2007
Beiträge: 392

Zitat:
Original von Der Einsame
Sie hat es nie gegeben.
Macht es auch nicht besser
Terror Incognita ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 21:17   #6
Der Einsame
 
Dabei seit: 03/2008
Beiträge: 10

Zitat:
Original von HeinrichSpatz
Verstehen was? Dein Gedicht widerspricht sich und drückt sich nicht klar aus. In der Tristes ist der Spaß am Verstehen sowieso minimal.
Ich finds auch gut, ist mein Lieblingsgedicht
Der Einsame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 21:29   #7
weiblich ravna
 
Benutzerbild von ravna
 
Dabei seit: 04/2005
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 732

Standard RE: Ein Gedicht

Hallo Einsamer,

was Du hier präsentierst ist ein stereotypes Trennungsgedicht mit ziemlich vielen Fehlern.
Der Versuch der Gegenüberstellung von Strophe eins und zwei scheint mir zwar noch nicht sonderlich geglückt, aber ansonsten ist es ein schönes Stilmittel.

Konkrete Kritikpunkte:

1. Zeichensetzung:
- vor Fragezeichen kommt kein Leerzeichen (generell nicht vor Satzendzeichen) [S.1, Z. 4, 7, 12]
- Fragewörter leiten eine Frage ein --> der Satz wird mit einem Fragezeichen und nicht mit einem Punkt beendet [S.1, Z. 10, 11]
- ein Akzent ist kein Verkürzungszeichen, letzteres findest Du mit Shift und Raute-Taste [S.1, Z. 5 "sie's", nicht "sie´s"]

Diese Anmerkung fußt, nebenbei bemerkt (denn ich las an anderer Stelle dass Du von Formen und Normen nicht sonderlich begeistert bist) auf der Vorstellung meinerseits, dass Autoren die Regeln der Sprache, in welcher sie schreiben auch beherrschen sollten.

2. Anaphern
Anaphern sind toll - wenn sie nicht langweilig sind. Vom Grundgedanken her sollen Anaphern etwas Wichtiges am Zeilenanfang noch zusätzlich betonen (natürlich gibt es auch andere Einsatzgebiete). Wenn Du nicht ausgerechnet die Gegenwärtigkeit und deinen Sprung zwischen den Zeitformen betonen möchtest (Z. 1-3 --> Präsens, Z. 7,8 Hilfsverbkonstruktion usw.), dann solltst Du ernsthaft in Erwägung ziehen, nicht 'Ich habe' als Daueranapher in geschlagenen neun Zeilen unterzubringen (zumal in S.2, Z.6 "hab" steht - d.h. entweder es fehlt das ' oder das e).

3. Wortwiederholungen

Noch erschreckender ist allerdings das gehäufte "Ich"/ "ihr" / "sie". Rein psychologisiert gesehen, hat Dein lyrisches Ich damit die vielen Fragen im Übrigen auch schon beantwortet: primärer Narzissmus ist für keine Beziehung förderlich.
Du solltest hier versuchen zumindest für einige der Personalpronomia Ersatz zu finden.

4. mangelnde Verdichtung

Mich stört es prinzipiell nicht, wenn ein Schriftsteller gerne seine Gefühle in die Welt schrei(b)en möchte. Allerdings sollte dem Ganzen ein gewisser ästhetischer Gehalt dann doch nicht abgehen. Gefühle verarbeiten ist eine Sache von jedem Menschen selbst, seinem Tagebuch und/oder seinem/r Freunden/Familie/Psychologen. Erst wenn die Gefühle auf eine ästhetische Ebene transportiert werden, kann/sollte jmd. damit in die Welt gehen und versuchen den Spaß auch noch als Literatur zu verkaufen.
Deinem Text fehlt es an einem grundlegenden Stilmittel zeitgenössischer Dichtung - der 'Verdichtung'. Dazu gehört unter anderem, dass Du dem Leser nicht alles direktemang ins Gesicht schleuderst, sondern zum Beispiel Metaphern verwendest, umschreibst, verkürzt (in der Gegenwartslyrik: bis hin zum Kryptischen). Natürlich kann Dich niemand zwingen Dich den gängigen Schreibformen unterzuordnen - aber zumindest die tradierten Stilmittel solltest Du unterbringen, um Deine Leser nicht zu langweilen.

5. Der Titel

Ob "Ein Gedicht" überhaupt der Titel sein soll, weiß ich nicht. Wenn nicht - dann brauchst Du das nicht hinschreiben, in der Kategorie 'Eigene Gedichte' dürfte klar sein, dass es sich hier um Gedichte handeln sollte. Wenn es der Titel sein soll, ist er schlicht und ergreifend am Thema vorbei.

Summa summarum: dieser Text bedarf der (massiven) Überarbeitung.

Liebe Grüße,
Ravna
ravna ist offline   Mit Zitat antworten
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